Wie man Halsbänder NICHT tragen sollte

Junge, Junge, gestern Nacht ging es mir gar nicht gut und meine Eltern haben sich große Sorgen gemacht. Aber fangen wir von vorne an.

Eigentlich war in den letzten Tagen alles wie immer. Ich spielte mit meinem neuen Lamaspielzeug, kuschelte mit Lucy auf der Couch, sprang durch den Schnee und machte gehörigen Unfug. So dachte ich, dass ich ja mal die Flurgarderobe mit dem ganzen Hundezubehör neusortieren könnte und verteilte Hundekleidung, Spielzeug, sämtliche Halsbänder- darunter sogar noch die Welpenhalsbänder! Ihr seht, es war dringend notwendig!- und Leinen im Flur.

Gestern war auch ein normaler Tag. Ich bekam mein normales Futter und durfte mittags einen kleinen Rest Nudeln snacken, die übrig geblieben waren und dann kotzte ich alles wieder aus. Frauchen war selber schlecht und dachte noch, wie ironisch das wäre, ihr wisst schon, Hundmenschbindung und so. Doch mir ging es immer schlechter. Mein Häufchen war abends noch normal, aber dennoch setzen sie mich auf Schonkost, die ich aber verschmähte. Ich zitterte und kotzte, trank Unmengen an Wasser, wollte nicht mal meine leckeren Pansenbretzeln essen. Also in Frauchens Augen: Alarmstufe Dunkelrot! Herrchen hielt mich fest, Frauchen steckte mir das Fieberthermometer dahin, wo die Sonne nicht scheint, aber die Temperatur war normal. Die Schleimhäute waren auch normal, was aber niemanden beruhigte. Frauchen ging dann mit mir nochmal ein Stück, ich schnüffelte viel und markierte viel, kotzte dann aber erneut. Damit war das Maß voll, Herrchen rief beim Notfalltierarzt an. Es war gerade kurz vor Mitternacht, aber zum Glück ging die Tierärztin schnell ran. Sie hörte sich an, was unsere besorgten Eltern herunterrasselten, beschied sie dann aber zur Geduld. Sollte ich in zwei Stunden nicht schlafen, sollten wir in die Klinik kommen. Ich legte mich dann aber hin, war zwar unruhig, aber kam dann irgendwann zu Frauchen, die mir lange den Bauch massierte. Als ich genug hatte, legte ich mich auf meinen Lieblingsplatz unter der Decke bei den Beinen und schlief ein. Die Zweibeiner grübelten die ganze Nacht, denn den Symptomen nach wirkte es wie eine Vergiftung, doch hatte ich doch nichts erwischt, oder?

Am nächsten Morgen wirkte ich nicht wie das blühende Leben, weshalb Frauchen loszog und Möhren für eine Morosuppe kaufte. Für Herrchen nahm sie außerdem eine Brezel mit. Als sie wiederkam, begrüßte ich sie fröhlich wedelnd und schielte auf Herrchens Frühstück, bekam jedoch nur einen Pansenkeks, um zu überprüfen, ob ich fressen wollte. Und das wollte ich! Der Appetit war zurück und ich war bereit zum Frühstücken! Zuerst ging es aber Gassi, wo ich mich wälzte und hüpfte und mich benahm wie immer. Kurz vor Ende des Spaziergangs hockte ich mich dann hin und machte mein Geschäft. Doch es ging nicht gut vorwärts, weshalb ich mir ausnahmsweise widerspruchslos helfen ließ. Gemeinsam schafften wir es, ein verdächtiges rotes Stoffband aus meinem Hintern zu ziehen. Frauchen fielen fast die Augen aus dem Kopf, als sie Lucys allererstes rotes Welpenhalsband erkannte! Das also hatte das Bauchweh verursacht!

Als das Halsband erfolgreich aus meinem Verdauungstrakt entfleucht war, ging es mir gleich besser und ich benahm mich wie immer. Frauchen traut aber dem Halsband nicht, dh. es bleibt erstmal bei Schonkost. Der Schrank im Flur muss wohl geräumt werden, damit sowas nicht wieder passiert und sie will jetzt alles, was meinen Körper verlässt, ausgiebig analysieren, falls etwas verletzt ist und blutet. Wenn ihr also jemanden seht, der in eine Kottüte glotzt, grüßt doch mal mein Frauchen!

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12 Gedanken zu “Wie man Halsbänder NICHT tragen sollte

  1. anja&charly schreibt:

    Aaahhh, das kannst du doch nicht machen. Mann, Mann, Mann, hat dein Personal nicht richtig auf dich aufgepasst!?
    Schön, dass es dir wieder besser geht, ich finde das schreit nach einer Extraportion Nudeln!!!

    LG Anja und Charly

  2. Nora schreibt:

    Ach Bud, du machst Sachen! Unser Bud hat mal seinen Lieblingsball aufgefressen, wir haben lange gesucht … Dabei gibt es so viel leckereres für euch Buds!

    • derfantastischebud schreibt:

      Vielleicht ist das ja so ein Bud-Ding. Kam der Ball denn wieder heraus? Meine Zweibeiner haben echt Angst gehabt um mich, aber wer hat noch nie ein Halsband gesehen und dann nicht gedacht, Mann, sieht das köstlich aus! Liebe Grüße von Mit-Bud

      • Nora schreibt:

        Der Ball kam in lauter kleinen Stückchen hinten wieder raus – wir haben nicht schlecht gestaunt, da können wir natürlich lange suchen. Schon schwierig zu widerstehen, wenn man manche Dinge zum Fressen gern hat 😉 Schön, dass es dir wieder gut geht – friss lieber Pansen statt Halsbänder! ;-*

      • derfantastischebud schreibt:

        Pansen statt Halsbänder! Das klingt nach einem guten Slogan! 😀 Oh je, ein Ball-Puzzle! Ein Hoch auf alle Hunde, die verrückte Sachen fressen und sie überstehen! Darauf nen Pansen!

  3. Isabella schreibt:

    Wenn man Hunger hat und nichts anderes verfügbar ist, da kann so etwas schon mal passieren … aber wer rechnet schon mit so etwas 🙂 Du bist ja fast so gut wie unser Dingo – der hat vor vielen Jahren mal einen Luftballon (war geplatzt) gefuttert …. das Ding zu entfernen war nicht ohne!
    Dann lass Dir mal weiterhin die Schonkost schmecken und liebe Grüße,

    Isabella mit Cara und Shadow

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