Seehunde

Was Labradore wollen 

Letzte Woche war unser großer Kumpel Finn mit uns auf einem Badeausflug! Es war lange her, dass wir unseren Freund getroffen hatten und dementsprechend aufgeregt waren wir. Mama hatte ihre Kamera mitgeschleppt um unser Wiedersehen festzuhalten. Am See war durch die Schulferien viel los, für normale Verhältnisse. Wir kamen auf dem Weg zu unserer Lieblingsbadestelle an einer Familie mit Kindern vorbei, die natürlich sofort lautstark ihre Entdeckung („Hundeee!“) bekanntgaben. Lucy beäugte kurz die zu klein geratenen Menschlinge, entschied sich aber gegen das Bellen. Es gab ja auch gerade wichtigeres: Finn! Der war  natürlich voll in seinem Element. Sein Frauchen hatte extra seinen Dummy mitgebracht, den Finn begeistert aus dem See holte. Der Angler nebenan war über unser Planschen nicht ganz so erfreut, aber wir waren nicht die einzigen Badegäste, die ihre Bahnen in grünem Tümpelwasser zogen. Ich war nur ganz kurz im Wasser und Lucy hat zumindest ein Pfötchen reingestippt, lieber wollte ich buddeln und Lucy hatte mehr Spaß daran, mit Finn zu toben und ihre Neugierdsnase in die Futtertasche von Finns Mama zu stecken. Mama musste natürlich auch noch unbedingt ihren neusten Trick vorführen, den ich ihr beigebracht habe: ich stelle meine Vorderpfoten auf ihre Füße und wir  laufen watscheln zusammen.

Wir spielten und tobten bis zum Nachmittag und hatten jede Menge Spaß. Wir waren nach dem Ausflug sehr geschafft und mussten erstmal ein ausgiebiges Schläfchen machen. Zum Glück hatten wir das gute Wetter genutzt, denn danach regnete es ständig und wir wurden das ein oder andere Mal klitschnass.

Von See zu See

Nun hatte unser Papa nach einer harten Arbeitswoche eine Ablenkung bitter nötig, deswegen standen wir früh auf und fuhren zu einem See, allerdings ein Anderer als der, an dem wir mit Finn gewesen waren. Ich konnte es gar nicht begreifen, warum ich mein warmes Bett sooo früh verlassen sollte und bin im Auto immer wieder eingenickt, doch als ich meinen Bruder Baldi sah, war ich sofort hellwach! Für den Geschmack der Zweibeiner etwas zu wach, so dass Mama uns genervt schnappte und erstmal eine Gassirunde mit uns ging, damit wir uns beruhigten. Doch meine Aufregung hatte nur ein wenig abgenommen. Unterwegs hatten wir einen Hasenbau und Rehspuren gesehen, die mich gleich in eine andere Richtung aufgeregt machten. Mein Gehüpfe ging solange weiter, bis Papa die Idee bekam, mich an den Schirmständer, der in die Erde gerammt wurde, zu binden. Dort schnüffelte ich in meinem Radius und zerrte zumindest nicht mehr an Mamas morschen Knochen.

Lucy war währenddessen voll in ihrem Element. Sie schwirrte wie eine Fliege um die Menschlinge, beäugte die Angelruten, steckte ihre Nase in Ködereimer, holte sich hier und da Krauler ab und genoss es, frei herum zu hoppeln.

Mein Bruder hatte Lust, Stöckchen zu holen. Er ist ein bisschen wie Finn, was das angeht. Kann nur zufriedenstellend buddeln, aber apportiert für sein Leben gern. Er saß ständig zu Füßen der Wurfmaschinen und hoffte darauf, dass diese mit ihm spielten. Doch leider begann es um die Mittagszeit, die uns früh Aufgestandenen bereits wie Nachmittag vorkam, zu regnen und es hörte immer nur kurz damit auf. Dank unserer großen Schirme hatten wir es einigermaßen trocken und kuschelig auf Mamas Schoß unter einer Decke, aber für die beiden Angler war das Einholen ihrer Ruten nun ziemlich nass.

Ich dachte eigentlich, noch nasser könnte ich nicht mehr werden, aber als wir abends heimkamen, badete uns Mama dann noch! Frechheit! Der Schlamm im Fell war ein Souvenir!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s