Buddys Laws – Die Gesetze eines Dackels

Nachdem eine ganze Weile keine Blogparaden mehr gestartet worden sind, gibt es nun plötzlich eine ganze Lawine neuer Blogparaden! Und wenn Shiva Wuschelmädchen eine startet, müssen wir einfach dabei sein! Shiva’s Blogparade dreht sich um die Regeln von uns Hunden an unsere Zweibeiner– und wie sie diese beherzigen oder auch nicht. Natürlich habt ihr es schon geahnt, aber meine Zweibeiner können sich so gar nicht benehmen und ich arbeite schon lange an ihrem Fehlverhalten. Dazu braucht es in ihrer Erziehung aber klare Regeln!

Früh-Zweibeinerische Erziehung

Schon als kleiner Welpe wusste ich, dass ich als Dackel alles erreichen kann, was ich will, ich muss nur den Zweibeiner gut genug erziehen. Ein süßer aufmerksamer Blick, ein bisschen kuscheln und schon hatte ich das Herz des Frauchens gewonnen. Damit stand meinem Buud-Camp nichts mehr im Wege! Und man sollte damit auch so früh wie möglich anfangen, solange man noch den Welpenbonus hat! Irgendwann kommt nämlich der Punkt, an dem der Menschling aufbegehrt und glaubt, er könne uns „erziehen“. Selten so gelacht!

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Jaja… Glaub nur nicht. Ich bin ab jetzt hier der Chef.

§ 1: Dem Dackel gehört das Bett

… und das ist eine unantastbare Gesetzmäßigkeit. Wie der Regen immer von oben nach unten fällt und die Sonne immer im Osten aufgeht, ist es ebenso natürlich festgelegt, dass der Dackel nur auf dem bequemsten Platz im Raum liegen kann und seinen Nachtschlaf damit im Menschlingsbett verbringen muss.

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§ 2: Wenn der Dackel auf dir schlafen will, sei mit dieser Aufgabe zufrieden

Als Welpen bestanden wir auf eine Vielzahl von Pipipausen, etwa aller zwei Stunden. Wenn wir mal gerade kein Pipi machten, kam es oft dazu, dass wir ein Schläfchen brauchten und das, s.o. ging nur auf dem bequemsten Platz und das war der Schoß des Zweibeiners. Dies ist einer meiner Beweise dafür, dass die oben genannte Regel seinen Ursprung in der Natur findet: Wieso sonst sollte der Dackelkörper so perfekt auf den Zweibeiner-Schoß passen und wieso sollte dieser sonst so bequem sein? Damit wir ja nicht aufwachen und wieder Pipi mussten, vermied es der Zweibeiner uns zu wecken und erledigte sämtliche Arbeiten am Computer mit uns auf dem Schoß. Heute geht das leider nicht mehr so gut. Der Schoß ist irgendwie nicht mehr so groß.

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§ 3: Alles ist mein Essen.

Zweibeiner denken, sie hätten Mitspracherecht, was mein Essen angeht, aber in Wirklichkeit haben sie keine Ahnung, was ich alles essen kann. Biomüll ist eine tolle Mischung aus den besten Sachen, die lange Zeit hatten, damit ihr Aroma gut durchziehen kann. Zweibeiner-Essen schmeckt meistens auch ganz passabel, gerade Schinken duftet sehr verlockend und auch Hamburger sind, bis auf die Gurken, echt eine tolle Erfindung. Man sollte so viel und so oft klauen, wie es nur geht! Die Strafe kann man absitzen, den Burger im Magen kriegen sie so doch nicht mehr wieder. Auch andere Spezien lohnen sich einer eingehenden Studie, die Katze bekommt auch schmackhaftes Futter und sie versteckt Snickers in einer Plastikhöhle voller Streu.

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§ 4: Wenn man damit spielen kann, ist es ein Spielzeug.

In der Welt gibt es viel mehr Objekte, die man in die Kategorie „Spielzeug“ einordnen kann, als tatsächlich offiziell als Spielzeug klassifiziert werden. Ein Spielzeug ist nach bud’scher Definition ein Gegenstand oder ein Lebewesen, das man fressen/tragen/ benagen / bewegen kann oder eine Bewegung auslösen kann. Die Beschäftigung mit diesem Objekt bietet dem Dackel einen gewissen Unterhaltungswert, die Beschäftigung beginnt ab dem Moment, an dem Bud das Spielzeug erspäht und endet bei dessen vollständiger Zerstörung. Es folgt eine unvollständige Liste der Dinge, die sich als Spielzeug herausgestellt haben:

  • Mama & Papa
  • Menschlingskleidung
  • Tüten
  • Pakete und Schachteln
  • Toilettenpapierrollen
  • Blätter
  • Fliegen, gigantische Riesenhornissen, Spinnen
  • Müllbeutel samt Inhalt
  • Kyra
  • Staubwedel
  • wichtige Uniunterlagen
  • Klebeband
  • Bücher
  • Kissen
  • Fieberthermometer
  • Mama’s Tastatur
  • Liste wird fortgesetzt

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§ 5: Ich geh mit dir Gassi, weil ich es so will.

Ich dulde diese alberne Leine, weil ich die Verlustängste der Menschlinge nicht überstrapazieren will und weiß, ohne mich finden die eh nie wieder nach Hause. (Sieht man ja, jedes Mal, wenn die ohne uns draußen sind, verlaufen die sich und brauchen Stunden um zurückzufinden.) Die Akzeptanz einer Leine bedeutet jedoch nicht, dass ich meine Chefrolle abgeben würde, oh nein! Wenn ich etwas untersuchen will, dann untersuche ich es auch, auch wenn mich der Zweibeiner daran hindern will und wenn ich mein Dackelgold mal wieder auf einer Mauer drapieren will, dann mache ich das auch.

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§ 5. 1: Wenn es regnet, stürmt oder schneit, kannst du das Gassi vergessen!

Sollte der Menschling auf die irrwitzige Idee kommen, während Regen, Schneefall oder Stürmen trotzdem Gassi zu gehen, weist man ihn am besten auf sein Fehlverhalten hin, indem man sich das Geschäft verkneift. Siehe Anleitung gegen Regengassi.

§ 5.2: Zuerst die Pipiwiese!

Vor beinahe drei Jahren konnte man mein Frauchen beobachten, wie sie nachts im Schlafanzug, nur mit einer Jacke drüber, aus dem Haus gestürmt kam. Man hätte schlussfolgern können, dass es brannte, ihr die lebenden Toten auf den Fersen seien oder die Vorlesungen neuerdings nachts stattfänden, jedoch waren die wahre Ursache zwei kleine Dackelblasen. Zum Glück gibt es direkt gegenüber eine kleine Wiese und diese wurde – fragt lieber nicht mit was – „Pipiwiese“ getauft. Natürlich sind wir nun erwachsen und müssen im Normalfall nicht mehr nachts, aber dennoch bevorzugen wir es, als Start in den Tag genau dort und nirgendwo sonst ein Guten-Morgen-Pfützel zu machen. Wenn man uns nicht auf diese Wiese lässt, ist der ganze Tag versaut und glaubt mir, niemand von euch kann eine schlecht gelaunte Lucy ertragen.

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§ 6: Taschenkontrollen

Weil man ja nie weiß, was die Zweibeiner alles reinschleppen in unsere Wohnung, müssen sie beim Betreten der Wohnung kontrolliert werden. Diese Kontrolle muss sich zwingend auch auf ihr Gepäck ausweiten, insbesondere Einkaufstaschen. Man muss kontrollieren, ob die Menschlinge Dinge gekauft haben, für die ich vielleicht eine Verwendung finde. Den Rest von diesem Scheiß können die behalten.

Dackel in reisetasche

§ 7: Meldepflicht

Damit auch solch begriffsstutzige Kreaturen wie die Zweibeiner kapieren, dass man etwas Spannendes entdeckt hat, muss man ihnen dies akustisch mitteilen. Bei uns übernimmt diese Pflicht Lucy, weil sie darin die meiste Übung hat. Vermeldet werden müssen generell alle Auffälligkeiten auf der Gassistrecke, z.B. neue Schilder oder verdächtige Mülltonnen, Eintritt von Fremdhunden und -menschlingen in unser Territorium, … Lucy entgeht nichts. (Jobangebote von Geheimdiensten bitte an unser Kontaktformular. Unter 12 Schinkenknochen pro Stunde ist aber nix.)

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Sonder-§ Lucy 1: Eigentum

Die sich in unserem Haushalt befindenden Menschlinge sind Eigentum der Dackel. Der Menschling, der als Papa bekannt ist, gehört ganz allein Lucy, vor allem was §2 angeht. Andere süße Hunde, die eventuell von den Zweibeinern als niedlich empfunden werden könnten, werden nicht toleriert und werden zunächst verbellt.

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Sonder-§ Lucy 2: Schutzmaßnahmen

Die sich im Besitz des Dackels befindlichen Menschlinge, insbesondere Mama, benötigen den Schutz eines erfahrenen Wachhundes um zu überleben. Fremde Menschen, die sich Mama zu weit nähern oder böse Absichten zu haben scheinen, dürfen in einem Stück an Ort und Stelle aufgefressen werden. Weitere Bedrohungen wie Rentner mit Tüten, Kinderwägen, Fahrräder etc werden durch Anbellen verwarnt.


So, dies war eine kurze Auswahl aus meinen wichtigsten Regeln im Leben mit zwei Menschlingen. Unsere Menschlingserziehung ist natürlich nicht perfekt und ich arbeite jeden Tag hart mit ihnen, aber ich setze diese Regeln so konsequent um wie es nur geht. Wie sieht es bei euch aus? Halten eure Zweibeiner eure Regeln ein? Habt ihr vielleicht noch ein paar Erziehungstipps für mich?

Dackel blog hundeblog der fantastische bud

Liebe Grüße,

Euer Bud.

 

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2 Gedanken zu “Buddys Laws – Die Gesetze eines Dackels

  1. Schätersky und Frauchen schreibt:

    Liebe Lucy,
    hiermit möchte ich dir eine Stelle in unserer Organisation anbieten. Eine Unterstützung wie dich könnte ich hier dringend gebrauchen. Meine Kollegin nimmt Auffälligkeiten in unserer Umgebung einfach nicht ernst genug, sodass ich mich dem Schutz unserer Klientin ständig alleine widmen muss. Die Bezahlung lässt derzeit zwar noch zu wünschen übrig, aber wenn du hier wärst, könntest du meine Klientin sicher mittels Dackelblick von deinen Lohnvorstellungen überzeugen. Übrigens ist sie leicht erziehbar, sodass du deine Regeln auch hier umsetzen könntest. Solltest du Interesse an einer Beschäftigung als Bodyguard mit gelegentlicher Spionage haben, melde dich bitte bei mir.
    Herzlichst,
    Kalle

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