Bäääh Weihnachten!

Jedes Jahr zur gleichen Zeit beginnt ein kollektiver Zweibeinerwahnsinn. „Besinnliche Weihnachtszeit“ nennen sie es. In Wirklichkeit kommen sie aber vor lauter Stress nicht zu allzu viel Besonnenheit. Wir Hunde wissen (angeblich) ja gar nicht, was Weihnachten ist. Stimmt aber natürlich nicht! Die Formel für Weihnachten lautet nämlich wie folgt: Kitsch + Kekse + (Stress* Menschen / Zeit) = Weihnachten.

Woran ein Hund merkt, dass Weihnachten ist

Klar, uns Hunden ist es ziemlich egal, ob ihr einen Typen an ein Kreuz nagelt, acht Tage lang Kerzen anzündet oder euch als rosa Einhorn verkleidet. Dass etwas im Gange ist, merken wir jedoch sehr wohl, vor allem, wenn es jedes Jahr der gleiche Scheiß ist!

Plätzchen

Das Erste, woran ich denke, wenn ich „Weihnachten“ höre, ist – natürlich – das Essen. Plätzchen gibt es schon lange auch in der Hundevariante und auch unser Menschling versuchte, unseren dackeligen Gaumen zu erfreuen, indem sie drei Bleche Hundekekse (und auch Menschenkekse)  verbrannte gebacken hat. Tja. Ein paar konnte man schon essen, aber… Also, wir haben dann auf dem Hundeweihnachtsmarkt 1A Hundekekse bekommen. Die waren super!

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Adventskalender

Wieso ich jetzt jeden Morgen einen Keks aus einer zusammengeklebten Ansammlung Toilettenpapierrollen ziehen darf, weiß ich jetzt nicht, aber hey, Kekse! Das Ungetüm aus Pappe wird mir bestimmt fehlen, aber ab und an werden wir sicher damit ein paar Suchübungen machen.

Und unseren digitalen Adventskalender haben wir euch ja schon vorgeführt.

Hundeweihnachtsmarkt

Merke: Viele Büdchen mit Hundeartikeln plus viele Hunde plus kalt plus Glühwein ergibt Hundeweihnachtsmarkt! Abgesehen vom Glühwein erinnerte die Veranstaltung an eine Hundeausstellung, nur ohne das im Kreis Laufen, den erbitterten Kampf unter den Ausstellern und das Küren des schönsten, wenn aber vielleicht auch verhaltensgestörten Hundes. Also schon eine große Verbesserung!

Weihnachtskarten

Früher schickten sich die Menschlinge noch Grußkarten per Post*, heute sind eher singende Rentiere/ Katzen/ Schlümpfe in WhatsApp angesagt: Die Zeit des Kitschs ist gekommen! Kaum brach die Weihnachtszeit an, wurde also ein Motiv für eine schöne digitale Weihnachtskarte gesucht.

(*Übrigens haben wir doch eine ECHTE Grußkarte mit der Post verschickt – an unsere Tierarztpraxis, mit einem Bild von Fizzy drauf, denn nur dank deren heldenhaften Einsatz konnte unser Axolotl dieses Weihnachten noch erleben. War aber leider auch die einzige oldschool Postkarte von uns.)

Ehe ich wusste, wie mir geschah, hatte ich eine Weihnachtsmannmütze auf dem Kopf und stand auf der Waschmaschine. Unsere Waschmaschine ist nämlich bisher unsere White box gewesen, denn ihr Plastikgehäuse ist weiß und die Badezimmerfliesen im Hintergrund auch. Diverse Bildbearbeitungsprogramme später waren die Weihnachtskarten fertig. Weil sich aber die Katzenbeauftragte unter unseren Lesern  immer beschwert, dass die Kyra-Quote zu gering sei, musste auch Kyra auf die Waschmaschine. Sie fand das nicht besonders toll, da sie aber eine halbe Tüte Dreamies fressen konnte, war sie dann auch einigermaßen zufrieden.

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Zum Glück hatte Mamas Bruder Mitleid mit uns und hat ihr ein Fotozelt geschenkt, so dass die Zeiten auf der Waschmaschine endlich vorbei sind. Danke, Onkel Bogi, danke!

Stress

Die Zweibeiner drehen total durch. Sie haben alles, was irgendwie ging, in die Waschmaschine gestopft, damit es „feiertagstauglich“ ist und auch vor meinem Bettchen, meinen Kuscheldecken und Hundespielzeug nicht halt gemacht! Es wird ewig dauern, bis die wieder zu meiner Zufriedenheit nach Hund stinken! Aber damit nicht genug, die haben die ganze Bude verwüstet und nannten das dann „dekorieren“. Wenn ich dekorieren will, heißt es, Blablabla, Stubenreinheit, „Nein, Bud, du machst draußen!“. Vollkommen ungerecht also. Als es dann im gesellschaftlichen Rahmen als „ordentlich“ in unserer Wohnung gegolten hätte, haben sie die dann gleich nochmal verwüstet, weil sie ja Geschenke einpacken wollten. Und kaufen mussten. Kurz vor knapp, weil sie Idioten sind. Genervt habe ich aus meinem nach Waschmittel stinkenden Körbchen beobachtet, wie sie hin und hergerannt sind, von A nach B, durch die ganze Wohnung, den ganzen Tag! Mir wurde schon ganz schwindlig davon!

Dackel makro 3

Lucy und ich spürten den Stress der Menschlinge, und ich versuchte diesen auszugleichen, indem ich auch noch ein paar Schandtaten anstellte. (Ihr wisst schon. Das Übliche. Klauen, Zeug verschleppen, mysteriöse Sachen fressen, …) Trug aber doch nicht zur Besserung bei. Im Gegenteil!

Immer unterwegs

Die Zweibeiner versuchen an so wenigen Tagen wie möglich so viele Verwandte wie möglich zu sehen. (Bei Frauchen wäre man da schnell fertig, aber Herrchens Sippschaft ist groß. Drei-Tage-lang-besuchen groß.) An Heiligabend werden wir mitgeschleift, an den Feiertagen können wir manchmal auch zuhause bleiben und pennen. Die Zweibeiner haben diesen Luxus nicht und müssen hin und her tingeln.

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Geschenke

Ja, in diesem Haushalt ist es üblich, dass auch die Haustiere zu diversen Anlässen beschenkt werden. Und wenn mir auch der Rest des ganzen Tamtams egal ist, ein neues Spielzeug oder Leckerbissen interessieren mich dagegen schon. (Man könnte also jetzt behaupten, ich hätte den „Sinn“ von Weihnachten doch verstanden.)

Unser erstes Geschenk bekamen wir sogar vor Weihnachten, als wir unsere Freundin Bianka getroffen haben. Es ist allgemein kein großes Geheimnis, dass ich total auf glitzernde rosafarbene Plüschtiere stehe. Habe ich die Wahl, wähle ich immer das pinke Glitzerspielzeug. Deswegen war ich sehr begeistert über die glitzernder rosahaarige Meerjungfrauenpuppe und schleppe sie nun oft mit mir herum. (Das rosa Einhorn habe ich aber natürlich auch noch lieb.) Lucy steht dagegen mehr auf ihren weichen Kuschelteddy.

Am 24. durften wir (wir= Die Tiere) als Erste unsere Geschenke öffnen. Es gab so viele Leckerbissen, Hundekekse und Kaustangen (Ja, Katzenbauftragte, und Leckerbissen, Katzenkekse und Katzenkaustangen – zufrieden?), dass wir zum Frühstück nur noch einen winzigen Klecks Pansen bekamen. Die Zeit nach Weihnachten ist immer eine sehr keksreiche Zeit.

Und natürlich kam auch von Lucys Patentante wieder ein tolles Paket voller schöner Sachen – Danke, Vivi! Und dieses Mal waren nicht wir es, die in ein Jäckchen gestopft wurden, sondern Frauchen! Das nennt man übrigens ausgleichende Gerechtigkeit.

Es folgen Bilder unserer Noob-Troop: 

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Viele Menschlinge

Jedes Jahr versuchen sie Lucy und mich durch Wald und Spiele so müde zu bekommen, dass wir den restlichen Tag verpennen. Und jedes Jahr kämpfe ich dann mit herabsinkenden Augenlidern verbissen gegen den Schlaf, weil es doch überall so viel zu entdecken gibt! Auch dieses Mal standen wir am 24. Dezember im Wald. Frühlingshafte Temperaturen verleiteten mich sogar zu einem Bad im Bach und Lucy entschied, dass sie heute mal ne Ausnahme machen könnte und direkt durch den Schlamm rannte. Düdüm.

Am Nachmittag ging es dann – wie immer- zu Papas Familie, die sich irgendwie in einen Raum gequetscht hatte. Entsprechend warm und laut wurde es. Frauchens Tasche war aber zum Glück voller Kekse für uns und immer, wenn sie gerade auf ihr Handy glotzte, was oft passierte, weil ja die neue (mega awesome tolle) Episode von The Parallax erschienen ist, konnten Lucy und ich uns schnell daran bedienen. (Danke, David!) Es fiel nur irgendwann auf, dass die Leckerlitüte irgendwie sehr leicht, sehr nass und sehr klebrig war. Ups.

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Zwischendurch gingen wir dann auch eine Runde Gassi mit Onkel Bogi. Früher waren die Zweibeiner hier aufgewachsen, jedoch lebt von der Frauchen-Familie nun niemand mehr in diesem Dorf und dementsprechend seltsam fühlte es sich an, dort zu sein. Lucy fand die tiefe schwarze Dunkelheit, der man nur nachts im Dorf, fernab jeder Laterne begegnet, etwas unheimlich. Ich war natürlich total mutig, erschrak aber, als direkt hinter mir eine Katze von einem Baum sprang. Und es war keine zarte Wohnungskatze wie Kyra, sondern eine Dorf-Rambo-Katze, die zum Frühstück schon drei Dackel gefressen hat und mir ziemlich herausfordernd in die Augen funkelte. #Dorfkatzen Wir sind dann nicht schnell vor der Katze weggelaufen. Wir sind nur sehr schnell zufällig in die andere Richtung gegangen.

So war ich dann doch froh, zurück auf der warmen Couch zu sein und unauffällig noch ein paar Kekse zu snacken. Gegen Ende des Abends sind Lucy und ich dann doch noch eingenickt, doch dann ging es auch schon nach Hause und der Zweibeiner-Wahnsinn war für dieses Jahr überstanden. In diesem Sinne: Bäääh, Weihnachten! Hoffe, eure Feiertage waren entspannt und voller Kekse.

Dackel Online Adventskalender

 

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