Winter is coming – Och nööö!

Wenn Eddard Stark schon nicht begeistert war, dass es bald wieder ziemlich kalt und ziemlich dunkel werden wird, wie sollen dann erst meine hauseigenen Zweibeiner damit umgehen, die keine abgehärteten Krieger, sondern ziemliche Memmen sind? Mein Frauchen hat im Winter aus gesundheitlichen Gründen riesige Probleme und gekoppelt mit den psychischen Aspekten führt das alles zu etwas, das sie „Winter-Blues“ nennt… und ich „Mimimi“.

Doch auch wir Hunde haben einfach keinen Bock auf das kalte, nasse Wetter. Mich morgens aus dem Bett zu kriegen, ist dann nicht gerade leicht und Lucy zum Gassi zu bewegen, endet oft damit, dass sie sich lieber hinterher schleifen lassen würde, als zu laufen.  Test&Liebe (Hallo Caren!) hat zu diesem Thema ihre allererste Blogparade ins Leben gerufen und da unsere letzte Blogparade schon ein Weilchen her ist, machen wir natürlich gerne mit!

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Können Hunde auch einen Winter-Blues bekommen?

Wetterfühligkeit

Manche Hunde sind einfach immer fröhlich und begeistert. Es kann in Strömen regnen und der Hund, nennen wir ihn einfach mal „Retriever“, springt voller Freude durch die Pfützen. Das kann mir definitiv nicht passieren! Ich verkneife mir mitunter sogar das Geschäft und Lucy weigert sich zu laufen. Weil wir schnell frieren, müssen wir auch doofe Hundeklamotten tragen und im Dunkeln auch Leuchthalsbänder, auf dass wir aussehen wie das Innere der Tardis. All das reduziert die Lust auf’s Gassi auf ein Minimum. Man könnte also fast behaupten, wir wären wetterfühlig… oder einfach nur faul.

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Das Sofa ist der beste Freund des Dackels

Doch auch in der Wohnung ist nicht viel los mit dem Dackel. Wir schlafen den größten Teil des Tages und ich habe auch nicht immer Bock zum Spielen.  Aber nicht nur wir bewegen uns dann kaum. Ist es draußen eklig und kalt, klebt der Menschling schon auf dem Sofa oder hockt am Computer. Wir nutzen derlei Menschlingsaktivitäten dann aus um zu schlafen… und zu schlafen… und zu… Zzz…

Wie der Herre…

Zu dem schlechten Wetter und der besagten Antriebslosigkeit kommen dann noch die Zweibeiner. Hunde reflektieren oft die Stimmungen ihrer Herren, wodurch es oft so wirkt, als ähneln sich Hund und Mensch, je stärker die Bindung zueinander, desto schlimmer. (Mehr dazu hier.) Mit unserem Melancholiker-Frauchen können wir also durchaus auch als Hunde einen Winter-Blues bekommen- nämlich den des Zweibeiners! Bei einigen Hunden soll es funktionieren, dass, wenn der Zweibeiner dann so tut als ob alles in Butter sei, auch beim Hund wieder alles in Butter ist. Aber wir als Dackel sind natürlich viel zu schlau und Mama viel zu schlecht als Schauspieler, als dass wir uns verarschen lassen würden. Aber natürlich haben auch wir eine super-Buddy-proved-Anti-Mimimi-Strategie, für Vier- und Zweibeiner gleichermaßen!

luffy

Prävention gegen den Winter-Blues

Eine Sache der Perspektive

Auch wenn es kälter, dunkler und nasser wird, gibt es dennoch auf einer Gassirunde viele tolle Dinge zu entdecken. Die Zweibeiner sind geruchsmäßig ja ein hoffnungsloser Fall und bekommen auch visuell nicht mit, welche Schönheit in manch finsterem Wald zu finden ist. Allgemein beschäftigen sie ihr Hirn mit so viel unnötigem Kram, dass sie eigentlich gar nichts mehr vom Wesentlichen bemerken, es dringt einfach nichts zu ihnen durch. Als treusorgender Dackel übernehme ich das dann und bringe mein Frauchen dazu, einfach mal vom üblichen Weg abzuweichen und mit mir auf Abenteuersuche zu gehen. Meistens kehren wir dann alle drei nach Stunden komplett verdreckt und klitschnass nach Hause (Nein, Lucy findet das nicht gut.), aber erstaunlicherweise heitern gerade die Spiele im schlimmsten Matsch den Zweibeiner am schnellsten auf.

Kuscheldecken 

Sowohl für den Hund als auch für den Zweibeiner eine nützliche Sache. Ich liebe es, einfach drüber zu trampeln und die Decke komplett mitzureißen. Man fürchtet mich, Bud, den Deckendieb! Warme kuschelige Decken dürfen keinesfalls auf der Couch und auch im Hundekörbchen fehlen. Stehen letztere auf dem kalten Boden, sind im Extremfall kleine Isomatten darunter für besonders empfindliche Hunde eine gute Idee, wir bevorzugen direkt den Schoß.

Dackel verstecke

Warmhalten 

Nichts versaut einem den Herbst oder den Beginn des Winters so sehr wie eine Erkältung. Lucy ist sehr anfällig und ohne ein funktionierendes Immunsystem ist auch unser Frauchen prädestiniert dafür. Als Kurzhaarhunde frieren wir sehr schnell, denn wir haben keine Unterwolle. Deshalb haben wir eine Sammlung an Hundepullovern und Jacken, die uns durch Herbst und Winter bringen.

Geistige Auslastung

IMG_434nn1Mit uns werden dann Tricks geübt, um uns auszulasten, Such- oder Apportierspielchen gemacht oder dämliche Einfälle wie Dog Dancing (Ich will nicht darüber reden. Wirklich nicht.) ausprobiert. Doch auch wir Dackel möchten gern unsere 17 bis 20 Stunden pro Tag schlafen. (Na? Neidisch?) Was soll der Zweibeiner dann in der Dackel-Schlafenszeit alleine tun? Hobbys sind der Schlüssel einer guten Menschlingsauslastung, deswegen sollte man sie unbedingt machen lassen, solange sie einen dabei in Ruhe lassen. Mit dabei dann immer ein gutes Buch (vollkommen egal ob die bereits 500x gelesen wurden), Filme oder Spiele, vorzugsweise im Bereich Fantasy oder Horror angesiedelt. Da es seit Darren Shan nichts Vergleichbares im Bereich Vampire gibt, sind Zombies die beste Wahl. Gerade wenn es draußen schnell dunkel wird, scheint das Unheimliche seinen Reiz auf den Zweibeiner zu haben. (Dass sie dann beim abendlichen Gassi springt wie ein Hase, wenn plötzlich die Laterne ausgeht, steht auf einem anderen Blatt. Aber ich bin ja ein großer Wachhund und Lucy frisst ja eh jeden auf, der sich ihr unerwünscht nähert.)

dackel spielt the parallax-1

Gute Hobbys sind Sachen, die möglichst nicht die Ruhe des Hundes stören, wie zum Beispiel zeichnen, zocken, schreiben oder lesen. Nicht so gute Hobbys sind alle, die uns eventuell wecken könnten. Dazu gehört zum Beispiel stricken, wegen der Bewegung und dem nervigen Geklacker und fotografieren, denn wenn man schon nicht vom Blitz genervt wird, wird man allen ernstes ausgeleuchtet. Geht’s noch? Mach das Licht aus, Maaann! Zu den ganz schlechten Hobbys gehört die verdammte Ukulele. Wenn sie wenigstens bei den drei Akkorden bleiben würde, die sie kennt, aber nein. Mein zartes Gehör wird dann eben von grausamst verunstalteten Nirvana-Versuchen gefoltert und ich äußere meine Kritik in lauten Grummeln.

Buff-Food

…klingt besser als „Vitamine“. Unsere Ernährung mittels Barf ist sowieso schon sehr durchdacht, beginnt jedoch die Erkältungszeit (Ja, die beginnt nicht nur für Trockennasenprimaten wie euch.) wird auf Vitamine besonderer Wert gelegt. Citrusfrüchte und Avokados werden nur von den Menschlingen vertilgt, Hunde bleiben stattdessen bei hundetauglichem Grünzeug. Da jetzt die Kürbissaison beginnt, bekommen wir auch diesen gerade öfter. Ansonsten heißt es weiterhin „An apple a day keeps the doctor away“. (Also, Tierärzte. Nicht der von Gallifrey.) In der Vorweihnachtssaison gibt es dann für uns auch Hundeplätzchen und die locken sogar eine Lucy vom Sofa.

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Run, Forrest, run!

Und wenn gar nichts mehr hilft? Wenn der Zweibeiner deprimiert ist und auch wir nicht gut drauf sind? Dann hilft nur entgegen aller Bedürfnisse die Leinen zu schnappen und erstmal alles andere liegen zu lassen, Hauptsache weg. Nach einer Runde im Wald sieht die Welt oft schon anders aus – und sei es voller Schlamm.


 

Yeah. So sieht’s aus. Wie kämpft ihr gegen den Winter-Blues? Wenn auch ihr eine tolle Strategie habt, macht doch einfach bis zum 11. November bei der Blogparade mit! 

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4 Gedanken zu “Winter is coming – Och nööö!

  1. Isabella mit Damon und Cara schreibt:

    Ich bin (relativ) immun gegen den Winter-Blues. Ich mag den herbst und aauch den Winter – nur könnten die Tage etwas länger hell sein. Aber kuscheln auf dem Sofa vor dem kanin macht imHerbst besonders viel Freude und im Winter mag ich die Zeit vor Weihnachten bis ins neue Jahr sehr. Erst dann kommt der Monat, der mir manchmalauch den Blues bringt – der Februar. Aber zum Glück ist der nicht so lang und mit Spaziergängen und einem ordentlichen Wind der uns um die Nase pfeift wird auch der Kopf wieder klar 🙂
    Bei uns mag Damon das nasse und kühle Wetter nicht so sehr – aber in seinem Alter darf man dann auch mal maulen. Für Cara ist jedes Wetter toll und jeder Tag ein Abenteuer. Mit so einem Hund an der Seite wird jeder Anflug von Trübsinn gleich weggelacht.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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