Der Dackel und sein Hüftschwung

Die nächsten Tage lebe ich in Angst. Angst vor der Rache der Lucy. Bestimmt zwickt sie mich wieder in meine privatesten Bereiche! Aber lasst mich von vorn anfangen:

Es war Freitag, es war ein schöner sommerlicher Tag und er hatte gut begonnen. Mama hat uns für den MiDoggy Trick Challenge angemeldet, das heißt, sieben Tage lang meistern wir sieben Tricks. Gestern ging es mit Highfive los, was wir aber schon können und heute lernten wir, die Pfötchen auf ihren Arm zu legen. Genau das war unsere Morgenaufgabe und ich war ziemlich zufrieden. Ich hatte schnell verstanden, was ich tun sollte und ordentlich viele Hundekekse verspeist.

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Als dann unsere Eltern die Angeltasche holten, war mein Tag eigentlich schon perfekt. Am Flussufer war es erstaunlich zivilisiert, statt mannshohe Brennnesselgebüsche befanden sich hier ein Kinderspielplatz und eine Bootsanlegestelle und dementsprechend viele Menschen wuselten hier herum. Zwei davon kannte ich: Oma Mella und Opa Niels!

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Die Zweibeiner setzten sich an das Ufer, das in Form von Treppenstufen zum Wasser hin abfiel. Ich widmete mich erstmal äußert wichtigen Maulwurfslochgrabungsarbeiten. Nur, wenn die Zweibeiner etwas aßen, ein Entenpaar an uns vorbei paddelte oder die Wellen von den Fähren gegen das Ufer klatschten, schaute ich aus dem Erdreich auf. Lucy klebte dagegen die ganze Zeit an den Menschlingen und bettelte um einen guten Bissen.

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Es bissen auch viele Fische an, aber fressen durfte ich nicht einen einzigen. Alle wurden wieder freigelassen! Als ich gerade mit auf der Treppe saß und ich Lucy ganz unten am Wasser sitzen sah, überkam mich der Schalk.

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Ich sprang herunter zu ihr, holte aus und schubste sie mit einem perfekten Hulahulahüftschwung in den Fluss. Opa reagierte blitzschnell und zog Lucy an der Leine, die er gehalten hatte, wieder aus dem Wasser. Lucy war tropfnass und ihr Geschirr war vollgesogen wie ein Schwamm. Mama hatte in weiser Voraussicht ein Handtuch eingepackt und trocknete den klitschnassen Dackel ab. Lucy zitterte noch eine Weile, trocknete aber wieder, bevor es nach Hause ging. Allerdings bekam ich noch ziemlich vernichtende Blicke aus ihren Augen. Für die nächsten Tage ist also Einschleimen angesagt!

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Bud, der Ausbruchskünstler

Seit Mamas Oma über die Regenbogenbrücke gegangen ist, ist Mamas Opa sehr allein. Deswegen besuchen unsere Menschlinge den alten Mann nun öfter. Beim letzten Mal hat Mama ihn gefragt, ob sie uns denn mal mitbringen soll, so zur Ablenkung, und er fand die Idee toll. Doch leider ist es bei den alten Menschlingen wie bei den alten Hunden: Es gibt gute Tage und weniger gute Tage, vieles flutscht durch das Gedächtnis einfach hindurch. Heute hatte er keinen so guten Tag, obwohl wir dabei waren. Gut, gut, vielleicht habe ich mich ein kleines bisschen daneben benommen. Aber es roch überall nach Katze und die interessierten Lucy und mich bedeutend mehr als brav bei den Menschlingen zu sitzen.

Dies hatte zur Folge, dass wir in unsere Autobox verbannt wurden. Die Menschlinge behaupteten, sie kämen gleich wieder, doch dauerte mir „gleich“ entschieden zu lange. Schließlich bin ich ja ein selbstständiger und kluger Dackel! Nachdem wir unsere Snacks, die Mama uns noch zum Trost, bis sie wieder da sei, gegeben hatte, verdrückt hatten und ich mir ausgiebig das Maul geleckt hatte, blickte ich mich in der Transportbox um und überlegte, wie es denn zu machen sei. Hier drin bleiben und brav warten? Hah! Nicht mit mir. Ich bin schließlich Bud Hundini, der große Entfesselungskünstler!

Unsere Box ist ein großes klobiges Modell aus einer harten Plasteschale,  vorn ist sie mit einem Gitter verschlossen. Dieses lässt sich durch eine Schiene auf und zu ziehen, das hatte ich schnell herausgefunden und mich schon bei unserer ersten Fahrt damit erfolgreich befreit. Ich hatte nur von Innen gegen das Gitter gedrückt und es mit der Schnauze bequem zur Seite schieben können. Dann hatte Papa aber ein Loch gebohrt und einen Verschluss rangebaut. Toll. Damit funktionierte das Ausbrechen nicht mehr.

Dieses Mal jedoch kam mir die Idee, dass man ja auch versuchen konnte, das Gitter komplett aus der Schiene nach Innen zu ziehen, statt es herauszuschieben und tadaaa! So konnte ich herausschlüpfen und stand im Kofferraum! Lucy, die zwar treudoof in ihrer Box gewartet hätte, aber nun, da die Gelegenheit bestand, diese natürlich auch nutzte, folgte mir.

Hinten im Kofferraum war es doof, darum kletterte ich die Rückseite der hinteren Sitzbank hoch und schaute mich dort um. Papas Tasche von der Arbeit enthielt leider keine Pausenbrote mehr, deswegen spazierte ich gemütlich durch das Auto, schön über die Lederpolster, die ich sonst nicht betreten durfte. Lucy war es ebenfalls gelungen, über die Lehne zu kraxeln und suchte erstmal nach Essen. Als die Rückbank erkundet war, ging es vorn weiter. Irgendwie kam einer von uns an irgendwas und das Auto begann komisch zu blinken, was Papa auffiel, der gerade die Fische draußen gefüttert hatte. Er dachte aber, unser Kläffen hätte vielleicht einen Alarm ausgelöst. Als die Menschlinge dann aber auch gleich aufbrechen wollten, fanden sie uns beide quietschvergnügt auf dem Fahrersitz. Und weil ich ja die Box zerstört hatte, durften Lucy und ich heimwärts vorne mitfahren! Das war echt ein gelungener Ausflug, zumindest für mich. Die Menschlinge suchen nun nach einer neuen, buddy-sicheren Box und ich überlege, ob ich beim nächsten Mal nicht gleich mit Lucy nach Hause fahre.

Damenbesuch!

Der Tag fing nicht sehr vielversprechend an. Es nieselte leicht und Lucy und ich waren uns einig: Hundewetter sieht anders aus, vor allem aus Dackelsicht! Also beschlossen wir, den Tag vorsichtshalber auf der Couch zu verschlafen. Doch dann verkündete Mama uns, ganz nebenbei, dass wir jetzt ein Rendezvous haben würden!

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Würstchen unter sich

Unser Date war kein Dackel, aber hatte fast genauso kurze Beinchen wie wir, dafür aber flauschiges Plüschfell und ein fröhliches Grinsen im Gesicht: Nami, der Corgi! Unsere Mamas kennen sich schon seeehr lange, leben aber mittlerweile weit voneinander weg, doch Namis Eltern waren gerade mit ihr hier in Sachsen und so stand fest, dass wir Hunde miteinander spielen sollten!

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Kaum aus der Haustür heraus, begann Lucy schon zu kläffen, denn unsere Verabredung war schon da! Sie kriegte sich kaum mehr ein, fremde Menschlinge und ein fremder Hund, ganz im Ernst, ich dachte, sie platzt noch. Irgendwann war es dann wieder gut, aber hin und wieder musste sich Lucy dennoch Gehör verschaffen. (Weiber!) Ich war dagegen wieder einmal der brave Junge. Guuut, ich wollte vielleicht nicht ganz so Bei Fuß laufen, aber ich war auch echt fasziniert von der unbekannten Hündin mit den großen Öhrchen!

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Wiese, Wald und Würstchenpower!

Unser Ziel war unsere Lieblingswiese und der angrenzende Wald. Pflichtbewusst stürzte ich mich auf meine letzte Grabungsarbeit, die Mama gemeinerweise beim letzten Mal wieder zugeschaufelt hatte, und verbreiterte diese auch gleich noch. Immerhin wollte ich ja Nami beeindrucken! Lucy unterstützte mich halbherzig, war mir aber keine besonders große Hilfe und stand mir eher im Weg herum.

Die beiden Mädels flitzten dann auf der Wiese herum, Lucy traute sich aber so richtig nicht heran. Vielleicht ist sie es einfach nicht gewohnt, mit anderen Mädchen zu spielen, weil wir in unserem Freundeskreis sonst nur Rüden haben… oder sie ist einfach ne kleine Zicke. Nami machte das nichts aus, sie hatte allein beim Herumrennen schon viel Spaß.

Nach einer Weile musste ich wieder mit ansehen, wie mein fieser Menschling mein Buddelloch zuschüttete (könnte ja einer reinfallen), aber es ging dann in den Wald hinein. Dort befand sich ein kleiner Bachlauf, der sich durch den Wald schlängelte und Nami gut gefiel. Sie planschte fröhlich darin herum und freute sich. Balduin wäre bestimmt sofort verliebt gewesen. Wir setzten unsere Runde durch den Wald dann fort, wir schnüffelten und die Menschlinge unterhielten sich über wichtige Dinge (uns). Wieder Zuhause angekommen, mussten Nami und ihre Familie auch schon wieder los. Ich fand sie total cool und muss sie unbedingt eines Tages in die Künste des Buddelns einweihen!

Auf den Tisch kommt heut ein Fisch!

Nach Lucys Geburtstag hätte ich gut zur Erholung so ein, zwei Tage auf dem Sofa schlafen können, doch die Menschlinge hatten andere Pläne. Als ehemalige Jäger und Sammler haben sie eben ihre Bedürfnisse und damit sie ihren natürlichen Jagdtrieb mal ausleben können, gingen wir angeln. Onkel Felix war auch dabei, meine Tante Heidi und mein Bruderherz hatten keine Zeit. Naja, mehr Fisch für mich! Wir waren dieses Mal nicht an dem See in unserer Kleinstadt, sondern sind mit dem Abenteuermobil ein Stück gefahren. Dieser See ist größer und liegt hinter einer Naturstation. Menschenwelpen können dort wichtige Dinge über die Natur lernen und basteln, zumindest behauptet das Mama, die dort als Welpe wohl gewesen ist. (Trotzdem kann sie weder Eichhörnchen jagen noch Pflanzen auseinanderhalten, ein hoffnungsloser Fall.) Ich widmete mich gleich wieder wichtigen Studien über die Beschaffenheit von Mauselöchern.

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Die Menschlinge waren sehr beschäftigt damit, auf ihre Angelruten zu glotzen und im Sonnenschein zu sitzen. Dort wurde es ganz schön warm! Onkel Felix hatte zumindest einen großen Schirm dabei, unter dem ich mich dann und wann verzog, wenn ich vom Buddeln genug hatte. Lucy flitzte herum, schaute sich überall ein bisschen um und scharwenzelte um die Zweibeiner, immer in der Hoffnung auf einen guten Bissen.

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Und den gab es dann! Allerdings für mich! Papa erlöste einen unglücklich gehakten Barsch an Ort und Stelle und den kredenzte ich genüsslich. Eingefrorenen Fisch finde ich ja voll eklig, das hatte ich, glaube ich, schon mal erwähnt. Frisch gefangen und noch nach Seewasser duftend, schmeckt mir Fisch dagegen gut. So gut, dass ich jedes Mal, wenn Papa oder Felix einen Fisch wieder in die Freiheit entließen, jammerte. Das war mein Essen! Wieso lässt du es frei? Den wollte ich haaabeeeeen!

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Alles in allem war der Tag trotzdem toll. Wir waren alle zusammen draußen, ich durfte buddeln, Lucy durfte flitzen, ich aß zumindest einen Fisch und eine undefinierte Zahl an Keksen und roch viele aufregende Gerüche. Zuhause erwartete uns noch eine tolle Überraschung von unserer Tante Vivi, die Lucy ein Geburtstagsgeschenk geschickt hatte. Da waren tolle Spielsachen drin und Köstlichkeiten, von denen wir dann auch gleich eins naschen durften. So hatten wir nach einem tollen Tag noch einen genauso tollen Ausklang.

 

Der Dackel und der Sommer

Wahrscheinlich hat der Sommer neulich gehört, wie ich über ihn gelästert habe und jetzt hat er den Ofen so richtig angeheizt. Es sind um die dreißig Grad und mein Fell schmilzt, da bin ich mir ziemlich sicher. Wir leben ja in einer Dachgeschosswohnung…mehr muss ich eigentlich gar nicht sagen, oder? Allerdings halte ich die Hitze ganz gekonnt aus, schließlich bin ich ein Dackel mit gutem Personal!

Bud, der Angler

Verratet es bitte keinem, aber eigentlich habe ich gar keinen Angelschein! Den hat nur mein Papa, aber ich habe natürlich ganz brav geholfen. Ich habe die Ruten bewacht und in der Erde nach frischen Wurmködern gebuddelt. (Mein Papa hatte zwar schon welche dabei, aber man weiß ja nie.) Wir waren wieder an der Zschopau, weil Mama dort auf unserer Wanderung neulich viele Fische vom Ufer aus erspäht hatte. Dieses Ufer hatte eine ganz schöne Hanglage, was mir beim Buddeln sehr zugute kam: All die Erde rutschte einfach herunter und machte aus meinen Grabungsarbeiten ein Kinderspiel. Lucy hatte mehr Interesse an Papas Angelei. Sie schwirrte ständig den Hang hoch und wieder herunter und war sehr fasziniert von den großen Wellen, die ans Ufer schlugen, wenn ein Boot vorbeifuhr. Und das waren ganz schön viele!

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Wahrscheinlich hat unsere Anwesenheit Papa Anglerglück gebracht, denn er fing ganz viele Fische. Frisch mag ich Fische ganz gern, eingefroren esse ich sie nur noch püriert und auch nicht so begeistert. Zu meinem Unverständnis setzte Papa alle Fischlein wieder zurück in den Fluss und ich konnte keinen einzigen essen! (Jaaa, ich weiß ja, das Tiefkühlfach ist noch voller Fisch, aber … bäääh!) Mamas Bruder war auch dabei und wir gingen auch ein Stück im Wald spazieren. Nahe des Flusses war es unter dem Laubdach herrlich kühl. Leider hat Lucy dann irgendwas in die Brust gestochen und es schwoll gleich zu einem riesigen Pflatschen* an. Die Schwellung hatte die Form eines Donuts, also ringförmig, und war so groß wie ein 1€- Stück, also für Minihundmaße schon ziemlich groß. Lucy war den ganzen restlichen Abend ganz kningelig und kläffte genervt herum.

* Pflatschen: so nennt man in Sachsen eine große Schwellung, meistens im Zusammenhang mit Mückenstichen

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Hundeeis

Am nächsten Tag konnten wir, wegen Lucys noch nicht ganz verschorften Wunde, nicht baden gehen. Sooo wasserbegeistert sind Lucy und ich ja eh nicht, aber in diesen tropischen Temperaturen bequemt sich auch ein Dackel mal, seinem Schicksal ergeben, ins Wasser. Zumindest mit den Füßchen. Bis zu dem Bauch ins Wasser gehen, findet gerade Lucy echt eklig und bei ihrer Höhe ist jede Welle schon auf Bauchhöhe. Damit wir aber unter der Wärme nicht so sehr leiden, machte Mama heute ein köstliches Hundeeis. 

Man nehme:

  • eine Schüssel reifer Blaubeeren oder einem anderen hundeverträglichen Obst
  • Joghurt
  • einen essbaren Eisstiel, wie z.B. Kaustangen oder Knabberrollen
  • einen kleinen Becher, den man einfrieren kann
  • einen Menschling, der das Eis zubereitet

Der Menschling sollte das Obst unbedingt pürieren, da uns Hunden das Enzym fehlt, um pflanzliche Zellwände aufzuspalten. (Sonst kommen die Beerchen im Ganzen wieder heraus.) Danach vermischt man den Joghurt mit dem Obstbrei, bei Hunden, die Probleme mit Milchprodukten haben, sollte man laktosefreien Joghurt nehmen. Das Gemisch kommt in das Eisförmchen, oben rein kommt ein Kaui als Stiel. Nach zwei bis vier Stunden im Gefrierfach ist das Hundeeis fertig und kann direkt ins Hundemaul.

Uns schmeckte das Eis gut und lenkte sogar etwas von der Hitze ab.

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Budiges Wandern vor der Wohnungstür

Wir sind, was das Gassi gehen betrifft, zwei ziemliche Glückspilze, was unsere Wohnlage angeht. Da hätten wir den großen Wald, der ungefähr eine Viertelstunde hindackeln entspricht. Dort kann man eine kurze Runde gehen, die vielleicht eine Stunde dauert, die längste Runde kann aber schon über zwei Stunden gehen. Außerdem haben wir noch zwei kleine Parks vor der Nase und jetzt, wo die Ernte eingefahren ist, können wir auch über die Stoppelfelder spazieren. Um das schöne Wetter noch einmal auszunutzen, bevor es langsam kälter wird, waren wir an besagten Orten gefühlte tausend Mal. Deswegen war Mama der Meinung, wir bräuchten eine Abwechslung, mehr noch, wir hätten dringend mal wieder einen Ausflug nötig! Doch wohin?

when i look on in ur eyes then i find that i ll do fine, when i look on in ur eyes then i ll do better

„Wandern vor der Haustür“

…ist eine Blogparade, die Carolin vom  „Bergzeit Blog“ ins Leben gerufen hat. Wir finden, es ist eine tolle Idee von ihr gewesen und sind gleich mit Feuer und Flamme dabei!

Unsere Haustür lag von unserem Ziel nur zehn Kilometer weit weg, laut Maps. Dazu hätte man jedoch durch Dörfer und an den Straßen entlang latschen müssen und das ist nun echt nicht der Schinken vom Knochen, wenn ihr wisst, was ich meine. Deswegen ging es durch den Wald, einen Wanderweg direkt an der Zschopau entlang.

Wir brachen früh am Morgen auf, als es noch herrlich kühl war. Ich war voller Tatendrang und witterte viele aufregende Gerüche im Laubteppich. Der Wanderweg selbst ist keiner der einfachsten, da die schmalen Pfade sich sehr eng an steilen Hängen entlang schlängeln. Auf der einen Seite geht es tief runter und auf der anderen ist schon eine Felswand. Bäume sehen eindrucksvoll geformt aus, da sich ihre Wurzeln verdreht und verschlungen um Felsbrocken klammern, als ob sie, wie im tapferen Schneiderlein, Wasser aus dem Gestein quetschen wollten.

Die Zschopau ist von mancher Stelle des Wanderpfads nur von weit oben zu sehen, als glitzernde Wand hinter den Blättern, aber es gibt auch viele Stellen, da ist man direkt am Wasser. Trinken sollte man allerdings nicht unbedingt daraus, zumindest nicht an diesen schlammigen Ufern. Allerhand Unrat wurde schon angetrieben, angeblich sogar schon einmal ein totes Schwein.

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Der roten Markierung an den Bäumen folgten wir über eine Stunde lang, dann standen wir irgendwann vor einem Feld. War das etwa unser Ziel?

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Die Reise ging weiter, jetzt allerdings eine kurvige  und relativ schmale Straße entlang. Da es keinen Fußweg gibt, muss man als Hunde-Mensch-Gespann gut auf den Verkehr aufpassen. Zum Glück war diese Strecke kurz und dann waren wir da:

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Burg Kriebstein

Die Burg Kriebstein ragte alt und ehrfurchterregend vor uns auf. Man nennt sie Sachsens schönste Burg und ich kann verstehen, warum: Die Burg ist noch gut erhalten und thront hoch oben auf einem Berg, den Fluss zu ihren Füßen liegend.

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Fast konnte ich das längst verklungene Jagdhorn aus alter Zeit zur Jagd rufen hören und sah mich schon selbst als Burgherren aus einem der Turmfenster blickend sitzen, doch in die Burg hinein gingen wir nicht, sondern um sie herum.

Dort ist nochmal ein Waldstück mit einigen guten Badestellen für Hunde, an denen die Zschopau auch klar und sauber ist. Vorsicht ist nur am Wehr geboten! Unser Fall ist Wasser ja eh nicht, aber wir sahen einen Labrador, der vergnügt im Fluss herumsprang. Weiter weg von der Burg gibt es noch einen Staudamm und eine Gaststätte, aber wir hatten uns Brötchen und Hundekekse eingepackt.

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Das letzte Stück vom Rückweg sind wir dann aber doch lieber mit dem Bus gefahren, denn es war außerhalb des Waldes und vor allem außerhalb des Flusses doch ziemlich warm geworden und uns hingen allen dreien die Zunge raus. Zuhause dackelte ich schnurstracks ins Bettchen und musste mich erstmal erholen von unserem Abenteuer.

Hier noch ein paar Bilder von uns beiden:

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Sommer, See und Schnüffelei

Am Wochenende besuchte uns endlich wieder Balduin mit seinen Eltern. Es war lange her, dass wir uns gesehen hatten, für mich fühlte es sich bereits wie eine Ewigkeit an. Darum freute ich mich wie verrückt und wir spielten ausgelassen zusammen. Doch unser Glück wurde sogar noch größer: Die Papas schnappten sich ihre Angeln und die Mamas leinten uns an. Aaabenteuer!

Bruder

Die Reise führte uns zu dem See, an dem Onkel Felix und Papa am liebsten angelten. Wir schauten erst ein wenig zu, aber Balduin, der eine echte Wasserratte ist, konnte nicht ertragen, dass er nicht in der Nähe der Angelhaken schwimmen durfte. Weil er sich dann ziemlich aufregte, gingen wir ein Stück vom Wasser weg. Dort gab es eh etwas viel besseres als den See: Mauselöcher! Balduin ist zwar kein so großer Buddelenthusiast wie ich, grub aber dann doch fleißig mit und ließ sich etwas ablenken. Ich war rundum zufrieden. Balduin da! Buddeln! Action!

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Mama machte natürlich wieder die gaaanze Zeit Fotos, aber zum Glück nicht nur von mir, obwohl ich natürlich das schönste Motiv war. Die Männer waren unterdessen nicht faul, mein Papa hatte bald schon einen Fisch an der Angel! Der lustigste Fang „biss“ bei Onkel Felix an, ein großer Sockenfisch der Gattung Baumwolle.

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Als wir den See langsam umrundeten, stieg mir ein bekannter Geruch in die Nase: Finn! Der war vor kurzem auch an diesem See, genau auf diesem Baum, an dem ich auch sofort hochgeklettert bin. Aber so sehr ich auch versuchte, ihn durch extremes Schnüffeln durch die Nasenlöcher herzusaugen, außer seinem Geruch gab es keine Spur von Finn. Naja, zumindest hatte ich ja mein Bruderherz!

 

Seehunde

Was Labradore wollen 

Letzte Woche war unser großer Kumpel Finn mit uns auf einem Badeausflug! Es war lange her, dass wir unseren Freund getroffen hatten und dementsprechend aufgeregt waren wir. Mama hatte ihre Kamera mitgeschleppt um unser Wiedersehen festzuhalten. Am See war durch die Schulferien viel los, für normale Verhältnisse. Wir kamen auf dem Weg zu unserer Lieblingsbadestelle an einer Familie mit Kindern vorbei, die natürlich sofort lautstark ihre Entdeckung („Hundeee!“) bekanntgaben. Lucy beäugte kurz die zu klein geratenen Menschlinge, entschied sich aber gegen das Bellen. Es gab ja auch gerade wichtigeres: Finn! Der war  natürlich voll in seinem Element. Sein Frauchen hatte extra seinen Dummy mitgebracht, den Finn begeistert aus dem See holte. Der Angler nebenan war über unser Planschen nicht ganz so erfreut, aber wir waren nicht die einzigen Badegäste, die ihre Bahnen in grünem Tümpelwasser zogen. Ich war nur ganz kurz im Wasser und Lucy hat zumindest ein Pfötchen reingestippt, lieber wollte ich buddeln und Lucy hatte mehr Spaß daran, mit Finn zu toben und ihre Neugierdsnase in die Futtertasche von Finns Mama zu stecken. Mama musste natürlich auch noch unbedingt ihren neusten Trick vorführen, den ich ihr beigebracht habe: ich stelle meine Vorderpfoten auf ihre Füße und wir  laufen watscheln zusammen.

Wir spielten und tobten bis zum Nachmittag und hatten jede Menge Spaß. Wir waren nach dem Ausflug sehr geschafft und mussten erstmal ein ausgiebiges Schläfchen machen. Zum Glück hatten wir das gute Wetter genutzt, denn danach regnete es ständig und wir wurden das ein oder andere Mal klitschnass.

Von See zu See

Nun hatte unser Papa nach einer harten Arbeitswoche eine Ablenkung bitter nötig, deswegen standen wir früh auf und fuhren zu einem See, allerdings ein Anderer als der, an dem wir mit Finn gewesen waren. Ich konnte es gar nicht begreifen, warum ich mein warmes Bett sooo früh verlassen sollte und bin im Auto immer wieder eingenickt, doch als ich meinen Bruder Baldi sah, war ich sofort hellwach! Für den Geschmack der Zweibeiner etwas zu wach, so dass Mama uns genervt schnappte und erstmal eine Gassirunde mit uns ging, damit wir uns beruhigten. Doch meine Aufregung hatte nur ein wenig abgenommen. Unterwegs hatten wir einen Hasenbau und Rehspuren gesehen, die mich gleich in eine andere Richtung aufgeregt machten. Mein Gehüpfe ging solange weiter, bis Papa die Idee bekam, mich an den Schirmständer, der in die Erde gerammt wurde, zu binden. Dort schnüffelte ich in meinem Radius und zerrte zumindest nicht mehr an Mamas morschen Knochen.

Lucy war währenddessen voll in ihrem Element. Sie schwirrte wie eine Fliege um die Menschlinge, beäugte die Angelruten, steckte ihre Nase in Ködereimer, holte sich hier und da Krauler ab und genoss es, frei herum zu hoppeln.

Mein Bruder hatte Lust, Stöckchen zu holen. Er ist ein bisschen wie Finn, was das angeht. Kann nur zufriedenstellend buddeln, aber apportiert für sein Leben gern. Er saß ständig zu Füßen der Wurfmaschinen und hoffte darauf, dass diese mit ihm spielten. Doch leider begann es um die Mittagszeit, die uns früh Aufgestandenen bereits wie Nachmittag vorkam, zu regnen und es hörte immer nur kurz damit auf. Dank unserer großen Schirme hatten wir es einigermaßen trocken und kuschelig auf Mamas Schoß unter einer Decke, aber für die beiden Angler war das Einholen ihrer Ruten nun ziemlich nass.

Ich dachte eigentlich, noch nasser könnte ich nicht mehr werden, aber als wir abends heimkamen, badete uns Mama dann noch! Frechheit! Der Schlamm im Fell war ein Souvenir!

Angel-Abenteuer

 

Heute stand auf unserer To-do Liste eigentlich nur die Hundeschule, weil das Wetter aber so schön war, entschieden sich unsere Eltern dazu, mit uns angeln zu gehen. So packte Papa seine Angelausrüstung, Mama unsere Ausrüstung und los gings!

Der Fluss war seicht, jedoch hatte er eine starke Strömung. Wir wollten ihn durchqueren, aber Lucy und ich wären abgetrieben worden, zum Glück trug mich Papa dann rüber und Mama Lucy.

Am flachen Ufer zückte Papa dann die Angel und ich lief an der Schleppleine herum und schnüffelte am Gestrüpp. Lucy lief frei herum und hopste über die Steine am Ufer. In der sommerlichen Wärme war das Wasser eine nette Abkühlung. Als Papa dann weiter den Fluss entlang watete, folgten wir ihm schwimmend und hüpfend, je nach Wassertiefe.

Plötzlich hatte Papa einen Fisch an der Angel! Wir waren fasziniert! Immerhin hatte er gerade unser Abendessen erbeutet! Kurz darauf biss noch ein echt großer Fisch an. Es war total aufregend. Danach froren wir dann langsam, weshalb wir an Land gingen. Das Ufer war ein steiler Abhang, ich schaffte es so ziemlich allein hoch, Mama kam als nächste mit Papas Hilfe und krabbelte hinter mir her und dann kam noch Lucy nach. Papa blieb unten im Wasser und angelte weiter. Ich nutzte die Gelegenheit um mich umzusehen und wickelte dabei die Schleppleine um ein großes Brennnesselgestrüpp. Mama musste es dann herauszerren, aber zumindest konnte ich schnüffeln. Danach saßen wir in der Sonne und trockneten wieder. Da erhielt Mama dann die Nachricht, dass die Schule heute ausfiel und wir blieben noch ein bisschen. Als wir dann heimfuhren, wollte ich nur noch auf meine Couch! Es war ein schöner Ausflug und der Fisch wird mir heute Abend gut schmecken.

Männer-/ Rüdentag

Kürzlich war Männertag und als jemand, der wirklich gern das Beinchen hebt, habe ich diesen Tag natürlich gebührend gefeiert.

Mein Bruder durfte natürlich nicht fehlen und so reiste er mit seinen Eltern am Vorabend an. Am nächsten Morgen ging es früh raus, weil unsere Papas zum Angeln fuhren. Wir Dackel spielten ausgelassen miteinander.

Eigentlich hätten wir eine Waldwanderung machen können, aber zum einen waren an diesem Tag viele betrunkene Männer unterwegs und andererseits gings Mama nicht so gut. Aber an diesem warmen Tag hatten wir auch auf unserer Wiese Spaß beim Schnüffeln, Herumtollen und Buddeln. Wir waren so erledigt danach!

Zuhause mussten wir dann erstmal ein Nickerchen machen. Bald darauf konnte Tante Heidi auch unsere Papas abholen. Sie brachten Fisch mit! Damit war unser Abendessen gesichert und der Fisch hat uns toll geschmeckt!

Leider ging es Mama dann immer schlechter und die Tage danach verbrachten wir größtenteils am Krankenbett. Arme schwächliche Menschlinge. Aber wir päppeln sie schon wieder auf!

P.S.: Es ist jetzt Mai! Damit sind wir das Motiv im Dackelkalender!