Game of Thrones

Morgens, wenn die Zweibeiner aus dem Bett fallen, entbrennt zwischen zwei der Damen des Hauses ein erbitterter Streit. Es ist nämlich so, dass mein Frauchen ein ziemlicher Zombie ist, bis sie ihren ersten Kaffee hatte. Bis er wirkt, hockt sie ziemlich verpeilt auf der Couch und glotzt auf ihre Tasse. Lucy steht immer mit ihr auf, um auf ihrem Schoß zu schlafen. (Oder um unauffällig vom Toast abzubeißen.) 

An sich wäre das ja kein Problem, wenn dieses Ritual nicht schon Kyra für sich beanspruchen würde. Als Frauchen früher in der Lehre ihre Tassenmeditation vollführte (noch viel früher und mit noch viel mehr Kaffee), gab es Lucy und mich noch nicht und der Platz auf dem Schoß gehörte unumstritten der Katze. Lucy gelang es lange Zeit, den Platz zu okkupieren, weil Kyra lieber auf der Heizung schlief und maximal kurz ein Auge zur Begrüßung öffnete, um zu checken, ob Dreamies in Reichweite waren. Nun hat unser Ernährungsnazi auch das Katzenfutter auf Teilbarf umgestellt und seitdem ist Kyra plötzlich wieder aktiver, beinahe wie damals, als junge Katze.

Königin Kyra vom Orlas, Erste ihres Namens, Bewahrerin der Dreamies, Schlächterin der Spielmäuse und der Topfpflanzen, Ursupatorin der Heizung, Erklimmerin des Kratzbaums und die unsichtbare Pfote

Arya Lucy vom Haselbach, die Erste ihres Namens, Bezwingerin der Leinen, Königin der Teckel, Regentin der sieben Fressnapffilialien, Beschützerin des Frauchens und Wächterin des eisernen Napfes

Jedoch beansprucht Kyra nun am frühen Morgen ihr königliches Recht am Thron als Erstgeborene. Lucy war zunächst total baff, das überhaupt ein lebendes Wesen auf die Idee kommen konnte, sich auf ihrem Platz breit zu machen. Aber sie traut sich auch nicht, Kyra einfach wegzuschubsen, denn, wie Lucy weiß, hat Kyra Krallen. Und Kyra weiß, dass Lucy das weiß! Somit liegt das große Weiße auf dem Schoß und das kleine Braune liegt daneben, guckt anklagend und neidisch und schiebt unauffällig seinen Kopf auf den Stammplatz. Ist Lucy schneller, wird sie einfach von eiskalten blauen Augen fixiert und rutscht dann lieber schnell herunter. 

Und wer ist der Sieger in diesem Kampf um den Schlafplatz? Na, natürlich ich. Ich denke nämlich nicht daran, mit den Menschlingen aufzustehen und ringel mich gemütlich unter der Bettdecke ein. Tsss. Als ob ich, Bud, Herr der Teckel, mit den Bediensteten aufstehen würde. 

Sir Bud a lot vom Haselbach, Erster und Coolster seines Namens, Bezwinger der Transportbox, Befreier des Biomülls, Sprenger bzw. Flutscher des Schleppleinengeschirrs, Herr der sieben Gassiwälder, Verschlinger des letzten Burgers und Besetzer der Bettdecken

Hund im Bett – Ja oder nein?

… ist der Titel der neusten Blogparade von miDoggy!

Wir outen uns gleich zu Anfang: Ja, wir schlafen in einem Bett! 

hund ins bett

„Die kommen aber nicht ins Bett!“

Geplant war es eigentlich nicht. Mama hatte vor unserem Einzug fünf Hundebettchen (!) gekauft, falls Lucy und ich mal Abstand bräuchten oder einfach in einem anderen Raum schlafen wollten. Aber schon damals, als Welpen, kuschelten wir lieber miteinander als irgendwo allein zu schlafen. Ins Bett durfte wir nicht, Mama war nämlich ursprünglich gegen Hunde im Bett! Jetzt seid ihr sprachlos, oder? Ausgerechnet die größte Hundeknutscherin bei uns wollte uns nicht ins Bett lassen. Sie hatte Angst, jemand würde sich im Schlaf auf uns winzig kleine Welpen wälzen und zerdrücken! Lucy war als Welpe wirklich sehr klein und zerbrechlich und Mama als Hundeneuling sehr paranoid und ängstlich. Schlechte Kombination!

Papa wollte uns im Bett haben, weil er das kuscheliger fände. Doch Mamas Sorge um briefmarkenplatte Welpen war größer. Doch ich war damals als kleiner Welpe schon sehr charmant und es gelang mir, sie umzustimmen… okay, okay. Ich habe einfach gewartet bis die Zweibeiner schlafen und bin dann ins Bett gekrabbelt. Am nächsten Morgen lag ich süß und warm und unzerdrückt in Mamas Arm und da ihre Hauptsorge zerstreut worden war, zogen wir ins Bett ein. Die fünf Hundebettchen habe ich übrigens nach und nach zerfleddert. Eins haben wir Nachbarsdackel Nico geschenkt, als er spontan sein neues Zuhause fand und ein Bettchen existiert noch bei uns. Aber wenn ich wirklich in einem Körbchen schlafen möchte, lege ich mich lieber in mein Lucys rosa Prinzessinnenbett.

Aber wie macht man es als Hund oder auch als Herrchen denn nun richtig? Pauschalisieren kann man so eine persönliche Angelegenheit natürlich nicht. Jeder Menschling (und jeder Hund) tickt anders. Manche Zweibeiner ekeln sich vor Hundehaaren und manche (*hust* Mama *hust*) nunja… manche trinken eben ihren Kaffee auch dann noch weiter, wenn sie Hundehaare darin finden. 🙂

Zum Glück haaren Lucy und ich sehr wenig, aber bei anderen Hunderassen sieht das schon ganz anders aus! Außerdem haben wir als kleine Hunde natürlich noch den „Der-nimmt-ja-kaum-Platz-weg“-Bonus. 😉 Für uns ist es einfach super bequem im Bett. Und für die Zweibeiner gibt es auch einige Vorteile!

hund im bett 2

Die Vorteile 

  • Gerade im Winter ist es für uns viel wärmer unter der Bettdecke und auch unsere Menschlinge kuscheln sich gern an unser weiches Fell. Wir liegen dann alle als riesiges Knäuel herum und haben es gemütlich.
  • Alle schlafen ruhiger. Wir, weil wir eh Kontaktliegen mit unserem Rudel bevorzugen und die Zweibeiner, weil unsere Nähe sie beruhigt.
  • Wir duften nach Baby, behauptet Mama zumindest. Sie liebt den Geruch unseres Halses und wenn wir geschlafen haben, riechen wir besonders gut.
  • Wenn wir nachts doch mal ein Problem haben, merkt es Mama rechtzeitig, weil wir unruhig werden. Gerade die sensible Lucy bekommt schnell mal Durchfall, z.B. wenn sie in kaltem nassem Wetter gefroren hat oder wenn sie zu viele Leckerlies hatte.

hund im bett

Die Nachteile

  •  Lucy ist von uns allen die Kleinste und trotzdem das größte Drängelschwein. Sie muss unbedingt auf dem Kopfkissen schlafen und das am besten so lang es geht ausgestreckt. Ich bin aber auch nicht unschuldig, denn ich möchte ja auch bequem liegen! Schubsen, drängeln und trampeln  gehört da eben dazu.
  • Im Sommer ist unser Bedürfnis nach Kuscheln nicht besonders angenehm, wir sind warm, die Menschlinge sind warm. Und natürlich leben wir im Dachgeschoss! Trotzdem sind wir bisher im Bett geblieben, mit unter der Decke.
  • Hygienische Aspekte. Ja, sie verlieren Haare und sabbern tun sie auch. Aber wir lieben unsere Menschlinge und leben damit, unser Bettzeug halt öfter waschen zu lassen.

darf mein hund ins bett

Fazit: Der Dackel gehört ins Bett!

… und das ist eine Tatsache. Zumindest für unsere Familie. Auch, wenn es manchmal zu warm wird und wir ganz schön drängeln können, ist unser Platz neben unseren Menschlingen. 🙂

Der Dackel im Bett

Schon als ich das Bett zum ersten Mal sah, wusste ich: Da schlaf ich drin.

Nur machten mir die beiden Menschlinge mal wieder einen Strich durch die Rechnung.

Wir seien noch zu klein, sagten sie.

Noch nicht ganz stubenrein, sorgte sich Papa.

Wenn wir uns draufrollen, sind sie ne Briefmarke, sorgte sich Mama.

Also bauten sie uns neben dem Bett ein Nest auch einem Hundebettchen, Decken, Kissen und Kuscheltieren, deren Quietscher ich bereits zerstört hatte. Natürlich versuchte ich trotzdem ins Bett zu springen, landete aber immer auf meinen vier Buchstaben.

Nun war ich aber gewachsen und schaffte den großen Sprung ins Bett! Dieser Triumph! Dieser süße Sieg! Diese Hand, die mich wieder raussetzte in mein Nest! Dieses Spiel aus Reinspringen und Rausgesetztwerden wiederholte sich ein paar Male, dann glaubten die Menschen, ich hätte aufgegeben. Dabei wartete ich nur ab. Irgendwann wurde ihr Atmen gleichmäßiger und sie bewegten sich nicht mehr, sie waren eingeschlafen. Jetzt sprang ich leise wie ein Ninja ins Bett und kroch zu Mama unter die Bettdecke. Es war warm und kuschlig und ich schmiegte mich an den wärmenden Menschen. Am nächsten Morgen lag ich zufrieden und angekuschelt an meiner Mama, die nicht schlecht staunte, dass ich im Bett war und trotz ihrer Bedenken keine Briefmarke war und trotz Papas Bedenken kein Unfall im Bett passiert war.

Am darauf folgenden Abend überlegten meine Adoptiveltern, was denn nun zu tun sei. Ich würde wahrscheinlich eh wieder ins Bett gelangen und Lucy musste einsam und verloren im Nest schlafen, das ging ja auch nicht. Das Ende könnt ihr euch bestimmt schon denken: Wir durften fortan endlich im Bett schlafen! Lucy hätte ruhig mal danke sagen können, immerhin habe ich die ganze Arbeit gemacht und sie profitiert nun davon! Doch was tat Lucy? Riss sich als erstes das Kopfkissen unter den Nagel. Gute Wahl, ich muss schon sagen!

So Leute, jetzt wird es Zeit fürs Bettchen- fürs Menschen-Bettchen!