Dackelparty

Was ist besser als ein Dackel? Na logisch, fünf Dackel! Balduins Eltern veranstalteten eine Umzugsparty, zumindest behaupteten das die Menschlinge. Doch bald stellte ich fest, dass es in Wirklichkeit eine Dackelparty war!

Joko, ganz erstarrt vom Dualknutschen von Baldi und mir :-* :-*

Die anwesenden Teckel waren:

  • Natürlich mein Bruder Balduin, dem Hausherren, wie ihr wisst, ein Schwarztiger- Standarddackel-schwarztiger
  • Joko, Balduins bester Kumpel vom Hundetraining,  ein Brauntiger-Standard mit einer coolen Zeichnung im Gesicht, die wie eine Maske aussieht 
  • Mylow, Jokos Adoptivbruder, ein Raukurzhaarmischlingszwerg, der immer fröhlich schaut 
  • Lucy, als einziges Mädchen

  • Und natürlich ich 

Auf Schnüffelkurs

Zunächst war ich ganz verwirrt, denn wie Rüden rochen die beiden Dackel nicht, doch ganz offensichtlich hatten sie einen Weewee! Etwas anderes Elementares fehlte dagegen. Mama sagte, die beiden seien kastriert, so wie Lucy. Mhh. Sehr seltsam, das Ganze.

Nachdem ich meine Verwirrung überwunden hatte und die beiden Jungs eingehend beschnüffelt hatte, kam ich zu dem Schluss, dass ich ab jetzt unsterblich in Mylow verliebt bin. Zumindest verfolgte ich ihn die ganze Zeit wie ein Taubenmann und spielte den ganzen Abend mit ihm.

Auch Joko, den hübschen Brauntiger, fand ich faszinierend, aber er schien sich etwas unschlüssig zu sein, ob er mich jetzt leiden konnte oder nicht. Er zeigte mir die Zähne, spielte aber im nächsten Moment mit mir. Die meiste Zeit hing er aber mit Balduin herum. (Die beiden haben wohl eine Tigerdackel-Gang gegründet.)

Die Tigergang. Es fehlen nur die Lederjacken und die Motorräder.

Lucy nutzte die Gunst der Stunde und saß auf irgendjemandes Schoß (vorzugsweise natürlich ihren Lieblingsonkel Felix, den sie ganz besonders liebt, und auf dem von Papa) und aß viele Leckerlies. Ab und an stiefelte sie zu uns Jungs rüber und suchte Krümel, das verfressene kleine Ding. Mama und Lucy hatten sogar extra ihre Outfits aufeinander abgestimmt:

Das ist übrigens meine Mama.

Es war ein ziemliches Gewusel, wir sprangen über das Sofa und über die Körbchen hinweg, die Tante Heidi vorsorglich bereit gestellt hatte und rannten unter dem Tisch hindurch. Die Menschlinge hatten Kino und wir hatten Spaß.

Die Wohnungstaufe

Mamas größte Sorge war gewesen, dass wir uns auch ja benehmen! Ich war auch der brave Junge, aber naja, das wisst ihr ja. Das Unglück nahm seinen Lauf, als so ziemlich alle Gäste da waren. Balduin hat nämlich einen Bruder, der mit ihm in der Wohnung lebt und der saß unter der Couch. Fussel, so heißt er, ist ein großer schöner roter Kater und ist etwas älter als wir. Lucy hatte als Minihund einen guten Blick unters Sofa und blickte in ein rotes unzufriedenes Katzengesicht in nächster Nähe. Als dann noch eine Pfote auf ihre Nase tatzte, war es aus. Sie rannte quiekend und bellend davon, direkt in Papas Arme, jedoch hatte sie vor Schreck die Kontrolle über ihre Blase verloren. Kennt ihr diese Manakin-Piss-Springbrunnenfiguren? So ungefähr sah Lucy aus. Papas gutes Hemd und seine Hose wurden nass und warm. Er verbrachte den Rest der Party dann in einer geliehenen Jogginghose und einem T-Shirt von Onkel Felix. Der Rest wurde schnell vom Boden aufgewischt. Lucy, zitternd wie Espenlaub, verarbeitete ihren Schock durch Würstchen und der Kater wurde dann während einer kurzen Gassipause in einen anderen Raum evakuiert. Bevor wir aber draußen waren und gerade angeleint wurden, dachte sich Mylow, der Herzensgute, dass er die arme Lucy nicht einfach mit ihrem Schmach sitzen lassen konnte und opferte sich, indem auch er schnell ein Pfützchen machte. Lieb von ihm. Nur Balduin und ich hatten bis zum Ende der Dackelparty nicht reingepullert. Zum Glück war Tante Heidi nicht sauer und hatte trotz Maleurchen ganz viele Leckereien für uns. Eingeweiht wurde die neue Wohnung auf jeden Fall.

Von links nach rechts: Buddy, Mylow, Lucy, Joko und Balduin

Fast bis Mitternacht war ich nur am Spielen, danach mussten wir heim. Ich war so müde, dass ich quasi, während ich ins Bett kletterte, schon einschlief und auch den folgenden Tag nur am Pennen war. Lucy war auch hundemüde vom vielen Betteln. Es war auf jeden Fall super und ich habe zwei tolle neue Dackelfreunde kennengelernt. Ich hoffe, wir sehen uns mal wieder! 🙂

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