Free Axos!

Seit fast fünf Monaten ist Fizzy, das Axolotl, nun schon in Quarantäne. Und mit Quarantäne meine ich eine riesige Plastikdose voll Wasser, das jeden Tag ein- bis zweimal gewechselt werden muss. Klingt nervig? Das ist es auch. Gerade über den Sommer war es echt ein Kampf gegen das Thermometer, denn Axolotl brauchen es kühl. Und jetzt, ganz pünktlich, wo es wieder kälter wird, ist der Gesundheitszustand des Axos endlich wieder gut genug, dass es in sein Aquarium zurückkehren kann!

Axolotl Status: Gepunktet!

Fizzy ist immer noch nicht wieder die Alte. Höchstwahrscheinlich wird sie das auch nicht wieder, was aber nicht schlimm ist. Die Bakterien sind hinüber, die Haut regeneriert sich allmählich und wenn sie aussieht wie eine Zombiegurke, stört das niemanden. Die schwarzen Punkte kommen nun überall zurück, die dunkle Grundfarbe ist immer noch graugelblich. Fizzy selbst ist seit dem Antibiotikum wieder putzmunter. Sie hat sich sogar einigermaßen an das tägliche Hochheben aus dem Wasser heraus gewöhnt und wehrt sich kaum noch.

Weil wir öfter gefragt wurden, wie zur Hölle sich ein Axolotl denn anfühlt: Ähm. Ziemlich weich und zart, da sie ja keine Schuppen oder Lederhaut, sondern eine Schleimhaut besitzen. Und ja, diese ist in der Tat etwas glitschig, vor allem an heißen Tagen. Eklig ist es nicht, zumindest nicht für Zweibeiner, die solche Tierchen cool finden.

Und beliebte Frage Nummer 2: Nein, Mann, die beißen nicht! Ist halt bissl schwer, so ohne Zähne oder Knorpelreihen…

Kiloweise Kugeln

Der speziell abgerundete Aquariumkies heißt Axogravel. Er ist deswegen so rund und so klein, damit er durch den Verdauungstrakt des mexikanischen Schwanzlurches wandern kann, ohne diesen zu beschädigen. Axolotl verschlucken schnell mal etwas vom Bodenkies, denn sie schnappsaugen. Das heißt, sie reißen vor ihrer Beute das Maul auf und durch den Unterdruck wird das Futter hineingesogen, einschließlich allem, was daneben liegt. Unser Axogravel musste jetzt komplett aus dem Aquarium geschaufelt werden, im Backofen bei 200°C steril gemacht werden und nun zurückgeschaufelt werden. Natürlich haben sich die Minikügelchen bei der Aktion ÜBERALL verteilt. Im Ofen und in jeder nur denkbaren Ecke, in jedem Winkel der Wohnung, es klebt überall, an den Klamotten der Zweibeiner, am Katzenfell, an den Dackelohren, es hört niemals auf und wenn eines Tages diese Welt von Waschbären regiert wird, dann wird das Axogravel immer noch da sein. Über-all. Im Aquarium ist zum Glück auch noch genug vom Kies des Grauens und was noch wichtiger ist: Es ist wieder steril.

Home sweet home

Und jetzt? Nach dem Axogravel musste natürlich auch der Rest des Aquariums desinfiziert werden, die Höhlen wurden ausgekocht, genauso wie die Tonelemente des Filters. Der Filter und der Kühler wurden komplett auseinander genommen, die Schläuche wurden abmontiert und ersetzt. Und nachdem die 200 Liter Wasser eimerweise weggeschleppt wurden, muss nun auf gleiche Weise frisches, sauberes Wasser hinein gekippt werden. (Anmerkung der Redaktion: Ich wünschte, mein Sportlehrer könnte das lesen. Medizinbälle sind’n Witz dagegen.) Natürlich wirbelt das Wasser das Axogravel wieder auf und kleinste Körnchen bilden eine schöne staubige braune Suppe. Nach ein paar Stunden Filterbetrieb ist dieser dann weg und das Wasser dank des Kühlers auf axolotlfreundlichen 17°C. Und jetzt dürfen die Axos endlich wieder rein? Ahahahahahahhahahahahaha, nope. Nun muss eine Wasserprobe entnommen werden und getestet werden und nur, wenn die Werte stimmen, konnten die Axolotl endlich wieder zurück nach Hause. 

Und was war Fizzys erste Amtshandlung? Axogravel fressen. Nomnomnom! Pellets gab es dann auch, die von der gefräßigen Zombiegurke sofort eingestaubsaugert wurden. Murloc bezog sofort die Höhle und ward den ganzen Abend nicht mehr gesehen. Aber Hey! Die Axos sind wieder zuhause! Wouhou! 

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2 Gedanken zu “Free Axos!

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