Wie ähnlich sind sich Hundegeschwister?

Wie ihr ja bestimmt wisst, werde ich manchmal ein Superschurke genannt. Ich bin frech, zerstöre ab und an mein Spielzeug, mache ganz gern mal Unfug, bin aber auch gleichzeitig sehr schmusebedürftig. Mein Bruder Balduin ist da ganz anders. Er macht weniger Unsinn, ist aber so voller Energie, dass es echt schwer ist, ihn müde zu kriegen. Durch diese Hibbeligkeit hat er zum Kuscheln wenig Ruhe, es gibt ja noch so viele Abenteuer!

Wie ähnlich sind sich Hundegeschwister?

Diese Frage konnten meine Zweibeiner gut beobachten, denn sie haben Vergleichsmöglichkeiten durch meine Brüder und Lucys Schwester.

Balduin und ich sind nicht nur vom Wesen her völlig verschieden, sondern sehen auch unterschiedlich aus. Balduin ist ein Schwarztiger, das heißt also, er hat hellere Flecken in seinem Fell. Er ist von der Statur her zierlich, während ich eher kompakt gebaut bin und einen breiteren Brustkorb habe. Unsere Mutter ist wie Balduin ein Schwarztiger, unser Vater sieht aus wie ich.

Balduin

Bud

Die Unterschiede in unserem Wesen schienen auf den ersten Blick nichts mit unserem unterschiedlichen Äußeren zu tun zu haben. Schließlich wurden Balduin und ich von unterschiedlichen Familien adoptiert und damit auch auf unterschiedliche Weisen erzogen. Individuelle Erlebnisse prägen den Charakter ebenfalls.

Mein Bruder Bodo trägt dasselbe Schwarz-Rot wie ich und sieht auch von der Körperform mehr aus wie ich als Balduin. Interessanterweise beschrieb ihn sein Herrchen so, wie man mich auch hätte beschreiben können.

Bodo (rechts) mit Freundin

Sind sich also Geschwister mit einem ähnlichen Aussehen auch vom Wesen her ähnlicher?

Zusammenhänge zwischen Aussehen und Charakter werden in der Hundewelt genauso gern abgestritten wie behauptet. Manche dieser Eigenschaften sind wirklich nicht besonders glaubhaft, so gelten schwarze Hunde in vielen Kulturen als bedrohlich. (Das Frauchen meines Dobermann-Kumpels Django hat dazu auch einen interessanten Artikel verfasst.) Ganz im Ernst! Schwarze Hunde sind überaus gutaussehend, vor allem die mit roten Abzeichen!

Aber vollkommen aus der Luft gegriffen scheint ein Zusammenhang zwischen äußerlichen und charakterlichen Merkmalen nicht. Gerade in der Zucht von Rassehunden sollen ja durch gezielte Verpaarung bestimmte Eigenschaften erhalten bleiben. Ihr wisst schon. Retriever lieben Wasser. Collies möchten hüten. Pudel sind schlau. Dackel sind awesome.

Zwillinge

Aber zurück zu den Geschwistern. Angel und Lucy sind ebenfalls Wurfgeschwister. Sie sehen sich sogar ziemlich ähnlich, beide haben eine zierliche hübsche Kopfform und sind rot gestromt, Angel mehr, Lucy weniger. Bis auf einen Welpen waren alle A-Babys wie ihre Mutter rotgestromt, der Eine ist rot wie der Vater. Lucy und Angel klingen sogar ähnlich, sowohl beim Bellen als auch beim Grummeln. Außerdem haben sie ähnliche Vorlieben und Gewohnheiten. Sie reiben  gern ihre Köpfchen auf weichen Teppichen oder Decken. Sie sind Trampeltiere, die ohne Rücksicht auf Verluste über Menschenkörper spazieren. Sie lieben es, die Gesichter der Menschlinge abzulecken. Beide haben ein spezielles Bellen, wenn sie Aufmerksamkeit bekommen möchten und auch eine ähnliche Mimik. Interessant ist aber auch, dass sie sogar einen ähnlichen Spitznamen haben: Angels Mama nennt Angel manchmal Wutz und Lucy wird gelegentlich Wutzi gerufen, unabhängig von einander. Da Angel und Lucy so viele Gemeinsamkeiten haben und sich auf Fotos zum Verwechseln ähnlich sehen, nennen ihre Frauchen sie oft „die Zwillinge“.

Ratespiel: Wer ist wer?

Unterschiede gibt es zwischen Lucy und Angel aber auch. Während Angel es toll findet, auch von völlig Fremden Aufmerksamkeit zu bekommen, findet Lucy fremde Menschen zunächst immer etwas unheimlich. Angel ist genau wie Lucy keine Wasserratte, schwimmt jedoch hin und wieder gemeinsam mit ihrer Rauhaarkollegin Billabong. Lucy hasst Wasser aus tiefster Seele und damit sie freiwillig baden geht, muss es wirklich ein sehr sehr warmer Tag sein. So mit Lava.

* schwimm schwimm, ich bin ein Dackelphin*

„Shit! Das ist ja nass!“

Fazit: 

In einigen Dingen ist die Verwandschaft unabstreitbar. Die Verhaltensweisen von Hundegeschwistern sind sich oft sehr ähnlich, auch wenn diese an vollkommen anderen Orten und auf völlig andere Weise aufgewachsen sind. Unsere Zweibeiner finden es sehr faszinierend, sich mit den Zweibeinern unserer Geschwister auszutauschen und solche kleinen Gemeinsamkeiten zu entdecken. „Macht das deine auch?“ gehört so zu den beliebten Fragen an Angels Frauchen. Bei Balduin und mir überwiegen die Unterschiede, aber wir Hunde haben schließlich auch das Recht auf eine individuelle Persönlichkeit. Und wie ihr wisst, finden meine Eltern gerade meinen Superschurkencharakter richtig toll und Lucy mit ihren Prinzessinnenallüren zuckersüß, weshalb es überhaupt diesen Blog gibt. 😉

Habt ihr noch Kontakt zu Wurfgeschwistern oder haben die Züchter unter euch selbst schon solche Beobachtungen angestellt?

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Wieso ich diese Nacht wohl bei der Katze schlafen muss oder Der Freudenstrudler

Oh weia, da habe ich wieder etwas ausgefressen… Lucy ist sauer! Mama ist sauer! Papa wird auch nicht begeistert sein. Allein Kyra lacht sich eins vom Kratzbaum. Was ich verbrochen habe? Naja, ich habe Lucy nass gemacht. Again. Allerdings blieb es nicht nur bei Lucy…

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Es war einmal, an einem lauen Sommerabend, vor einer halben Stunde, da lag ich gemütlich und versonnen mit mir und der Welt auf meinem Kissen. Lucy schlief neben mir, Frauchen tippte auf ihrem Computer herum, als es plötzlich klingelte! Obwohl wir Dackel nun nicht so bedrohlich aussehen, sind wir tolle Wachhunde und was uns an der bedrohlichen Optik fehlt, gleichen wir durch lautes Gebell wieder aus. Die Zweibeiner nervt das manchmal, aber sie wissen sich auch in Sicherheit, denn keiner kann sich unserer Tür unbemerkt nähern… schon gar nicht, wenn er klingelt.

Frauchen schnappte sich Lucy und sperrte sie kurzerhand ins Schlafzimmer, das Zimmer, das im Flur am nächsten an der Haustür ist. Ich flutschte zum Glück an ihr vorbei und war der Erste an der Tür, wie es sich für einen Rüden gehört. Die olle Zweibeinerin tat darauf etwas, dass mir immer wieder peinlich ist vor meinen Kumpels und ich bin mir sicher, Finn musste so etwas beschämendes noch nie erdulden. Ach, was solls- sie hat mich einfach unter den Arm geklemmt. So. Als sie die Tür dann endlich nach gefühlten Stunden öffnete, stand da gar kein Einbrecher, sondern die Mama vom Papa! Omaaa! Ich paddelte begeistert mit den Beinchen und wollte ihr zur Begrüßung einen dicken Schmatz geben, nur kam ich nicht ran.

Dann jedoch nahm das Schicksal buchstäblich seinen Lauf…

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Mama bemerkte zunächst nichts. Sie steckte mich schnell zu Lucy und machte die Tür hinter mir zu. Dann stellte sie wohl fest, dass ihr Shirt leicht an ihr festklebte. In der Zwischenzeit sprang ich immer noch aufgeregt herum, einerseits wegen unserem Besuch (Oma! Oma! Oma!) und andererseits vor Schreck darüber, dass ich mich in einen wild gewordenen Rasensprenkler verwandelt hatte. Was also tun? Natürlich, ich suchte mein Heil in der Flucht und sprang quer über das Bett und machte sogar über Lucy einen Hüpfer. Was ich bei meinem Fluchtplan übersehen hatte, war die Tatsache, dass jener Rasensprenkler mit mir verwachsen war und ich hinter mir eine nasse Spur gezogen hatte. Oma hatte sich mittlerweile wieder auf den Weg gemacht und ich hörte Mama fluchen. Oh shit, ich hatte gehofft, ihr wären die nassen Klamotten gar nicht aufgefallen. Als die Tür wieder aufging, huschte ich schnell heraus, bewegte mich mit schnellen Trippelschrittchen davon und verschwand in meiner Hundebox. Von dort aus beobachtete ich, wie Mama unter weiteren Flüchen das Bettzeug abzog und erstmal unter der Dusche verschwand. Uff, war die angepisst… und das im wahrsten Sinne des Wortes. Als sie zurückkehrte und mich mit hängenden Dobby-der-Hauself-Ohren in meiner Box sitzen sah, hatte sie mir schon fast wieder verziehen, doch dann vermasselte Lucy mir die Mitleidsnummer. Lucy schaute mich anklagend an und trottete um unser Frauchen herum. Dieser fiel sofort der ungewöhnliche Geruch auf und schaute zu Lucy herunter. Lucy schaute hinauf. Lucy war ebenfalls Opfer meines Freudenstrudlers geworden. Obwohl unser kurzes Fell relativ pflegeleicht ist und es, wenn wir schmutzig sind, oft reicht uns feucht abzuwischen, half hier nur noch ein Bad. Ehe Lucy „Bud, ich beiß dich!“ sagen konnte, stand sie bereits eingeweicht in Hundeshampoo in der Dusche. Das letzte Mal, als ich sie ins Wasser geschubst habe, hat sie mir gerade erst verziehen. Das Bett trocknet noch, die Waschmaschine läuft und ich drängel mich dann mal zu Kyra auf den Kratzbaum, da sie die einzige Dame hier ist, die nicht sauer auf mich ist.

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„Das wirst du mir büßen!“

Von Osterhasen und Kartoffelsalat

Die Menschlinge feiern in diesen Tagen Ostern. Ich weiß nicht genau, was das bedeutet, aber es hat mit gekochten Eiern und Hasen zu tun. Und gerade die Hasen sieht man überall! 

Letztes Jahr, während unseres Praktikums, hat man aus Lucy sogar einen Hasen gemacht! Jedenfalls teilweise, denn sie haben ihr Hasenohren aufgesetzt. Ich glaube, sie dachten, Lucy würde dann besser hören. Als ob das bei einem Dackel genützt hätte! 🙂

Heute, am Ostersonntag, waren wir bei Papas Oma. Ich liebe es, in ihrem Wohnzimmer herum zu tollen, denn dort liegt weicher Teppichboden. Zum einen rutscht man dort nicht so beim Rennen und zum anderen kann man sich wunderbar wälzen. Die vielen Leckereien, die ihren Weg in mein Mäulchen finden, was mir – und der verfressenen Lucy- gut gefällt, natürlich auch! 

Nachdem wir eingetrudelt waren und Lucy und ich aufgeregt alle Familienmitglieder gebührend begrüßt hatten, ging es plötzlich wieder raus. Nanu? Gassi? Aber wir waren doch gerade erst! Die Zweibeiner begannen plötzlich zu suchen und fanden überall im Garten Eier, Schokolade und andere Sachen. Dank unserer überragenden Dackelnase spürten wir jedes Versteck auf. Danach ging es wieder zurück in die warme Stube und ich konnte wieder auf dem Teppich spielen.

Die Menschlinge waren unterdessen nicht faul… soll heißen, zumindest Papas Großeltern waren es nicht, der Rest hatte die Couch erobert… und bereiteten das Essen vor. Ich sah viele gute Sachen in den Menschenmündern verschwinden und dachte mir, dass das Frühstück schon eine Weile her war.  (Lucy und ich hatten zu Ostern etwas tolles zu essen bekommen, wir waren ganz aus dem Häuschen! Ich verrate aber lieber nicht, was es war, manche Zweibeiner haben eine niedrige Ekelschwelle. Nur soviel: es war eine Delikatesse aus dem Barfladen.)  Schneller als ich gucken konnte, war das Essen verputzt und die Zweibeiner wieder auf der Couch. Das übrige Essen verschwand in der Küche, alles, außer einer Schüssel Kartoffelsalat. Die wurde mit Alufolie abgedeckt und im Flur deponiert, damit man auch daran dachte, sie mit zu nehmen. Ich wusste von der Schüssel nichts. Wir lagen alle in verschiedenen Stadien der Mattheit auf dem Sofa. 

Papas Oma kam in diesem Moment der Gedanke an Nachtisch und beschloss, Eis aus dem Keller zu holen. Als Gentleman ging ich, unbemerkt, mit und schaute mich bei dieser Gelegenheit gleich etwas im Haus um. Im Flur stieß ich plötzlich auf den Kartoffelsalat. Er stand auf dem Boden und befand sich in einem napfähnlichen Gefäß, damit war die Sache klar: Der musste wohl für mich gedacht sein. Mir fielen die Menschlinge im Garten wieder ein, die überall Essbares gefunden hatten- jetzt wusste ich, wieso der Kartoffelsalat hier stand, der Osterhase hatte ihn für mich versteckt. Eigentlich esse ich lieber Fleisch, aber ich wollte ja nicht unhöflich sein und machte mich über den Salat her. Mittlerweile war meinen Eltern mein Verschwinden aufgefallen und sie suchten rufend nach mir. Fröhlich lief ich zu ihnen, doch auch der Kartoffelsalat kam ihnen nun in den Sinn. Zweierlei überführten mich: die sorgsam beiseitegelegte Alufolie und der Mayonnaiseduft aus meinem Maul. Also, ich finde Ostern und die versteckten Leckereien total toll. 


Euch allen noch ein schönes restliches Osterfest und einen ebenso fleißigen Osterhasen wie mir! 

Typisch Lucy

Wenn ihr mich fragt, gibt es nichts besseres als zu buddeln. Schön die Krallen ins Erdreich graben, den Kopf so tief ins Mauseloch stecken, dass man später selbst in den Ohren Erdkrümel finden kann und nicht zögern, auch die Zähne zuhilfe zu nehmen, bis man eine ganz lehmige Zunge hat.


Aber heute geht es nicht um meine Lieblingsbeschäftigung, sondern um die von Lucy. Auch sie buddelt ganz gern, verfällt aber nicht in so eine Mauseloch-Ekstase wie ich. Sie liebt es auch, herum zu flitzen, so schnell sie ihre kurzen Beinchen tragen und sich den Wind um die flatternden Ohren wehen zu lassen.

Was sie aber am liebsten hat, ist Aufmerksamkeit. Gestern hatte mein Papa Geburtstag und so kam es, dass Lüschen zwischen der Papa-Tante und der Papa-Oma/Bruno-Mama saß und von beiden Seiten gleichzeitig gestreichelt wurde. Das gefiel dem Minihund! Auch mit Leckerbissen und lieben Worten („Ja, du bist die Beste! Und die Schönste! Und so süß!“) wurde nicht gegeizt, so dass Lucy gar nicht mehr weg wollte. Sie ist eben eine kleine, verwöhnte Prinzessin und liebt es, auch als eine solche behandelt zu werden.

Mir wäre nur kuscheln und kraulen lassen viiiel zu langweilig, ich wollte lieber mit allen spielen und Schlabberküsse verteilen. Lucy dagegen war glücklich. Unsere Eltern sagen oft, Lucy sei eben ein richtiges Mädchen. Aber stimmt das? Gut, sie steht sehr auf kuscheln und gestreichelt werden. Sie mag es, ihren Kopf an weichen Dingen zu reiben, wie dem frisch gewaschenen Badläufer, ihrem Kuschelkissen oder Papas Bart. Am Wochenende, wenn wir alle zusammen ausschlafen, liebt sie es, vorm Aufstehen noch ausgiebig mit unseren Menschlingen zu schmusen. Aber sie kann auch anders. Manchmal klaut sie aus dem Müll und sie wälzt sich auch schon mal in Aas oder Kacke. Sie fängt oft zuerst das Kämpfen mit mir an und zögert auch keine Sekunde, mir in empfindliche Teile wie die Ohren, den Hals oder sogar in den Weewee zu beißen. Sie kann sich aufspielen als sei sie ein riesiger Dobermann und nicht nur eine kleine 4kg Wurst und kläfft lauter und öfter als mancher große Hund. Fasst man beide Seiten zusammen, kann man sagen, Lucy ist eine Räuberprinzessin. Halb rosa glitzerndes Kuscheltier, halb Deadpool. So kommt es, dass die beiden Zweibeiner „Kuscheln“ und „ekligen alten Mist fressen wollen“ gleichermaßen als typisch Lucy bezeichnen.

Ein Rückblick und budiges Silvester

Das Jahr ist also vorbei. Schon wieder. Es hatte seine Höhen und auch seine Tiefen, auf jeden Fall war es nicht langweilig. Doch bevor 2017 an die Tür klopft, rekapitulieren wir doch mal unser Jahr!

2016: Ein Rückblick

  • 2016 begann mit Mamas Praktikum bei salamandr und ich wurde der coolste Bürohund aller Zeiten und Lucy zum Model-Dackel. Außerdem feierten wir mit meinem Kumpel Finn eine Übernachtungsparty. Lucy schlug einen Fremden in die Flucht, der Mama zu Nahe gekommen war und ich musste in die Hundeschule.

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  • Im Mai heirateten Baldis Eltern und unsere Eltern verbrachten zum ersten Mal eine Nacht ohne uns. Ich glaube, sie haben es ganz gut verkraftet, Lucy und ich hatten es in der Zeit gut bei unserer Tante Lisi. Im Juni erfuhren wir vom Verbleib eines anderen Bruders von mir, Bodo! Er hat ein schönes Zuhause mit zwei weiteren Dackeln.

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  • Im August lernten wir noch einen Dackel kennen: Nico. Er lebt nun in unserer Nachbarschaft und ist ziemlich cool. Außerdem zog mein Blog auf wordpress um und Mama wanderte mit uns einen ganzen Tag bis zur Burg Kriebstein. Im September hatten Lucy und ich unseren 2. Geburtstag und meinen Ehrentag feierten wir bei Oma an der Ostsee. Der Urlaub war super gewesen, Spiel und Spaß am Strand, Oma, Sina und mein neuer Kumpel Max, der Langhaardackel.
  • Oh, und ich hatte ein Rendezvous mit dem Corgi Nami, die mit ihrem Frauchen (einer alten Freundin von Mama) und ihrem Herrchen gerade im Lande waren. Im November besuchten wir noch einmal Oma. Es war sehr stürmisch stürmisch da oben am Meer! Unsere kleinen Öhrchen flatterten nur so im Wind!
  • Im Dezember wurde „Best of Iss’n Rüde und andere Geschichten“ veröffentlicht und damit auch zwei Kurzgeschichten über Lucy und mich. Außerdem erfreuten wir uns an den schönen Dingen der Weihnachtszeit, wie unserem Adventskalender, dem Nikolaustag und natürlich dem Weihnachtsfest mit vielen Leckereien und Geschenken für uns. Leider hatte der Dezember nicht nur Gutes für uns, denn Mamas Oma starb sehr plötzlich. Natürlich sind wir als vorbildliche Hunde damit beschäftigt, sie zu trösten und auf andere Gedanken zu bringen.

Dackelige Silvesternacht

Und jetzt? Jetzt sitze ich am Fenster und betrachte das Feuerwerk. Einige fangen schon sehr früh an mit der Knallerei, schon bei unserem nachmittäglichen Gassi hörte man es von überall krachen. War mir schnuppe. Bin doch furchtlos. Lucy und ich bekommen als Silvester-Snack Hühnerhälse und unsere Eltern speisen vom Raclette. (Da bekomme ich hoffentlich auch ordentlich was ab!)

Euch allen und euren Hunden -jaaa, und auch den Katzen!- wünsche ich einen guten Rutsch (Im metaphorischen Sinne. Fallt nicht hin! Es ist glatt!) und ein gesundes, frohes, neues Jahr! 

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So langsam weihnachtet es

Jedes Jahr, wenn es langsam kälter wird, ergreift die Menschlinge ein kollektiver Wahnsinn. Sie beginnen unsere Wohnungen umzukrempeln, während wir noch gemütlich ein Nickerchen auf der Couch halten. Augen wieder auf: Alles glitzert und leuchtet und duftet und wenn man’s fressen will, hört man nur ein „Nein, Aus, Bud!“. Sie beginnen Essen zu horten und Plätzchen zu backen und jammern, wenn es nicht schneit. Fällt dann doch noch Schnee, jammern sie, weil sie mit ihren Abenteuermobilen nicht drüberfahren möchten und buddeln auf umständlichste Weise mit großen breiten Schneeschippen den Schnee wieder weg. Aber auch, wenn die Weihnachtszeit etwas paradox ist, gibt es dennoch auch sehr tolle Dinge darin!

Der Adventskalender

Weil vielen Menschlingen das Zählen nicht so liegt, haben sie den Adventskalender erfunden. Jeden Tag bis Weihnachten kann man so etwas öffnen, sei es Türchen, Säckchen oder in unserem Fall Röllchen. Oftmals verbirgt sich Essbares im Inneren eines solchen Zählinstruments, was ich außerordentlich gut finde. Mama hat uns einen gebastelt, weil sie meint, die gekauften seien so voll Zucker. (Ja, ich glaube, sie weiß selbst, wie sie sich anhört.) Da wir aber eh zu zweit sind, hat Mama einen Kalender aus mit Geschenkpapier überklebten Klopapierrollen gemacht, in dem je zwei kleine Leckerbissen warten. Jeden Tag dürfen wir nun abwechselnd eine Rolle aussuchen und dann öffnen. Damit nicht ein gieriger Dackel alles bekommt und der andere leer ausgeht, nimmt Mama erst ein Leckerchen raus, macht die Rolle wieder zu, lässt sie einen von uns öffnen (verschlossen sind die Rollen mit dem überstehenden reingestopften Geschenkpapier) und danach wird das 2. Leckerlie wieder in die Rolle gesteckt und der andere Dackel darf von der anderen Seite auch noch sein Kekschen befreien. Es ist gar nicht so einfach mit zwei Dackeln, aber Mama ist ja kreativ.

Der Nikolaus!

Einmal im Jahr, so erzählt man sich, bricht einer in das Haus ein um Menschlingsschuhe und Hundenäpfe mit Leckereien zu befüllen. (Näpfe verstehe ich ja, aber Schuhe??? Wo die Menschlinge ihre Füße reinstecken? Hat der Kerl keinen Geruchssinn?!)

Das haben wir jetzt schon zweimal miterlebt, aber haben niemals den geheimnisvollen Spender gesehen! Auch dieses Jahr geschah es über Nacht. Während Lucy und ich friedlich schliefen (okay, sie hat schon gewusst, was da im Flur war und hat die ganze Nacht gequengelt) muss jemand unsere Näpfe befüllt haben, denn als wir am nächsten Morgen aus dem Schlafzimmer stürmten, fanden wir tolle Leckerbissen vor! So beginnt der Tag doch super!

Seltsame Versteckspiele

Kurz vor Weihnachten bricht Chaos aus. Eine Lawine von Plätzchen stürzt aus dem Ofen, Mama räumt mehr auf und putzt mehr als üblich, nur um dann gleich wieder Chaos zu stiften, indem sie alles mögliche in Raschelpapier und Glitzerband einwickelt. Mit nichts davon darf ich spielen! Alles wird irgendwo versteckt. Selbst, wenn ich genau erspäht habe, dass es ein Hundespielzeug oder ein Leckerlie ist. Gemeiiin!

Der Höhepunkt des Wahnsinns

Am 24. drehen sie dann alle durch. Meistens beginnt der Tag mit einem langen Spaziergang und ausgiebigem Training, es folgen Spiel und Spaß. Mh. Sonderbar. Als ob Mama wöllte, dass wir müde werden. Die Pakete, die mit der Post gekommen sind, dürfen nun geöffnet werden und ich darf spielen.Dann gegen Mittag werden wir gebadet/ gebürstet/ geölt (je nachdem, was notwendig ist) und bekommen unsere besten Halsbänder angelegt. Bei mir ist das mein schwarzes Lederhalsband mit Nieten in Dackelform, bei Lucy ist es das Lederhalsband mit den Glitzersteinchen, das uns Tante Vivi geschenkt hat. Die Menschlinge ziehen sich dann auch an und denken, sie würden besser aussehen, aber solange sie keinen Mantel aus Wurst tragen, reißt mich das nicht vom Hocker. Der Abend besteht dann aus einer Feier mit der Familie, mehr dazu, wenn es soweit ist. Nur so viel: Ich bekomme ENDLICH meine Geschenke, alle streicheln uns und ich kriege Leckerbissen ohne Ende. Die Menschlinge haben einen Baum reingeholt, den keiner markieren darf, und singen Lieder (scheußlich). Ich bin ziemlich glücklich, trotz all den seltsamen Sachen, dass ich mittendrin bin unter all den Menschlingen, die ich mag. Lucy freut sich auch über die Aufmerksamkeit, schielt aber mit einem Auge auf den Teller. Meistens schlafe ich dann die nächsten drei Tage um mich zu erholen.

Und wie feiert ihr so Weihnachten mit euren Menschlingen?

Bud, der Seelentröster und die Geschichte eines alten Mannes

Nicht immer läuft im Leben alles wie geplant. Manchmal passieren schlimme Dinge, uns Hunden und auch unseren Menschen. Wir Hunde wissen, dass es immer wieder einen neuen Tag gibt, aber die Menschlinge sind anders. Sie können tagelang trauern, für uns Hunde ohne ersichtlichen Grund und vollkommen aus dem Nichts Pipi mit ihren Augen machen. Als liebender Menschlingshalter komme ich dann rübergestapft, lecke das Gesicht ab und kuschel meinem Zweibeiner die Sorgen weg. Lucy ist eher ein Clown, sie springt und hüpft und schleckt und wufft. Gemeinsam schaffen wir es immer, unseren Menschling aufzumuntern.

Lasst mich euch heute ausnahmsweise eine Geschichte über einen Menschling erzählen. Sie beginnt vor vielen, vielen Jahren, als unsere Menschlingseltern noch gar nicht geboren waren. Gerade erst noch war Krieg gewesen und ein junger Mann hatte irgendwie die vielen schrecklichen Dinge überlebt und hatte es zurück nach Hause von einem sehr kalten Land geschafft, mehr tot als lebendig und mit einem Kopf voll scheußlicher Erinnerungen. Doch auch, wenn er keinen tröstenden Dackel zur Seite hatte, sollte sich sein Leben zum besseren wenden, als er ein Mädchen kennen lernte. Sie gab ihm wieder einen Grund, nach vorn zu sehen und schenkte ihm ein Heim, ein neues Leben, Kinder. Sie lebten miteinander ein gutes Leben, über sechzig Ehejahre lang und wurden alt. Sie liebten sich bis zum letzten Tag, den sie gemeinsam hatten. Als sie fort war, schien es, als sei ein Licht in dem Mann erloschen. Doch auch, wenn von dieser langen Liebe nun ein gebrochenes Herz übrig ist, kann man sehen, dass die beiden glücklich gewesen waren.

R.I.P., Oma-von-Mama

Der Dackel und die stürmische See

Wenn es langsam kälter wird, fliegen die Zugvögel in wärmere Gefilde. Das finde ich sehr schlau. Meine Menschlinge haben uns dagegen an einen Ort gebracht, wo es kälter, nasser und windiger ist. Das sagt doch viel über ihre Intelligenz im Vergleich zu Zugvögeln aus!

Dackel auf Reisen

Für uns war es fast schon Routine: Wir wurden viel zu früh aus dem warmen Bettchen entführt, gezwungen unseren Morgenpipizeitplan auf den Kopf zu stellen und dann saßen wir in der Box im Abenteuermobil. Im Kofferraum. Im Dunkeln. (Die hinteren Scheiben sind getönt, also konnten wir zumindest noch etwas schlafen.) Das erste Gesicht, das wir sahen, als sich die Kofferraumklappe wieder öffnete, war ein fröhliches Dackelgesicht.

Es war mein Kumpel Max! Den hatte ich beim letzten Besuch bei meiner Oma kennengelernt (mehr dazu hier) und nun war mir auch klar, wo wir uns befanden! Wir waren bei Oma an der Ostsee!

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Die Ferienwohnung war genau in Max‘ Revier, deswegen hatte ich gleich viel zu tun, sämtliche Duftmarken zu übermalen und erstmal ausgelassen zu spielen. Weil Max‘ Herrchen auch Hühner hat und ich ein stadtbekannter Hühnerschreck bin, ließen mich meine Eltern aber lieber nicht von der Leine. Bevor wir bei Oma vorbei schauten, versuchte Papa sein Angelglück in Wustrow. Dann brauchten die gefräßigen Menschlinge jedoch eine Mahlzeit (Von der wir nichts abbekamen! Gar nichts! Gemein!) und danach sahen wir dann unsere Oma wieder! 🙂 Natürlich haben wir uns sehr gefreut sie wiederzusehen und wurden durchgeknuddelt.

Ran an den Barsch!

Der nächste Tag wurde ein Angeltag in Damgarten. Zunächst deckte sich Papa in einem Angelgeschäft mit Ködern und Tipps ein, dann standen wir auch schon am Wasser. Uns wurde es an diesem windigen Tag schnell zu kalt und Mama ging mit uns spazieren. Rund um das Gewässer gab es viele interessante Wanderwege, die wir gleich erkundet haben. Als es dann aber nicht mehr aufhörte zu regnen, beschlossen wir zu Oma zu fahren. Vorher gingen unsere Eltern aber schon wieder etwas essen und wieder haben wir NICHTS abbekommen! Das ist echt voll die Tierquälerei. Sie rochen nach gebratenem Schinken und hausgemachtem Hamburger. Zum Glück gab es dann bei Oma ganz viele Kekse für uns und wir wärmten uns schnell wieder auf. Mama ist übrigens hingefahren. Wir haben uns hinten in der Box gegenseitig die Augen zugehalten.

 

Omas freier Tag

…begann damit, dass wir zum Frühstück einfielen wie ein dackeliger Heuschreckenschwarm. Leckerliiiis! Weil wir ja an der See waren, beschlossen wir, an den Strand zu fahren. Dort war es mega stürmisch, meine Ohren flatterten im Wind und durch das Tosen der Wellen konnte man kaum ein Kommando verstehen (wie schade!).

Sina machte der eiskalte Wind nichts aus, sie hat ja einen dicken Pelz. Lucy trug vorsichtshalber ihre Jacke, deren Kapuze wie Batmans Cape im Wind flatterte. Außer uns war kaum eine Menschen- oder Hundeseele am Strand, dafür aber viele Möwen. Wie gern hätte ich die ein bisschen gejagt! Es war ein toller Anblick, wie die riesigen Wellen gegen die Wellenbrecher krachten. Beim Gedanken, dass ich auf so etwas schon mal geklettert bin, wurde mir dann doch anders. Treibgut und Schaum waren angespült worden und rochen hochinteressant.

Danach waren wir im Megazoo, wo es viele Köstlichkeiten gab. Wir und Sina knusperten dann zuhause bei Oma getrocknete Schweineohren. Die Menschlinge entschieden dann auch abends essen zu gehen (ohne uns, gemein), wir blieben in unserer Box und machten erstmal ein Schläfchen. Die Zweibeiner ließen es sich in dieser Zeit in einem chinesischen Restaurant gut gehen. Doch dieses Mal bekamen wir einen Happen ab! Mama schmuggelte extra für uns aus dem Buffet ein gebratenes Stück Fleisch. Na also! Geht doch!

Den letzten Tag bevor es wieder heim ging, angelten wir nochmal, verabschiedeten uns von Oma und meinem Kumpel Max und dann ging es in unser trautes Heim. Ich freue mich schon auf das nächste Mal! 🙂

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Retrieverfreuden und ein neuer Kumpel

Der Hund, der das Meer liebt

Retriever sind, in meinen Augen, schon ein klein wenig verrückt, aber ich mag das. Sie sind groß, hüpfen auf ihren langen Beinen lustig herum und stehen irgendwie auf Wasser. Finn war da noch die light Variante! Sina steht total aufs Schwimmen, sie liebt es, sich in die Wellen zu stürzen, mit allen Vieren zu paddeln und sie steckte auf der Suche nach ihrem Wurfspielzeug sogar den kompletten Kopf unter Wasser!

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Wenn Sina könnte, würde sie wahrscheinlich den ganzen Tag schwimmen. Sie und mein Bruder Balduin wären sicher ein tolles Paar! Wie es sich für einen echten Retriever gehört, apportiert Sina auch für ihr Leben gern. Ich hole zwar schon hin und wieder mein Balli und lasse es mir zu meinem Amüsement werfen, aber Sina stürzt sich sogar in tiefes Wasser für ihr Spielzeug. Näää!

 

Mit Sina und Oma waren wir den ganzen Tag am Hundestrand, was richtig toll war! Lucy hat sogar davon abgesehen, Sand zu fressen (die knirschenden Häufchen am Morgen waren ihr eine Lehre gewesen), stattdessen lief sie lieber herum und kläffte andere Hunde an oder machte es sich auf dem Strandtuch gemütlich. Ich durfte auch einige Zeit ohne Leine rennen, aber weil ich dann bei einer älteren Hündin gestänkert habe, wars das dann erstmal wieder mit der Freiheit.

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Doch nicht nur das Wasser war interessant, auch der Sand hatte Dackelunterhaltungswert. Papa begann ein wirklich tiefes Loch zu buddeln und stieß dann sogar auf Wasser! Ich, die Bauaufsicht Buddelinspektor Bud,  spähte immer wieder hinein und konnte es gar nicht glauben: Der Menschling hatte es echt toll von mir gelernt und ich war mächtig stolz auf meinen gelehrigen Schüler. Ich sollte Papa jetzt öfter mit zu meinen Grabungsarbeiten nehmen. Mama wurde dann in eines von Papas Buddellöchern eingegraben, er baute ihr aus Sand dann noch einen schönen Meerjungfrauschwanz. Mama fand das so witzig, das auch Lucy eine Meerjungfrau wurde.

Papa und Mama bauten dann zusammen auch noch eine Sandburg. Papa kümmerte sich um das Fundament (das irgendwie sehr schnell unterspült war) und Mama modellierte eine Dackelfigur oben drauf. Festung Dackelstein stand leider nur bis zum Abend, dann hatte das Meer das Bauwerk der Menschlinge wieder abgetragen.

All dieses Buddeln, Spielen und Schwimmen hatte mich ganz müde gemacht, doch der Tag war für uns noch nicht vorbei! Es ging noch einmal zum Haus meiner Oma und dort wartete wieder der verlockende Grill, der aufgeweckte Hase und noch eine Überraschung.

Goofy Buddy & Max

Die Überraschung hatte vier Beine, langes, rotes Fell und ein freundliches Grinsen:

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Moin moin!

Dackel Max war zu Besuch! Lucy kriegte gleich einen Kläffkoller, weil sie nicht bemerkt hatte, dass ein Besucher kam und blieb, trotz Bratwurst, grummelig. (Zicke!) Ich dagegen war den ganzen Abend beschäftigt damit, mit Max zu spielen.

Max ist zwar auch ein Rüde, wurde aber kastriert, wie Lucy. Mama hatte erst gedacht, zwei Rüden könnten sich vielleicht nicht so gut verstehen, aber am Ende wollten wir gar nicht aufhören, miteinander zu toben.

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Hoffentlich kann ich irgendwann mal mit Max am Strand toben, dann zeige ich ihm, wie man so richtig einen drauf macht! Buddeln, baden, Möwen jagen, … Nach diesem Abend war ich richtig hundemüde! Max wahrscheinlich auch. Lucy schlief fast schon an Ort und Stelle ein, in diesem Fall auf Omas Couch. Ein besonders flauschiges Kissen hatte es ihr besonders angetan, denn sie liebt ja alles, was weich ist. In der Ferienwohnung verschwanden wir sofort ins Bettchen.

Der kleine Dackel und das Meer

Ein Tag am Strand

Es gibt für Hunde wahrscheinlich nichts schöneres, als den Hundestrand.

  • Menschling dabei – check!
  • Mit anderen Hunden spielen- check!
  •  Im Sand buddeln – check!
  • Über den Strand flitzen – check!
  • Quallen fressen – check!
  • Eiswagen mit lecker Eis- check!
  • Im Meer planschen gehen- check!

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Bevor es an den Strand ging, hatten wir nochmal Oma im Laden besucht und ordentlich Leckerlis abgegriffen, wie es einem Dackel gefällt, danach waren wir am Hundestrand. Wir hatten viel Spaß, ich buddelte und badete meine Füßchen, Lucy flitzte und kläffte aufgeregt herum. Doch dann kam Lucy auf eine echt blöde Idee…

Dackel mit Bauchweh

Dass Lucy echt verfressen ist, is‘ ja nun nix neues, wenn man im Lexikon das Wort „gefräßig“ sucht, klebt dort bestimmt ein Bild von Lucy. Seit ihrer Kastration ist sie wirklich eine kleine Fressmaschine geworden und wenn Mama nicht aufpasst, klaut sie sogar Essen aus dem Müll! (Ich würde natürlich niemals Essen stehlen.) Dieses Mal kam ihr in den Sinn, Sand zu fressen. Puren Sand. Mama hat es dann relativ schnell erspäht und gleich wieder gemeckert, aber Lucy rannte einfach noch ein Stück und frass unterwegs soviel es ging. Klar, dass es dann erstmal eine Auszeit auf dem Strandtuch gab! (Ich bin übrigens auch niemals schadenfroh!)

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Doch Lucy blieb dort dann freiwillig: Sie hatte Bauchweh von dem Sand. Entweder lief sie hektisch von Papa zu Mama und von Mama zu Papa, oder schmiegte sich wehleidig an einen der beiden an. So blieb sie eine ganze Weile unruhig und Mama war natürlich wieder totaaal besorgt. Zum Glück war die Rettung dann nah: Oma erschien mit einem Beutel, der nach Backfisch duftete! Lucy ging es dann schnell wieder besser und bettelte um den Fisch. Sie bekam nur eine winzige Ecke und auch nur, weil Mama hoffte, dass das Öl eine Verstopfung vermeiden würde, ich, der gute Junge, bekam einen guten Bissen ab. Backfisch ist klasse!

Der Strand für den Bud

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Nach 18 Uhr verzogen sich die Leute langsam vom Strand und wir waren allein. Jetzt konnte ich ungestört hin und her rasen, der ganze Hundestrand lag verlassen und war mein! Wir planschten und alberten herum und ich schwamm auch tollkühn in den riesigen Wellen.

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Lucy mag Wasser gar nicht und begnügte sich mit dem Strand, wobei Mamas Adlerblick auf ihr klebte. Sand frass sie aber keinen mehr, dafür machte sie am Morgen danach drei kleine Sandburgen, so dass Mama statt Kotbeuteln eher ein paar Sandförmchen gebraucht hätte!

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