Hundesalon Beautycase

Hundesalon Beautycase

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Wo ist denn Lucy dort? Moment… und wieso ist Lucy auf einmal so intensiv gestromt und so muskulös? … Das ist ja gar nicht Lucy!!!
Für aufmerksame Leser ist natürlich längst klar, dass es sich hier nicht um Lucy, sondern um ihre Wurfschwester A Synphony of Angel vom Haselbach handelt, die in der schönen Schweiz zuhause ist.

Angel lebt zusammen mit einer coolen Rauhaarlady und wenn sie nicht gerade durch die grünen Täler und Wälder streifen, führt sie einen eigenen Hundesalon.

…Okay, okay. Angels Mama führt den Salon (wäre ja noch schöner, wenn wir Teckel arbeiten müssten!) und um diesen geht es heute!

Mysterium Hundesalon – Nur was für Pudel?

So richtig weiß ich, als Kurzhaarhund, nun nicht, was eigentlich so genau passiert, in so einem Hundesalon. Bisher waren wir noch nie beim Friseur, denn unser Fell bürstet Mama und die Ohren, Krallen und Zähne macht sie auch selber sauber. (Wir haben übrigens Zahnpasta mit Leberwurstgeschmack, die ich toll finde!) Um diesem Rätsel auf den Grund zu gehen, habe ich meine Freundin Viviana mal ausgefragt!

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Bud: Hi Viviana! Heute gehts darum, womit du deine Brötchen und Hundekuchen verdienst, nämlich um deinen Hundesalon Beautycase!  Wie lange führst du denn schon deinen eigenen Hundesalon bzw. wie lange bist du schon Hundefriseur?

Beautycase: Hallo Bud! Meine dreijährige Ausbildung habe ich 2004 abgeschlossen, seither arbeite ich selbstständig in meinem Hundesalon „Beautycase“.

Bud: Was gehört alles zu deinem Aufgabenbereich?

Beautycase: Neben Tätigkeiten wie waschen, schneiden, föhnen, scheren oder trimmen der Hunde, gehört natürlich auch die Beratung der Kunden dazu. Ich mache die Hunde sowohl für den Hausgebrauch als auch fachgerecht für Ausstellungen zurecht. Auch die Ohren, Krallen und Zähne müssen gepflegt werden und die Besitzer auf eventuelle Blessuren oder Krankheiten am Hund hingewiesen werden.

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Vorher: Zahnstein, wirklich unappetitlich

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Nachher: Blitzblank und gesund!

Bud: Wie oft muss ein Hund denn so zum Hundefriseur?

Beautycase: Das ist ganz unterschiedlich, etwas rassebedingt und auch von der Pflege des Besitzersabhängig. Es gibt Hunde, die in Abständen von vier bis acht Wochen zum Friseur müssen, andere dagegen brauchen nur zweimal im Jahr die Schere.

Bud: Wenn ich als Kurzhaardackel in deinen Salon kommen würde, gäbe es dann auch an mir etwas, das man aufhübschen könnte? Obwohl wir uns natürlich einig sind, dass ich bereits ein schöner, gepflegter junger Rüde bin. Ein bisschen Wellness kann aber natürlich nicht schaden!

Beautycase: Natürlich, auch einen kurzhaarigen Hund kann man im Salon pflegen lassen: Waschen, föhnen, striegeln, die Krallen schneiden, Ohren- und Zahnpflege durchführen und stellenweise etwas mit einer Modelierschere zurechtschneiden, zum Beispiel die „Hosen“ oder die Rutenspitze.

Bud: *schluck* D-Die Hose? Oh je… na hoffentlich kommt mein Frauchen jetzt nicht auf blöde Ideen! Apropos blöde Ideen: Was war bisher der schrägste Kundenwunsch, den du je bekommen hast?

Beautycase: Huch, zum Beispiel sollte ich einmal einem Labrador einen Iro von Kopf bis Schwanz schneiden. Ein Sidecut wurde bei einem Yorkshire Terrier gewünscht, Krallen lackieren bei einem Pudel und einem Chihuahua und ich sollte auch schon Strähnchen ins Fell färben…

Bud: Strähnchen ins Fell? Lucy, da wird es ja doch noch etwas mit deiner Stromung! Haha! 

Nicht jeder Hund findet es verlockend, einen Frühjahrsschnitt verpasst zu bekommen. Wie reagiert man in einem solchen Fall? 

Beautycase: Bei Angsthunden sollte man Ruhe bewahren, auf das Tier eingehen, reden, belohnen und nicht hektisch arbeiten. Bei überzeugten aggressiven Hunden gibt es vornherein einen Maulkorb dran, und auch hier gilt es, Ruhe zu bewahren und eventuell beruhigen und/oder dieses Verhalten ignorieren und das Programm durchziehen.

Bud: Also, das mit den Belohnungen klingt doch super! Gerade Dackeldamen können bestimmt zickig sein… *auf Lucy schiel* Abgesehen von Dackeln, welche Hunderassen landen am häufigsten auf deinem Tisch?

Beautycase: Ganz klar:  Mischlinge. Dicht gefolgt werden diese von Modehunden wie Bolonka Zwetna, Yorkshire Terrier, Malteser…

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Bud: Lucy und Mama haben ja dieselbe Haarfarbe, haben beide eine lange Nase und sehen insgesamt etwas wurstig aus. Findest du, dass viele deiner vierbeinigen Kunden ihrem Herrchen/Frauchen ähneln?

Beautycase: Nein, nicht mehr. Leider haben mittlerweile viele Menschen einfach einen Hund, damit sie einen haben und ihn nicht als Familienmitglied oder Kumpel ansehen. Die meisten Menschen suchen sich einen Hund nicht nach dem Schema „Welcher Charaktertyp-Hund passt zu mir?“,  sondern nach „Der gefällt mir! Den will ich haben.“ aus. Traurig aber wahr.

Bud: Und wie bist du selbst auf den Hund gekommen?

Beautycase: Ich bin mit Hunden aufgewachsen. Mit 17 Jahren hatte ich meinen ersten eigenen Hund, einen Großpudel.

Bud: Dackel, Pudel…Welche Hunderasse ist dir aus der Sicht eines Hundefriseurs am liebsten?

Beautycase: Es gibt viele sehr nette, umgängliche Hunde, aber bei den Größeren sind es ganz klar die Golden Retriever und bei den Kleinen der Bolonka Zwetna.

Bud: Wenn du einen Tag lang ein Hund sein könntest, was würdest du dann alles machen?

Beautycase: Ich würde mich wahrscheinlich erstmal ausgiebig in richtig stinkendem Dreck wälzen, einfach, damit ich endlich herausfinde, was daran derart toll ist. *lacht* Und ansonsten schlafen und mich vom Herrchen oder Frauchen bedienen lassen, so nach dem Motto „Fressen und Schlafen“.

Bud: Ich denke, du wärst ein guter Dackel. *wedel* Aber jetzt wieder ernsthaft: Oftmals ist bei vielen Hundeproblemen das Hauptproblem am oberen Ende der Leine. Welche Pflegefehler siehst du häufiger an Hunden und wie reagieren deren Zweibeiner auf Kritik oder Hinweise?

Beautycase: Die meisten meiner Kundenhunde werden von Haus aus überhaupt nicht gepflegt, weil die Besitzer einfach, von Anfang an, zu wenig konsequent  waren und die Hunde schnell merken: „Ah, wenn ich knurre und beiße, hört der Meister auf zu bürsten!“ Das geht dann soweit, dass die Besitzer Angst vor ihrem eigenen Hund haben. Oder dann einfach gar nicht wissen, wie man Bürste und Kamm richtig anwendet und den Tieren bei der Prozedur sogar weh tun oder sie gar dabei verletzen. Sowas merkt sich ein Hund und verzieht sich dann schon, wenn er nur schon merkt: „Oh Gott, die will mich bürsten!“ Mit Kritik oder einem gut gemeinten Rat nehmen Viele leider nicht an, was schade ist, denn immerhin geht es um das Wohl des Hundes, nicht um menschlichen Stolz.

Bud: Welchen Rat kannst du jemandem auf den Weg geben, dessen Hund nicht so eine pflegeleichte Kurzhaarpracht wie ich hat?

Beautycase: …Dass man sich beim Züchter oder dem Hundefrisör zeigen lässt, wie man das Fell seines Hundes richtig pflegt. Ich, zum Beispiel, biete auch einen Service an, bei dem man seinen Hund einmal in der Woche vorbei bringt, nur zum Bürsten, kämmen und/oder baden, für Menschen, die es selbst nicht machen können/wollen.

Bud: Vielen Dank für das Interview, Viviana! Fühle dich von mir abgeschleckt! Ich hoffe, meine Mama verzichtet bei mir auf den Krallenlack! 🙂

Ihr wollt den eigenen Hund auch mal vorbeibringen? Hier findet ihr Beautycase:

Wo : Raaweg 1, 8226 Schleitheim, Schweiz

Inhaber: Viviana Grassi

Telefon: +41 78 712 01 89

E-Mail: daqueline@hotmail.de

Leistungen:
  • kompetente Beratung und langjährige Erfahrung
  • professionelle Pflege aller Rassen und Mischlinge
  • Spezialisierung auf Ausstellungsfrisuren