Hafenmeister Bud und die alte Liebe

Budige Barsche

Am nächsten Morgen nach unserer Ankunft, wachte ich voller Tatendrang auf. Nach einem kurzen Morgengassi und einem gemütlichen Frühstück, ging es an den Hafen. Papa wollte die Gelegenheit zum Angeln nutzen, auch wenn es, Mitte September, noch etwas zu früh für die Angelsaison hier oben war. Wir machten es uns auf dem Steg so bequem, wie es ging, und sahen ihm dabei zu, wie er seine Angel auswarf. Ab und an kamen fremde Menschlinge, um aufs Wasser zu starren. Einige hatten auch Hunde dabei, mit einem konnten wir sogar etwas länger schnüffeln, weil dessen Herrchen sich mit Papa übers Angeln unterhielt. Gefangen hat er auch etwas:

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Wenn du meinem Papa schon aus der Hand springen musst, dann hüpf gefälligst in mein Maul!

Ich fand den Barsch sehr appetitlich, doch Papa setzte ihn wieder zurück. Seufz. Dieses Verhalten muss ich ihm dringend abgewöhnen! In meinem Bauch wäre noch viel Platz für das Fischlein gewesen! Aber naja. Es gab außerdem am Hafen viele Möwen zu sehen, denen ich neugierig nachschaute. Die vielen Boote am Steg waren nicht so mein Ding, dafür aber die vorbeifahrenden Fähren. Da will ich auch mal mitfahren! Damit ich besser sehen kann, hob Mama uns abwechselnd hoch. Ich schaute stolz über die Wellen und Lucy war einfach zufrieden, auf dem Arm zu sein.

First love

Nach dem Ausflug zum Hafen ruhte ich mich kurz aus, dann waren wir zum Grillen bei Oma eingeladen. Grillen ist etwas sehr Feines, denn dabei kommt Fleisch vor und das schmeckt mir gut. Voller Appetit dackelte ich, mit meinen Eltern im Schlepptau, zum Haus meiner Oma. Doch dort angekommen vergaß ich Grill und Fleisch, denn dort war auch Omas Hund, Sina

Wie sich aufmerksame Leser vielleicht erinnern, ist Sina der erste „fremde“ Hund gewesen, den ich getroffen habe. Ich hatte damals noch nie einen langhaarigen Hund gesehen und zog deswegen rotzfrech an ihrem plüschigen Schwanz. Ich war total scharf darauf, mit ihr zu spielen und hatte sie schon damals echt gern. Sina ist wahrscheinlich einer der freundlichsten Hunde der Welt und hat all meine Welpenbisse ertragen. Man kann also sagen, Sina war meine erste große Liebe. Sie hat sich sehr gefreut uns zu sehen, ich war erstmal ganz platt, dass sie wirklich vor mir stand und dann spielten wir wieder miteinander, genau wie früher. Nur, dass ich jetzt ein stattlicher Rüde geworden bin und kein kleiner Welpe.

Lucy lief neugierig herum, vorallem in Richtung Küche und Grill, wo es gut duftete. Sie durfte auch oft auf den Arm hoch und kuschelte mit Oma. In ihrem Garten gab es auch ein Hasengehege, samt Hasen. Der vorwitzige Hase Pepe stammt aus dem Tierschutzverein und ist mit Hunden aufgewachsen, also hatte er keine Angst vor mir oder Lucy. Wir wollten gern rein zu ihm, durften aber nicht und wurden ständig von unseren Eltern zurückgepfiffen. Menno. Wenigstens hatte ich Sina und durfte auch etwas vom Grill naschen. Lucy auch. Die darf dann nach dem Urlaub zwar abspecken, aber während unserer Ferien durfte sie es sich auch gut gehen lassen.

 

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