Lucy, das Model und Bud, der Minnesänger

Dackel im Arbeitsalltag

Der Fensterplatz ist für den Dackel reserviert!
Der Fensterplatz ist für den Dackel reserviert!

Wie ich euch ja bereits erzählt habe, bin ich seit neusten berufstätig. Jeden Morgen wirft mich Mama aus dem Bett und ich hätte gern noch länger geschlafen, weiß aber, die Pflicht ruft. Lucy und Mama stehen meistens etwas eher auf als ich, Weiber brauchen halt früh ein bisschen länger im Bad. Bin ich dann auch aus dem Bett gefallen, essen wir alle noch ein schnelles Frühstück und Mama versucht, durch einen Kaffee munter zu werden. Dann wird unser Rucksack gepackt, die Kuscheldecke ist immer drin, die Leckerlis und Spielsachen wechseln immer mal, bei Regen kommen noch Feuchttücher für schmutzige Pfoten und ein Handtuch dazu. Dann werden Jacken und Leinen angelegt, der Kotbeutelvorrat, manchmal mit Motiv passend zur Jahreszeit, wird ein letztes Mal kontrolliert, wir winken der Katze ein Aufwiedersehen und bewegen uns zuerst zur Pipiwiese. Dort leert sich vorallem Lucy am liebsten. Dann geht es Richtung Bahnhof, während ich emsig markiere und Mamas Tüte immer voller und mein Darm immer leerer wird. Manchmal müssen wir uns deswegen dann beeilen, der Zug wartet leider nicht extra für meine Häufchen. Sollte er aber, ppfffh.

Am Bahnhof angekommen, geht es erstmal in den Fahrkartenladen. Dort arbeitet eine nette Dame, die mich immer streichelt, mit ihren Dackeln. Diese kommen dann auch kurz schnuppern und wir tauschen uns aus. „Arbeitet ihr beiden hier?“ „Sieht man doch.“ „Ja ja, wir sind auch unterwegs zur Arbeit.“ Verständnisvolle Dackelblicke. Dann hat Mama auch schon meine Fahrkarte bezahlt und der Zug kommt draußen vorgefahren. Ich bin der einzige von uns, der einen tollen Fahrschein hat, da Mama mit ihrer Studentenkarte kostenlos fahren kann und Lucy in den Hunderucksack passt. Weil ich von uns dreien der coolste bin, darf ich meistens am Fenster sitzen. Das gefällt mir gut! Die Welt draußen rauscht vorbei und ich schätze, ich könnte genauso schnell laufen. Bin aber ein Dackel, der den Komfort von Zugreisen zu schätzen weiß. Der Schaffner kennt mich schon und ist beeindruckt, wie brav wir sind.

Irgendwann sind wir dann angekommen und laufen zu meinem Arbeitplatz. Es ist schon allein anstrengend, den Weg bis dahin zu markieren!

Auf der Arbeit angekommen, begrüße ich als erstes begeistert meine beiden Kollegen. Dann gehe ich auf meinen  (Arbeits-)Platz, das rosa Prinzessinnenkörbchen, das uns ursprünglich Lucys liebe Patentante Viviana für Lucy geschenkt hatte, aber wir sind uns natürlich alle einig, dass dieses rosa Körbchen mit den Schleifchen und Rüschen den perfekten Kontrast zu meiner herben Männlichkeit bildet und ich deswegen darin liegen muss. Lucy darf auch ab und zu drin liegen, wenn ich in Gönnerlaune bin. Also zurück zu meinem Tagesablauf: im Körbchen benage ich meistens erstmal mein Geweih. Für die Menschen sind Kaffee oder Schokolade häufig ein Mittel um die Kreativität anzuregen, zumindest verschlingt Mama pro Hausarbeit gute fünf Tafeln. Für mich hat das Geweihnagen denselben Effekt und danach gestalte ich Kartons mit Hilfe meiner Zähne um, gucke, was die anderen so machen und motiviere sie durch mein lässiges Herumdackeln. Dann liege ich manchmal auf Mamas Schoß oder im Bettchen und inspiriere Mama. Mein Spielball, aus dem Leckerlis fallen, ist auch hier und wir jagen ihn durch das ganze Büro. Leckerlis müssen schließlich gut verkostet sein.  Nach all der harten Arbeit schlafe ich auch ein bisschen.

Lucy, das Check-App Hundemodel
Lucy, das Check-App Hundemodel
Und ich hab aufgepasst, dass auch alles seinen Gang geht.
Und ich hab aufgepasst, dass auch alles seinen Gang geht.

Diese Fotos wurden für die Seite check-app.de von Sascha Hübsch gemacht.

Lucy, das Model

Auch Lucy hatte viel zu tun, denn sie wurde zum Model erklärt. Sie eignet sich dafür einfach hervorragend- sie ist süß, klein und bleibt in der Aussicht für ein Leckerli überall sitzen. So schrieb Mama ihre Artikel, ich motivierte das Umfeld und Lucy sah gut aus, so tat jeder das, was er konnte.

Die Zweibeiner hatten viel Spaß sie zu fotografieren, eben weil sie immer so brav sitzen blieb und Lucy hielt tapfer durch, die Augen fest auf das Leckerchen geheftet. Was sie danach natürlich dann auch bekam. Ich glaube, dadurch wurde ihre Eitelkeit noch bestärkt, sie möchte jetzt nur noch mit „‚Miss Lucy“ angesprochen werden und hätte ihr Happi gern auf einem silbernen Tablett serviert. Ans Bett gebracht, natürlich.

Achtung, es folgen viele Links zu den Artikeln!

Das erste Fotoshooting brauchten die Menschlinge für ein Handyspiel, über das Mama geschrieben hatte. Den Artikel findet ihr hier, ihr braucht nur zu klicken. Lucy brauchte dafür nur lasziv im Bett liegen, gierig auf ein Leckerli zu schauen und abzuwarten. Außerdem gibt es noch einen Artikel mit Bildern von uns, den aber nicht Mama geschrieben hat. Mal gucken?

Das zweite war schon umfangreicher, Mama testete mit ihr einen Haustiertracker, also ein Gerät, mit dem man uns orten konnte, und schrieb auch darüber einen Artikel (klick!).

edit: Unser Wohnungsrundgang von „Wohnen in Chemnitz“ ist nun auch online!

Mit diesem Bild ist Sascha doch ein Kunstwerk gelungen, oder?
Mit diesem Bild ist Sascha doch ein Kunstwerk gelungen, oder?
Nach der Arbeit gehts dann heim. Lucy ist unsere Fahrerin.
Nach der Arbeit gehts dann heim. Lucy ist unsere Fahrerin. 

Budiger Minnegesang

Zwischen all der Arbeit beschäftigte mich dann noch etwas. Beim abendlichen Gassi stieg mir ein wunderbarer Duft in die Nase, an dem ich mich festschnüffelte, ihn inhalierte und versuchte, ihn aufzulecken. Mama war genervt und brachte uns wieder hinein, es war Bettchenzeit für kleine Dackel. Doch ich konnte den betörenden Duft nicht vergessen. Es war der Duft einer Hündin, die mitten in ihrer Hitze stand und ich war überzeugt, diese unbekannte Schöne war die Eine. Ich winselte leise unter der Bettdecke, was Mama dazu veranlasst, kritisch meinen Bauch abzutasten und meine Temperatur an der Nase zu befühlen. Also jammerte ich noch ein bisschen und sprang aus dem Bett. Mama folgte mir und brachte mich runter, sie glaubte wahrscheinlich, ich müsste dringend einen Brownie auf die Wiese legen. So zog ich kräftig in meine Wunschrichtung und meine überlistete Mama lief mit mir zu der Stelle, an der der süße Duft der Liebe hing. Als ich schnupperte, leckte und gurrte, dämmerte Mama, dass ich sie reingelegt hatte. Verärgert schleppte sie mich wieder ins Bett, doch ich war jetzt voller Sehnsucht und heulte und jaulte und sang der fremden Herzensdame Liebeslieder. Kunstbanause, der sie ist, verbannte sie mich ins Badezimmer. Ich sang noch ein Weilchen, dann bemerkte ich, dass ich hier ganz alleine war. Mein oh-du-begehrenswerte-Hündin-Heulen wandelte sich zu meinem Ich-bin-alleine-Heulen und nach einer Weile holte mich Mama endlich wieder ins kuschlige Bett, wo ich dann auch schlief.

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