Bud, der Hühnerschreck

ACHTUNG! Folgender Text enthält Gewalthandlungen und ist nicht für zartbesaitete Gemüter geeignet! Wer kein Blut sehen kann, sollte lieber diesen Eintrag überspringen! Ich wiederhole: Ekel-Alarm! Mord! Gewalt! FSK18!

Oh, ihr seid noch da? Dann gehört ihr also zu den harten Jungs!

Heute habe ich nämlich etwas böses gemacht, wie Mama sagt. Papa hat sich noch nicht zwischen lachen und weinen entschieden.

Es begann damit, dass heute Muttertag war. Weil Mamas Mutter jetzt weit weg wohnt, sind wir nur zu Papas Mutter gefahren und saßen dort gemütlich im Garten. Lucy saß brav neben Mama und himmelte sie an, weil auf dem Tisch köstlicher Kuchen stand und sie sich natürlich einen Bissen erhoffte. Ich dagegen wollte Abenteuer und schnüffeln! Oma schlug daraufhin vor, mich einfach im Garten freizulassen. Mama wollte das nicht, weil sie Angst hatte, ich könnte unter dem Zaun durchschlüpfen oder etwas falsches essen, aber Papa fand auch, dass ich herumlaufen könnte. Also ab mit der Leine und rein ins Vergnügen! Ich brauchte nicht lange um den Garten zu erkunden, dann bemerkte ich, dass ich wirklich durch den Zaun passte und schaute mal beim Nachbarn vorbei. Er hatte einen großen Hühnerauslauf voller Hühner, und in seinem Zaun war ein großes Loch, groß genug für einen schlanken Dachshund wie mich.

… Also, an alle, die immer noch lesen und die einen empfindlichen Magen haben, jetzt wirds eklig!

Ich stand nun mitten im Hühnergehege und die Hühner rannten vor mir weg. Da bekam ich Lust, sie ein bisschen zu packen und verfolgte die Hühner. Mittlerweile war mein Fehlen natürlich bemerkt worden, Mama war sauer, Papa hatte seinen jüngsten Bruder, meinen Onkel, darauf angesetzt, mich zu suchen. Er kam mir hinterher, als ich gerade auf einem der Hühner saß, das Maul voll Federn und total glücklich. Er schaute kurz, ging dann zu Papa und kam mit ihm im Schlepptau zurück. Ich saß in einem Federnmeer und das Huhn, dass ich gefangen hatte, lebte nicht mehr ganz so sehr. Papa klemmte mich unter den Arm und kehrte mit mir zurück, die Aufregung war groß. Ich war stolz auf mich, ich hatte schließlich Beute aufgespürt, sie gejagt und getötet, besser gehts doch gar nicht. Daher war ich etwas verwirrt, dass ich keine Belohnung bekam. Stattdessen schleppten sie meine Beute herbei, schlugen ihr den Kopf ab, damit der Nachbar sie noch essen konnte (er war zum Glück nicht da) und wir mussten heim. Für das Huhn haben meine Eltern dann noch 20 Euro bezahlt, das zweite Huhn, dass ich mir für später hatte aufheben wollen, fand der Nachbar erst später.

Seitdem bin ich ein stadtbekannter Hühnerschreck.

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