Endlich Antibiotika!

Was bisher geschah

Vor einer Weile habe ich euch ja von unserer Tierarzt-Odyssee mit dem kranken Axolotl erzählt. So ziemlich jeder Tierarzt bekam spontane Schnappatmung, wenn Frauchen fragte, ob die Praxis denn Axolotl behandle. Von „Was ist das denn für ein Viecht?“ bis „Oooh…also, der Tierarzt in Dings, äh, der und der Stadt, der ist ein Experte auf diesem Gebiet!“ wurden wir dann abgewimmelt. Letztlich half uns dann eine Tierarztpraxis mit einem Abstrichbesteck. Damit konnten die Zweibeiner dann endlich ihren Abstrich machen und ihn zu Exomed schicken, dem Labor für Exoten in Berlin.

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Warten auf Exomed

Dass so eine Laborprobe nicht innerhalb von einem Tag fertig ist, ist natürlich klar. Aber es dauerte fast zwei Wochen, bis der heiß ersehnte Befund dann in unserem Briefkasten steckte. Pilze waren nicht nachgewiesen worden, aber dafür Bakterien. Im Axolotlforum, das uns bisher immer gut beraten hatte, riet man zu einer Behandlung mit Genta- oder Tetramycin. Mit diesem Wissen und den Laborwerten trabten Herrchen und Frauchen erneut zu unserem Haustierarzt. Und wurden herb enttäuscht.

„Lassen Sie es einfach sterben.“

So krass hat es unser Doktor nicht ausgedrückt, aber das war es, was er uns mitteilen wollte. Zuerst mal wusste er gar nicht, in welcher Form er das Antibiotika verabreichen solle und dann riet er dringend von Gentamycin ab. Der Intervall, in dem Gentamycin hilft, ist sehr schmal und die Schwelle zu toxisch ist schnell überschritten. Deswegen riet er uns, gar nichts zu tun. Is ja nur ein Fisch, ne?

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Vorher

Axolotl

heute

Rettung in der Not

Fizzy, das Axolotl, saß währenddessen immer noch in Quarantäne. Abgesehen von ihrer Färbung, merkte man ihr nicht an, dass ihr etwas fehlte. Sie frisst, macht gesunde Häufchen und blubbert weiterhin verärgert, wenn Frauchen sie zum Wasserwechseln in ein Zwischengefäß umsetzt. Ihre Farbe erinnert jedoch etwas an einen Zombie. Früher war sie grau-schwarz-gesprenkelt und am Bauch etwas heller, die typische Wildlingsfärbung. Nun ist das Axolotl mehr Goldling als Wildling, die grauen Punkte sind nun eher im Bereich ocker, die schwarzen Punkte braun und überall dazwischen hellere, braunweiße Flecken. Jetzt gibt es für Fizzy erstmal das Antibiotika. Dazu wird das Axo aus dem Wasser gehoben und bekommt die Medizin ins Maul gespritzt. Klingt jetzt relativ einfach, aber versucht mal ein wütendes glitschiges Seifenstück festzuhalten und dann noch das Maul aufzukriegen! Zum Glück haben Axolotl keine Zähne. (Genau genommen haben sie gar nichts. Nur ein Loch bis zum Magen. Weder Zähne noch Zunge. Dafür können sie aber ihr Maul ziemlich fest zu pressen, sobald die Spritze in Sichtweise kommt.)

Wie es mit dem kranken Axolotl weitergeht, werden wir berichten.

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Ein Gedanke zu “Endlich Antibiotika!

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