Das Imperium schlägt zurück!

Karma ist so eine Sache. Wie man in den Wald hineinbellt, schallt es heraus, heißt es so schön. Als Superschurke ist das Karma natürlich schnell im Eimer, aber ich setze dann natürlich auf meine Niedlichkeit und komme meistens heil heraus. Meistens. Dieses Mal jedoch war ich es, der baden ging und nicht Lucy. Wie ihr wisst, habe ich Lucy vor ein paar Wochen in einen Fluss geschubst und vor ein paar Tagen habe ich dafür gesorgt, dass sie gebaden werden musste. Ich wusste ja, dass ich noch mein Fett abbekommen würde dafür, denn das Superschurkenmaß war voll. Ich wusste nur nicht, wann.

Am Samstag hatte Herrchens Uroma Geburtstag und wir waren mit dabei. Da schönstes Sommerwetter war, fand die Feier draußen statt. Im Schatten der Bäume war es angenehm kühl. Lucy genoss die Aufmerksamkeit der älteren Zweibeinerinnen  („Is der süüüß!“), Mama hatte ihr zur Feier des Tages eines der schönsten Halsbänder verpasst und Lucy durfte Erdbeeren naschen. Ich hatte keinen Bock darauf, brav neben den Menschlingen zu hocken, aber ich fand eine gute Stelle zum Buddeln. Zur Erheiterung der Gäste nahm das Loch bald solche Ausmaße an, dass die Oma nun bequem eine neue Pflanze hätte einsetzen können. Alles in allem war der Tag super. Wir wurden von allen Seiten gestreichelt, waren den ganzen Tag mit unseren Zweibeinern unter freiem Himmel, bekamen gute Bissen zugesteckt und konnten beide unseren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen. Allerdings wurde es dann langsam Zeit aufzubrechen. Papa warf nur einen Blick auf meine Pfoten und befand, so könne ich aber nicht ins Auto. Mein Gesicht, einschließlich der Schlappohren, waren erdverkrustet. Die Zähne waren verklebt vom lehmigen Boden. Meine Pfoten waren Klumpen. ICH fand mich super attraktiv und herrschaftlich herausgeputzt. Mama fand, ich sei ein „Dreck-sch-Bud-s“. (Haaaaha. Ich lach mir direkt die Ohren ab.) Und dann schlug das Karma zu!

Bis dato wusste ich noch nicht, was ein Wasserschlauch ist. Das Wasser, das ich kannte, war entweder aus natürlichen Quellen  (Seen, Bäche, Pfützen oder Flüsse zum Lucy Reinschubsen) oder kam drinnen in Näpfen oder aus Wasserhähnen vor. Wenn ich damit gereinigt werden sollte, war das Wasser stets angenehm warm temperiert und ich bekam natürlich eine Shampoomassage und danach einen Keks. Niemals wäre mir in den Sinn gekommen, dass man einen Dackel auf andere Art und Weise waschen könnte. Aber man kann. Papa hielt mich kurz an der Leine in der einen Hand, in der Anderen hielt er den Gartenschlauch. Das Wasser war NICHT warm. Es war kalt! Eiskalt! Und es traf mich genau ins Gesicht, um mir die Erde abzuspülen. Es gab auch keine Shampoomassage, dafür prasselte das Wasser auf mich ein. Entsetzt sprang ich weg, aber es hörte einfach nicht auf! Erst als ich sauber war und mein Fell tropfte, als sei ich eine fette kleine Regenwolke, hörte die Tortur auf. Mama rubbelte mich dann mit einem Handtuch trocken, aber die Schmach ging nicht so einfach von mir ab wie das Wasser. Lucy fand es jedenfalls klasse, sie hatte alles mitangesehen und war froh, nicht selbst Opfer des Gartenschlauchs zu werden. Zuhause krabbelte ich direkt ins Bett und schlief ein. Vielleicht sollte ich doch demnächst ein bisschen besser auf mein Karma achten und ein braver Hund sein. 

…Aber das wäre ja viel zu langweilig. 😉

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Der erste Mai und die Rehköttel

Einen schönen ersten Mai euch allen!

Der Mai ist da! Und mit ihm (hoffentlich) auch endlich mehr Sonnenschein und weniger Spontan-Schnee. Spontan war heute bei uns allerdings kein nachträglicher Wintergruß, sondern mein Bruder, der mit Tante Heidi vorbeikam!

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„Hey Lucy, hast du zugenommen?“ „HALT DIE KLAPPE, BALDI!“

Die drei Musketiere Dackeltiere

Wir hatten ihn seit dem letzten Angelausflug nicht gesehen und überfielen ihn stürmisch. Nach dieser wilden Begrüßung spielten wir erstmal drinnen, während die Frauchen langweilige Zweibeinergespräche führten, doch dann nahmen sie endlich die Leinen in die Hand.

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Dackelbrüdersynchronnasenlecken

Es ging runter zu unserer Lieblingswiese und wir konnten endlich mal wieder miteinander spielen. Baldi und ich entdeckten dann auch ein paar Mauselöcher, die wir gleich ausbuddelten.

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Es ist braun, aber keine Schokolade

Lucy entdeckte dann aber etwas weitaus besseres: Rehköttel! Sie begann sich voller Genuss zu wälzen, ruderte mit den kurzen Beinchen und brummelte wohlig. Die Köttel massierten sich wunderbar in ihr Fell ein. Die Zweibeiner bemerkten dann auch, dass Lucy sich im Gras herumrollte und irgendwann bemerkten sie auch das Rehgold.

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Zuhause angekommen landete Lucy gleich im Waschbecken und bekam eine Shampoowäsche, aber das war es wert. Unsere Herrchen waren zusammen angeln gewesen und mittlerweile heimgekehrt und dann musste Baldi auch schon wieder mit seinen Eltern los. Und ich musste erstmal ein Schläfchen machen, nach diesem anstrengenden Wochenende.

Ich hoffe, ihr hattet alle ebenfalls einen schönen Feiertag und konntet den Frühling genießen! 🙂

Angeln vorm Sonnenaufgang

Der frühe Wurm fängt den Fisch!

Es war noch dunkel, als mein verrückter Menschling schon aufstand, sich anzog und das Frühstück auftischte. Ich lag noch warm und zufrieden unter der Bettdecke und gedachte auch nicht, etwas an diesem Zustand zu ändern. Lucy dagegen hatte das Napfgeklapper schon gehört und war diesem sofort auf den Grund gegangen. So kam es, dass sie schon mit vollen Backen kaute, als ich gerade erst in die Küche tapste. Frechheit. Bevor ich wusste, wie mir geschah, saß ich auch schon im Abenteuermobil. Dort schlief ich fast wieder ein, bis wir anhielten. Onkel Felix, Tante Heidi und Balduin warteten schon auf uns- an einem großen See! Die Sonne ging gerade erst auf und tauchte alles in weiches, rosafarbenes Licht.

Angeln mit dackel hundAngeln mit dackel hund hundeblog

Hundeblog

Wo bin ich? Das ist nicht mein Bett!

Die Zweibeiner errichteten schnell ihr Lager und stellten ihre Angeln auf, denn in der Dämmerung, so behaupteten sie, wären die Fische besonders aktiv. Lucy war jedenfalls alles andere als aktiv, nachdem sie Mamas Fotodurst für’s Erste gestillt hatte, schlief sie auf dem Menschlings-Schoß unter einer Decke noch ein Weilchen. Ich dagegen war nun vollkommen wach, die kühle, feuchte Morgenluft duftete nach Abenteuern und Enten, die ihre Kreise auf dem See zogen und unerreichbar fern in all ihrer Appetitlichkeit auf mich warteten als eine ferne Versuchung. Doch die Enten waren schnell vergessen. Balduin sprang um mich herum und wollte spielen, aber ich stellte fest, dass es unserer Umgebung ziemlich an Löchern mangelte. Und das musste ich, Bud, der Buddelingenieur, schnell ändern!

Auf den Tisch kommt heut ein Fisch

Unser erstes Frühstück war dann schon eine Weile her und durch die Anstrengungen des Mauselöcher Ausgrabens knurrte mein Magen. Es war höchste Zeit für die nächste Mahlzeit!

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Zum Glück für mich dauerte es wirklich nicht lange und die Angelruten wackelten. Ein Fisch! Ich leckte mir das Mäulchen. Normalerweise setzen Papa und Onkel Felix alle Fische wieder ins Wasser zurück, aber da wir heute den ganzen Tag hier bleiben würden, war ausgemacht, dass wir Hunde auch einen gesunden, frischen Snack bekommen sollten.

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Die Menschlinge selbst aßen keinen frischen Fisch, was mich sehr wundert. Sie jagen Essen, bewundern es und lassen es wieder frei! Ich denke, sie wissen gar nicht, dass sie es ganz falsch machen. Zum Glück hatten sie sich genug Essen mitgebracht. Logisch, dass wir immer dort warteten, wo gegessen wurde! Und jedes Mal, wenn Papa gerade essen wollte, biss ein Fisch an. Leider hat er aber das Sandwich nicht auf seinem Platz vergessen. Wir hätten uns gut darum gekümmert.

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Fischlein, Fischlein, hüpf schnell in mein Maul hinein!

Wenn ich nicht gerade buddelte und die Angler mit frischen Regenwürmern versorgte (was einer der vielen Vorteile von einem Dackel als Anglerhund ist), spielten wir miteinander. Während Lucy und ich uns eher für das Erdreich interessierten und uns allmählich in Schlammschweine verwandelten (wie Mama es nannte), konnte Balduin sich gar nicht sattsehen am Wasser. Er hätte wohl am liebsten die Köder wieder herausapportiert, musste sich aber damit begnügen, sehnsüchtig hinterher zu blicken, wenn die Angel ausgeworfen wurde. Besonders der Steg hatte es ihm angetan, denn von dort aus hatte er einen Logenplatz. Lucy und ich trauten uns nicht so richtig auf das Metallgitter, Balduin aber lief fröhlich darauf herum. So kam es, dass er von ganz Nahem beobachten konnte, wie mein Papa einen dicken Fisch an Land holte. Das war Kino, live!

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Onkel Felix und Papa haben viele Fische gefangen und auch Tante Heidi, die seit kurzem auch ihren Angelschein gemacht hat, ging nicht als Schneider nach Hause. So hatten die drei Angler eine schöne Ausbeute, auch wenn bis auf unseren Frühstücksfisch alle Fische wieder freigelassen wurden, und auch Mama war zufrieden mit den vielen Fotos, die sie von den Anglern und uns Dackeln geknipst hatte.

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Schlammschwein Bud

Schlamm ist bekanntermaßen gut für zarte Gesichtshaut und ich habe demnach die zarteste Haut weit und breit. Durch die gleichmäßige braune Farbe sah ich gleich ganz anders aus, weil meine typische Dackelzeichnung nun kaum mehr zu erkennen war! Mein Gesicht, meine Ohren und meine Pfötchen waren dick mit Matsch eingecremt. Papa beäugte meine Gesichtsmaske skeptisch, denn ich musste ja mit dem Abenteuermobil auch wieder nach Hause und Papa liebt sein Abenteuermobil. Doch bis wir am späten Nachmittag aufbrachen, war schon der meiste Teil des Schlamms getrocknet und abgebröckelt. Ich dachte, ich sei aus dem Schneider. Doch kaum daheim angekommen, wurde ich auch schon gebaden. Mit Shampoo!!! SO hatte ich mir das nicht vorgestellt. Wenigstens musste Lucy auch dran glauben. Normalerweise springen wir nach dem Baden wie zwei Flummis herum, aber wir waren sooo müde! Ich war froh, dass ich gleich in mein Bettchen krabbeln konnte und träumte von leckeren Fischen und Mauselöchern. Trotz dem überflüssigen Bad war es ein schöner Tag gewesen.

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Der beste Freund des Anglers

Die Menschlinge haben da so eine Redensart.

„Der Hund ist der beste Freund des Menschen!“

Mama sagt das manchmal, leicht sarkastisch, wenn die Katze kotzt und Lucy es dann schnell frisst. Aber natürlich stimmt es, welches Tier würde sich so liebevoll um eine solch unselbstständige Spezies kümmern wie den Menschen, der ja nicht einmal einen Ball selbst holen kann, den er vor ein paar Sekunden erst geworfen hat.

Warum der Dackel der beste Freund des Anglers ist

Dass wir oft mit zum Angeln gehen würden, stand schon fest, bevor unsere kleinen Welpenpfoten das Haus zum ersten Mal betraten, denn mein Papa und Onkel Felix sind Angler. Die Idealvorstellung war natürlich, dass wir brav neben den Anglern sitzen, was ganz so natürlich gerade in unserem ersten aufregenden Lebensabschnitt nicht klappte. Trotzdem gibt es einige Gründe, warum wir die perfekten Anglerhunde sind:

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  • Dackel hassen Wasser.

Was? Wie jetzt? Wie passt denn das zu einem Anglerhund? Ganz einfach: Dadurch, dass wir ungern nass werden, scheuchen wir die Fische nicht auf. Außerdem ist so die Gefahr geringer, dass wir über die Angelschnur schwimmen oder uns an einem Haken im Wasser verletzen. Es gibt zwar auch Ausnahmen wie Balduin, der Baden einfach super findet, aber es gibt viele Dackel, die Wasser nicht ganz so lieben.

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  • Dackel buddeln Köder aus.

Mama lässt mich ja jetzt nur noch zur Belohnung buddeln, aber dafür habe ich jetzt eine wichtige Mission: Regenwürmer ausgraben! Die kleinen, glibberigen Tierchen kann mein Papa prima als Angelköder gebrauchen und unsere Axolotl freuen sich natürlich auch über so ein Festmahl. Da ich wirklich gut im Buddeln bin, sorge ich so immer für genügend Fischfutter. Auch vor Ort kann ich die Köderlage aufbessern, indem ich auch beim Angeln grabe. Mama träumt davon, mir beizubringen, Regenwürmer zu erschnüffeln und gezielt aus zu graben. Soll mir recht sein. Ich mag Buddeln.

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  • Dackel sind platzsparend.

So eine Angelausrüstung unterzukriegen kann in manchem Auto schwierig sein. Je nachdem, ob man nun ansitzt oder gleich mit der Wathose im Fluss steht, braucht man neben der Rute auch noch Köder, Angelerlaubnis, Kescher, Zange, … Auch ein Eimer und Campingstühle sind manchmal nicht schlecht. Und wenn das Wetter wechselhaft ist, sollte man beim Ansitzen auch nicht unbedingt auf einen Outdoorschirm oder ein kleines Zelt verzichten. Und schon ist das Auto randvoll. Eine Bordeaux Dogge passt da nun nicht mehr rein, selbst ein Labrador oder Goldi hat da kaum mehr Platz. Ein Dackel dagegen ist mit maximal zehn Kilogramm nicht besonders groß.

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  • Die Wärmflasche

Beim Ansitzen passiert manchmal nicht viel. Der Angler sitzt in seinem Klappstuhl und starrt auf seine Angel und gerade jetzt, wo es langsam kälter wird, hat er zu tun, nicht alle Fische durch sein Zähneklappern zu vertreiben. Aber der treue Teckel ist gern zum Kuscheln bereit und taut klamme Hände selbstlos wieder auf. Schoßhund Lucy liebt diesen menschlichen Sitzplatz sehr.

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  • Akkustischer Bissanzeiger und Wachhund

Ein wachsamer Dackel mit kräftiger Stimme zögert auch nicht, Herrchens Angelsachen zu beschützen. Bisher vertrieb sie nur neugierige Zuschauer und aufdringliche Mitangler, lässt aber so auch keinen Eindringling unbemerkt an die Angelstelle, den der Angler selbst nicht bemerkt hätte. Außerdem wäre es natürlich auch möglich, ihr beizubringen, auf die Angel acht zu geben und durch Bellen einen Biss anzuzeigen. Bisher mangelte es an vielen Bissen nacheinander um das zu üben, der Plan ist allerdings da.

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Für uns ist Angeln auch toll, denn so verbringen wir den ganzen Tag draußen. Meistens spaziert Mama mit uns um den See oder am Fluss entlang und beschäftigt und am Ufer mit Tricks oder Spielchen, wir beobachten aber auch fasziniert, was der angelnde Menschling da tolles im Wasser macht. Frischen Fisch esse ich übrigens am liebsten!

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Sommer, See und Schnüffelei

Am Wochenende besuchte uns endlich wieder Balduin mit seinen Eltern. Es war lange her, dass wir uns gesehen hatten, für mich fühlte es sich bereits wie eine Ewigkeit an. Darum freute ich mich wie verrückt und wir spielten ausgelassen zusammen. Doch unser Glück wurde sogar noch größer: Die Papas schnappten sich ihre Angeln und die Mamas leinten uns an. Aaabenteuer!

Bruder

Die Reise führte uns zu dem See, an dem Onkel Felix und Papa am liebsten angelten. Wir schauten erst ein wenig zu, aber Balduin, der eine echte Wasserratte ist, konnte nicht ertragen, dass er nicht in der Nähe der Angelhaken schwimmen durfte. Weil er sich dann ziemlich aufregte, gingen wir ein Stück vom Wasser weg. Dort gab es eh etwas viel besseres als den See: Mauselöcher! Balduin ist zwar kein so großer Buddelenthusiast wie ich, grub aber dann doch fleißig mit und ließ sich etwas ablenken. Ich war rundum zufrieden. Balduin da! Buddeln! Action!

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Mama machte natürlich wieder die gaaanze Zeit Fotos, aber zum Glück nicht nur von mir, obwohl ich natürlich das schönste Motiv war. Die Männer waren unterdessen nicht faul, mein Papa hatte bald schon einen Fisch an der Angel! Der lustigste Fang „biss“ bei Onkel Felix an, ein großer Sockenfisch der Gattung Baumwolle.

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Als wir den See langsam umrundeten, stieg mir ein bekannter Geruch in die Nase: Finn! Der war vor kurzem auch an diesem See, genau auf diesem Baum, an dem ich auch sofort hochgeklettert bin. Aber so sehr ich auch versuchte, ihn durch extremes Schnüffeln durch die Nasenlöcher herzusaugen, außer seinem Geruch gab es keine Spur von Finn. Naja, zumindest hatte ich ja mein Bruderherz!

 

Männer-/ Rüdentag

Kürzlich war Männertag und als jemand, der wirklich gern das Beinchen hebt, habe ich diesen Tag natürlich gebührend gefeiert.

Mein Bruder durfte natürlich nicht fehlen und so reiste er mit seinen Eltern am Vorabend an. Am nächsten Morgen ging es früh raus, weil unsere Papas zum Angeln fuhren. Wir Dackel spielten ausgelassen miteinander.

Eigentlich hätten wir eine Waldwanderung machen können, aber zum einen waren an diesem Tag viele betrunkene Männer unterwegs und andererseits gings Mama nicht so gut. Aber an diesem warmen Tag hatten wir auch auf unserer Wiese Spaß beim Schnüffeln, Herumtollen und Buddeln. Wir waren so erledigt danach!

Zuhause mussten wir dann erstmal ein Nickerchen machen. Bald darauf konnte Tante Heidi auch unsere Papas abholen. Sie brachten Fisch mit! Damit war unser Abendessen gesichert und der Fisch hat uns toll geschmeckt!

Leider ging es Mama dann immer schlechter und die Tage danach verbrachten wir größtenteils am Krankenbett. Arme schwächliche Menschlinge. Aber wir päppeln sie schon wieder auf!

P.S.: Es ist jetzt Mai! Damit sind wir das Motiv im Dackelkalender! 

Hundewetter

April, April, der weiß nicht, was er will… ist der April ein Dackel?

 

…natürlich nicht! Ein Dackel weiß ja schließlich, was er will!

Bei mir ist das ganz klar das Buddeln, Lucy findet eher Essen wichtig. Was wir nicht leiden können, wissen wir auch ganz genau: Ikswetter. Als Ikswetter bezeichnet man ein Wetter, bei dem ein Hund keine Pfote vor die Tür setzen möchte, aber (dank Frauchen oder Herrchen) notgedrungen Gassi gehen muss. Und der April ist voller Ikswetter! Kaum hatte Mama das Monatsblatt unseres (Dackel-) Kalenders umgedreht, fielen die ersten Schneeflocken! Zum Glück schmolz das weiße Zeug im Laufe des Tages.

Über Ostern wurde es dann richtig schön und warm, so dass wir unsere Pelze genüsslich in die Sonne hielten. Mama ging mit uns mehrmals in den Wald, weil es dort einfach zu schön war und setzte sich mit uns auf die Wiese, soll heißen, sie saß, Lucy rannte herum und ich widmete mich dem mäusehaltigen Erdreich. Im Wald selbst gibt es einen kleinen Bachlauf mit vielen natürlichen Dackelbadebassins, in denen wir schon geplanscht haben. Es war kühl, aber erfrischend nach dem Laufen und Buddeln!

Doch nun begann Mamas neues Semester, die schöne Zeit des Praktikums und des Bürodackelalltags war vorbei und wir müssen nun wieder das Haus hüten, während unsere Eltern ihren Beschäftigungen nachgehen. Ich meine, auf die Wachfähigkeiten der Katze kann man sich ja nicht verlassen, also ist es natürlich mein Job, als Herr im Haus für Recht und Ordnung zu sorgen, wenn die Menschlinge unterwegs sind. In dieser Woche war an allen Tagen, an denen Mama zur Uni musste, strahlender Sonnenschein. Sie vertröstete uns und versprach große Spaziergänge, an ihren freien Tagen. Und, wer hätte es geahnt? Kaum ist Mamas Uniwoche vorbei, schifft es. Ikswetter, wie es im Buche steht. Vielleicht ist der April ja doch ein wenig dackeliger als die anderen Monate.

Die Badesaison ist eröffnet!
Die Badesaison ist eröffnet!

Buddeln im Schnee

Hallo Freunde!

Heute hat Mama beschlossen, dass wir einen Winterausflug machen. Zwar gehen wir trotz Kälte und Schnee tapfer Gassi, aber das reicht einem abenteuerlustigen Dackel nicht aus und unser Spieltag mit Finn war schon ein Weilchen her.

Also wurden wir in unsere Jäckchen gepackt, Mama zog sich dick an und los gings! Wir bemerkten schnell, wohin Mama mit uns wollte und freuten uns schon: unsere Waldwiese nahte!  Nun konnten wir gar nicht schnell genug hinkommen und ich wurde gefühlte tausend Mal fürs Ziehen zurechtgewiesen: Mama blieb stehen, ich musste wieder zurücklaufen, weiter gings. ‚Tschuldigung, aber dieser Teckel hat’s eilig!

 

Angekommen auf der Wiese ging ich gleich auf Schnüffelkurs. Durch meine lange Schleppleine konnte ich auch (fast) überall laufen, wo ich wollte. Ohne die Schleppleine wäre ich natürlich erstmal im Wald auf der Suche nach Abenteuern gewesen, aber so blieb ich eben in Reichweite. Ihr kennt das. Die Weiber sind doch ohne mich aufgeschmissen. Die Jacken waren innerhalb von Minuten durchnässt und wurden uns ausgezogen, dann begann der Spaß.
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Ich grub mehrere Schneelöcher und freute mich wie verrückt, das Buddeln hatte ich vermisst. Ich grunzte und schnaufte aufgeregt und wühlte mich durch den Schnee, Lucy half mir ab und zu beim Graben, allerdings spielte sie dann lieber mit Mama, weil die vorausschauenderweise die Taschen voller Hundekekse hatte. Lucy suchte dann Leckerlis im Schnee und übte ein bisschen mit Mama. Tzzz. Streberin!
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Den größten Teil der Zeit verbrachte ich mit dem Kopf im Schnee. Dann war Lucy irgendwann so kalt, dass sie richtig schlotterte. Mama sammelte unser Zeug ein, leinte mich wieder an die olle kurze Leine und stopfte Lucy in ihre Jacke, wo sie warm und kuschlig nach Hause ritt.

Dort kuschelten wir uns gleich ins Warme und machten ein zufriedenes Schläfchen. Diese Nacht träume ich bestimmt vom Schnee-Buddeln!

Ich hoffe, ihr könnt auch ein bisschen Spaß mit euren Hunden  im Schnee haben und denkt immer daran: Nicht die Kekse vergessen!

Bis zum nächsten Mal,

Euer Bud.

 

Budiger Herbst

Natürlich fragt ihr euch, was euer Bud denn so macht, jetzt wo der Sommer endgültig vorbei ist. Nun, ich pflege oft im Wald zu spazieren und zu schnüffeln, denn alles riecht wunderbar und aufregend. Für Lucy gibt es nichts schöneres, als durch das Herbstlaub zu tollen und mitten in den größten Laubhaufen zu hüpfen.

An den Wochenenden sind wir oft im Wald, mein Bruderherz ist auch oft dabei und zu dritt macht es natürlich noch mehr Spaß.

Budiger Herbst

Boah, wie peinlich, küsst sie mich halt vor meinem Bruder!

Balduin hat wie wir nun auch seine Buddelleidenschaft entdeckt, das finde ich super! Zu dritt schaffen wir es sicher bis zum Mittelpunkt der Erde zu graben. (Mama behauptet, da sei Lava, ich vermute aber eher, dass dort stattdessen ein gigantischer Schinkenknochen drin steckt.)

Dackel buddeln
Ich bin oft und gern im Wald. Wir waren vor kurzem auch mit Papa in einem Wald, der weiter von zuhause weg war, so dass wir mit dem Abenteuermobil hinfahren mussten, es war sehr spannend, einen ganz anderen Wald zu erschnüffeln. Vorher hatte ich noch mit Balduin in einem Garten gespielt und ihm einen Apfel weggefressen, so dass ich dann zuhause gleich geschlafen habe.

dackel buddeltWir haben auch Papas Oma besucht und ihr werdet nicht glauben, was ich dort sah! Mein Papa buddelte mit uns!!! Klar, er ist ein Mensch und kann mit den kleinen dünnen Pfötchen nicht vernünftig graben, wie ich mit meinen kurzen starken Wühlpranken, aber er hatte einen Spaten (erinnert entfernt an ein zu großes Stöckchen) und damit schaffte er es gut zu buddeln. Leider versteht er den Sinn des Buddelns noch nicht ganz: statt sich auf ein Loch zu konzentrieren und es so tief wie möglich zu graben, hat er die ganze Wiese umgepflügt, weil er sich nicht für eine Stelle entscheiden konnte. Typischer Anfängerfehler. Aber ich bin mir sicher, dass ich es ihm auch beibringen kann, immerhin bin ich der Buddel-Experte („das Buddeln“ kommt nämlich von „der Buddy“).

Nach getaner Arbeit wurden wir im Haus von Papas Oma und Opa gebaden, weil wir Erdklumpen als Pfoten hatten. Das war echt total unnötig, fand ich. So gesäubert spielte ich noch etwas mit dem Opa und der Oma und dann gab es für die Menschen lecker duftende Rouladen. Verratet es keinem, aber ich durfte heimlich naschen! Immerhin hatte ich ja beim Umgraben eine wichtige Rolle gespielt. Zuhause machten wir dann wieder ein Schläfchen. So lässt es sich leben!