Zu Besuch in der Schweiz – Lucy trifft ihre Schwester Angel

In letzter Zeit hatte ich kaum Zeit für meinen Blog. Ich hatte allerhand zu tun: Den Biomüll klauen, Bäume markieren, auf meinem Geweih kauen, Frauchens Gesicht abschlecken, nachdem ich den Biomüll geklaut hatte… Jedoch habe ich auch ein aufregendes Abenteuer hinter mir und habe gerade mal ein paar Minuten nach dem Gassi und vor dem Fresschen Zeit.

So.

Also, wie ihr ja wisst, hat Lucy eine Schwester, die in der Schweiz lebt. Nachdem wir nach der Hochzeit ihr Frauchen (=und Lucys Patentante) schon getroffen hatten, sollten wir nun auch Angel sehen, denn Tante Vivi hatte uns in die schöne Schweiz eingeladen!

Die Reise ins Auenland

Die Fahrt verbrachten wir in unserer Hundebox und da wir nachts fuhren, verpennten wir den größten Teil der Fahrt. Die Zweibeiner bemerkten währenddessen, wie die Gegend immer bergiger und der Radiomoderator immer unverständlicher wurde. Wir mussten auch am Zoll vorbei, aber konnten einfach so durchfahren. Kurz hinter der Grenze lag dann auch schon unser Ziel: Schleitheim!

Grüüüeeeziiii!

Wir freuen uns natürlich, endlich aus der doofen Box zu kommen und noch mehr darüber, Tante Vivi zu sehen. Angel und Bibi wurden uns dann auch gleich vorgestellt, doch Lucy kläffte erstmal, was die kleinen Lungen hergaben. Darum fuhren wir gleich nochmal los und gingen Gassi an der Burg Munot. Erster Eindruck von der Schweiz: Was für blaue Flüsse! Der Rhein schlängelte sich türkisblau durch eine Landschaft aus Bergen und den Dächern historischer Gebäude. Von so weit oben konnten wir weit schauen und ich schnüffelte, als die Zweibeiner abgelenkt waren, schon an Angel und Bibi herum. Danach ging es direkt an den Rhein und auch aus der Nähe war das Wasser unglaublich blau und klar. Bei uns zuhause sind Flüsse irgendwie meistens braungrün und stinken, hier konnte man dagegen die Fische beobachten.

Nationalfeiertag mit Würstchen

Nein, wir sind nicht mit den Würstchen gemeint! Frechheit! Der 1. August ist in der Schweiz ein Feiertag. Normalerweise wird dieser mit zahlreichen Raketen und anderem Feuerwerk gefeiert, aufgrund der Trockenheit blieb es aber bei kleinen Lagerfeuern. Und darüber brieten die Zweibeiner dann an Stöcken Cervela, der „einzigen“ Wurst der Schweiz. 😀 Ich fand die Idee großartig, denn sie verband zwei meiner Lieblingsdinge: Wurst und Stöckchen. Leider bekamen wir mal wieder nix ab vom Nationalfeiertagsgericht.

Meine große Liebe Bibi ❤

Angels große Adoptivschwester heißt Billabong. Die Zweibeiner hatten vorher schon ellenlange Gespräche auf ihrem Handy eingetippt, wie denn wer wohl reagieren würde und was sie machen sollen, falls wir Hunde uns alle doof finden würden. Aber natürlich war das völlig unnötig. Bibi und ich beschnuppern uns im Garten und wir spielten miteinander. Okay, vielleicht war ich ein bisschen in Bibi verknallt, aber sie ist auch echt cool. Lucy und Angel fanden es gar nicht toll, dass sie und ich uns so gut amüsierten und wollten beim Spielen immer dazwischen rennen, was dann aber von den Frauchens unterbunden wurde. Lucy und Angel selbst waren ein wenig zurückhaltend, aber war ja auch seltsam, dass das Bellen so ähnlich klang und der andere kleine Hund so ähnlich aussah…

Ein Dackel entdeckt die Schweiz

Stein am Rhein

Vivi und Reto führten uns zu den schönsten Orten in der Umgebung und nachdem wir uns kurz die Pfoten abgekühlt hatten und Angel und Lucy ein Wettschwimmen hinter sich hatten, schauten wir uns Stein am Rhein an. Lucy fand direkt einen neuen Freund (aus Metall) und Frauchen fotografierte gefühlt jedes Haus.

Planschen

Der See, an dem wir baden waren, war riesig und das Wasser warm. Ich schwamm ein bisschen mit meinen Menschlingen und wurde dafür angemessen bejubelt, Angel und Lucy blieben lieber am Ufer. Bibi apportierte sogar ihr Spielzeug und traute sich dafür immer wieder ins Wasser.

Tante Vivi ❤

Der Rheinfall

Natürlich stand auch der Rheinfall auf dem Touri-Programm. Tante Vivi meinte, er habe gerade wenig Wasser, durch die Hitze, doch auch mit wenig Wasser war der Wasserfall ehrfurchterweckend.

Herrchen hatte natürlich das Ziel, dem Rheinfall ein paar Fische zu entreißen, doch wir hatten die Maden vergessen und so biss nicht viel. Vivi und wir spazierten am Rheinfall entlang und saßen in der Sonne.

Planschen im Wald

Da Bibi und Angel nicht mit am Rhein gewesen waren, gingen wir abends nochmal an einen kleinen Fluss zum Baden. Bibi ist eine echte Wasserratte, wenn sie ein Spielzeug apportieren kann und auch ich war bei der Wärme die Pfoten kühlen. Die Minis waren nicht ganz so scharf darauf, im Wasser herumzustaksen, aber vor allem Lucy wollte bloß nicht nass werden.

Schaffhausen

In Schaffhausen saßen wir das erste Mal in unserem Leben in einem Hundebuggy. Die Pflastersteine in der Stadt waren so heiß, dass unsere Pfoten wohl geglüht hätten und nach all den Abenteuern fanden wir die Dackelkutsche ganz okay. Wirklich begeistert war davon unser Frauchen und damit stand fest: Für die Flitterwochen würden wir auch so ein Teil brauchen. Nun zu Schaffhausen! Die Stadt ist riesig und voller alter, schöner Gebäude. Fachwerkbauten und Wandbilder schmückten das Stadtbild. Reto und Vivi hatten schon oft von der wohl besten Gelatteria der Schweiz erzählt und sie hatten tatsächlich nicht übertrieben, das Eis dort war awesome! So awesome, dass wir nichts abbekommen haben. 😦

Bis bald!

Für mich war es am schwersten, meine neue Freundin Bibi zurück zu lassen, wir hatten uns wirklich toll verstanden und oft im Garten miteinander gespielt. Wir machten noch einen Spaziergang miteinander, bevor es wieder nach Sachsen gehen sollte. Selbst Feldwege sind in der Schweiz sehenswert und das nicht allein wegen der Bergpanoramen! Durch die Bewegungen der Erdkruste kamen hin und wieder Fossilien an die Oberfläche, mitten zwischen Steinen und Staub. Außerdem standen hin und wieder Holzbänke am Wegesrand, auf denen eine frei zugängliche Box mit Büchern abgestellt war. Frauchen war hellauf begeistert davon, hatte aber zu meinem Glück keine Zeit zum Lesen.

Vielen Dank, dass wir bei euch sein konnten und dass ihr uns die Schweiz gezeigt habt! 🙂 Hoffentlich sehen wir uns bald wieder und ich plane schon die Orte, die ich Bibi vorführen möchte – sie wird bestimmt total beeindruckt sein von meiner Buddelwiese!

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