Welcher Hundetyp ist der Bud?

Bei diesem Regenwetter hatte ich keine große Lust, die Couch zu verlassen und nutzte stattdessen die Zeit, um ausgiebig mein Geweih zu benagen. Und wie ihr wisst (und wie man auch an meinem Denkergesicht ablesen kann), kommen mir dabei die klügsten Gedanken. Zum Beispiel, dass Dinge, die von den Menschlingen in Eimer oder Körbe geworfen werden, total spannend sind oder Essbares auch außerhalb meines Napfes auftauchen kann oder auch, dass Dinge, die aus der Katze rauskommen, prima in den Dackel hineinkönnen!

Jedenfalls sinnierte ich so darüber nach, wie unterschiedlich wir Hunde eigentlich sein können. Stellt man Lucy mal neben unseren Kumpel Finn, fällt es schwer zu glauben, dass beide echt derselben Art angehören und damit meine ich nicht nur den Größenunterschied. Mir wurde klar, dass es verschiedene Hundetypen gibt. Und ich gehöre wahrscheinlich zu einer der coolsten.

Die Hundetypen

Prinzessin Lucyfee

Ladys first!

Also, Hundetyp 1 ist… die Prinzessin.

Die Prinzessin erkennt man schnell. Sie isst nicht alles und erst recht nicht von Jedem -ich bitte dich, gutes Personal ist wichtig! Alle Menschen kann sie nicht leiden, sie sucht sich genau aus, wen sie leiden kann und wen nicht. Sie hat besondere Bedürfnisse, was z.B. ihren Sitzplatz angeht. Lucy muss immer auf den Schoss. Verwehrt man ihr diesen Wunsch, wird man leiden. Lucy kann nämlich stundenlang quengeln, mit einem Repertoire an hohen, durchdringenden Lauten. Diese variierbaren Geräusche kann sie bei jeder Gelegenheit von sich geben. Heb mich hoch! Gib mir Essen! Das Gras ist zu nass! Da war eine Katze! Dort läuft ein anderer Hund! Diese Mülltonne ist mir unheimlich! Dreckig macht sich die Prinzessin ungern, baden geht sie nur, wenn es warm ist, ihr danach ist oder sie sich von der Wasserfreude anderer Hunde mitreißen lässt. Am liebsten sitzt sie auf dem Schoss eines Menschen und hört sich Komplimente und Liebesbezeugungen an.

 

Klar, manchmal springt sie auch in eine Schlammpfütze rein und probiert erstmal alles, was essbar aussieht. Aber sie ist trotzdem launenhaft und sehr sensibel- eben eine echte Prinzessin.

Der Primus

Ja? Wirfst du jetzt den Ball?
Ja? Wirfst du jetzt den Ball?

Der Primus, Hundetyp Nr. 2, ist wohl der Hund, von dem die meisten Hundebesitzer träumen. Niemals würde er weglaufen, er befolgt jedes Kommando sofort und überhaupt lernt er jeden Trick sofort. Naja, ganz so extrem ist es natürlich in Wirklichkeit nicht, aber manche Hunde zeigen sich echt immer von ihrer Glanzseite. Einige Hundeeltern sind neidisch, manche finden so einen Primus auch langweilig. Finns Mama zum Beispiel ist sich mit meiner Mama einig: Ein Hund muss sich auch mal wie ein Hund benehmen und ohne unsere Macken wäre es ja auch irgendwie langweilig. Die Balance zwischen langweiligem Streber und bravem Jungen ist also sehr schwer zu halten. Um es besser zu erklären ein Beispiel: Finns Bekannte, ein Colliegespann, ist immer totaaal brav. Macht nie was von sich selbst aus. Und ist schnarchlangweilig. Mein Bruder Baldi dagegen gehört zu den braven Jungs: Er macht, was er soll, hat aber nicht verlernt ordentlich mit mir zu spielen, Stöcke zu bringen oder durch Pfützen zu springen. Er ist halt einfach klug, aber das liegt ja in der Familie! Er lernt total gern und wird oft für seinen Gehorsam gelobt. Hätte der Primus nichts, womit er seinen klugen Kopf beschäftigen kann, wäre ihm schnell langweilig. Aber er würde sich nicht beschweren, wie die Prinzessin, denn das Wohlwollen seines Herr und Meisters steht immer an erster Stelle.

Der Chillhund

Hundetyp 3: Der Chillhund!

Er ist immer gut drauf, er trabt lässig durch die Gegend, wirft Hündinnen den Checkerblick zu, er bleibt immer cool. Seine gute Laune und seine Fröhlichkeit sind sein Hauptmerkmal. Es gibt Essen? Toooll, das mag ich am liebsten! Es geht raus? Oh super, rausgehen mag ich am liebsten!!! Ist das ein Ball??? Oh mein Gott, ich mag Ballspielen am liebsten! So ungefähr denkt der Chillhund. Er freut sich über alles und mag so ziemlich jeden. Ein typischer Vertreter dieses Hundetyps ist mein Freund Finn. Er ist groß, total cool und nicht leicht aus der Ruhe zu bringen. Auch ein Kollege ist Sina, die sich ebenfalls über jeden und alles freuen kann und dann zum Freudenflummi wird.

Der Powerhund

Hundetyp 4: Der Powerhund ist häufig ein Jäger oder ein Sportler, also ein Hund, der gern alles gibt. Kuscheln auf der Couch und Männchen machen ist zwar schön und gut, aber der Powerhund freut sich noch viel mehr, wenn er durch den Wald prescht und eine Fährte verfolgt. Wer ist ständig auf Achse? Egal ob auf der Jagd oder auf einem Hundesportwettkampf, der Powerhund ist bereits aufgewärmt und startklar, wenn sich Frauchen noch die Schuhe zubindet. Ein solcher Powerhund ist Billabong. Sie geht gerne mit ihrer Mama und den Jägerkollegen zu Zeiten in den Wald, zu denen ich noch von großen Schinkenknochen träume und im warmen Bettchen schlummere. Und wenn ich dann mal meine Zähne in mein Frühstück grabe, sitzt sie bereits auf einer Wildsau. Auch beim Training gibt Billabong alles, ihre Mama brauch nicht mal Kekse! Besonders Lucy kann das nicht fassen.

Der typische Bud aka der Schelm

War ja klar, dass das beste zum Schluss kommt, was? Mama sagt immer, wenn sie einen Hund sieht, der lustig herumhüpft oder Unfug macht: „Das ist ein typischer Bud.“ Ein Schelm. Ein Superschurke. Ein Genie, das seine Kräfte nicht für das Gute nutzt, quasi der Deadpool unter den Hunden. Der Schelmbringt seine Menschlinge zum Lachen, er treibt gern Schabernack und ist das Gegenstück des Primus. Oh, er könnte,… wenn er wöllte… Intelligent ist der Schelm meistens schon, aber es macht ihm viel mehr Spaß, ab und an (oder öfter) mal die Ohren auf Durchzug zu stellen. Da wird eben mal ein Rabe bis auf einen Wellenbrecher gejagt, während das Herrchen schreiend hinterher rennt, es wird eben mal ein Cheeseburger geklaut, wenn keiner guckt,  oder eine Haarbürste in die Box/ Höhle der Zerstörung getragen. Aber all das meint der Schelm nicht böse, auch wenn er frech ist, kann man seiner fröhlichen Art nicht böse sein. Meistens ist es der Schelm, der besonders gern kuschelt und den Menschlingen ein Lächeln auf die Lippen zaubert.

Und? Findet ihr jemanden wieder? 😉

Natürlich bedeutet das nicht, dass ein Powerhund nicht mal gern einen Tag auf der Couch verbringen möchte. Ein Primus kann auch mal einen schlechten Tag haben und auch eine Prinzessin hat mal Lust, wie ein Wildschwein über einen schlammigen Feldweg zu brettern. Ein Schelm kann auch mal perfekt hören und ein Chillhund hat auch manchmal so seine Stimmungen. Aber eins bleibt immer gleich: Jeder Hund ist auf seine Weise toll. Und das merken, glaube ich, auch die meisten Menschlinge.

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