Dackeliges Déjà-vu

Gestern, am Valentinstag, war das erste Mal seit Tagen strahlender Sonnenschein. Und da Frauchen ein Paket bei der Post abgeben wollte, beschlossen wir, einen schönen Spaziergang daraus zu machen. An der alten Friedhofsmauer entlang war es auch ruhig und Lucy und ich genossen das Wetter.

huneblog

Wir beeilten uns, noch rechtzeitig bis zur Post zu kommen und waren froh, das sperrige Paket abgeben zu können. So waren wir guter Dinge und steuerten den Ausgang der Post an. Wir setzten gerade die erste Pfote auf die Schwelle, da zischte vom Fußweg ein Terrier heran. Lucy erschrak sich und kläffte, der andere kläffte zurück. Frauchen musste mit uns in dieselbe Richtung wie der Terrier. Eigentlich war der Fußweg auch breit genug, dass wir ihn hätten überholen können, doch natürlich nur dann, wenn man seinen Hund einigermaßen im Fuß laufen gehabt hätte. An einer langen Flexileine – zwischen 3 und 6 Metern (übliche Länge) – kam man natürlich in den Terrierradius und konnte nicht vorbeilaufen, zumal er immer noch wütend zurückbellte.

Frauchen kannte das Spielchen schon, drehte um, lief einmal um die Gebäude herum und kam am Kanal wieder heraus. Es dauerte nur etwas, weil mir dann noch einfiel, wie gut sich Dackelgold in der Straßenszene mit Bachmotiv machen würde. Als Frauchen, die mein Kunstwerk natürlich als Sammlerin nicht liegen lassen konnte, sich mit der Tüte wieder aufrichtete, erspähte sie einen Hund, der sich näherte. Es war besagter Flexileinenterrier, der mit seinem Frauchen ebenfalls eine Runde um das Gebäude gelaufen war und sich nun uns näherte.

Wir verzogen uns so weit es ging an das Ufer, damit das Tier an der verlängerten Leine auch ja nicht einen Zentimeter seines Wirkungskreises einbüßen musste, doch zum Glück verschwanden sein Frauchen und er in einem Durchgang und wir konnten aus unserem Versteck krabbeln.

All das erinnerte uns irgendwie an eine Situation, die sich etwa vor zwei Jahren zugetragen hatte – an genau derselben Stelle! Fakt ist nur, dass es in dieser Stadt ein ernsthaftes Problem mit der Handhabung von Flexileinen zu geben scheint. Die Existenz des Stopp-Knopfes ist nur teilweise bekannt und auch die Möglichkeit, die Länge der Leine zu einem angenehmen Bei-Fuß einzuholen, wird statistisch selten benutzt. Wir haben es selbst an unserer eigenen Flexileine ausprobiert: Es ist möglich, diese einzufahren und in Fuß-Geh-Länge damit zu laufen! (Doch ist das wirklich wahr oder haben sich unsere Autoren diese Geschichte nur ausgedacht? Ihr Jonathan Buds.)

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Ein Gedanke zu “Dackeliges Déjà-vu

  1. Sandra & Shiva schreibt:

    Die Flexileine hat einen Stoppknopf??? Das muss ich nachher mal ausprobieren. Wie revolutionär!
    Puh… ihr Ärmsten. Immer diese Ausweichmanöver, weil einem die Unfähigkeit in Person entgegenkommt. Da könnte ich immer zur Bestie mutieren.
    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva

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