Budiges Halloween 4

Willkommen, willkommen, zu unserem alljährlichen Halloween-Special hier auf diesem Blog! Wie jedes Jahr werde ich, der fantastische Bud, euch normalsterblichen Dosenöffnern das Fürchten lehren! Harharhar! Denn jeder weiß, Menschlinge, die zittern, lassen eher mal etwas zu essen fallen!

In diesem Sinne: Happy Halloween, Leute!

Halloween titel

Corpse Bride

Es war einmal ein Jüngling namens Re… ach, Mist, Datenschutz, ääh… Vito, der sich zu vermählen wünschte. Um sein Ehegelübde zu üben, zog er sich in die Wälder zurück. Vito wiederholte seine Worte wieder und wieder und steckte probehalber den Ring für seine Braut an einen Zweig. Weil er jedoch abgelenkt war und immerzu an seine Braut und ihre zwei hübschen … Dackel dachte, achtete er nicht auf die Beschaffenheit des Astes. Als er jedoch genauer hinsah, bemerkte er zu seinem Schrecken schnell, dass es sich um einen Finger einer Skeletthand handelte! Und diese begann sich zu bewegen! Schreckensbleich beobachtete er, wie die Hand sich zunächst erhob und dann seltsam zu wackeln begann. „Billabong! Nai! Vito, nimm ihr den Knochen aus dem Maul, das ist ja gruusig!“

corpse_bride_vivi

(Liebe Vivi, lieber Reto, auch hier nochmal alles Gute! 😀 )

The Walking Dog

Es war ein nebeliger Oktobermorgen und ich erwachte in meinem Bettchen. Meine Gedanken mahlten langsam, ich wusste einen Moment lang nicht, wie ich hierher gekommen war. Niemand war bei mir, weder Lucy noch meine Zweibeiner. Seltsam. Mein Blick blieb an einer vertrockneten Topfpflanze hängen. Okay, das war normal, Frauchen brachte regelmäßig das Grünzeug um. Diese musste zuletzt 2015 gegossen worden sein. Ich hüpfte aus meinem Bett und begab mich auf die Suche. Die Wohnung lag wie ausgestorben vor mir. Vor kurzem musste hier ein Kampf getobt haben, denn es lagen Fetzen eines Pappkartons herum -ach, nein, Moment, das war ja ich gewesen, als ich mit einem Karton gespielt hatte. In der Küche sah ich es dann. Den Zombie. Mit leerem Blick vor sich hin glotzend, bewegte sich der Untote mit schlurfenden Bewegungen und gelegentlichen Stöhnen vorwärts. Doch noch hatte man mich nicht entdeckt. Aus der Nähe betrachtet war der Zombie wirklich furchteinflößend grässlich anzusehen. Mit einem Rrrrrrhhhh erwachte nun die Kaffeemaschine zum Leben und nachdem sich der Zombie daran gütlich getan hatte, war Frauchen dann endlich bereit fürs Gassi.

Der fantastische Bud hamlet

Buddynormal Activities

Es begann vor einigen Tagen, als langsam der Herbst einzog und es draußen schneller finster wurde. Wir hatten gerade einen üppigen Vorrat meiner neuen Fischkekse hereingetragen, die so köstlich rochen, dass ich die ganze Zeit um das Paket scharwenzelte. Einen bekamen wir zum Probieren, doch dann war es bereits Bettchenzeit. In der Nacht wurde Frauchen plötzlich von seltsamen Geräuschen geweckt – nicht das typische Würgegeräusch eines Hundes, der schon wieder Gras gefressen hatte, sondern geisterhafte Schritte, ein dumpfes Scharren, als wenn jemand einen Stuhl verschiebt und ein leises Klirren, wie wenn man eine Leckerlidose unsanft öffnet. Am nächsten Morgen jedoch gab es kein Anzeichen für einen Einbrecher, nur irgendwie konnte keiner mehr die neuen Hundekekse finden. Lucy schaute bestürzt drein, als sie vom Verschwinden der Kekse erfuhr, während ich den ganzen Wassernapf leertrank. In der darauffolgenden Nacht gingen wir nach einem üppigen Abendessen spät zu Bett. Die Zweibeiner hatten Pizza bestellt und legten die Reste in einem Karton in der Küche ab. Doch auch in dieser Nacht kam es zu rätselhaften Geräuschen: Erneute Schritte, ein Scharren und ein Rascheln. Am nächsten Morgen gab es keine Spur mehr von den Resten der Pizza, der Karton lag anders da und ich hatte wieder ziemlichen Durst. Da es offensichtlich spukte, stellten die Zweibeiner eine Dog Cam auf, in der Hoffnung, den rätselhaften Geist zu filmen. Doch an diesem Abend wurde nichts Leckeres in der Küche abgestellt und so suchte uns der Geist nicht mehr heim.

Die Möwen

Es war die Zeit um unseren ersten Geburtstag, als die Zweibeiner beschlossen, uns das Meer zu zeigen, also fuhren wir an einen Ort namens Buddy Bay (der richtige Name war lahm). Fürs uns war es das erste Mal, dass wir einen Strand sahen, dementsprechend fasziniert erkundeten wir die Küste. Ich sprang in Wellen, buddelte im Sand und markierte an Dünen, als ich plötzlich etwas bemerkte. Über uns war etwas. Mit wehenden Schlappohren betrachtete ich die Wolkendecke über uns. Hatte ich mir das nur eingebildet? Nein! Am Himmel schwirrten unzählige Vögel, riesengroß, mit blanken, gelben Schnäbeln und weißem Gefieder. Sie schienen sich kein bisschen vor uns zu fürchten und flogen nah an uns vorbei, einige landeten auch und stolzierten aufreizend langsam an mir vorbei. Nur meiner Leine war es zu verdanken, dass keine von ihnen mein Mittagessen wurde. In dieser Nacht träumte ich von Möwen, wie sie aus allen Richtungen kamen, landeten und mit nickenden Köpfen auf mich zu watschelten. Am nächsten Tag schien die Sonne und ich schüttelte den Albtraum von mir ab. Die salzige Luft lockte uns und ich planschte ausgelassen im Meer. Doch plötzlich hörte ich das Klatschen von Flügeln in der Luft. Es waren Möwen und dieses Mal hatten sich sogar ein paar Raben angeschlossen. Eine Möwe flog nah an Lucy vorbei, ein Rabe landete fast neben mir. Das sind nur Vögel, dachte ich mir, Vögel kann man fressen. Doch dann griffen die Vögel an. Eine Möwe schoss auf unser Strandtuch zu, auf dem wir unsere Habseligkeiten abgelegt hatten, und grub ihren spitzen Schnabel direkt in unsere Leckerlitüte. Starr vor Entsetzen blickte Lucy in die Luft, wo unsere Snacks verschwunden waren. Unser Herrchen nahm die Verfolgung auf und fand die Möwe ein Stück entfernt, wo er sie von unseren Leckerchen vertreiben konnte. Ein paar waren noch in der Tüte, diese war jedoch von brutalen Schnäbelhieben zerrissen worden. Als ich die Überreste dessen, was einmal meine Snacks gewesen waren, betrachtete, schwor ich mir Rache.

Die_voegel_dog_edition

Die nächsten Tage blieb alles ruhig, doch ich sah überall Vögel, die mit dicken, leckerligefüllten Bäuchen um mich herumhüpften und mich verspotteten. Hat gut geschmeckt, Bud! Morgen holen wir deinen Schinkenknochen! Irgendwann war das Maß endgültig voll. Meine Chance bot sich am nächsten Tag, als die Zweibeiner mir die Leine abnahmen, damit ich mit den anderen Hunden spielen sollte. Ich wartete kurz, um sie in Sicherheit zu wiegen, dann, als sie abgelenkt waren, drehte ich mich um. Ein großer Rabe saß hinter mir. Ein eiskalter Schauer lief mir das Fell hinab. Deine Leckerlis, deinen Knochen und dann, dann holen wir dich. Meine Eltern unterhielten sich mit anderen Hundebesitzern und Lucy war ins Spielen mit zwei Pudeln vertieft, niemand konnte mir beistehen. Doch ich war ein Dackel. Mit einem mutigen Satz sprang ich auf den Raben zu. Dieser hatte keine gegenwehr erwartet und flatterte davon. Doch so einfach kam er mir nicht davon! Er versuchte mich abzuschütteln und flog auf einen Wellenbrecher zu. Er glaubte, ich würde ihm nicht auf die glitschigen Pfähle hinaus aufs Meer folgen, doch ich sprang mutig hinterher. Ganz hinten am Wellenbrecher, wo die Pfähle am weitesten entfernt waren, lauerten die Möwen. Doch es war zu spät zum umkehren und ich wusste, würde ich mich dieses Mal nicht stellen, würden sie niemals aufhören. Ich setzte meine mächtigen Pranken energisch auf den Wellenbrecher und tastete mich Stück für Stück vor. Mittlerweile hatten mich die Zweibeiner entdeckt und folgten mir, riefen mich zurück. Doch ich hatte eine Mission. Die Möwen starrten aus ihren kalten Augen zu mir, bis ich fast bei ihnen war. Doch ich blieb nicht stehen. Die Möwen wurden nervös und flatterten mit ihren Flügeln. Unter mir krachten die Wellen gegen das Holz und unter meinen Ballen klebten Algen und Sand. Ich machte noch einen Schritt, die Möwen fixierend. „Das sind meine Leckerlis. Und mein Schinkenknochen.“, dachte ich mir. Noch ein Schritt. Die Möwen kreischten und erhoben sich mit rudernden Flügelschlägen in die Luft. Eine nach den anderen flog davon, darunter auch der Rabe. Ich drehte mich vorsichtig um und lief zurück zu meinen Menschlingen und Lucy und spielte am Hundestrand. Den Rest unseres Urlaubs traute sich kein Vogel mehr in unsere Nähe und die Leckerlis aßen wir selbst auf.


Weitere budige Gruselgeschichten findet ihr hier:

2017

2016

2015

Wir verbringen Halloween ganz klassisch mit Horrorfilmen und Halloween-Snacks. Letztes Wochenende waren die Zweibeiner ja schon auf einer Halloween-Party (Ja, richtig gelesen! Frauchen! Auf einer Party! Es geschehen noch Zeichen und Wunder!) bei Tante Vivi, während Lucy und ich bei Finn übernachtet haben.

(Übrigens hat unser Lieblings-Game The Parallax auch gerade ein Halloween-Special!)(Schleichwerbung off 😀 )

 

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4 Gedanken zu “Budiges Halloween 4

  1. Rafael schreibt:

    Laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaach!!!!! Bud, deine Halloweenerlebnisse sind der absolute Knaller! Und der Blog liest sich wie eine spookey Geisterbahn! Mega….

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