Der Deckendieb und wie er scheiterte

Wie ihr ja wisst, liebe ich Decken. Das ist so eine Dackel-Sache, wisst ihr? Irgendwo in meinen Genen schwimmt die Information, dass ich mich doch in dunklen Höhlen vergraben sollte, so als Erdhund. Eine Decke kommt einem Tierbau am nächsten – sie ist dunkel und man kann darunter herumkrabbeln – und ist auch viel kuscheliger. Leider mögen Zweibeiner auch Decken und versuchen, sich ständig selbst darin einzuwickeln. Ich habe es schon versucht, ihnen das abzugewöhnen, indem ich mir schnell den besten Platz gesichert habe oder einfach drüber getrampelt bin und das Ding mit mir gerissen habe, aber Menschlinge sind einfach total stur und brauchen eigentlich eine viel konsequentere Erziehung. Gerade nachts ist es ziemlich nervig mit ihnen im Bett zu schlafen, weil sie mir ständig die Bettdecke streitig machen. Doch früh am Morgen pflegen die Zweibeiner aufzustehen und die Decke ist dann mein, ganz allein mein! (Selbst Lucy tippelt lieber mit ins Bad, um zu gucken, was die Zweibeiner spannendes machen. Lame!) Ich krieche dann zufrieden darunter, strecke mich auf maximale Dackellänge aus (Dackel sind lang. Das ist wirklich beachtlich.) und schlafe solange, bis ich zum Gassi genötigt werde.

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Heute jedoch lag die Decke meiner Wahl verknautscht da und als ich darunter kroch, hing mein Hintern noch im Freien. So ging das natürlich nicht. Also kroch ich weiter, ins Zentrum des Deckenknäuels. Doch ich schob das Textilkonstrukt nur weiter in sich zusammen. Die Hinterbeine waren immer noch nicht zufriedenstellend versteckt. Was also gedachte ich als Lösung zu unternehmen? Genau, ich schob einfach weiter!

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Doch irgendwann war plötzlich Ende Gelände, in diesem Falle Gelände = Bett. Eben noch krabbelte ich horizontal vorwärts, plötzlich ging es runter. Huch! Ich war – samt Decke – aus dem Bett gefallen und lag in dem Deckenknäuel, nur mein Heck hing immer noch mit strampelnden Beinchen draußen. Mit einem empörten Schnaufen (Wie konnte man mir so etwas zumuten? Wo blieb das Personal, das mir die Decken zurechtschüttelte?) sprang ich wieder ins Bett. An der blöden Decken, an der ich mich so abgemüht hatte, hatte ich plötzlich jedes Interesse verloren. Stattdessen krabbelte ich einfach unter die nächste Decke.

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