Typisch Lucy

Wenn ihr mich fragt, gibt es nichts besseres als zu buddeln. Schön die Krallen ins Erdreich graben, den Kopf so tief ins Mauseloch stecken, dass man später selbst in den Ohren Erdkrümel finden kann und nicht zögern, auch die Zähne zuhilfe zu nehmen, bis man eine ganz lehmige Zunge hat.


Aber heute geht es nicht um meine Lieblingsbeschäftigung, sondern um die von Lucy. Auch sie buddelt ganz gern, verfällt aber nicht in so eine Mauseloch-Ekstase wie ich. Sie liebt es auch, herum zu flitzen, so schnell sie ihre kurzen Beinchen tragen und sich den Wind um die flatternden Ohren wehen zu lassen.

Was sie aber am liebsten hat, ist Aufmerksamkeit. Gestern hatte mein Papa Geburtstag und so kam es, dass Lüschen zwischen der Papa-Tante und der Papa-Oma/Bruno-Mama saß und von beiden Seiten gleichzeitig gestreichelt wurde. Das gefiel dem Minihund! Auch mit Leckerbissen und lieben Worten („Ja, du bist die Beste! Und die Schönste! Und so süß!“) wurde nicht gegeizt, so dass Lucy gar nicht mehr weg wollte. Sie ist eben eine kleine, verwöhnte Prinzessin und liebt es, auch als eine solche behandelt zu werden.

Mir wäre nur kuscheln und kraulen lassen viiiel zu langweilig, ich wollte lieber mit allen spielen und Schlabberküsse verteilen. Lucy dagegen war glücklich. Unsere Eltern sagen oft, Lucy sei eben ein richtiges Mädchen. Aber stimmt das? Gut, sie steht sehr auf kuscheln und gestreichelt werden. Sie mag es, ihren Kopf an weichen Dingen zu reiben, wie dem frisch gewaschenen Badläufer, ihrem Kuschelkissen oder Papas Bart. Am Wochenende, wenn wir alle zusammen ausschlafen, liebt sie es, vorm Aufstehen noch ausgiebig mit unseren Menschlingen zu schmusen. Aber sie kann auch anders. Manchmal klaut sie aus dem Müll und sie wälzt sich auch schon mal in Aas oder Kacke. Sie fängt oft zuerst das Kämpfen mit mir an und zögert auch keine Sekunde, mir in empfindliche Teile wie die Ohren, den Hals oder sogar in den Weewee zu beißen. Sie kann sich aufspielen als sei sie ein riesiger Dobermann und nicht nur eine kleine 4kg Wurst und kläfft lauter und öfter als mancher große Hund. Fasst man beide Seiten zusammen, kann man sagen, Lucy ist eine Räuberprinzessin. Halb rosa glitzerndes Kuscheltier, halb Deadpool. So kommt es, dass die beiden Zweibeiner „Kuscheln“ und „ekligen alten Mist fressen wollen“ gleichermaßen als typisch Lucy bezeichnen.

Geburtstagsbud!

„Haaappy birthday toooo Buuud!…“

Mama sang. Schon wieder. Gerne hätte ich den Kopf in den Sand gesteckt, aber sie sang schon in der Ferienwohnung und ich konnte nur abwarten, bis es vorbei war. Heute hatte ich meinen 2. Geburtstag! Endlich war ich gleichauf mit Lucy, die ja schon vor zehn Tagen zwei Jahre alt geworden war. Allerdings hatte ich dieses Mal wenigstens nicht auf meine Geschenke warten müssen, denn Mama und ich hatten einen Deal. „Wenn du ein braver Junge bist, während des Urlaubs, kriegst du deine Geschenke schon ein paar Tage eher!“ Das ist doch mal ein gutes Geschäft, oder? Ein guter Junge bin ich doch eh immer! Ich bekam so einen Quietscheknochen und ein schickes neues Halsband aus Nubukleder, das sehr weich und sehr elegant an meinem Hals lag.

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Heute war unser letzter Urlaubstag, was wahrscheinlich auch der Grund war, dass ich nicht solange hatte warten musste, und heute ging es noch einmal an einen Hafen zum Angeln. Dieses Mal probierte es Papa in Wustrow. Dort gab es auch viele tolle Schiffe und Fähren, denen ich gespannt hinterherblickte. Oma und Mama schauten sich mit uns dann noch etwas Wustrow an, Mama wollte auch noch in einen Andenkenladen, um Onkel Bogi etwas schönes mitbringen zu können, der sich ja in unserer Abwesenheit um Kyra kümmerte. Lucy war es viel zu warm und sie ließ sich von Oma tragen, die Lucy unheimlich süß fand. Das ist ihr Glück, wäre sie eine große Dogge gewesen, hätte sie bestimmt keiner tragen wollen! So aber waren ihre vier Kilogramm gut verteilt in Omas Armen und Lucy war zufrieden mit der Welt. An der Seebrücke trafen wir Papa wieder, der das Angeln für heute aufgegeben hatte, und Oma lud uns noch zu einem Eisbecher ein.

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Weil ich der Geburtstagsjunge war, durfte ich Sahne und Eiscreme naschen, das gefiel mir sehr gut! Mama kam dabei ins Sinnieren, wie groß ich eigentlich geworden war. Aus einem winzigen kleinen Knäul aus weichem Babyfell und Speckringen an den Beinchen, war ein großer, schlanker Rüde geworden. Aus einem kleinen frechen Schabernack, der alles erkunden und anfressen wollte, ist ein großer frecher Schabernack geworden. Mir war das alles schon bewusst, mich interessierte eher das Eis. Lecker!

Auf dem Rückweg bekam ich auch ein Stück von Papas Fischbrötchen (weil Geburtstagsjunge) und dann wurde es auch Zeit für den Abschied. Es war sehr schön gewesen, hier am Meer bei unserer Oma, aber ich bin natürlich als Hund ein Optimist und freue mich schon sehr auf unseren nächsten Besuch! (Wahrscheinlich wird es dann schon kälter sein und Mama wird uns noch einen extra Koffer voller Hundewinterkleidung einpacken!) Wir hatten hier alle viel Spaß gehabt und es war schön gewesen, Oma endlich wiederzusehen.

Eine Überraschung gab es dann noch zum Abschied: Lucy bekam das Kissen geschenkt, auf dem sie bei Oma so gern gelegen hatte! Die lange Autofahrt haben wir dann so ziemlich verschlafen. Die nächsten Tage werden sehr anstrengend für mich: Ich muss all meine Markierungen erneuern!

Auf den Tisch kommt heut ein Fisch!

Nach Lucys Geburtstag hätte ich gut zur Erholung so ein, zwei Tage auf dem Sofa schlafen können, doch die Menschlinge hatten andere Pläne. Als ehemalige Jäger und Sammler haben sie eben ihre Bedürfnisse und damit sie ihren natürlichen Jagdtrieb mal ausleben können, gingen wir angeln. Onkel Felix war auch dabei, meine Tante Heidi und mein Bruderherz hatten keine Zeit. Naja, mehr Fisch für mich! Wir waren dieses Mal nicht an dem See in unserer Kleinstadt, sondern sind mit dem Abenteuermobil ein Stück gefahren. Dieser See ist größer und liegt hinter einer Naturstation. Menschenwelpen können dort wichtige Dinge über die Natur lernen und basteln, zumindest behauptet das Mama, die dort als Welpe wohl gewesen ist. (Trotzdem kann sie weder Eichhörnchen jagen noch Pflanzen auseinanderhalten, ein hoffnungsloser Fall.) Ich widmete mich gleich wieder wichtigen Studien über die Beschaffenheit von Mauselöchern.

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Die Menschlinge waren sehr beschäftigt damit, auf ihre Angelruten zu glotzen und im Sonnenschein zu sitzen. Dort wurde es ganz schön warm! Onkel Felix hatte zumindest einen großen Schirm dabei, unter dem ich mich dann und wann verzog, wenn ich vom Buddeln genug hatte. Lucy flitzte herum, schaute sich überall ein bisschen um und scharwenzelte um die Zweibeiner, immer in der Hoffnung auf einen guten Bissen.

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Und den gab es dann! Allerdings für mich! Papa erlöste einen unglücklich gehakten Barsch an Ort und Stelle und den kredenzte ich genüsslich. Eingefrorenen Fisch finde ich ja voll eklig, das hatte ich, glaube ich, schon mal erwähnt. Frisch gefangen und noch nach Seewasser duftend, schmeckt mir Fisch dagegen gut. So gut, dass ich jedes Mal, wenn Papa oder Felix einen Fisch wieder in die Freiheit entließen, jammerte. Das war mein Essen! Wieso lässt du es frei? Den wollte ich haaabeeeeen!

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Alles in allem war der Tag trotzdem toll. Wir waren alle zusammen draußen, ich durfte buddeln, Lucy durfte flitzen, ich aß zumindest einen Fisch und eine undefinierte Zahl an Keksen und roch viele aufregende Gerüche. Zuhause erwartete uns noch eine tolle Überraschung von unserer Tante Vivi, die Lucy ein Geburtstagsgeschenk geschickt hatte. Da waren tolle Spielsachen drin und Köstlichkeiten, von denen wir dann auch gleich eins naschen durften. So hatten wir nach einem tollen Tag noch einen genauso tollen Ausklang.

 

Eine Prinzessin hat Geburtstag!

…Also, genau genommen hat heute ein ganzer Haufen Prinzen und Prinzessinnen Geburtstag, denn der A-Wurf wird heute zwei Jahre alt! (An dieser Stelle: Huhuu, Angel! Alles Guuute!)

Happy birthday tooo yooouu!

Mama ist keine besonders gute Sängerin und weil sie gerade etwas erkältet und heiser ist, klingt ihre Stimme gerade wie die von Marge Simpson (sagt Papa). Trotzdem quietschte sie das klassische Geburtstagsständchen und Lucy ließ es über sich ergehen, immerhin wurde die auditive Folter  das nette Liedchen ja von ihrer Torte begleitet.

Ja, es gab eine „Torte„. Sie bestand aus einem Pansenkern, der in eine runde Form modelliert wurde. Überzogen wurde das Fleisch von Kartoffelbrei und oben drauf, als „Zuckerguss“, kam ein Klacks Quark. Die „Kerzen“ bestanden aus zwei Kaustangen aus gedrehter Rinderhaut. Weil man die Knabberstangen aber nicht anzünden kann, hat Mama zwei rötliche Trockenfleischleckerlis oben drauf gepappt, als Kleber hat sie noch ein bisschen Quark genommen. Die ringförmige Verzierung wurde aus kleinen Leckerlis gebildet. Lucy hat es natürlich geschmeckt, sie hat die Torte schnell aufgestaubsaugert. Für mich gab es übrigens ein ähnliches Mahl, ebenfalls mit Kaustangen und Extraleckerlis. Also, ich finde Geburtstage toll!

Ein aufregender Tag

Weil Lucy ja aber schnell dick wird, bei sooo vielen Leckerchen, mussten die ganzen Kalorien wieder abgelaufen werden und dazu wollten wir eine Geburtstagswaldwanderung machen. Doch vor der Haustür trafen wir gleich auf Nico, unseren neuen Nachbarn. Mama findet den ja mega süß, weil er immer sein Spielzeug herumträgt, aber wehe, ich versuch’s ihm zu mopsen. Nach einem kurzen Freudentänzchen mussten wir aber alle unserer Wege gehen, wir in den Wald und Nico zur Arbeit.

nico

Mama hatte die glorreiche Idee, mal eine neue Route im Wald auszuprobieren. Mit anderen Worten: Wir irrten dann eine ganze Weile kreuz und quer durch den Wald, auf der Suche nach einem Wanderpfad. Schön war es trotzdem, ich hatte so viel zu schnüffeln, dass ich kaum vorwärts kam. Den Weg haben wir dann aber noch gefunden und waren kurz im Fluss, um unsere Pfötchen abzukühlen.

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Zuhause ruhten wir uns erstmal aus, bis Papa nach Hause kam. Dann gab es für Lucy Geschenke! Frechheit! Und ich?! Naja, zumindest war ein getrocknetes Schweineohr für mich drin und in zehn Tagen habe ich dann auch Geburtstag und bekomme meine eigenen Geschenke. Püh.

Mein Highlight des Tages war dann Gassi mit Papa. Wir vier gingen hinunter zur Wiese und Lucy konnte frei durch die Gegend düsen, und ich dieses Mal auch! Papa hat aufgepasst, dass ich nicht weglief, was aber recht leicht war, ich wollte ja eh nur buddeln. Trotzdem war es total toll! Jetzt sind wir voll k.o. und freuen uns schon auf morgen, denn da geht es wieder zum Angeln. Hoffentlich kriege ich dieses Mal einen leckeren Fisch zum Schnabulieren. 🙂

Die Hackfleischtorte

Die Woche begann nicht zu meiner Zufriedenheit: Mama hatte Prüfungen und steckte die Nase die ganze Zeit in ihre Hefter, statt uns zu bespaßen. Sogar während wir zusammen auf der großen Waldwiese waren und ich an der Schleppleine auf Buddeltour ging und Lucy freilief, quatschte sie uns mit irgendwelchen Deixisscheiß voll.

Finns Mama hat ihn bestimmt ähnlich gequält, aber unsere beiden Frauchen waren dann, um zu feiern, dass sie ihre Klausuren hinter sich gebracht haben, in unserem Lieblingshundeladen und waren ausgiebig Kauartikel shoppen. (So feiern Hundebesitzerinnen.) Ich weiß, sie will sich so einschleimen, aber immerhin wars köstlich.

Nach der Prüfung dachte ich, sie hätte endlich wieder mehr Zeit für den Mittelpunkt ihres Lebens (mich), aber da wuselte sie lieber Zuhause herum um zu putzen, denn es stand ein wichtiges Ereignis an: Papas Geburtstag!

hackfleischtorte

Der bekam von Mama zum Frühstück einen Kuchen aus Fleisch und Brot.  Man muss dazu wissen, dass Papa nicht gern Süßes isst und auch Kuchen und Torte eher selten isst. Da zum Geburtstag aber ein Kuchen gehört, machte Mama dieses köstliche Exemplar. Es gelang mir, ein halbes Kuchenstück schnell vom Teller zu saugen, als sie kurz rausging. Viel Zeit hatte ich nicht, aber es schmeckte super!
Am nächsten Tag kamen dann Papas Omas und Opas und ich war sehr aufgekratzt- ich wollte alle anspringen und ablecken, wie es sich als guter Gastgeber gehört. Aber ich musste erst liegenbleiben und mich beruhigen. Menno. Danach holte ich meine Gastgeberpflicht natürlich gleich nach. Ich freute mich über soviel Aufregung und Aufmerksamkeit (Lucy natürlich auch) und wir bekamen zum Kaffeetrinken dann statt Kuchen leckeren Rinderkehlkopf. (Windbeutel ass ich aber trotzdem, hihi.)  Als dann alle gingen, war ich so müde gespielt, dass ich sie nicht mal zur Tür brachte. Mama streichelte mich liebevoll und versprach mir, dass wir am Wochenende, wenns nicht stürmt, in den Wald gehen. Das klingt nach einem Plan, der mir gefällt!

Übrigens gibt es heute noch ein Geburtstagskind:

meinen Kumpel Finn!

Finn, Lucy und ich wünschen dir alles Liebe zum Geburtstag, Gesundheit, immer ein gutes Näschen bei der Dummysuche, ganz viele Schlamm- und Wasserpfützen und ganz viele Hundekuchen! Bleib so wie du bist und fühle dich ganz doll abgeleckt!

Finn geburtstag

Dein Bud & Deine Lucy ❤

Budiger Geburtstag

„Happy birthday toooo Bud, happy birthday to Bud, happy birthday dear Buddy, happy birthday to Buuud!“

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Ganz ehrlich, solche Gesänge sind nun nichts für meine zarten Dackelohren. Aber ganz richtig: ich habe heute Geburtstag und bin ein Jahr alt geworden! Balduin übernachtet das ganze Wochenende bei uns, was hätte ich mir besseres zum Geburtstag wünschen können? Heute morgen servierte uns meine Mama eine Napftorte, als Kerze steckte Trockenfleisch drin. Ich muss sagen, ein sehr hübsches Frühstück war das!

Nach dem üppigen Frühstück spielten wir noch etwas, dann ging es am Nachmittag in den Wald. Mama hatte drei Dackel an den Leinen und alle Hände voll zu tun damit, nicht über uns zu fallen und irgendwie ordentlich zu führen. Es gab doch so viel zu schnüffeln!

Lucy_Lederhalsband

Zuhause bekamen wir dann jeder noch etwas zum Knabbern, was uns bis abends beschäftigte. Wartend auf das Kommando zum Futtern

Jetzt bin ich total geschafft und müde! Übrigens habe ich nun meinen eigenen Fuchsdummy, mit dem ich bald viel Spaß haben werde!

Lucy hatte zwar nicht Geburtstag, bekam aber trotzdem ein Geschenk (wie unfair!), das unsere liebe Freundin Viviana aus der Schweiz (Angels Mama) ihr zum Geburtstag geschickt hatte. Es ist ein echtes Swarowskihalsband aus Leder und es steht ihr wirklich super! Danke, liebe Viviana!

Budiger Urlaub

Ratet mal, wer in den Urlaub gefahren ist: natürlich ich, mit meiner Freundin und meinen Menschlingen! Früh morgens ging die Reise los, ich konnte gar nicht verstehen, wieso ich so früh raus musste! Und dann die lange Autofahrt, bei der ich in der Box bleiben musste!

Selfi

Die Ankunft (Tag Eins)

Nach der langen  Fahrt fanden wir uns dann in einem Ferienhaus wieder, ganz unten im Erdgeschoss mit einer Tür in einen kleinen Garten. Als erstes markierte ich dort mein Revier an einem Gebüsch. Ordnung muss sein! Mama kramte und packte das ganze Zeug, was sie am Vortag eingepackt hatte, wieder aus. Menschen…!

Dann ging es spazieren. Draußen roch es komisch, nach Salz und anderem ungewohnten Zeug. Dann standen wir plötzlich mit allen vier Pfoten im Sand. Vor uns rauschte ganz viel Wasser. Mir fiel die Kinnlade herunter. Es stimmte also doch, dieser See war gigantisch, ich konnte kein Ende sehen! Allerdings schmeckte das Wasser nicht, und als ich fröhlich reinhüpfte, riss mich gleich eine Welle um.

Am Abend waren wir nochmal am Strand, als fast keiner mehr dort war. Lucy lief frei und ich an der Schleppleine. Die Versuchung, all die Möwen zu jagen, war einfach zu groß! Ein besonders dreistes Exemplar stahl uns eine Tüte Leckerlis! Lucy war erschüttert. Papa entdeckte dann ein paar Meter weiter weg die diebische Möwe und rannte ihr nach und es gelang ihm, sie zu vertreiben, in dem er einen Ball in ihre Richtung warf. Die Leckerlis waren weniger, aber gerettet!

Dackel am Strand

Tag Zwei

Was könnte Hund wohl am Meer besseres machen, als den ganzen Tag am Hundestrand liegen?

Also, liegen war natürlich nicht unsere Hauptbeschäftigung, wir buddelten die meiste Zeit, spielten mit anderen Hunden und gingen ab und zu baden, weil Mama es so wollte. Lucy lief wieder offline herum und freundete sich gleich mit einem großen grauen Mischling an, der Baldo hieß und mir auch gleich sympathisch war (als ich weinte, weil Mama ins Meer gegangen ist und ich nicht hinterher konnte, kam er und wollte mich trösten, voll nett!) und zwei Zwergpudelrüden, von denen einer schwarz (Obsi) und einer weiß (Redgi) war.

 

Tag Drei

Heute ist ein ganz besonderer Tag, denn heute ist Lucy ein Jahr alt geworden! Das heißt, der komplette A-Wurf hatte Geburtstag, an dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch an alle!

StranddackelFrüh liefen wir gleich eine schöne Runde Gassi, dann gabs Geburtstagsfrühstück mit Happi und extra Leckerli, serviert mit einem  Ständchen. (Glaubt mir, das konnte man nur in Erwartung aufs Essen ertragen!) Als wir aufgegessen hatten, bekam Lucy ein Geschenk. Ich war eifersüchtig, wieso bekam ich kein Geschenk? Mama sagte, in zehn Tagen (an meinem Geburtstag) bekomme ich auch etwas schönes, aber ich wollte es jetzt! Zum Glück ging es dann gleich wieder raus und wir begleiteten Papa zum Angeln. Danach gingen wir nochmal an den Hundestrand und Lucy fand gleich ihre Freunde vom Vortag wieder: Baldo und die beiden Pudel. Ich fand sie auch nett und spielte mit ihnen, nur die dumme Flexileine störte. Papa sah das auch schnell ein und ließ mich frei. Meine Stunde hatte geschlagen! Wir rannten alle wild umher und hatten viel Spaß! Ich versuchte einer französischen Bulldogge ihr Spielzeug zu klauen und an fremde Strandkörbe zu markieren, wurde aber von anderen Hunde aus ihrem Revier verscheucht.

Plötzlich sah ich dann einen Raben! Ich verfolgte ihn aus dem Hundeabschnitt des Strandes hinaus und jagte ihn bis auf den Wellenbrecher, wo er sich zu ein paar Möwen setzte. Dann flogen sie alle einer nach dem anderen davon und ich stand alleine auf den hölzernen Stämmen, links und rechts von mir die Wellen. Hinter mir kletterte Papa um mich zu retten und Lucy und Mama waren auch aus Sorge um mich hinterher gelaufen und warteten am Ende des Wellenbrechers. Ich drehte mich dann einfach um und lief zurück. Mama war erleichtert, dass ich weder reingefallen, noch von wütenden Vögeln attackiert worden bin, trotzdem ging es dann heim und ich musste an der rosa Prinzessinnenleine von Lucy heimlaufen. Zurück in der Ferienwohnung schlief ich dann erstmal eine Runde. Heute Abend wollen wir noch grillen, das bedeutet jede Menge guter Bissen für uns! Außerdem wurde uns noch ein Rehohr versprochen, dieses mal bekommt auch jeder von uns eins.

Tag Vier

Heute war unser letzter voller Tag vor der Abreise, und wir entschieden uns, diesen nochmal am Strand zu verbringen. Lucy durfte gleich ab dem Hundestrandschild frei laufen und fand auch gleich ihre Pudelfreunde wieder, in deren Nähe wir dann blieben. Sie spielten schön mit uns und unsere Eltern unterhielten sich mit den Besitzern der beiden Jungs. Genau genommen gehörte nur der Schwarze zu ihnen, der ältere weiße Pudel gehörte zu ihrer Tochter und durfte mit in den Urlaub. Die beiden waren ein tolles Team, genau wie Baldi und ich. Weil Mama feststellte, dass die Kombination aus nasser Schleppleine und Sand nicht besonders gut für die Hände war, ließ sie mich dann auch frei. Super! Ich rannte gleich am Strand entlang und spielte mit anderen Hunden. Eine hübsche braune Labradorhündin namens Arwen, ein hungriger Irish Setter, unser Freund Baldo vom Vortag und eine französische Bulldogge waren dieses Mal meine Spielkameraden.

Bud_rennt

Ich hätte noch ewig weitergespielt, doch dann begann es plötzlich zu schütten und wir flitzten im strömenden Regen zurück in unser Domizil.  Mama trocknete uns gleich als erstes ab und  danach machten wir ein schönes Schläfchen.

Morgen geht es dann wieder nachhause, wo ich dann erstmal viel zu tun habe, immerhin muss ich die Markierungen von einer Woche wieder auffrischen!