Ausgesperrt

Normalerweise geht es hier ja um meine Schandtaten. (Sind wir doch ehrlich- nur deshalb seid ihr doch hier. 😛 ) Umso größer ist mir die Freude, heute mal von Frauchens Fail zu berichten!

Also, es war ein nicht besonders lauer, nicht besonders frühlingshafter Tag. Eigentlich regnete es die ganze Zeit und ein ekliger Wind rüttelte am frisch reparierten Dach. Also kein Dackelgassiwetter. Also, so gar nicht.

Der Zweibeiner dachte sich weise, dass es besser sei, nur kurz mit uns rauszugehen und die langweiligen Zweibeinersachen in der Stadt dieses Mal alleine zu erledigen. Ich fand das gut und Lucy hasst Laufen im Regen eh, wir waren uns also einig.

Doch der Zweibeiner hat es versaut. Das Hirn noch voll mit all den Dingen, die noch auf der To-Do-Liste standen und anderem nutzlosen Zeug und in der anderen Hand die Leinen- Kottütchen, Handy, Dackel, alles dabei, BAM! Tür zu. Und dann stellten wir fest, dass etwas noch drinnen lag… Etwas ganz Elementares… Der Schlüssel. Düdüm.

Vor lauter Schreck gingen wir erstmal Gassi, und zwar die große Runde über die Wiese. Bis dahin war für uns alles ganz okay. Gut, wir hatten eigentlich keine große Lust auf einen Spaziergang, aber wenn’s der Menschling so will… Lucy vergaß sogar kurz zu zittern und rannte in voller Lucygeschwindigkeit weite Runden um mich und mein Frauchen im Kreis, während wir beide neidisch hinterher schauten, dann ging es wieder heim.

Auch, wenn ich aus Ermangelung der Schleppleine nicht ganz auf meine Kosten gekommen bin, war ich bis dahin noch zufrieden mit der Welt. Als wir dann Zuhause ankamen, rannte ich erwartungsvoll vor die Tür, auf dass man mir die Pforte ins Warme öffnen möge, aber… nichts. Unser Menschling dachte nicht mal daran. Stattdessen hockten wir dann einige Stunden auf der Treppe.

Ich verstand die Welt nicht mehr! Wieso tat man mir das an? Was sollte das? Meinen Unmut machte ich durch lautes Ningeln Luft, die Tür blieb aber zu. Lucy hatte es weitaus besser getroffen, sie ist klein genug, dass sie in Frauchens Jacke gesteckt werden konnte. Die nette Bestatterin lieh uns dann noch ein Handyladekabel. Somit wurden alle Bedürfnisse erfüllt, außer meine. Nach einigen Stunden erlöste uns dann unser zweiter Zweibeiner – der, der kein vollkommener Trottel ist und einen Schlüssel dabei hatte – und schloss uns die Tür auf. Dackel gut, alles gut.

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4 Gedanken zu “Ausgesperrt

  1. Isabella schreibt:

    Das hätte auch von mir sein können … nur gut, dass bei euch wenigstens ein Zweibeiner noch einen Schüssel hatte. Ich bin sicher, so schnell passiert das dem Frauchen nicht wieder!

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

  2. ShivaWuschl schreibt:

    Oh jeeee, nach dem letzten Aussperren ist ein Schlüssel im Garten versteckt. Das passiert nicht mehr, dass wir unnütz rumsitzen müssen.
    Das mit dem Handykabel ist ja lieb.

    Grüßle Sandra & Shiva

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