Update zum Zombie-lotl

Schon seit einigen Wochen sitzen die Axolotl statt im Aquarium in den Quarantäneboxen. Und das nicht freiwillig! Fizzy ist krank geworden und wie sich zeigte, ist es gar nicht so einfach, wenn ein Exote mal ein Wehwehchen hat. Zum Glück gab es zumindest eine Tierarztpraxis, die bereit war, sich den Fall Fizzy anzuhören und uns ein Antibiotikum gegeben hat.

Rückblick:

Zur Verabreichung musste Menschling 1 (nennen wir es mal „Mama“) das wütende Axo festhalten und Menschling 2 („Papa“)  die Medizin mit einer Spritze ins Maul bekommen. Klingt einfach, war aber richtig anstrengend für die Zweibeiner. Ich habe gespannt verfolgt, wie sie in verschiedene Phasen der Verzweiflung verfielen, während Fizzy ihr Maul fest zu presste. Aber irgendwie haben sie dann doch immer ihren Willen bekommen und das arme Axolotl seine Medizin. Nach zwei Wochen war das Antibiotikum aufgebraucht und Fizzy sah immer noch aus wie zuvor. Düdüm.

Das Zombie-lotl

…Diesen Spitznamen hat das Axolotl von Mama verpasst bekommen, weil Fizzy’s graugrüngelbliche Farbe sie an die Untoten aus „Plants versus Zombies“ erinnert. Wildlinge haben von Natur aus eine graue, schwarzgetupfte Färbung, das Bakterium, das Fizzy krank gemacht hat, führte jedoch zu einer Entfärbung. Wie das funktioniert? Axolotl sind verdammt hart im Nehmen, verlieren sie mal ein Bein oder ein Stück Schwanzflosse, wächst es durch ihre Regenerationsfähigkeit einfach wieder nach. Jedoch besitzen auch Axolotl ein Kryptonit: Ihre Haut ist ziemlich empfindlich. Pilze und Bakterien können ein Axolotl töten, egal wie gut es sich regenerieren kann, denn die Regeneration kostet Zeit und Pilze und Bakterien breiten sich sehr schnell aus. Zunächst wird die äußerste Hautschicht angegriffen, was so gut wie nicht sichtbar ist. Die Farbpigmente der Haut liegen tiefer und bis dorthin hat sich Fizzys fiese Bakterienplage ausgebreitet und die dunklen Pigmente zerstört. Die Folge ist der fahle Teint.

The Cure!

Naja, wollen wir uns mal noch nicht zu sehr freuen, denn überm Berg ist das Axo noch lange nicht. Die sommerliche Hitze ist gerade eine ziemliche Gefahr, da sich das Wasser schnell aufheizt, so dass ständig die Temperatur kontrolliert werden muss. Ab 25 Grad ist nämlich aus die Maus…also, das Axolotl! Aber langsam aber sicher kehren die Tupfen zurück und Fizzy wirkt auch wieder etwas weniger zombiemäßig, sondern sieht einem Wildling schon wieder ähnlicher. Am Schwimmsaum sieht man die dunklen Punkte ganz gut. Auch auf der Nase und an den Seiten wird das alte Wildlingsmuster wieder sichtbar.  (Siehe Pfeile)

Mit ein bisschen Glück kann Fizzy dann endlich zurück in sein Aquarium und ich hoffe sehr, dass mein nächster Axo-Artikel genau davon handelt!

axo.jpg

Warum es so lange gedauert hat, bis die Medizin ihre Wirkung entfaltet hat? Ich bin kein Arzt, ich bin ein Dackel. Aber vermutlich  A.) hat es einfach eine Weile gedauert, bis das Antibiotikum auch dem letzten Bakterium den Garaus gemacht hat und B.) war es nicht äußerlich sichtbar, welche Wirkung die Medizin hatte und bis sich die Haut regeneriert hatte und die Pigmente wieder sichtbar waren, hat es ganz schön gedauert. Auch wenn die Re-Pigmentierung nur an einigen klitzekleinen Flecken sichtbar ist, ist es dennoch ein Hoffnungsschimmer. Fight, Fizzy!

axolotl 2

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2 Gedanken zu “Update zum Zombie-lotl

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