Happy Luceday- Der A-Wurf wird 3 Jahre alt

Vor drei Jahren war Lucy etwas kleiner als eine Roulade und lag gemeinsam mit ihren Geschwistern in der Wurfkiste. Heute ist sie so groß wie ein Laib Brot und saß heute Morgen mit Augen so groß wie Untertassen vor einer Torte. Drei Jahre liegen dazwischen und am Appetit hat sich nichts geändert. 

Happy Birthday, Minihund!

Jaja, ich verstehe, wieso das heute Lucys Ehrentag ist und nicht meiner. Trotzdem schaute ich etwas belämmert auf mein Frühstück. Ich bin nicht so der Tortenfreund, außer die Torte besteht aus frischem Fleisch. Diese jedoch bestand aus selbstgebackenen Hundekuchenböden und Leberwurst-Hüttenkäse-Creme. Die Leberwurst war in Ordnung, aber der Rest hätte gern ein Steak sein dürfen. Lucy hingegen kaute schon mit vollen Backen und staubsaugerte ihre Torte in kürzester Zeit auf. Das mit der Torte hat übrigens Tradition, am Anfang noch dilettantisch im Napf und langsam richtig in Tortenform. (Hab ich unseren ungeschickten Zweibeiner doch toll erzogen! Nächstes Jahr gibt’s dann ne Schwarzwälder, aber statt Kirschen Steak und statt Schokolade Steak.)

Doch nicht nur Lucy hat Geburtstag, sondern auch die anderen A-Wurf-Kinder vom Haselbach. Alles Gute, Angel! 🙂 Angels Mama, Lucys Patentante, hat uns ein riiiiesiges Paket geschickt! Danke, Tante Vivi! Allerdings konnte ich es nicht ertragen, dass ich leer ausgehen sollte. Ich hatte bereits erspäht, dass da auch Geschenke für mich lagen! Ein bisschen quengeln, ein trauriger Blick, lange hatte ich nicht gebraucht, bis ich dann doch aus Mitleid auch ein Päckchen öffnen durfte. Tante Vivi kennt uns gut und hat für uns coole fellige Kuschelkugelfische ausgesucht, rot für die Dame und blau für mich. Allerdings versuchte ich den ganzen Tag den roten Fisch zu stehlen. 

Der Nachmittag bestand dann aus Gassi und einem spontanen Ausflug zum Fressnapf, Mamas Geburtstagsgutschein plattmachen und wir durften uns ein paar Leckereien aussuchen. Danach war Lucy total fertig. So viel Fressbares auf einmal verkraftete Lucys Hirn nicht und sie schlief erstmal eine Weile. Ich dagegen malte mir schon mal die tollen Sachen aus, die in zehn Tagen, an meinem Geburtstag, passieren werden.

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miDoggy Parade: Hundeliebe – So kam euer Hund zu euch

miDoggy hat eine neue Blogparade für uns! Wouhou! Das Thema lautet diesmal: „Hundeliebe- So kam euer Hund zu euch“. Zweifellos bietet dieses Thema genug Stoff für viele rosa Herzchen und Einhörner, nüchtern betrachtet haben unsere Zweibeiner aber auf voller Linie verkackt, als es um die Anschaffung ihres Hundes ging.

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Ein Hund zieht ein – Wie man es nicht machen soll

Wen unterstützen: Den Tierschutz oder einen Züchter?

Auch, wenn es die PETA zutiefst empört: Als Frauchens Hundewunsch übermächtig wurde, war unsere erste Anlaufstelle nicht der Tierschutz, sondern der Züchter. Das hatte jedoch auch einen Grund. Als Noob in Sachen Hunde wollte unsere Mama lieber bei Null anfangen, da ihr schlicht das Wissen um einen Hund fehlte, der vielleicht durch schlechte Erfahrungen bereits beeinflusst worden war und dadurch besondere Erziehung und Pflege benötigen würde. Deswegen lieber selbst die Erziehung versauen und genau wissen, was der Hund bereits erlebt hat. Dööööt! Karma Minus 9000!

Welche Rasse passt zu mir?

Nachdem die Gretchenfrage „Züchter oder Tierheim?“ geklärt war, kam nun natürlich die große Frage nach der Rasse. Wie ihr wisst, leben wir in keinem Schloss, obwohl nur das meiner würdig wäre, sondern in einer Wohnung in der Kleinstadt. Unser Lebensraum ist sozusagen eher klein bemessen. So fielen der Irische Wolfshund und Doggen schon von vornherein aus, genau genommen alles, was Tischhöhe erreicht.

Insgesamt gab es da einige Kriterien:

  • kleine Rasse
  • Kurzhaarrasse, da die Katze schon genug haart und weil um Gottes Willen keine Schleifchen dran hängen sollen
  • möglichst auch nicht unwesentlich größer als die Katze, weil Gleichberechtigung und so
  • möglichst auch kompatibel mit Katzen
  • eine Rasse, die trotzdem „ein Hund ist“ (Argument von Papa), also ja keine „Tussirasse“ (Prinzessin Lucy sieht das etwas anders)
  • eine Hündin (Muahahahahhahaaaa!)

Vor kurzem hat irgendeine arme Sau die Idee gehabt, in einer Dackelgruppe auf Facebook zu fragen, ob ein Dackel so als Ersthund ne gute Idee sei und natürlich hat man sie in Grund und Boden gegutmenscht. Selbstverständlich (!) ist ein Dackel ABSOLUT kein Anfängerhund, das geht 100%-ig schief. Der eigene Dackel ist aber natürlich ein absolutes Beispiel an Mustergültigkeit und Gehorsam. *hust*

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Wo findet man den richtigen Züchter?

Nachdem sich die naiven kleinen Zweibeiner in den Dackel verliebt hatten und glaubten, dass sie wüssten, worauf sie sich einlassen, fehlte nur noch die Brutstätte des zukünftigen vierbeinigen Freundes: Der Züchter. Auf Ebay gab es zigtausend Annoncen, aber dass Vermehrer scheiße sind und nicht unterstützt werden sollten, haben die Zweibeiner schon bei Kyra gelernt. (Irgendwann muss ich auch mal ihre Geschichte erzählen, ich weiß.) Jedenfalls sollte es ein seriöser Züchter sein und möglichst auch nicht am anderen Ende der Welt. Da Dackel relativ selten sind, machte es das nicht einfacher. Doch als Frauchen schon fast nicht mehr glaubte, einen Züchter zu finden, fand sie dann doch unseren Züchter und es wurde ein erstes Treffen ausgehandelt.

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Klare Vorstellungen, wenn man den Welpen aussucht

Die Zweibeiner wussten genau, was sie wollten. Einen. Weiblichen. Dackel. Und sie gingen letztendlich mit zwei Dackeln. Und einer davon ein Rüde. War diese Entscheidung wohl überlegt? Nein! Sollte man das so machen? Auf keinen Fall! Kann so etwas schiefgehen? Aber volle Bude! Tja. Es war nicht logisch durchdacht. Man hätte es nicht machen sollen. Das Leben ist manchmal nicht logisch, auch wenn ihr kleinen pedantischen Primaten das gern hättet und wenn jemand vom althergebrachten Raster abweicht, kann es ja nur schiefgehen. Tausende Meinungen von Gelehrten auf Facebook können sich nicht irren! Spoiler: Es ist nicht schiefgegangen.

Und heute?

Natürlich war es nicht immer einfach und ich gebe es zu, als junger, abenteuerlustiger Dackelrüde macht man es seinen Menschlingen auch nicht einfach so „leicht“. Wozu auch? Wo bleibt denn da der Unterhaltungswert? Es hat eine Weile gedauert, aber mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team. Das soll nicht heißen, dass ich aufgehört hätte, Unfug anzustellen! (Hah! Niemals!) Aber ich denke, ihr wisst, was ich meine. Und nach all den Dingen, die unsere Zweibeiner nicht so hätten machen sollen, sind sie am Ende doch glücklich, dass es genau so gelaufen ist.

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Vom Welpen zum Riesen in sieben Monaten

Was für ein Tag! Heute hatte ich stehohrigen-ringelschwänzigen Besuch! 

Luke , nicht der Jedi, sondern der Shiba Inu-Welpe, ist heute bei mir zu Besuch gewesen. Allerdings, ein Welpe ist er jetzt nicht mehr. Ich hatte ihn viel kleiner in Erinnerung, als ich ihn im Januar kennengelernt hatte. Zuletzt war er einen Kopf kleiner gewesen als ich und nun überragte mich der Kleine sogar. Uff. Oder war ich vielleicht über Nacht geschrumpft? Nein, unmöglich, immerhin kam ich auf zwei Beinen immer noch locker an den Tisch.

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Versammlung der schlimmsten Superschurken

Dies hat natürlich den Vorteil, dass ich nun nicht mehr so vorsichtig sein muss beim Spielen. Nachteil: Luke ist es auch nicht und er ist ein zehn Kilo Energiebündel, das mich mehrmals überrannt hat. Das war selbst MIR, Bud, dem Unbezwingbaren, zu viel. Wir jagten uns rundenweise um den Tisch und sprangen wild übereinander hinweg, dass den Zweibeinern fast schwindelig wurde beim Zusehen. Luke ist mir ziemlich ähnlich, er ist genauso ein Rebell wie ich! Zwei Superschurken, die gemeinsam die Weltherrschaft an sich reißen- hr hr hr!

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Lucy und das Piercing

Lucy war damals ein wenig unsicher gewesen, wie sie den Winzling mit dem flauschigen Babyfell jetzt finden sollte. Immerhin fanden ihn alle so süß! Das gefiel ihr gar nicht, denn sie steht viel lieber selbst im Mittelpunkt. Nun war er zu einem hübschen großen Rüden herangewachsen und auf einmal fand sie ihn viel sympathischer. Pfffh. Is klar Lucy. Aber wenn ICH einmal ner anderen Hündin hinterher schnüffle, dann…!  Lucy war jedoch noch viel verliebter als in Luke in unsere Tante Lisi. Diese ist durch und durch ein Hundemensch und wir waren schon von ihr begeistert, als wir Welpen waren. Besonders fasziniert war Lucy von ihrem Nasenpiercing und versuchte, dieses irgendwie abzulecken. Ich glaube, heute Nacht, wenn Frauchen pennt, kommt Lucy mit dem Tacker und macht unserem Menschling auch so eins.

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Strg C + Strg V

Mit dabei war auch Tante Lisis Welpe, ein Menschenwelpe noch kleiner als mein Kumpel Erik! Ihr könnt euch vorstellen, wie verblüfft ich geguckt hab. Gemacht hat die kleine Miniaturausgabe von Tante Lisi allerdings nicht viel und hat sich nicht mal an Lucys Kläffen gestört. Lucy war (natürlich) erstmal etwas ängstlich, aber der Minion blieb cool und Lucy dann auch. ICH war hellbegeistert und ging immer mal in das Minimenschlingskörbchen gucken, war aber dann zu beschäftigt mit Luke.

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Hoffentlich sehen wir uns bald wieder und bis dahin bastel ich mir ein paar Stelzen! 🙂 Bis dahin muss ich jetzt erstmal ein Schläfchen machen und träume von der Zeit, als das kleine schwarze Fusselgesicht noch zehn Zentimeter tiefer lag als meins.

Der Bud und der Menschenwelpe

Das ganze Jahr schon hatte sich meine Mama vorgenommen, endlich mal wieder ihre Freundin Steph zu treffen, doch irgendwie hatte es nie geklappt- bis jetzt! Und da Steph’s kleiner Sohn (HALLO ERIK!) Hunde liebt und ich ein sehr cooler, chilliger Zeitgenosse bin, wurde für uns beide kurzerhand ein Spiel-Date arrangiert.

So kam es, dass Frauchen und ich in aller Herrgottsfrühe (gemessen nach Studenten-und-Hunde-Zeitgefühl) zum Zug tingelten. Nur wir beide, weil Lucy Kinder unheimlich findet.  Ich wusste natürlich noch nichts von meinem Glück, jedoch hatte ich mit klugen Augen verfolgt, wie der prall gefüllte Leckerliebeutel eingepackt worden war. Am Bahnhof angekommen stiegen wir direkt in den nächsten Zug. Dieser war schon fast ein Relikt aus alter Zeit, die Türen wurden noch mit der Hand aufgeklappt und er klapperte und krachte während der Fahrt, als würde er in der nächsten Kurve auseinanderfallen. Natürlich hatte ich keine Angst, bin ja nicht so eine Memme wie mein Menschling. Trotzdem schaute ich bei jedem Scheppern erstmal hoch wie eine Eule und analysierte die Situation.

Der Bahnhof Nr. 2 war… anders. Er war der gigantischste Bahnhof, den ich je in meinem Dackelleben gesehen hatte! Doch bevor ich auch nur die Chance gehabt hätte, ihn eingehend zu erkunden, standen wir auch schon vor Mamas ältester und bester Freundin, die sie kennt, seit sie selbst noch ein Welpe war: Tante Steph!  Nach einer freudigen Begrüßung geleitete uns Steph in einem Abenteuermobil zu ihrem Zuhause und dort erwartete mich die eigentliche Überraschung!

Dass Menschlinge manchmal winzigere Menschlinge mit sich herumschleppen, habe ich schon häufig beobachtet. Ich wusste auch, dass es Menschlinge in sämtlichen Größen und Formen gibt. Allerdings habe ich noch nie, wirklich noch nie, einen Menschenwelpen vom Nahen gesehen und schon gar nicht mit einem gespielt. Als sich die Tür öffnete, stand dort Steph’s Welpe und wir schauten uns gegenseitig erstmal verdutzt an.

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Dann begrüßte ich erstmal meinen Onkel Hendrik mit vielen Sabberküssen, bevor ich mich dem kleinen schüchternen Menschling zuwandte. Dieser war immer noch total fasziniert von mir. (Logo. Bin ja auch ein faszinierendes Geschöpf, ne?) Mama, diese Poserin, dachte sich, dass ein paar coole Tricks vielleicht das Eis brechen könnten und spätestens nach dem Kriech ging der Plan auf. Wir begannen vorsichtig miteinander zu spielen. Für den Anfang war ich mir etwas unsicher, wie man denn mit einem Menschling spielt, der, wenn ich Männchen mache, so groß ist wie ich. Der Menschenwelpe war sehr gelehrig und verstand sehr schnell, dass die Leckerlies aus unserem Beutel eine wichtige Rolle spielten. Er hatte viel Freude daran, die winzigen Kekse mit seinen ebenso winzigen Fingern in mein Maul zu stecken und ich wartete geduldig, um die Kekse huldvoll wie die Königin von England entgegenzunehmen.

Außerdem besaß der Kleine Fähigkeiten, die meine Superkräfte  (Essen klauen) perfekt ergänzten: Er konnte die Kühlschranktür öffnen. Gemeinsam könnten wir sicher viel erreichen und mit „viel“ meine ich Essen. Wir halfen uns auch gegenseitig beim Mittagessen, er reichte mir von seinem Kinderstühlchen aus Futter und ich frass es auf. Von allen Seiten regnete es leckere Häppchen und da Lucy nicht dabei war, war es meine alleinige Verantwortung, alles ordnungsgemäß zu vertilgen. Der Minimensch hatte auch ein eigenes Körbchen, wie meine Box Zuhause! Gemeinsam machten wir es uns bequem und ich befand, dass dies ein guter Stützpunkt für einen Superschurken und seinen Sidekick sein könnte.

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„Okay, Robin. Wo bringen wir jetzt unser Bat- Moment!- das BUD-Mobil unter?“

Wir spielten den ganzen Tag und gingen auch alle gemeinsam Gassi. Ich hatte Chemnitz schon für groß gehalten, doch hier war die echte Großstadt. Also, jetzt nicht nur aus Dorfkind-Perspektive, sondern wirklich-wirklich. Ich bekam danach weitere köstliche Leckerbissen und zeigte dem Menschenwelpen, wie man Rolle Rolle macht. Was soll ich sagen, er war echt ein Naturtalent.

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Irgendwann jedoch war es Zeit zu gehen und Lucy absolut neidisch zu machen, wenn sie riechen würde, was ich alles gefressen hatte. Damit mein kleiner Kumpel nicht zu traurig ist, ließen wir ihm einen Bud aus Plüsch da. Onkel und Tante brachten uns dann noch zum Zug und ich genehmigte mir, kaum im Zug angekommen, erstmal ein Schläfchen. Es war total cool und ich freue mich, dass ich da sein durfte! Ich hoffe, ich darf bald wieder mit meinem neuen Bro Erik spielen und kann das mit dem Kühlschrank perfektionieren. 😉

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Jeder liebt den Bud – auch, wenn er aus Stoff ist. 🙂

MiDoggy Bucket List Challenge – Tag 6: Schreibe einen Blogbeitrag über deinen Hund

MiDoggy Bucket List Challenge – Tag 6: Schreibe einen Blogbeitrag über deinen Hund

Diese Aufgabe ist für uns natürlich waaahnsinnig schwer. Ich meine, Blogbeiträge über Hunde schreiben, puh! Als Hobby- Hundeblogger! Mit einem Hobby- Hundeblog! Mal sehen, ob wir DAS hinbekommen!

„Wie habt ihr euch kennengelernt, was liebst du an ihm, habt ihr eine außergewöhnliche Gemeinsamkeit?“

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Also, kennengelernt haben wir uns an einem lauen Sommerabend. ❤ Wir rannten aufeinander durch eine Blumenwiese zu und- Was? Zu viel Schmalz? Okay, okay. Es war absolut unromantisch. Ich war der coole kleine Welpe und Frauchen war der verpeilte Welpeninteressent, der nicht mal wegen mir da war, sondern wegen Lucy, und das war es eigentlich auch schon.

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…Oder nicht? „Kennenlernen“ ist ein ziemlich dehnbarer Begriff. Es gehört eigentlich viel mehr dazu, als die bloße erste Begegnung, sondern auch die Momente, in denen wir etwas über uns gelernt haben. Als ich das erste Mal Angst hatte, als ich das erste Mal krank war, als ich einfach so weit gerannt bin, wie der Strand her gab und mich kein Zweibeiner einholen konnte.

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Als sie die Stelle entdeckten, an der man mich kraulen muss, damit ich in der Luft mitkratze oder als ich mich geweigert habe, mein Frauchen allein zu lassen, als sie krank war und sie solange bewacht habe, bis es wieder ging.

Und das beantwortet auch eigentlich schon die zweite Frage. Auch hier sind es die vielen kleinen Dinge. Mein Gesichtsausdruck, wenn ich etwas Interessantes entdeckt habe, meine Fähigkeit, Dinge zu bestaunen. Den Duft meines Fells, wenn ich morgens noch ganz warm und verschlafen bin. Das Blitzen in meinen Augen, wenn ich etwas angestellt habe und weiß, dass sie es noch nicht weiß. Dass ich wahnsinnig kuschelbedürftig bin und gleichzeitig ein Trampeltier.

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Und mein Frauchen liebt an mir, dass ich nicht stur einfach alles tue, was sie verlangt. Klingt komisch und manchmal treibt es sie auch zur Weißglut, wenn ich, statt mich hinzusetzen, nur meinen Hintern vorsichtig auf den Boden tippe. Aber gleichzeitig wäre es furchtbar öde, wenn ich immer alle picobello ausführen würde und sie würde viel seltener lachen. Wir berichten auf unserem Blog nicht nur über die Erfolge beim Hundetraining und unserer super harmonischen rosaglitzernden Hund-Mensch-Idylle, sondern auch von unseren Pleiten, Schandtaten und gefressenen Unterhosen. Wir haben nicht immer Plan und sind beide Chaoten, die es schaffen, über die eigenen Pfoten/ Füße zu fallen, aber vielleicht passen wir gerade deshalb so gut zusammen.

Ist das schon unsere außergewöhnliche Gemeinsamkeit?

Mhh.

Wir sind Batman.

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Morgen geht es weiter mit der WIRKLICH letzten Aufgabe (nachdem nach der vierten Email keine weiteren im Buddy-Postfach landeten, dachten wir kurz, es sei schon am Ende) und werden dann die gesammelten Werke nochmal in einem Extra-Beitrag präsentieren. Yeah. Weil wir cool sind.

Übrigens, in Wirklichkeit habe ich gar keine Sekretärin. Ich schreibe das alles ganz alleine.

Wenn ihr jetzt auch noch Bock habt, die Challenge selbst mal umzusetzen, könnt ihr euch jederzeit noch dafür anmelden.

Die Reise zum Mittelpunkt der Kuh

Ist der Bud geschmolzen?!

… Berechtigte Frage. Aber nein. Ich bin nur sowas von k.o.! Aber um euch das zu erklären, muss ich ganz von vorn anfangen: Nämlich bei Finns Maul.

Mein Kumpel Finn, der olle Hipster, isst nämlich kein Gluten. Aber er hat gute Gründe dafür, denn er ist dagegen allergisch und bekommt dann immer Ohrenentzündung. Jedenfalls hat er dieses Mal auch mit seinem Blättermagen Probleme gehabt und Finns Mama hat uns diesen heute vermacht. (Danke, Finns-Mama! ❤ )

Finn lebt in der Stadt, in der unsere Zweibeiner zusammen studieren, für uns Kurzbeiner eine ziemliche Weltreise! Die halbe Stunde bis zu unserem Bahnhof war ja eigentlich kein Ding, sind wir damals beim Praktikum ja fast jeden Tag gelaufen.

Aber vom Bahnhof Nr. 2 dann bis zu Finn war es laut Google eine Dreiviertelstunde! Im Sommer! In der Wärme! Durch die Großstadt!!! (Anmerkung der Redaktion: Okay, okay. Es ist eigentlich eine eher kleine Großstadt, aber für unsere Verhältnisse riesig. Ich weiß nicht, wie Balduin das in Leipzig gemacht hat. Soviel wie man da markieren müsste, kann man in drei Leben nicht trinken. Wie machen das Großstadthunde? Habt ihr mehrere Blasen??) Meine Mama war dann jedenfalls ziemlich nervös und hat Lucy dann einfach in den Rucksack gestopft und diesen verkehrt herum aufgesetzt. (Vorm Bauch, nicht auf dem Kopf stehend, du Depp.) Lucy fand es cool nicht laufen zu müssen und schaute als Kängurubaby aus dem Rucksack. Mama hatte nun eine Hand für das Google-Navi frei  (Jap. Wir haben Finns Zuhause nur dank des Navis gefunden. Wir sind Landeier.) und musste auch nur mich im Auge behalten. Durch die ganzen Fahrradfahrer, Kinderwägen und Fußgänger war das auch nur mit einem Hund ziemlich anstrengend. Für mich ebenso, ich witterte so viele Gerüche, dass meine Nase quasi doppelt so groß war wie zuvor! Viele Passanten, vorwiegend Omis, waren hell begeistert von Känguru-Lucy, aber wir wurden auch zweimal ganz schön angekläfft von knallharten Stadthunden. (Kann ich gut verstehen. Wenn ich so viel markieren müsste und so ein riesiges Revier zu kontrollieren hätte, wäre ich auch gereizt. Allein nach dem Morgenpipi hätte ich Burnout.) 

But I would walk 500 miles aaand I would walk 500 more, just to be the dog that walks a thousand miles to eat all the tasty Blättermagen

Fünfundvierzig Minuten später standen wir dann vor Finns Haus. Lucy war die Einzige von uns, die noch ausgeruht war, aber wir begleiteten Finn samt Frauchen dann noch auf einen Spaziergang zum Fluss. Finn war natürlich schnell im Wasser, ich dagegen nur kurz. Buddeln war viel verlockender! Lucy hockte mit den Zweibeinerinnen auf einem Felsen am Wasser und hörte den erzlangweiligen Zweibeinergesprächen zu und ließ sich huldvoll von Finns Mama knuddeln. Irgendwann ging es dann zurück.

„Oh no, die holen das Handy raus! Los! Wir gucken jetzt alle demonstrativ weg! Plan?“ „Okeydokey!“ … „Verdammt, Fiiiinn!“ „Sorry. Konnte nicht anders. Bin ein guter Junge.“

Nachdem Finn unsere Protestaktion mit dem Foto ruiniert hatte, ging es dann zurück zu Finn nach Hause. Dort brachte uns Finns Frauchen dann noch das Fleisch. Ich war total begeistert! Da denkt man, jemand kann eigentlich gar nicht cooler werden und dann bringt er einem Fresschen! Mega! Allerdings ging es dann auch für uns Richtung Heimat und, nun ja, ihr habt es ja gesehen. Kaum von der Leine schmolz ich einfach auf dem kühlen Boden und schlief an Ort und Stelle ein. 

Ein Drachen an der Leine

Mädchen können ganz schöne Zicken sein und es ist nicht immer einfach, mit ihnen befreundet zu sein. Eben noch war alles gut und schon beißt sie einem volle Bude ins Ohr. (Und das Ohr ist noch die gnädigere Wahl.) Lucy ist nicht nur manchmal eine echte Zicke, sondern auch eine kleine, auf Krawall gebürstete Terrorgurke. Das passiert meistens, wenn wir Gassi gehen und ihre kleinen Äuglein ihren Erzfeind* erspähen.

(*Anmerkung der Redaktion: Wir wissen nicht genau, wie der Erzfeind heißt oder welcher Rasse er angehört, aber er ist klein, hat schwarzes Rauhaarfell und sobald er uns auch nur von weitem entdeckt, fängt er schon an zu brüllen. Weil Lucy und ich -im Gegensatz zu einer gewissen Zweibeinerin- aber total schlagfertig sind, lassen wir das nicht auf uns sitzen und bellen zurück. Ja, auch ich, der sonst kein Kläffer ist. Dackelstolz und so.) 

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Aber auch andere Hunde, die eigentlich vollkommen in Ordnung sind, kläfft Lucy begeistert an. „Ey! Du! Genau du! Deine Mudder! Lucy is in the hood! Ha!“ *seufz* Für mich ist es schwierig, meine Freundschaften mit anderen Hunden zu pflegen, weil ich immer diese kleine Brüllnudel im Schlepptau habe. Meistens darf ich dann meine Bros begrüßen und Lucy wird am ausgestreckten Arm gebändigt, wenn sie mal wieder einen ihrer Macho-Tage hat. Die Besitzer kennen uns schon als „Der Süße und die Laute“. Weil Lucy sonst immer vor allem Angst hat, weiß man aber nie genau, ob sie nun aus „Alter-ich-hau-dir-aufs-…“ oder aus Furcht kläfft. (Wechselt ja auch immer mal.)

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Falsche Stelle, aber selber Fluss: Die Zschopau

Heute hatten wir eine ziemlich coole Hundebegegnung. Es war so warm, dass ich mir sicher bin, dass mein Fell leicht angefangen hat zu schmelzen und so führte uns die Nachmittagsrunde in den Wald, Richtung Fluss. Unter dem dichten Laub war es angenehm kühl, jedoch lockte dies natürlich auch andere Menschlinge an. Unsere bevorzugte Badestelle war also vorerst belegt. Määäh. Ein Angler stakste im Wasser herum und wir hörten das Bellen eines anderen Hundes. Wir erspähten ihn zwar nicht, aber dafür sein Frauchen, mit Kamera in der Hand. Lustig, so sehen wir sonst für andere aus. Fehlt nur noch der übercoole zweite Hund dazu. Wir beschlossen, erstmal etwas am Fluss entlang zu laufen und ein geeignetes Ufer für uns zu finden, jedoch gab es weit und breit keines, das so flach verlief. Und mit unseren kurzen Beinchen trauen wir uns eben nicht, steile Ufer hinab zu kraxeln. Bei ein paar Felsbrocken machten wir ein paar Tricks, um den Zweibeiner bei Laune zu halten und so kam es, dass Lucy offline war. Und dann trafen wir Daria. Sie war ein Rauhaardackel, allerdings ein Zwergdackel, also Lucy-Format. Ich war im siebten Himmel. Ein Dackelmädchen! Klasse! Mama hatte Lucy schnell unter den Arm geklemmt und erwartete das übliche „Mäff! Mäffmäffmäff!“, aber das blieb aus. Stattdessen paddelte Lucy mit den Beinchen herum, während ich schon mal Daria abcheckte. Die Besitzer, ein Zweibeinerpärchen, schienen erfreut darüber, auf Dackelkollegen zu treffen. (Teckel sind ja selten, behauptet man oft.) Lucy durfte dann auch auf den Boden und dackelte zielsicher zu Daria. Ob es jetzt Ärger geben würde? Im Gegenteil. Lucy schien begeistert zu sein und wollte ihr sogar nachlaufen, als sie sich mit ihren Eltern auf den Weg machte. Mama war zutiefst beeindruckt und wir setzten unsere Wanderung fort… Naja, zumindest war das der Plan. Der schmale Weg endete an einem Schild, an dem irgendwas in Richtung „bla bla Privat bla bla“ stand und zwang uns zum Umkehren. ICH hätte es natürlich riskiert, im Zweifelsfalle guck ich einfach süß, aber naja, ihr kennt das ja. Lucy war nun wieder vertäut an ihrer Leine, weil wir die Brut- und Setzzeit ja nicht überstrapazieren wollen, und unterwegs trafen wir erneut auf Daria, die jedoch immer noch frei herum lief. Eben noch war bei Lucy Dr. Jekyll am Steuer, im nächsten Moment wurde sie zum Mr. Hyde und kläffte wie die übliche Bestie an der Leine. So, so, Lucy. Was wir daraus lernen? Ganz offenbar ist die kleine Madame leinenlos nicht ganz so selbstsicher und traut sich die Nummer mit dem Kläffen nur an der sicheren Schnur.  Ist ja leicht, auf dicke Hose zu machen, wenn man genau weiß, dass der Zweibeiner einen im Notfall einfach in die Tasche packt. Einfache Lösung: Lucy ab jetzt immer offline lassen. Ha. Geht nur leider nicht in der Stadt. Aber vielleicht finden sich ja Möglichkeiten zum Üben auf der Wiese, vorausgesetzt, wir finden mal einen freundlichen Hund in Lucy-Größe. Unsere Badestelle war dann übrigens frei und ich bin sogar geschwommen. Glaubt ihr nicht? Video folgt!

 

Wie ähnlich sind sich Hundegeschwister?

Wie ihr ja bestimmt wisst, werde ich manchmal ein Superschurke genannt. Ich bin frech, zerstöre ab und an mein Spielzeug, mache ganz gern mal Unfug, bin aber auch gleichzeitig sehr schmusebedürftig. Mein Bruder Balduin ist da ganz anders. Er macht weniger Unsinn, ist aber so voller Energie, dass es echt schwer ist, ihn müde zu kriegen. Durch diese Hibbeligkeit hat er zum Kuscheln wenig Ruhe, es gibt ja noch so viele Abenteuer!

Wie ähnlich sind sich Hundegeschwister?

Diese Frage konnten meine Zweibeiner gut beobachten, denn sie haben Vergleichsmöglichkeiten durch meine Brüder und Lucys Schwester.

Balduin und ich sind nicht nur vom Wesen her völlig verschieden, sondern sehen auch unterschiedlich aus. Balduin ist ein Schwarztiger, das heißt also, er hat hellere Flecken in seinem Fell. Er ist von der Statur her zierlich, während ich eher kompakt gebaut bin und einen breiteren Brustkorb habe. Unsere Mutter ist wie Balduin ein Schwarztiger, unser Vater sieht aus wie ich.

Balduin

Bud

Die Unterschiede in unserem Wesen schienen auf den ersten Blick nichts mit unserem unterschiedlichen Äußeren zu tun zu haben. Schließlich wurden Balduin und ich von unterschiedlichen Familien adoptiert und damit auch auf unterschiedliche Weisen erzogen. Individuelle Erlebnisse prägen den Charakter ebenfalls.

Mein Bruder Bodo trägt dasselbe Schwarz-Rot wie ich und sieht auch von der Körperform mehr aus wie ich als Balduin. Interessanterweise beschrieb ihn sein Herrchen so, wie man mich auch hätte beschreiben können.

Bodo (rechts) mit Freundin

Sind sich also Geschwister mit einem ähnlichen Aussehen auch vom Wesen her ähnlicher?

Zusammenhänge zwischen Aussehen und Charakter werden in der Hundewelt genauso gern abgestritten wie behauptet. Manche dieser Eigenschaften sind wirklich nicht besonders glaubhaft, so gelten schwarze Hunde in vielen Kulturen als bedrohlich. (Das Frauchen meines Dobermann-Kumpels Django hat dazu auch einen interessanten Artikel verfasst.) Ganz im Ernst! Schwarze Hunde sind überaus gutaussehend, vor allem die mit roten Abzeichen!

Aber vollkommen aus der Luft gegriffen scheint ein Zusammenhang zwischen äußerlichen und charakterlichen Merkmalen nicht. Gerade in der Zucht von Rassehunden sollen ja durch gezielte Verpaarung bestimmte Eigenschaften erhalten bleiben. Ihr wisst schon. Retriever lieben Wasser. Collies möchten hüten. Pudel sind schlau. Dackel sind awesome.

Zwillinge

Aber zurück zu den Geschwistern. Angel und Lucy sind ebenfalls Wurfgeschwister. Sie sehen sich sogar ziemlich ähnlich, beide haben eine zierliche hübsche Kopfform und sind rot gestromt, Angel mehr, Lucy weniger. Bis auf einen Welpen waren alle A-Babys wie ihre Mutter rotgestromt, der Eine ist rot wie der Vater. Lucy und Angel klingen sogar ähnlich, sowohl beim Bellen als auch beim Grummeln. Außerdem haben sie ähnliche Vorlieben und Gewohnheiten. Sie reiben  gern ihre Köpfchen auf weichen Teppichen oder Decken. Sie sind Trampeltiere, die ohne Rücksicht auf Verluste über Menschenkörper spazieren. Sie lieben es, die Gesichter der Menschlinge abzulecken. Beide haben ein spezielles Bellen, wenn sie Aufmerksamkeit bekommen möchten und auch eine ähnliche Mimik. Interessant ist aber auch, dass sie sogar einen ähnlichen Spitznamen haben: Angels Mama nennt Angel manchmal Wutz und Lucy wird gelegentlich Wutzi gerufen, unabhängig von einander. Da Angel und Lucy so viele Gemeinsamkeiten haben und sich auf Fotos zum Verwechseln ähnlich sehen, nennen ihre Frauchen sie oft „die Zwillinge“.

Ratespiel: Wer ist wer?

Unterschiede gibt es zwischen Lucy und Angel aber auch. Während Angel es toll findet, auch von völlig Fremden Aufmerksamkeit zu bekommen, findet Lucy fremde Menschen zunächst immer etwas unheimlich. Angel ist genau wie Lucy keine Wasserratte, schwimmt jedoch hin und wieder gemeinsam mit ihrer Rauhaarkollegin Billabong. Lucy hasst Wasser aus tiefster Seele und damit sie freiwillig baden geht, muss es wirklich ein sehr sehr warmer Tag sein. So mit Lava.

* schwimm schwimm, ich bin ein Dackelphin*

„Shit! Das ist ja nass!“

Fazit: 

In einigen Dingen ist die Verwandschaft unabstreitbar. Die Verhaltensweisen von Hundegeschwistern sind sich oft sehr ähnlich, auch wenn diese an vollkommen anderen Orten und auf völlig andere Weise aufgewachsen sind. Unsere Zweibeiner finden es sehr faszinierend, sich mit den Zweibeinern unserer Geschwister auszutauschen und solche kleinen Gemeinsamkeiten zu entdecken. „Macht das deine auch?“ gehört so zu den beliebten Fragen an Angels Frauchen. Bei Balduin und mir überwiegen die Unterschiede, aber wir Hunde haben schließlich auch das Recht auf eine individuelle Persönlichkeit. Und wie ihr wisst, finden meine Eltern gerade meinen Superschurkencharakter richtig toll und Lucy mit ihren Prinzessinnenallüren zuckersüß, weshalb es überhaupt diesen Blog gibt. 😉

Habt ihr noch Kontakt zu Wurfgeschwistern oder haben die Züchter unter euch selbst schon solche Beobachtungen angestellt?

Der Corgi und der heilige Zergel

Es ist Sommer! Während es am Donnerstag, zu Himmelfahrt, noch ziemlich eklig war und wir neidisch die Schönwetterfotos unserer Tante Vivi aus der Schweiz beäugten, wurde es Ende der Woche dann doch noch warm und sonnig!

Freitag bekamen wir Gassibesuch von Nami, dem Corgimädchen. Auf unserer Lieblingswiese machten wir Halt um zu spielen. Dieses Mal hatte ich auch nicht nur das Buddeln im Kopf und jagte sie, ganz Kavallier, über die Wiese.

Nami interessierte sich vor allem für ihren Lieblingszergel und wenn ich diesem zu nah kam, wurde sie grantig. Typisch Weiber! Spielzeug kann mich draußen ja nun nicht so beeindrucken. Mauselöcher schon. Trotzdem fand Nami, dass ich zu ihrem Spieltau mehr Abstand halten sollte.

Wir dackelten und corgelten dann noch eine Runde durch den Wald. Am Fluss machten wir eine erneute Pause um zu planschen. 

Wasserratte Nami war entzückt vom flachen Ufer und wagte sich gleich mutig in die Fluten. Lucy und ich badeten nur ein bisschen die Pfötchen. Den Rückweg über trockneten wir dann wieder und hechelten alle ganz schön, auch die Zweibeiner. Es wurde zunehmend wärmer! 

Wieder zurück machte sich Nami dann mit ihrer Familie wieder auf den Weg und wir bekamen ein schönes kühles Hundeeis. Den restlichen Tag verschlief ich und träumte von flauschigen kleinen Corgimädchen. 

„Mein Hund heißt Nein“- Strandlektüre

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„Bud! Nein! Spuck das sofort aus! Neeeiiiin, nicht auffressen! Buuud!“

…So oder so ähnlich begannen in meiner Welpenzeit viele Gespräche zwischen mir und meinem Menschling. Möbel anknabbern – „Nein, pfui!“ Fremde Häufchen beschnüffeln-„Iiih, nein!“ Unterhosen fressen – „Neiiin, nicht schon wieder, Bud, das war die Schönste!“ Menschlings-Mimimi. Wenn es nicht schwarz auf weiß in meinen Papieren stünde, hätte man glauben können, mein Name sei gar nicht Bud vom Haselbach, sondern „Neinpfui vom Spuckdasaus“. Mittlerweile sind meine Zweibeiner und ich ein tolles Team geworden und die vielen Schandtaten aus Welpentagen sind heute witzige Anekdoten, die Frauchen gern zum Besten gibt, wenn sie sich mit anderen Hundehaltern unterhält. Und was passiert, wenn sich achtzehn Hundehalter mit all ihren Anekdoten zusammen tun? Genau. Ein Buch. Über Hunde. Ein Hundebuch.

Mein Hund heißt Nein Jasmin Sachse Dackel Buch

Hundegeschichten für einen guten Zweck

Letztes Jahr im Dezember erschien „Iss’n Rüde und weitere Geschichten“, ein Buchprojekt aus 25 Kurzgeschichten rund um das Hundeleben. Dieses Mal sind es ganze 44 Kurzgeschichten für den guten Zweck, die sich erneut um die Abenteuer und Erlebnisse von Hunden drehen.

Weil das Buch dieses Mal fast doppelt so dick ist, wird der Erlös dieses Mal an gleich zwei Organisationen gespendet!

 

sos dog evSOS-DOG e.V unterstützen, gemeinsam mit dem Roten Kreuz, vor allem in der kalten Jahreszeit, aber natürlich auch im restlichen Jahr, Obdachlose und ihre Hunde. Außerdem setzt sich dieser Verein für den Erhalt von Freilaufflächen in Hamburg und für Listenhunde ein.

 

ig gegen rasselistenListenhunde sind das Hauptinteresse des Vereins IG gegen Rasselisten e.V, die aufgrund ihrer Rasse für Verfehlungen verantwortlich gemacht werden, die eigentlich ihre Halter zu verantworten haben. Die Folge? Es müssen natürlich gleich alle Hunde dieser Rasse in einen Topf geworfen werden und sanktioniert werden. Gegen Rasselisten tun genau das, wofür ihr Name steht.

Über „Mein Hund heißt Nein“

Auf dem Cover blickt man in zwei treuherzige Hundegesichter, die natürlich niiiemals etwas anstellen würden, darüber prangt der Titel „Mein Hund heißt Nein“. Die vierundvierzig Kurzgeschichten handeln von unterschiedlichsten Themen aus dem Leben eines Hundehalters. Wie man auf den Hund kommt, ist so einzigartig, wie jede Kennenlernengeschichte ist, ob beim Züchter in einen kleinen Welpen verliebt oder einen Tierschutzhund adoptiert. Auch Geschichten aus dem Alltag, Begegnungen mit anderen Hunden, gemeinsame Ausflüge und viele andere Momente, in denen uns unsere Vierbeiner zum Lächeln oder auch mal zum Verzweifeln bringen, sind in „Mein Hund heißt Nein“ zu finden. Unter den Autoren vertreten ist auch Maximilian Pisacane, den viele ja schon durch seinen Hundeblog „Gassireport“ und seine Kolumnen im Hundemagazin „WUFF“ kennen.  Und, natürlich haben auch wir mitgemacht. Von mir sind gleich vier Geschichten enthalten! Das macht dieses Hundebuch zu 9 % budig!

Erwerben könnt ihr „Mein Hund heißt Nein“ auf Amazon oder direkt beim Verlag. Der Kostenpunkt liegt bei 11,95€, der komplette Erlös kommt den Organisationen SOS-Dog e.V und IG gegen Rasselisten e.V zugute.

Also worauf wartet ihr noch? 

Mein Hund heißt Nein Jasmin Sachse

Vielen Dank natürlich erneut an alle Mitautoren, durch die dieses Buch erst möglich wurde, und vor allem an Burkhard Thom.