About a cat

Vor kurzem ging es hier auf diesem Blog durch die midoggy Blogparade „Hundeliebe“ darum, wie wir eigentlich bei unseren Zweibeinern gelandet sind. Da wir die Geschichte schon hundertmal erzählt haben, ist unser Artikel dazu keine schmalzige Lovestory, sondern… ach, lest es halt selbst. Dabei fiel dann auf, dass ich euch noch nie erzählt habe, wie ein anderer Vierbeiner seinen Weg zu unserem Frauchen gefunden hat! Deswegen (und auf Wunsch einer einzelnen Dame- ich hoffe, du bist jetzt zufrieden. 😛 ) erfahrt ihr heute Kyras Geschichte.

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Wir schreiben das Jahr 2007

Vor zehn Jahren zog Kyra bei unserem Frauchen ein. Kyras vorherige Lebensumstände waren, wie sich herausstellte, eher suboptimal. Sie war extrem scheu und konnte Menschen nicht ausstehen. (Dasselbe gilt für die Katze.) Sie schien vor allem und jedem Angst zu haben. In weiser Voraussicht waren in Frauchens Zimmer alle möglichen Verstecke (wie hinter den Schränken) verstopft worden, jedoch wurde ein winziger Spalt unter dem Bett außer Acht gelassen. Kyra schoss aus ihrer Transportbox heraus, sah sich kurz mit blitzenden Augen um und verschwand innerhalb eines Sekundenbruchteils unter dem Bett. Und blieb dort. Es half kein Locken mit Futter, es half kein Totstellen, es half nur der große Bruder mit dem Werkzeugkasten. Nach ihrer unfreiwilligen Befreiung verschlang sie heimlich ihr Essen und versteckte sich in einer anderen Ecke. Es dauerte ein paar Wochen, bis sie das erste Mal von sich aus Kontakt zu den Menschlingen suchte und noch länger, bis sie Berührungen duldete.

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Jedoch entwickelte sie einen sonderbaren und extremen Heißhunger auf Käseleckerlies. Ihr Hunger schien nie gestillt zu sein, wenn sie nicht gerade aß, bettelte sie um Futter. Und sie nahm auch sehr schnell zu! Die Züchterin hatte zuvor betont, wie wichtig ihr es sei, in Kontakt zu bleiben und wurde um Rat gefragt, antwortete aber urplötzlich nicht mehr auf die SMS. (WhatsApp gab’s nämlich damals zu diesen mittelalterlichen Zeiten noch nicht. Na? Feel old yet?)
Ihr ahnt es vielleicht schon, aber unser damals sechzehnjähriger Zweibeiner war naiv und verpeilt und hielt Kyra einfach nur für fett und verfressen. Erst als sich eines Tages Kyras Fruchtblase auf ihrem Schoß entleerte, bemerkten die Menschlinge, dass Kyra trächtig gewesen war. Kyra war natürlich viel zu jung gewesen und die beiden Kätzchen überlebten die Geburt nicht. Auch Kyra hätte bei dieser Aktion locker draufgehen können! Inwiefern die Züchterin von Kyras Trächtigkeit gewusst hatte, weiß man nicht, sie vermittelte (und vermittelt wohl auch jetzt noch!) zumindest weiterhin fröhlich ihre Katzen und vielleicht auch ihre Überraschungsei-Katzen. (Und hier liebe Kinder seht ihr, ab wann man von Züchtern und wann von Vermehrern spricht. Augen auf, beim Kätzchenkauf!)

Zum Glück erholte sich Kyra schnell. Menschen mag sie immer noch nicht besonders, hat sich aber in diesen zehn Jahren zumindest an ihre eigenen Zweibeiner gewöhnt. Bei Besuch kann es dennoch passieren, dass sich Kyra ninjamäßig in ihre Kratzbaumhöhle verdünnisiert. Die Sucht nach den Käseleckerlies ging über in eine Sucht nach Dreamies, allerdings vorzugsweise die mit Fischgeschmack.

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