Schäferhunde des Schreckens 2!

Was klingt wie ein einfallsloser Slasherfilm, ist leider momentan unsere Gassisituation. Seit geraumer Zeit leben auf unserer üblichen Strecke – wohlgemerkt, der bestmöglichen Route – neue Hundenachbarn. Die zwei weißen Schäferhunde laufen nur leider völlig frei und losgelöst von der Leinenpflicht ohne Tor an der Straße herum. Wir berichteten

Lange hatten wir Schäferhund1 und Schäferhund2 nicht gesehen und nun, während der Feiertage, hatten wir wieder das Vergnügen. Weil die Wegbeschreibung meiner persönlichen Schreibkraft etwas verworren sind, hier, ne Skizze:

Um nachhause zu kommen, müssen wir zwangsläufig dort vorbei. Als wir an diesem Tag in Richtung Kreuzung kamen, erspähte unser Zweibeiner jedoch etwas Weißes – aber nicht etwa im oder um den Hof, sondern gemütlich auf der anderen Straßenseite im Grünen. An den Feiertagen gab es nur vereinzelte Autos, die die sonst dicht befahrene Straße entlang schossen, so dass der Schäferhund die günstige Gelegenheit genutzt hatte. Schön für ihn, jedoch hatten wir nun ein Problem! Wir konnten ja schlecht direkt vor seiner Nase auf sein Territorium zusteuern, wahrscheinlich wäre er dann wieder über die Straße zu uns gelaufen und hätte uns etwas über Schäferhundreviere erzählt.  Was also? Wegrennen, verstecken oder kämpfen? Äääh, also in unserem Fall sehr langsam weglaufen, weil der Menschling nicht rennen kann (in der Apokalypse fressen sie die zuerst) und den ganzen Weg zurück? Oder irgendwie an den Schäferhunden vorbei? Oder eine Abkürzung suchen?

Den ganzen Weg zurück hätte bedeutet, dass wir sehr viel zu spät wieder zuhause angekommen wären. An den Schäferhunden vorbei schleichen hätten Lucy und ich vielleicht sogar geschafft, aber wenn der Schäferhund nicht komplett taub wäre, hätte er das Trampeln des Menschlings gehört. NATÜRLICH war ausgerechnet an diesem Tag der eine Tag im Jahr, an dem unser Frauchen ihr Handy nicht dabei hatte. Unser Herrchen konnte uns also auch nicht retten kommen. Weit und breit war auch keine Menschenseele zu sehen, obwohl dann noch nicht sicher wäre, ob der feige Zweibeiner sich traut die dann auch anzuquatschen. Also blieb erstmal nur, einen alternativen Fluchtweg zu finden. 

Zwischen dem Hause Schäferhund und unserem Haus liegt ein großes verlassenes Fabrikgelände und theoretisch konnte man darüber laufen. … Wenn man denn einen Weg über den Zaun findet. Stacheldraht und ein Metallzaun grenzten den verwilderten Hof ab, doch da er direkt am Schrottplatz verlief, standen neben dem Zaun Stapel von Betonröhren. Theoretisch hätte man also seine Dackel über den Zaun werfen können und selbst auf die Röhren steigen und über den Zaun springen können. Aber da unser Zweibeiner weder rennen noch springen noch irgendwas anderes kann, fiel auch dieser Weg aus. Da es leider kein Loch im Zaun gab, blieb uns nichts anderes übrig, als aus dem Gebüsch zu krabbeln und erneut zu schauen, ob der Schäferhund immer noch auf der Straße herumgeisterte. 
Die Luft schien fürs Erste rein. Lucy wurde in die Jacke gesteckt und gemeinsam mit meinem Frauchen schlichen wir im Stealth mode näher an die Kreuzung. Nun konnten wir den Schäferhund entdecken – er war wieder in seinem Grundstück und lag traurig vor einer geschlossenen Tür. Fürs Erste war das weit genug weg und nun kreuzten auch gerade andere Spaziergänger den Weg. In ihrem Windschatten huschten wir über die Straße und verschwanden aus dem Sichtfeld des weißen Schäferhundes. Und wir waren auch nur eine Viertelstunde zu spät! Dennoch beschäftigten uns nun Fragen. Hatten sie den Schäferhund über die Feiertage ganz allein gelassen? Es war kein Auto auf dem Hof zu sehen gewesen oder irgendein Mensch. Hatte er überhaupt Futter? Hatte er sich deswegen so weit weg von seinem Grundstück entfernt, weil er nach Essen gesucht hatte? Die nächsten Tage haben wir ihn jedoch nicht mehr gesehen. 

Unsere neue Alternativroute ist übrigens eher suboptimal. Dazu müssen wir nämlich ein Stück über den Friedhof laufen, auf dem sogar schon diverse Verwandte unseres Frauchens liegen. Gassi im Dunkeln kann also lustig werden, von unserem Trio bin ich nämlich als Einziger keine Memme. ._. 

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