Der Scratchy Point aka der Sweet Spot

Finn hat einen und ich auch. Sina hat ihn nicht, oder hat ihn nur noch nicht entdeckt. Lucy hat sogar zwei davon. (…Hey, woran habt ihr denn da bitte gedacht? Es geht ums Kratzen!)
Bei manchen Hunden ist er seitlich hinter den Ohren, bei einigen hinten am Hals. Angeblich gibt es sogar Hunde, bei denen er am Bauch oder an der Seite liegt. Bei mir braucht man gar nicht mal so präzise zu sein, bei Lucy klappt es nur an zwei ganz bestimmten Stellen. Die Rede ist von einem magischen Fleck, den meine Eltern den „Scratchy Point“ getauft haben. Immer, wenn sie uns dort kraulen, drehen wir den Hals etwas seitlich, ziehen eine Grimasse und kratzen mit dem Hinterbein in der Luft mit. Bei mir haben sie den magischen Scratchy Point sehr früh gefunden und hatten schnell raus, wie sie mich an dieser Stelle zu kraulen hatten. Bei Lucy glaubten sie lange, sie hätte so etwas gar nicht, weil es bei ihr nie klappte, bis Papa herausfand, dass Lucys Scratchy Point nicht, wie meiner, schräg hinter den Ohren bis hinter zum Nacken lag, sondern mittig im Genick.

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Wieso kratzt sich ein Hund mit, wenn er gekault wird?

Diese Frage beschäftigte Mamas kleines Menschenhirn, seit sie die Entdeckung des Scratchy Points gemacht hatte. Also setzte sie sich an den Computer, wurde angegrummelt, setzte sich die Lucy auf den Schoß, nahm die Lucy von der Tastatur und fragte das weise Google-Orakel um Rat. Doch es spuckte zuerst nur schreckliche Ursachen dazu aus, Parasiten, Hautkrankheiten, Allergien, … Parasiten? Klar, wir hatten auch schon mal Flöhe und beim Wald- und Wiesenwandern haben wir auch schon mal ein paar Zecken aufgesammelt, doch dieser Zustand ist ja nicht dauerhaft und auch zu gänzlich krabbelviecherfreien Zeiten funktionierte das Mitkratzen noch. Hautkrankheiten und Allergien haben wir, soweit wir wissen, auch keine. Und unangenehm ist das Kratzen auch nicht, schlossen die Menschlinge, denn immerhin halte ich ihnen manchmal fordernd den Hals hin. Nun grübeln sie: Juckt es den Bud oder gefällt es ihm etwa? Hah, na was denkt ihr denn? 😉

Kickboxen als Selbstschutz

Es hat schon etwas mit Parasiten zu tun, denn der Grund des Scharrens ist ein Selbstschutzmechanismus, der auch als Sweet Spot bekannt ist. (Scratchy Point klingt doch viel passender!) Nistet sich ein fieses Krabbeltier auf unserer Haut ein, beginnen wir automatisch zu kratzen, um die ekligen kleinen Viecher loszuwerden. Diesen Reflex haben wir, um uns vor den Krankheitsüberträgern zu schützen, steuern können wir dieses Autoscratching nicht. Durch das Kratzen oder Kraulen der Menschenfinger werden Reize von den Nervenbahnen unter der Hundehaut zum Rückenmark übertragen und es kommt zu diesem Kratzreflex. Auch Tierärzte testen diesen Reflex, um festzustellen, ob alles mit den Nervenbahnen in Ordnung ist. Wieder was gelernt, was? Ich jedenfalls mag es sehr gern, dort gekratzt zu werden und gebe manchmal Laute des Wohlgefallens von mir, Lucy ist nicht ganz so scharf drauf, dafür steht sie total auf Bauchkrauler und -anpusten.

Mehr zur Wissenschaft über den Sweet Spot findet ihr hier: Quelle

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2 Gedanken zu “Der Scratchy Point aka der Sweet Spot

    • derfantastischebud schreibt:

      Die Scratchy Point- Studien meiner Menschlinge haben bisher ergeben, dass der Nackenbereich einer der beliebtesten Kratzbereiche ist. Wahrscheinlich, weil eben dort auch bei den Parasiten eine beliebte Stelle ist…und man mit den kurzen Beinchen nicht so bequem dran kommt. 😉

      Gefällt 1 Person

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