Tierische WG

Meine Mitbewohnerin nervt manchmal ganz schön. Überall lässt sie ihre Haare fallen und putzt die nie weg. Egal ob auf dem Boden oder im Waschbecken oder wo auch immer sie war, überall liegen Haare von ihr herum. Also, ich mach die nicht weg. Aber nicht nur das, sie lässt auch ständig Essen herumstehen. Wenn ich dann Hunger habe und etwas davon koste, krieg ich voll den Ärger. Dabei hab ich mal ganz genau gesehen, wie sie von MEINEM WASSER getrunken hat. Unfassbar, diese Doppelmoral! Und dann ist die auch immer so genervt, wenn ich noch länger wach bleiben will, weil sie viel eher schlafen geht als ich. Unsere anderen Mitbewohner haben dazu keine Meinung, die sind die übelsten Nerds und kommen nie raus. Ich glaube fast, die haben das Haus höchstens ein-, zweimal verlassen, seit wir hier wohnen. Außer, wenn sie mal krank sind. Dafür sind die beiden sehr ruhig, ich habe sie niemals auch nur einen Ton sagen hören. Auch unser Essensstreit ist ihnen egal, die ernähren sich nur von so speziellen Zeugs, ich glaube, die sind Veganer oder sowas. Wir anderen essen ja ganz gerne mal Fleisch, aber jeder wie er will, ne? Aber zurück zu meiner Mitbewohnerin. Die war ja anfangs gegen unsere Aufnahme in die WG, aber die anderen haben sie überstimmt und damit zogen Lucy und ich dann ein. Das hat sie ziemlich angekotzt, mittlerweile hat sie sich aber damit abgefunden. Trotzdem nimmt die sich ganz schöne Freiheiten heraus! Die beansprucht immer den besten Sitzplatz am Fenster, auch, wenn man als Erster da war. Und ganz früh am Morgen, wenn sie Hunger hat, macht die einen mega Lärm, bis sie dann ihr Frühstück hatte. Was aber wirklich un-fass-bar ist: Die kackt im Wohnzimmer! Und wir müssen dazu auf die Wiese gehen!

Unsere WG ist das Thema der neuen Blogparade von miDoggy: Alle unter einem Dach- So klappt die tierische WG. 

Im Monat Oktober soll es sich um das Thema “Alle unter einem Dach – So klappt die tierische WG.” drehen. Uns interessiert, ob noch andere Haustiere mit bei euch wohnen. Verstehen sich eure Hunde mit den anderen Haustieren? Wie habt ihr es geschafft, dass sie sich nicht jagen? Oder würdet ihr anderen Hundebesitzern von anderen Haustieren neben dem Hund abraten?

Zwei Jagdhunde, eine Katze und zwei mexikanische Schwanzlurche gehen in eine Bar

In unserer tierischen WG waren Lucy und ich die neusten Mitglieder. Alterspräsidentin Kyra, die Britisch Kurzhaar, war das erste Haustier unseres Frauchens. (Also, von uns Fünf. Vor Kyra gab es da noch zwei Kaninchen, einen Hamster, zwei Meerschweinchen, …) Die Axolotl kamen erst später dazu, aber als Aquariumbewohner waren sie im Zusammenleben mit Kyra unproblematisch. Kyra betrachtet Fizzy und Murloc als eine Art Deko, sie sind einfach da und tun nix. Im Gegensatz zu uns Dackeln! Als wir eingezogen sind, war Kyra ziemlich angepisst.

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Die hohe Kunst des Einschleimens

Also ich fand Kyra von Anfang an super. Sie war zwar etwas schräg drauf und ein ziemlicher Miesepeter, aber ich war fest entschlossen, dass wir Freunde werden würden. Also bin ich einfach immer wieder zu ihr gelaufen und habe sie meine geballte Niedlichkeit spüren lassen. Irgendwann war das Eis dann gebrochen und sie kam sogar extra zu mir herunter, damit ich ihr die Ohren ablecken konnte. Sie hat dann einfach erst das eine Ohr und dann das andere hingehalten. Auch jetzt noch putze ich gern ihr weiches dichtes Fell und sie reibt ihren Kopf an meinen Kurzhaarborsten.

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Antijagdtraining

„Bud muss aufhören, die Katze zu jagen!“ war eines Tages das Statement meines Zweibeiners. Ich habe gelacht. Mein Jagdtrieb hat gelacht. Mein Stammbaum als Jagdhunderasse hat gelacht. Doch es war den Menschlingen ernst damit. Man zwang uns, im Platz zu bleiben, während Kyra hin und her getragen wurde und dann auch selbst herum lief. Ich habe gezittert vor Aufregung! Kyra bleibt dennoch am liebsten hoch oben auf ihrem Kratzbaum, denn dort liegt ihr kuscheliges Nest und Kyra ist ziemlich faul. Manchmal renne ich schon noch etwas zu stürmisch auf sie zu, aber Kyra gehört für mich zu meinem Familienrudel.

Dackel und andere Haustiere?

Wie bei anderen Jagdhunderassen spielt es eine große Rolle, wer zuerst da war, das Huhn oder das Ei die Katze oder der Dackel. Als Welpe gewöhnt man sich an fast alles, wenn bereits eine Katze oder ein anderes Tier im Haushalt lebt, kennt das ein kleiner Hund dann auch von klein auf so. Wichtig ist nur, diesem dann frühzeitig Grenzen zu zeigen, bevor der Dackelwelpe aus Übermut nach der Katze jagt. Die Erfolgsaussichten, beide Tierarten aneinander zu gewöhnen, ist im jungen Alter höher. War der Dackel eher da als die Katze, sieht es schon schwieriger aus, vor allem wenn der Hund gar keine Katzen gewöhnt war. Fremde Katzen von Freunden und Familie finden wir sehr interessant und würden diese gern stürmisch begrüßen, nur leider finden das die meisten fremden Katzen  nicht so verlockend, deswegen müssen wir dann Abstand halten- Menno!

Dasselbe gilt auch für andere Tierarten, wir sind zum Beispiel keine Kleintiere gewohnt und dann saßen wir vor Omas Kaninchen Pepe! Unser Instinkt schrie „Essen!“, unsere Menschlinge schrien: „Aus!“ Lucy und mich hielt das nicht davon ab, aufgeregt um das große Hasengehege zu laufen und zu jaulen. Ohne das Gitter dazwischen würden wir wahrscheinlich so ziemlich jedes Kleintier fressen, egal ob Kaninchen, Meerschwein, Hamster oder was auch immer. Mäuse in der freien Wildbahn versuchen wir schließlich auch zu verspeisen!

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Wasserbewohner wie die Axos finden wir lahm, auch Fische im Aquarium sind nur mäßig interessant, außer sie bewegen sich viel. Ist der Fisch an Land, sieht das anders aus, beim Angeln hoffen wir immer, einen der Fische fressen zu dürfen.

Vögel findet besonders Lucy faszinierend, nur zu gern würde sie hinterher, doch leider können Dackel nicht fliegen. Vor allem nicht so kleine dicke Lucys. Hehe. Eingesperrt in Käfigen haben wir in Tierparks schon oft Vögel bestaunt. Ein Zusammenleben wäre aber wohl für den Vogel zu stressig, da er vor seinem Käfig immer einen Dackel sehen würde, schon mit Lätzchen um den Hals.

Auch für größere Tiere wie Pferde gilt die Frage der Gewöhnung. Lucy und ich kennen Pferde nur von weitem und würden uns wahrscheinlich dann doch etwas fürchten. Hätten wir als Welpe Kontakt zu Pferden gehabt, sähe das vielleicht anders aus. So sind wir aber einfach froh, keinem Pferd zu begegnen.

Grundsätzlich abzuraten ist es also nicht, neben dem Dackel weitere Tiere zu halten, jedoch sollte man diese langsam aneinander gewöhnen, frühzeitig trainieren, dass diesen nicht nachgejagt werden darf und sie möglichst nicht mit dem Hund allein lassen. Kyra und wir bleiben während der Abwesenheit unserer Zweibeiner in unterschiedlichen Räumen. Uns Hunden gehören Flur und Schlafzimmer, Kyra gehört der Rest der Wohnung. Wie gut sich Hunde mit anderen Tieren vertragen, ist auch von Rasse zu Rasse verschieden. Sina, der Golden Retriever, ist zum Beispiel der wohl friedlichste Hund der Welt.

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