Die Reise zum Mittelpunkt der Kuh

Ist der Bud geschmolzen?!

… Berechtigte Frage. Aber nein. Ich bin nur sowas von k.o.! Aber um euch das zu erklären, muss ich ganz von vorn anfangen: Nämlich bei Finns Maul.

Mein Kumpel Finn, der olle Hipster, isst nämlich kein Gluten. Aber er hat gute Gründe dafür, denn er ist dagegen allergisch und bekommt dann immer Ohrenentzündung. Jedenfalls hat er dieses Mal auch mit seinem Blättermagen Probleme gehabt und Finns Mama hat uns diesen heute vermacht. (Danke, Finns-Mama! ❤ )

Finn lebt in der Stadt, in der unsere Zweibeiner zusammen studieren, für uns Kurzbeiner eine ziemliche Weltreise! Die halbe Stunde bis zu unserem Bahnhof war ja eigentlich kein Ding, sind wir damals beim Praktikum ja fast jeden Tag gelaufen.

Aber vom Bahnhof Nr. 2 dann bis zu Finn war es laut Google eine Dreiviertelstunde! Im Sommer! In der Wärme! Durch die Großstadt!!! (Anmerkung der Redaktion: Okay, okay. Es ist eigentlich eine eher kleine Großstadt, aber für unsere Verhältnisse riesig. Ich weiß nicht, wie Balduin das in Leipzig gemacht hat. Soviel wie man da markieren müsste, kann man in drei Leben nicht trinken. Wie machen das Großstadthunde? Habt ihr mehrere Blasen??) Meine Mama war dann jedenfalls ziemlich nervös und hat Lucy dann einfach in den Rucksack gestopft und diesen verkehrt herum aufgesetzt. (Vorm Bauch, nicht auf dem Kopf stehend, du Depp.) Lucy fand es cool nicht laufen zu müssen und schaute als Kängurubaby aus dem Rucksack. Mama hatte nun eine Hand für das Google-Navi frei  (Jap. Wir haben Finns Zuhause nur dank des Navis gefunden. Wir sind Landeier.) und musste auch nur mich im Auge behalten. Durch die ganzen Fahrradfahrer, Kinderwägen und Fußgänger war das auch nur mit einem Hund ziemlich anstrengend. Für mich ebenso, ich witterte so viele Gerüche, dass meine Nase quasi doppelt so groß war wie zuvor! Viele Passanten, vorwiegend Omis, waren hell begeistert von Känguru-Lucy, aber wir wurden auch zweimal ganz schön angekläfft von knallharten Stadthunden. (Kann ich gut verstehen. Wenn ich so viel markieren müsste und so ein riesiges Revier zu kontrollieren hätte, wäre ich auch gereizt. Allein nach dem Morgenpipi hätte ich Burnout.) 

But I would walk 500 miles aaand I would walk 500 more, just to be the dog that walks a thousand miles to eat all the tasty Blättermagen

Fünfundvierzig Minuten später standen wir dann vor Finns Haus. Lucy war die Einzige von uns, die noch ausgeruht war, aber wir begleiteten Finn samt Frauchen dann noch auf einen Spaziergang zum Fluss. Finn war natürlich schnell im Wasser, ich dagegen nur kurz. Buddeln war viel verlockender! Lucy hockte mit den Zweibeinerinnen auf einem Felsen am Wasser und hörte den erzlangweiligen Zweibeinergesprächen zu und ließ sich huldvoll von Finns Mama knuddeln. Irgendwann ging es dann zurück.

„Oh no, die holen das Handy raus! Los! Wir gucken jetzt alle demonstrativ weg! Plan?“ „Okeydokey!“ … „Verdammt, Fiiiinn!“ „Sorry. Konnte nicht anders. Bin ein guter Junge.“

Nachdem Finn unsere Protestaktion mit dem Foto ruiniert hatte, ging es dann zurück zu Finn nach Hause. Dort brachte uns Finns Frauchen dann noch das Fleisch. Ich war total begeistert! Da denkt man, jemand kann eigentlich gar nicht cooler werden und dann bringt er einem Fresschen! Mega! Allerdings ging es dann auch für uns Richtung Heimat und, nun ja, ihr habt es ja gesehen. Kaum von der Leine schmolz ich einfach auf dem kühlen Boden und schlief an Ort und Stelle ein. 

Ein Drachen an der Leine

Mädchen können ganz schöne Zicken sein und es ist nicht immer einfach, mit ihnen befreundet zu sein. Eben noch war alles gut und schon beißt sie einem volle Bude ins Ohr. (Und das Ohr ist noch die gnädigere Wahl.) Lucy ist nicht nur manchmal eine echte Zicke, sondern auch eine kleine, auf Krawall gebürstete Terrorgurke. Das passiert meistens, wenn wir Gassi gehen und ihre kleinen Äuglein ihren Erzfeind* erspähen.

(*Anmerkung der Redaktion: Wir wissen nicht genau, wie der Erzfeind heißt oder welcher Rasse er angehört, aber er ist klein, hat schwarzes Rauhaarfell und sobald er uns auch nur von weitem entdeckt, fängt er schon an zu brüllen. Weil Lucy und ich -im Gegensatz zu einer gewissen Zweibeinerin- aber total schlagfertig sind, lassen wir das nicht auf uns sitzen und bellen zurück. Ja, auch ich, der sonst kein Kläffer ist. Dackelstolz und so.) 

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Aber auch andere Hunde, die eigentlich vollkommen in Ordnung sind, kläfft Lucy begeistert an. „Ey! Du! Genau du! Deine Mudder! Lucy is in the hood! Ha!“ *seufz* Für mich ist es schwierig, meine Freundschaften mit anderen Hunden zu pflegen, weil ich immer diese kleine Brüllnudel im Schlepptau habe. Meistens darf ich dann meine Bros begrüßen und Lucy wird am ausgestreckten Arm gebändigt, wenn sie mal wieder einen ihrer Macho-Tage hat. Die Besitzer kennen uns schon als „Der Süße und die Laute“. Weil Lucy sonst immer vor allem Angst hat, weiß man aber nie genau, ob sie nun aus „Alter-ich-hau-dir-aufs-…“ oder aus Furcht kläfft. (Wechselt ja auch immer mal.)

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Falsche Stelle, aber selber Fluss: Die Zschopau

Heute hatten wir eine ziemlich coole Hundebegegnung. Es war so warm, dass ich mir sicher bin, dass mein Fell leicht angefangen hat zu schmelzen und so führte uns die Nachmittagsrunde in den Wald, Richtung Fluss. Unter dem dichten Laub war es angenehm kühl, jedoch lockte dies natürlich auch andere Menschlinge an. Unsere bevorzugte Badestelle war also vorerst belegt. Määäh. Ein Angler stakste im Wasser herum und wir hörten das Bellen eines anderen Hundes. Wir erspähten ihn zwar nicht, aber dafür sein Frauchen, mit Kamera in der Hand. Lustig, so sehen wir sonst für andere aus. Fehlt nur noch der übercoole zweite Hund dazu. Wir beschlossen, erstmal etwas am Fluss entlang zu laufen und ein geeignetes Ufer für uns zu finden, jedoch gab es weit und breit keines, das so flach verlief. Und mit unseren kurzen Beinchen trauen wir uns eben nicht, steile Ufer hinab zu kraxeln. Bei ein paar Felsbrocken machten wir ein paar Tricks, um den Zweibeiner bei Laune zu halten und so kam es, dass Lucy offline war. Und dann trafen wir Daria. Sie war ein Rauhaardackel, allerdings ein Zwergdackel, also Lucy-Format. Ich war im siebten Himmel. Ein Dackelmädchen! Klasse! Mama hatte Lucy schnell unter den Arm geklemmt und erwartete das übliche „Mäff! Mäffmäffmäff!“, aber das blieb aus. Stattdessen paddelte Lucy mit den Beinchen herum, während ich schon mal Daria abcheckte. Die Besitzer, ein Zweibeinerpärchen, schienen erfreut darüber, auf Dackelkollegen zu treffen. (Teckel sind ja selten, behauptet man oft.) Lucy durfte dann auch auf den Boden und dackelte zielsicher zu Daria. Ob es jetzt Ärger geben würde? Im Gegenteil. Lucy schien begeistert zu sein und wollte ihr sogar nachlaufen, als sie sich mit ihren Eltern auf den Weg machte. Mama war zutiefst beeindruckt und wir setzten unsere Wanderung fort… Naja, zumindest war das der Plan. Der schmale Weg endete an einem Schild, an dem irgendwas in Richtung „bla bla Privat bla bla“ stand und zwang uns zum Umkehren. ICH hätte es natürlich riskiert, im Zweifelsfalle guck ich einfach süß, aber naja, ihr kennt das ja. Lucy war nun wieder vertäut an ihrer Leine, weil wir die Brut- und Setzzeit ja nicht überstrapazieren wollen, und unterwegs trafen wir erneut auf Daria, die jedoch immer noch frei herum lief. Eben noch war bei Lucy Dr. Jekyll am Steuer, im nächsten Moment wurde sie zum Mr. Hyde und kläffte wie die übliche Bestie an der Leine. So, so, Lucy. Was wir daraus lernen? Ganz offenbar ist die kleine Madame leinenlos nicht ganz so selbstsicher und traut sich die Nummer mit dem Kläffen nur an der sicheren Schnur.  Ist ja leicht, auf dicke Hose zu machen, wenn man genau weiß, dass der Zweibeiner einen im Notfall einfach in die Tasche packt. Einfache Lösung: Lucy ab jetzt immer offline lassen. Ha. Geht nur leider nicht in der Stadt. Aber vielleicht finden sich ja Möglichkeiten zum Üben auf der Wiese, vorausgesetzt, wir finden mal einen freundlichen Hund in Lucy-Größe. Unsere Badestelle war dann übrigens frei und ich bin sogar geschwommen. Glaubt ihr nicht? Video folgt!

 

Wie ähnlich sind sich Hundegeschwister?

Wie ihr ja bestimmt wisst, werde ich manchmal ein Superschurke genannt. Ich bin frech, zerstöre ab und an mein Spielzeug, mache ganz gern mal Unfug, bin aber auch gleichzeitig sehr schmusebedürftig. Mein Bruder Balduin ist da ganz anders. Er macht weniger Unsinn, ist aber so voller Energie, dass es echt schwer ist, ihn müde zu kriegen. Durch diese Hibbeligkeit hat er zum Kuscheln wenig Ruhe, es gibt ja noch so viele Abenteuer!

Wie ähnlich sind sich Hundegeschwister?

Diese Frage konnten meine Zweibeiner gut beobachten, denn sie haben Vergleichsmöglichkeiten durch meine Brüder und Lucys Schwester.

Balduin und ich sind nicht nur vom Wesen her völlig verschieden, sondern sehen auch unterschiedlich aus. Balduin ist ein Schwarztiger, das heißt also, er hat hellere Flecken in seinem Fell. Er ist von der Statur her zierlich, während ich eher kompakt gebaut bin und einen breiteren Brustkorb habe. Unsere Mutter ist wie Balduin ein Schwarztiger, unser Vater sieht aus wie ich.

Balduin

Bud

Die Unterschiede in unserem Wesen schienen auf den ersten Blick nichts mit unserem unterschiedlichen Äußeren zu tun zu haben. Schließlich wurden Balduin und ich von unterschiedlichen Familien adoptiert und damit auch auf unterschiedliche Weisen erzogen. Individuelle Erlebnisse prägen den Charakter ebenfalls.

Mein Bruder Bodo trägt dasselbe Schwarz-Rot wie ich und sieht auch von der Körperform mehr aus wie ich als Balduin. Interessanterweise beschrieb ihn sein Herrchen so, wie man mich auch hätte beschreiben können.

Bodo (rechts) mit Freundin

Sind sich also Geschwister mit einem ähnlichen Aussehen auch vom Wesen her ähnlicher?

Zusammenhänge zwischen Aussehen und Charakter werden in der Hundewelt genauso gern abgestritten wie behauptet. Manche dieser Eigenschaften sind wirklich nicht besonders glaubhaft, so gelten schwarze Hunde in vielen Kulturen als bedrohlich. (Das Frauchen meines Dobermann-Kumpels Django hat dazu auch einen interessanten Artikel verfasst.) Ganz im Ernst! Schwarze Hunde sind überaus gutaussehend, vor allem die mit roten Abzeichen!

Aber vollkommen aus der Luft gegriffen scheint ein Zusammenhang zwischen äußerlichen und charakterlichen Merkmalen nicht. Gerade in der Zucht von Rassehunden sollen ja durch gezielte Verpaarung bestimmte Eigenschaften erhalten bleiben. Ihr wisst schon. Retriever lieben Wasser. Collies möchten hüten. Pudel sind schlau. Dackel sind awesome.

Zwillinge

Aber zurück zu den Geschwistern. Angel und Lucy sind ebenfalls Wurfgeschwister. Sie sehen sich sogar ziemlich ähnlich, beide haben eine zierliche hübsche Kopfform und sind rot gestromt, Angel mehr, Lucy weniger. Bis auf einen Welpen waren alle A-Babys wie ihre Mutter rotgestromt, der Eine ist rot wie der Vater. Lucy und Angel klingen sogar ähnlich, sowohl beim Bellen als auch beim Grummeln. Außerdem haben sie ähnliche Vorlieben und Gewohnheiten. Sie reiben  gern ihre Köpfchen auf weichen Teppichen oder Decken. Sie sind Trampeltiere, die ohne Rücksicht auf Verluste über Menschenkörper spazieren. Sie lieben es, die Gesichter der Menschlinge abzulecken. Beide haben ein spezielles Bellen, wenn sie Aufmerksamkeit bekommen möchten und auch eine ähnliche Mimik. Interessant ist aber auch, dass sie sogar einen ähnlichen Spitznamen haben: Angels Mama nennt Angel manchmal Wutz und Lucy wird gelegentlich Wutzi gerufen, unabhängig von einander. Da Angel und Lucy so viele Gemeinsamkeiten haben und sich auf Fotos zum Verwechseln ähnlich sehen, nennen ihre Frauchen sie oft „die Zwillinge“.

Ratespiel: Wer ist wer?

Unterschiede gibt es zwischen Lucy und Angel aber auch. Während Angel es toll findet, auch von völlig Fremden Aufmerksamkeit zu bekommen, findet Lucy fremde Menschen zunächst immer etwas unheimlich. Angel ist genau wie Lucy keine Wasserratte, schwimmt jedoch hin und wieder gemeinsam mit ihrer Rauhaarkollegin Billabong. Lucy hasst Wasser aus tiefster Seele und damit sie freiwillig baden geht, muss es wirklich ein sehr sehr warmer Tag sein. So mit Lava.

* schwimm schwimm, ich bin ein Dackelphin*

„Shit! Das ist ja nass!“

Fazit: 

In einigen Dingen ist die Verwandschaft unabstreitbar. Die Verhaltensweisen von Hundegeschwistern sind sich oft sehr ähnlich, auch wenn diese an vollkommen anderen Orten und auf völlig andere Weise aufgewachsen sind. Unsere Zweibeiner finden es sehr faszinierend, sich mit den Zweibeinern unserer Geschwister auszutauschen und solche kleinen Gemeinsamkeiten zu entdecken. „Macht das deine auch?“ gehört so zu den beliebten Fragen an Angels Frauchen. Bei Balduin und mir überwiegen die Unterschiede, aber wir Hunde haben schließlich auch das Recht auf eine individuelle Persönlichkeit. Und wie ihr wisst, finden meine Eltern gerade meinen Superschurkencharakter richtig toll und Lucy mit ihren Prinzessinnenallüren zuckersüß, weshalb es überhaupt diesen Blog gibt. 😉

Habt ihr noch Kontakt zu Wurfgeschwistern oder haben die Züchter unter euch selbst schon solche Beobachtungen angestellt?

Der Corgi und der heilige Zergel

Es ist Sommer! Während es am Donnerstag, zu Himmelfahrt, noch ziemlich eklig war und wir neidisch die Schönwetterfotos unserer Tante Vivi aus der Schweiz beäugten, wurde es Ende der Woche dann doch noch warm und sonnig!

Freitag bekamen wir Gassibesuch von Nami, dem Corgimädchen. Auf unserer Lieblingswiese machten wir Halt um zu spielen. Dieses Mal hatte ich auch nicht nur das Buddeln im Kopf und jagte sie, ganz Kavallier, über die Wiese.

Nami interessierte sich vor allem für ihren Lieblingszergel und wenn ich diesem zu nah kam, wurde sie grantig. Typisch Weiber! Spielzeug kann mich draußen ja nun nicht so beeindrucken. Mauselöcher schon. Trotzdem fand Nami, dass ich zu ihrem Spieltau mehr Abstand halten sollte.

Wir dackelten und corgelten dann noch eine Runde durch den Wald. Am Fluss machten wir eine erneute Pause um zu planschen. 

Wasserratte Nami war entzückt vom flachen Ufer und wagte sich gleich mutig in die Fluten. Lucy und ich badeten nur ein bisschen die Pfötchen. Den Rückweg über trockneten wir dann wieder und hechelten alle ganz schön, auch die Zweibeiner. Es wurde zunehmend wärmer! 

Wieder zurück machte sich Nami dann mit ihrer Familie wieder auf den Weg und wir bekamen ein schönes kühles Hundeeis. Den restlichen Tag verschlief ich und träumte von flauschigen kleinen Corgimädchen. 

„Mein Hund heißt Nein“- Strandlektüre

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„Bud! Nein! Spuck das sofort aus! Neeeiiiin, nicht auffressen! Buuud!“

…So oder so ähnlich begannen in meiner Welpenzeit viele Gespräche zwischen mir und meinem Menschling. Möbel anknabbern – „Nein, pfui!“ Fremde Häufchen beschnüffeln-„Iiih, nein!“ Unterhosen fressen – „Neiiin, nicht schon wieder, Bud, das war die Schönste!“ Menschlings-Mimimi. Wenn es nicht schwarz auf weiß in meinen Papieren stünde, hätte man glauben können, mein Name sei gar nicht Bud vom Haselbach, sondern „Neinpfui vom Spuckdasaus“. Mittlerweile sind meine Zweibeiner und ich ein tolles Team geworden und die vielen Schandtaten aus Welpentagen sind heute witzige Anekdoten, die Frauchen gern zum Besten gibt, wenn sie sich mit anderen Hundehaltern unterhält. Und was passiert, wenn sich achtzehn Hundehalter mit all ihren Anekdoten zusammen tun? Genau. Ein Buch. Über Hunde. Ein Hundebuch.

Mein Hund heißt Nein Jasmin Sachse Dackel Buch

Hundegeschichten für einen guten Zweck

Letztes Jahr im Dezember erschien „Iss’n Rüde und weitere Geschichten“, ein Buchprojekt aus 25 Kurzgeschichten rund um das Hundeleben. Dieses Mal sind es ganze 44 Kurzgeschichten für den guten Zweck, die sich erneut um die Abenteuer und Erlebnisse von Hunden drehen.

Weil das Buch dieses Mal fast doppelt so dick ist, wird der Erlös dieses Mal an gleich zwei Organisationen gespendet!

 

sos dog evSOS-DOG e.V unterstützen, gemeinsam mit dem Roten Kreuz, vor allem in der kalten Jahreszeit, aber natürlich auch im restlichen Jahr, Obdachlose und ihre Hunde. Außerdem setzt sich dieser Verein für den Erhalt von Freilaufflächen in Hamburg und für Listenhunde ein.

 

ig gegen rasselistenListenhunde sind das Hauptinteresse des Vereins IG gegen Rasselisten e.V, die aufgrund ihrer Rasse für Verfehlungen verantwortlich gemacht werden, die eigentlich ihre Halter zu verantworten haben. Die Folge? Es müssen natürlich gleich alle Hunde dieser Rasse in einen Topf geworfen werden und sanktioniert werden. Gegen Rasselisten tun genau das, wofür ihr Name steht.

Über „Mein Hund heißt Nein“

Auf dem Cover blickt man in zwei treuherzige Hundegesichter, die natürlich niiiemals etwas anstellen würden, darüber prangt der Titel „Mein Hund heißt Nein“. Die vierundvierzig Kurzgeschichten handeln von unterschiedlichsten Themen aus dem Leben eines Hundehalters. Wie man auf den Hund kommt, ist so einzigartig, wie jede Kennenlernengeschichte ist, ob beim Züchter in einen kleinen Welpen verliebt oder einen Tierschutzhund adoptiert. Auch Geschichten aus dem Alltag, Begegnungen mit anderen Hunden, gemeinsame Ausflüge und viele andere Momente, in denen uns unsere Vierbeiner zum Lächeln oder auch mal zum Verzweifeln bringen, sind in „Mein Hund heißt Nein“ zu finden. Unter den Autoren vertreten ist auch Maximilian Pisacane, den viele ja schon durch seinen Hundeblog „Gassireport“ und seine Kolumnen im Hundemagazin „WUFF“ kennen.  Und, natürlich haben auch wir mitgemacht. Von mir sind gleich vier Geschichten enthalten! Das macht dieses Hundebuch zu 9 % budig!

Erwerben könnt ihr „Mein Hund heißt Nein“ auf Amazon oder direkt beim Verlag. Der Kostenpunkt liegt bei 11,95€, der komplette Erlös kommt den Organisationen SOS-Dog e.V und IG gegen Rasselisten e.V zugute.

Also worauf wartet ihr noch? 

Mein Hund heißt Nein Jasmin Sachse

Vielen Dank natürlich erneut an alle Mitautoren, durch die dieses Buch erst möglich wurde, und vor allem an Burkhard Thom.

 

 

 

Wie man einen Menschen glücklich macht

Menschen sind, wie so oft schon festgestellt, ziemlich seltsam. Die besten Sachen (tote Mäuse, stinkender Dreck, Kacke) lassen sie völlig kalt oder versetzen sie höchtens in Ekel. Total langweilige Dinge, wie bei Fuß gehen oder  im Platz vor seinem Essen warten, bereitet ihnen dagegen eine Riesenfreude. Meine Mama ist da keine Ausnahme, oh nein. Sie hat als wir Welpen waren, jeden Haufen mit Jubelrufen begleitet. Wie gesagt, verrückte Zweibeiner eben. Seit geraumer Zeit versucht sie, uns das Apportieren schmackhaft zu machen, mit eher mittelmäßigem Erfolg. Ich kann eigentlich super apportieren, drinnen in unserer Wohnung. Lucy dagegen versteht das Kommando einfach nicht. Über Sachen kurz anheben, kamen sie und Mama nie hinaus. 

Heute bewaffnete sich unser Frauchen mit unserem Lieblingsapportierspielzeug, dem Felldummy, der Schleppleine und der Leckerlietasche. Offensichtlich meinte sie es ernst. Das Wetter war super, sonnig und trotz eher kühler Temperaturen angenehm. Angekommen auf der Trainingswiese machte sie dann auf wichtig, aber ganz im Ernst, es gab dort viel spannendere Düfte als ihre Möhrenleckerlies! 

Den Dummy widmete ich keines müden Blickes und fraß lieber Gras. Lucy interessierte sich zwar für den Dummy, ließ ihn aber liegen. Mama war schwer enttäuscht und setzte sich dann einfach auf ihrer Jacke auf die Wiese. Mit Lucy übte sie zumindest ein bisschen die Dummysuche, wirkte aber trotzdem etwas niedergeschlagen. Also dachte ich, ach was soll’s. Du bist eben der gute Junge, und kam zu ihr. Sie warf den Dummy probehalber ein winziges Stück und ich brachte ihn zurück. Mit den Würfen wurde die  Wurfweite immer größer und ich brachte jedes Mal den Dummy, als hätte ich niemals etwas anderes getan. 

Es mag für die unter euch, die schon lange Stöckchen werfen, keine große Sache sein, aber es war für uns das erste Mal, dass ich draußen etwas apportieren wollte. Für Mama war es die größte Sache der Welt, ihre Augen strahlten, lange noch, bis wir längst Zuhause waren und ich weiß, dass sie diese kleine Sache sehr glücklich gemacht hat. 

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Erinnert ihr euch noch an den cleveren kleinen Schulhund Pelle? Wir haben ihn vor einer Weile für den „Liebster Award“ nominiert und jetzt hat er den Spieß umgedreht und uns nominiert für die Challenge 20factsaboutme. Danke, Pelle, wir freuen uns sehr! 🙂

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20 Fakten über den fantastischen Bud und die liebreizende Lucy

1.Lucy und ich schlafen im Menschenbett, aber auf völlig verschiedene Weisen! Während Lucy süß wie eine Dackelpuppe auf dem Rücken im Kissen schlummert, den Körper unter der warmen Bettdecke verborgen, hängen bei mir, in bester Rüdenmanier, nur noch meine Beine raus und ähhh.. ach, seht selbst!

2. Lucy war als Welpe unglaublicherweise ziemlich mäkelig beim Essen! Mittlerweile frisst sie mit Genuss und so oft sie kann. Ich dagegen esse nur manche Gemüsesorten, wie rote Beete oder Spinat, nicht gern.

3. Wir wohnen in einer Wohnung über einer Gaststätte und seit ich ein kleiner Welpe bin, ist der Koch mein Freund. Ich muss, wann immer ich ihn sehe, sofort zu ihm hin und ihn voller Freude begrüßen. Der Koch mag mich auch und kniet sich sogar extra für mich hin.

4. Mein Leibgericht sind Pansen auf Süßkartoffelbrei und Würstchen.

5. Es gibt einen persönlichen Bud-Titelsong, den Mama mir manchmal vorsingt.

6. Lucy hasst es, durch hohes Gras zu laufen. Dasselbe gilt für halbhohe Stoppeln auf den herbstlichen Feldern. Im Gegensatz dazu liebt sie frisch gemähtes Gras und wälzt sich darin voller Wonne.

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7. Wir besitzen SOWOHL Halsbänder als auch Geschirre und haben in unserem Leben auch schon Trockenfutter und Nassfutter durchprobiert, bevor wir gebarft wurden. Außerdem ist Lucy kastriert und ich nicht. Damit könnten wir so manches Forum stundenlang beschäftigen.

8. Ich war der kräftigste und wildeste Welpe im Wurf und mein Züchter war sehr froh, als ich dann mit Lucy ein Zuhause gefunden hatte. Frech und abenteuerlustig bin ich auch jetzt noch, dazu wurde ich aber auch zu einem wahren Schmusebär. Lucy war übrigens auch das Wildschwein des Wurfs!

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9. Lucys ersten Vornamen Arya verdankt sie „Game of Thrones“, Arya Stark von Winterfell ist Mamas Lieblingsfigur. Und ein bisschen Ähnlichkeit besteht ja auch: Beide sollte man trotz ihrer Körpergröße nicht unterschätzen, was ihre Tapferkeit angeht.

10.  Mama hat unsere allerersten Halsbänder noch. Allerdings könnte ich dieses höchtens als Maulreif tragen.

11. Lucy hat eine Patentante in der Schweiz, unsere Tante Vivi, die Mama von Lucys Schwester und für uns eine liebe Freundin.

12. Einen Großteil von dem, was unsere Mama über Ernährung und Pflege weiß, hat sie von Lucys Patentante Vivi gelernt.

13. … Ist ja bekanntlich eine Unglückszahl. Mal überlegen… also, bisher bin ich (toi toi toi) nur einmal in eine Glasscherbe getreten. Es war nicht besonders schlimm, aber Mama hat trotzdem die gefährliche Wunde nicht aus den Augen gelassen, bis sie ganz verheilt war.

14. Mein Papa ist Angler, aber Fisch fressen wir nur, wenn er fangfrisch ist. Eingefroren und im Ganzen geht gar nicht, das findet sogar Lucy eklig. Püriert verschmähe ich den Fisch immer noch.

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15. Wir haben einen ganzen Eimer voller Spielzeug, aber gerade Plüschtiere zerstöre ich jedesmal. Dann bin ich traurig, wenn es kaputt ist und sobald es meine Mama genäht hat, mache ich es wieder kaputt.

16. Manchmal sitze ich vorm Spiegel und bewundere mich selbst.

17. Wenn ich nachdenke, beiße ich mir oft auf die Lefze. Meine Dackelmutti Cloud macht das auch.

18. Lucy hat schon mal für Mamas Praktikum gemodelt. Bei diesem Praktikum entstand auch eine Hunde-Quiz-App, deren Grafiken Mama gemalt hat. Natürlich habe ich sie dazu inspiriert!

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19. Wenn wir Gassi gehen, werden wir ständig gefragt, ob Lucy das Baby und ich die Mutter wären. Ähm. Ja. Die „Mutter“ hebt erstmal das Beinchen.

20. Am 12. Mai erscheint ein Buch mit weiteren budigen Kurzgeschichten für euch! Dazu später mehr auf diesem Blog. 😉


So, ich hoffe, euch haben die zwanzig Fakten über Lucy und mich gefallen! Jetzt ist es an der Zeit, für den 20factsaboutme-Challenge weitere drei Teilnehmer zu nominieren!

Aaaand the winner is:

Django, der unglaublich niedliche Dobermann aus dem Wiesental!

…Das G-Team!

… Und Nami vom Kalimandscharo!

(Wer keinen eigene Blog führt, kann natürlich, wie Pelle, seine Fakten auch direkt auf Facebook posten. 🙂 )

Der erste Mai und die Rehköttel

Einen schönen ersten Mai euch allen!

Der Mai ist da! Und mit ihm (hoffentlich) auch endlich mehr Sonnenschein und weniger Spontan-Schnee. Spontan war heute bei uns allerdings kein nachträglicher Wintergruß, sondern mein Bruder, der mit Tante Heidi vorbeikam!

hunde blogger

hundeblog dackelblog

„Hey Lucy, hast du zugenommen?“ „HALT DIE KLAPPE, BALDI!“

Die drei Musketiere Dackeltiere

Wir hatten ihn seit dem letzten Angelausflug nicht gesehen und überfielen ihn stürmisch. Nach dieser wilden Begrüßung spielten wir erstmal drinnen, während die Frauchen langweilige Zweibeinergespräche führten, doch dann nahmen sie endlich die Leinen in die Hand.

dackel hunde blog

hundeblog mit dackeln

Dackelbrüdersynchronnasenlecken

Es ging runter zu unserer Lieblingswiese und wir konnten endlich mal wieder miteinander spielen. Baldi und ich entdeckten dann auch ein paar Mauselöcher, die wir gleich ausbuddelten.

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Es ist braun, aber keine Schokolade

Lucy entdeckte dann aber etwas weitaus besseres: Rehköttel! Sie begann sich voller Genuss zu wälzen, ruderte mit den kurzen Beinchen und brummelte wohlig. Die Köttel massierten sich wunderbar in ihr Fell ein. Die Zweibeiner bemerkten dann auch, dass Lucy sich im Gras herumrollte und irgendwann bemerkten sie auch das Rehgold.

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Zuhause angekommen landete Lucy gleich im Waschbecken und bekam eine Shampoowäsche, aber das war es wert. Unsere Herrchen waren zusammen angeln gewesen und mittlerweile heimgekehrt und dann musste Baldi auch schon wieder mit seinen Eltern los. Und ich musste erstmal ein Schläfchen machen, nach diesem anstrengenden Wochenende.

Ich hoffe, ihr hattet alle ebenfalls einen schönen Feiertag und konntet den Frühling genießen! 🙂

Zehn Dinge, die Buddy nicht sagt

„10 Dinge, die mein Hund nicht sagt“ macht schon seit einer ganzen Zeit die Runde in den Hundeblogs. Ins Leben gerufen wurde diese (für die Zweibeiner witzige) Idee von Moe&Me und auch mein Frauchen fand die Vorstellung, was Lucy und ich nie sagen würden, ziemlich lustig. Also holt euch das Popcorn und nehmt folgende Dinge nicht so ernst, ich würde sie nämlich niemals sagen!

Zehn Dinge, die Buddy nicht sagt

  1. *gähn* Hach, die Sonne scheint, guten Morgen allerseits! Ich bin schon richtig wach und habe gar keine Lust, noch ewig im Bett herumzuliegen. Ich stehe jetzt sofort mit Frauchen auf! Bin ja ein Morgenmensch, ääh, -Hund!dackel-mude

2. Oh, wie geil! SPINAT! Den gab’s ja eeewig nicht! Mein absolutes Lieblingsessen! Den esse ich sogar vor dem Fleischanteil meines Frühstücks. Aber mein Gemüse würde ich ja sowieso niemals im Napf liegen lassen.

3. Was soll ich? Gassi? Nee. Keine Lust. Geh mal alleine mit der Lucy. Ich penne in der Zeit ne Runde und vermisse euch gar nicht.

4. Buddeln finde ich ziemlich eklig, da werden meine Pfötchen ja ganz schmutzig. hundeblog dackel angeln2

5. Wenn ich doch mal dreckig geworden bin, bin ich richtig froh, wenn ich ein schönes entspanntes Bad bekomme. Niemals würde ich zappeln, spritzen oder versuchen, meine Mama wenigstens genauso nass zu machen wie sie mich.

6. Wenn meine Eltern mich rufen, komme ich sofort, es gibt nichts, was mich mehr interessieren würde. Ich bin absolut nicht frech und komme dem Klischee „Dackel“ überhaupt nicht nahe. Unsinn habe ich noch nie gemacht und ich würde auch niemals etwas kaputt machen.  dackel-zerstort-dinge

7. Mein Häufchen kann ich immer und überall machen, bei jeder Wetterlage. Ich halte nie absichtlich an, nur weil es mir zu nass oder zu windig ist.

8. Spielzeug mag ich gar nicht und Kuscheltiere sind ja nur für Babys. Und wenn ich eins hätte, wäre es bestimmt irgendwas cooles, herb männliches. Überhaupt, Rosa ist voll die Mädchenfarbe und ich benutze Lucys rosa Prinzessinnenbett deswegen absolut nie. Mir zu unterstellen, ich würde auf rosa glitzerndes Zeug stehen, wäre gelogen!20170112_141912.png

9. Wenn mein Papa heimkommt, ist mir das totaaal egal. Ich mache keinen zehn minütigen Freudentanz mit Gesangseinlage und Weitsprung.

10. Decken sind für Menschlinge gedacht und nicht für Hunde, das respektiere ich. Ich versuche deswegen auch nicht, ständig die Decken zu klauen und mir den bequemsten Platz unter die Kralle zu reißen. Dackel verstecke

Zehn Dinge, die Lucy nicht sagt

1. Ich bin immer ganz ruhig und belle niemals jemanden an. Es gefällt mir auch gar nicht zu bellen und ich sehe auch keinen Grund dazu, einfach so herum zu kläffen. Es macht mir  keinen Spaß, einfach ausgelassen zu bellen, wenn ich mich freue oder aufgeregt bin.dackel-bellt-viel

2. Menschenessen und Katzenfutter ist nicht für meine Spezies gedacht, deswegen esse ich nur mein Hundefutter. So mäklig wie ich bin, muss man das Futter geradezu in mich reinzwingen. Am liebsten würde ich ja Bud mein Essen unterjubeln, den ekligen Fraß will ich nicht essen müssen.2

3. Auch Leckerlies esse ich nur ganz widerwillig, ich habe eigentlich gar nicht so viel Hunger. dackel_leckerli_badewanne_kurzhaardackel

4. Ich find’s echt gut, wenn mich Fremde anfassen wollen oder mich hochnehmen möchten. Dass meine Eltern das verhindern, ist echt schade. Radfahrer, Rentner mit Tüten und kleine Kinder würde ich sooo gerne näher kennen lernen.

5. Es macht mir nichts aus, nass zu werden und auch das Wetter ist mir vollkommen egal, schließlich weiß ich ja, dass ich ein hartgesottener Jagdhund bin und ein bisschen Regen, Schlamm und Schnee locker aushalte. Ausgedehnte Spaziergänge liebe ich zu jeder Jahreszeit und es würde mir im Traum nicht einfallen, lieber zuhause auf der Couch bleiben zu wollen.

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6. Man kennt mich als den furchtlosesten Hund der Welt. Angst hatte ich noch nie, schon gar nicht vor banalen Sachen wie dem Kleiderschrank oder Mülltonnen.

7. Fotografiert werden ist echt peinlich, ich mache mich für den kleinen Keks da doch nicht zum Obst! Fotografen finden mich ganz schrecklich, weil ich immer herumhample und nichts mit mir machen lasse.

8. Ich stehe gar nicht gern im Zentrum der Aufmerksamkeit, schon gar nicht bei unseren Gästen. Viel lieber beschäftige ich mich mit den Hunden der Gäste und spiele, statt auf dem Schoß zu sitzen und mich streicheln zu lassen. Vor allem, wenn Balduin mit Tante Heidi und Onkel Felix da ist!

9. Am liebsten schlafe ich im Hundekörbchen. Menschenbetten, -sofas und -schöße sind mir einfach zu unbequem. Der blanke Boden ist auch okay. Zwingt man mich dann doch, auf dem garstigen Bett zu liegen, mache ich mich ganz klein. Andere wollen ja auch noch Platz haben.müder dackel

10. Ich finde es total eklig, wenn Hunde Menschen das Gesicht ablecken, man weiß doch, wie viele Keime in so einer Menschenfratze kleben. Ich würde sowas nie machen, nie! Oder gar versuchen, meine Zunge in jemandes Nase zu stecken, allein bei der Vorstellung wird mir ganz schlecht. Meine Ekelschwelle ist eh sehr niedrig. Kotze oder Pupu habe ich auch noch nie probiert zu fressen.

Oh, du schlimmer Hund!

Vor kurzem haben wir zu unserer ersten eigenen Blogparade aufgerufen! (Jetzt ist der Zeitpunkt für die Fanfaren und das Konfetti!) Unser Thema lautete „Oh, du schlimmer Hund“ und ähnliche Ausrufe hört man zuweilen im Hause Bud und Lucy vom Haselbach. „Boah, Buuuuuuuuuuuud!“ gellt es dann durchs ganze Haus und ich husche mit einem kleinen Grinsen im Gesicht schnell in meine Auszeitbox, während Mama dann den Besen holt und leise vor sich hin schimpft. In meinem Zahnwechsel war dies oft der Fall, denn ich wollte meine neuen Beisserchen ordentlich ausprobieren und wir alle wissen, dass man dazu am besten Mamas beste Unterhosen aus der Wäschetonne mopst und dann sorgfältig in kleine Stückchen in der Größe von Briefmarken zerkaut. Mittlerweile teile ich mir meine Schurkenstreiche sorgsam ein und plane sie auch besser. Ich meine, Unterhosen fressen kann ja jeder, aber nur ein Bud schafft es, eine komplette Hundebox zu zerstören!

trickkiste

Damit mir nicht die Ideen ausgehen, habt ihr mir geholfen und ich möchte mich sehr für alle tollen Anregungen bedanken! 🙂 Es ist für unsere Zweibeiner nicht immer einfach, frei heraus unsere Missetaten zu beichten, schließlich sind wir ja ihre kleinen und großen Goldstücke, doch einige waren mutig und haben die glorreichsten Schandtaten ihrer Lieblinge verraten! Ich freue mich sehr und werde mich von euren schändlichen Taten bestimmt inspirieren lassen!

Liebe Grüße, euer Bud.

P.S.: Anbei meine neue To Do Liste. Viel zu tun für einen kleinen Hund, aber ich heiß‘ ja nicht umsonst „der fantastische Bud“.


Buds To-Do-Liste:

-Kleine Kinder erschrecken

dackel-rennen

Eigentlich wollte Finn niemanden erschrecken, dazu ist er viel zu lieb und knuddelig. Jedoch haben ihn die Menschlinge ein bisschen missverstanden. Hier seine Originalgeschichte aus den Kommentaren:

Wie du ja sicher weißt, bin ich -typisch Labbi- seeeeeeeehr kontaktfreudig. Am Anfang (als ich noch ein junger Hund war) habe ich noch nicht so toll auf Mama gehört. Eines Tages waren da ein paar Kinder mit ihren Eltern im Park unterwegs. Die musste ich einfach begrüßen und zwar à la Labbi, was so viel bedeutet wie „Renn hin so schnell du kannst und wirbel die Gruppe mit deiner übersprudelnden guten Laune so richtig auf!“ Kann gar nich verstehen, wieso die Eltern und Kinder so schrien,
Mama war auch sauer. Die haben alle keinen Humor und sind irgendwie grummelig. Liebe Grüße. Dein Freudenflummi Finn

Typisch Menschlinge, wissen wieder gar nicht unsere hündische Freude und Glückseligkeit zu schätzen, von ihrem Mangel an Humor ganz zu schweigen. Mama lacht ja auch nie über die tollen Unterhosenmosaiks. Danke an Finn und sein Frauchen Stefanie! 🙂


-Kühlschränke aufräumen und Kabel fressen

Oskar und Mira von Leinenengel hatten auch lauter gute Ideen, natürlich nur, um ihrem Zweibeiner das Leben zu erleichtern. Oskar half beim Kühlschrank sortieren und sorgte sich darum, ob seine Menschlinge denn auch genug frische Luft haben und Mira wollte nur auf den Energieverbrauch hinweisen, indem sie störende Kabel entfernte. Jack hat nix angestellt- feiner Junge-, aber schließlich ist er ja auch ein (Leinen-)Engel! Danke an Nicole, Oskar, Mira und Jack! 🙂


-Frauchens liebstes Grünzeug zerstören

In Shiva Wuschelmädchen bin ich gleich schon ein bisschen verliebt, sie teilt nämlich ein paar meiner Hobbys! (Hosenkauen, Wälzen, Sachen umsortieren… hach. Traumfrau! <3) Eine neue Anregung war auch für mich dabei: Pflanzen zerstören! Frauchens liebster Drachenbaum ist aber natürlich von gaaanz allein kaputt gegangen! Bisher habe ich die grünen Dinger in Frieden gelassen, ich mag Gemüse ja nicht so sehr. Bisher. Hr hr hr! Die Schandtaten der süßen wuscheligen Shiva findet ihr hier. Vielen Dank dafür! 🙂


Schuhe und Unterwäsche zerstören

Essen stehlen

Löcher buddeln

hundeblog dackel angeln2

Cäsar, der Kurzhaar Border Collie, und ich könnten uns bestimmt stundenlang austauschen, denn auch seine Liste ist lang und deckt sich sogar ein bisschen mit meiner! Schnürsenkelkauen habe ich leider nie zur Meisterschaft gebracht, weil sämtliche Schuhe vor mir versteckt wurden, besonders die der Gäste. Auch im Unterwäschefressen haben Cäsar und ich ein gemeinsames Hobby! Als Essensdieb hat Cäsar auch Erfahrung, was vor allem Lucy begeistert. Bei uns waren es statt Sachertorte und Roulade schon mal Papas Cheeseburger und diverser Biomüll. (Lecker war’s ja.) Das Löcherbuddeln fanden Cäsars Zweibeiner auch nicht gerade toll, deswegen hat er dieses Hobby aufgegeben. Aber ich bin mir sicher, einem so kreativen Hund fällt bestimmt etwas Neues ein! 😉 Vielen Dank, lieber Cäsar, für deinen ausführlichen Bericht! Du bist ein cooler Typ! Wir tun eben unser bestes um unsere Frauchen zu beschäftigen, wie man überall hört, ist die Auslastung immer sehr wichtig. 😀


-die besten Argumente für danach

Hundetrainerin Karin Immler hat sich ebenfalls Gedanken um „schlimme Hunde“ gemacht (und mir ein paar gute Argumente geliefert, wenn ich meine Mama nach dem nächsten gefressenen Kleidungsstück besänftigen muss 😉 . ) Wie man sich als braver Hund benimmt, will nämlich auch erstmal gelernt sein und manchmal ist gutes oder schlechtes Verhalten auch abhängig von der Perspektive.


Und an alle Hundehalter da draußen, die Schandtaten ertragen müssen: Ihr seid nicht allein. Jeder Hund macht mal Unsinn. Manchmal kann man als Hundehalter darüber lachen, manchmal treibt es einen zur Verzweiflung. Auf den meisten Blogs liegt das Hauptaugenmerk nun mal auf den guten Sachen und nicht auf die Misserfolge oder den Ärger, den die lieben Vierbeiner verursachen. Lasst euch nicht runterziehen! Und auch bei uns gibt es jede Menge Baustellen. (Lucy ist ein Kleptomane. Ich heule, wenn ich allein gelassen werde. Und meine Mama ist Rheumatikerin.)

Aber Baustellen werden irgendwann mal prächtige Gebäude (vielleicht sogar eines Tages der Berliner Flughafen 😉 )!  Buddy schreibt (also nicht ICH, sondern mein etwas größerer, aber ebenso cooler Namensvetter Labrador Buddy!) hat sich um diesen Aspekt Gedanken gemacht. Wir hoffen, ihr beiden lasst euch nicht entmutigen!


dackel gierig frisst pizza

-Der Pizzahund
Sunny war etwa ein dreiviertel Jahr alt und bereits mitten in der Rüpelphase. (Da sie mein erster Hund ist, nenne ich sie auch gern liebevoll meinen Pancake, da der erste Pfannkuchen meistens nix wird XD)
Ich hatte damals ’ne Phase, in der ich total vernarrt war in die TK-Pizzen mit besonders dickem Boden. Gesagt, getan, ich schmiss also so ein Teil in den Ofen, um es mir genüsslich zu Gemüte zu führen. Nachdem ich etwa die Hälfte der Pizza verdrückt hatte, fiel mir irgendetwas ein, dass ich meine Mutter, die im Nebenzimmer saß, fragen wollte. Also aufgestanden und zu Mutti rübergewuselt, die Pizza hatte ich wohlweislich in der Mitte des Tisches stehen gelassen, in der Annahme, dass Sunny noch viel zu klein wäre, um, auf welche Weise auch immer, an die Pizza zu gelangen…
Fehlannahme meinerseits!
Nach ca. 2 Minuten verlasse ich das Wohnzimmer, im Türrahmen meines Zimmers steht Sunny, ein Pizzastück ragt aus ihrem Schnütchen.
Sie sieht mich, die Augen werden groß, sie legt die Ohren an und zieht den Schwanz ein, spuckt mir das Pizzastück vor die Füße, dreht auf den Hacken um und verkrümelt sich schnurstracks ins Körbchen.
So gern ich auch schimpfen wollte, ich konnt’s einfach nicht. Zu witzig war ihr entsetzter Gesichtsausdruck, so nach dem Motto „Ach du Schande, jetzt hat sie mich doch glatt erwischt!“ (Jutta Jürgens)

Diese witzige Geschichte habe ich leider viel zu spät in den Kommentaren auf Facebook entdeckt und möchte sie euch natürlich nicht vorenthalten! Pizza stehlen finde ich auch sehr toll (und Lucy erst!). Vielen Dank an Jutta und Sunny! 🙂


Habt ihr weitere tolle Ideen oder Gedanken zum Thema „Oh, du schlimmer Hund“?

Dann scheut euch nicht, sie mir mitzuteilen!

Ob als Kommentar oder als Link, ich freue mich über jede Anregung zu neuem Unfug!

Und natürlich werden alle weiteren Einsendungen noch in diesem Beitrag eingefügt! 😉