Dackel im Urlaub

Klammheimlich habe ich mich diese Woche aus dem Staub gemacht – Okay, ja, so heimlich war es eigentlich nicht und gemeinsam mit meiner Familie war es auch. Achtung! Es folgen Bilder! Viele bunte Bilder!

Kyra war schon am Vortag unserer Abreise, also an meinem Geburtstag abgeholt worden. Mamas Bruder hat die große Ehre, die bezaubernde Madame Kyra zu beherbergen. (Und mit beherbergen meine ich kraulen, mit Leckerlies vollstopfen und ihr jeden Wunsch von den großen blauen Augen abzulesen.) Meine Empörung war groß, dass man mir meine Katzenfreundin geklaut hatte und ich habe den ganzen Abend an der Tür gewartet. „Warum haben diese Bekloppten meine Katze fortgebracht?“, fragte ich mich. Die Antwort bekam ich am nächsten Morgen. Ohne dass ich hatte ausschlafen können (!!!), ohne Frühstück!!! (Diese Tierquäler!) wurde ich im Regen!!!!!! (TIER-QUÄ-LER.) zum Pipi genötigt und in meine Box gesteckt. Diese Dilettanten hatten geglaubt, ihre lächerliche Box hätte mich aufhalten können, jedoch hatte ich das Gitter erneut aus der Schiene gerissen. Leider war es mit einem extra Spanngurt gesichert und so blieb der Weg in die Freiheit versperrt, jedoch wurde ich dann irgendwann befreit. Und sah unsere Oma, also unser Großfrauchen!

Sturm oder wie es Einheimische nennen: „laues Lüftchen“

Sie hatten mich also wieder ans Meer gebracht, auf dass ich Eis fresse und meine Pfötchen in Salzwasser bade, doch an unserem ersten Abend hier war ein ziemlicher Sturm. Zum Glück war es vor Omas Kamin ruhig und warm. Sina freute sich auch ziemlich uns zu sehen. Mr. Glenn Moray, der Kater des Hauses, war nicht ganz so erfreut über die Dackelplage auf seinem Sofa.

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dackel golden retriever sina harmony vom silberlandkater und dackel glenn moray

Am nächsten Morgen war es immer noch ziemlich stürmisch. Zweibeinerlogik: Gassi am Strand! Sina war auch dabei und rannte immer wieder in die riesigen Wellen, Lucy und ich waren froh, dass wir genau das nicht tun mussten. Der Wind trug jede Menge Sandkörnchen mit sich und diese prasselten uns um die Schlappohren. Die eine Hälfte des Strandes klebte uns in den Augen, die andere Hälfte landete in unseren Öhrchen, wo auch Tage später noch Sand gefunden wurde. (Frage an alle See-Hunde: Wie zum Teufel kriegt ihr den jedes Mal raus? Und wie macht ihr das mit den Karabinerverschlüssen an der Leine?)

dackel am strand

lucy sandstorm

golden retriever apportieren

darude sandstorm

Darude Sandstorm!

bud und das meer

There is no fish, welcome to the real world

Der Bissindex von Papas Angel-App behauptete zunächst, die Chancen einen Fisch zu fangen, seien gar nicht so schlecht. Jedoch sahen das die Fische ganz anders. Während er versuchte, dem Hafen einen Wasserbewohner zu entlocken, vertrieben wir uns die Zeit, indem wir den kleinen Hafen erkundeten. Hier lagen hauptsächlich kleine Boote und Jachten, aber auch ein paar Touristen-Fähren. Oma stieß dann noch zu uns und wir gingen eine lange Runde spazieren. Lucy hatte jedoch bald keinen Bock mehr zu laufen. Und Oma lässt sich eher erweichen als das herzlose Frauchen! Jetzt oder nie! So eine tolle Chance getragen zu werden, muss man nutzen!

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Wir wechselten den Hafen, um vielleicht doch noch einen Fisch zu fangen, doch es war nun mittlerweile Mittag und außer Algen hing nichts am Haken. Am Hafen war gerade ein Markt und dort schlenderten wir noch entlang. Ich hoffte natürlich sehr auf etwas zu essen, aber nope, ich hatte genauso wenig Glück wie mein Herrchen. Da der Tag noch jung war, entschieden die Menschlinge, wir sollten in ein Erdbeerdorf fahren. Häää? Leben dort rote Schlümpfe?

lucy hafen dackel

wonderwall bud

Hey, Menschling! Bring mal paar Würstchen und Marshmallows ran!

Erdbudland!

Eine der größten Attraktionen da oben im Norden ist, neben dem Meer natürlich, Karls Erdbeerdorf. Früher hat man dort nur ein paar Erdbeerfelder betrieben und nun ist daraus ein riesiger Park voller Attraktionen rund um die rote Frucht geworden. Und was für uns das Wichtigste war: Hunde sind fast überall in diesem Park erlaubt! Für Lucy und mich war das sehr aufregend, denn wir waren noch nie zuvor an so einem Ort. Erdbeeren finde ich persönlich jetzt nicht sooo spannend. Im Hundeeis sind sie ganz okay und leere Marmeladen- oder Joghurtbehältnisse lecke ich gern aus, aber die frische Beere esse ich nicht. Lucy, dieser Staubsauger, findet Erdbeeren super und schnüffelte oben vom Arm des Zweibeiners aufgeregt herum. Die gefräßigen Menschlinge schlugen sich am Buffet die Bäuche voll und ich ärmster aller Hunde bekam nur eine lausige Wurst, die ich auch noch mit Lucy teilen musste. Wir warteten abwechselnd an einem der Tische, da Hunde nicht an der Speiseausgabe erlaubt sind. Danach ging es ins Aquarium! Ich war noch nie in einem Aquarium gewesen und war fasziniert, als ich entdeckte, dass hinter dem Glas etwas Lebendiges schwamm. Einige der Fische waren größer als Lucy und ein paar besondere Exemplare waren auch bestimmt größer als ich!

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Rapture! Ach nee. Erdbeerdorf.

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Nennt mich Ismael, ähhh, Bud! Natürlich kenne ich als belesener Dackel die Geschichte von Moby Dick, die in Karls Erdbeerdorf in Form einer Eissklupturenausstellung vorgeführt wurde. Die zweibeinigen Weicheier brauchten natürlich Ponchos, die am Eingang verteilt wurden, denn es waren da drin Minusgrade! Okay, Lucy und ich haben uns dann auch lieber darunter tragen lassen, so dass nur die Schnauze hervorschaute. Am liebsten hätte ich alles genau beschnüffelt, aber dazu hätten meine zarten Pfoten ja den eisigen Boden berühren müssen. (Wozu hat man denn sonst Personal?) Die Figuren waren in buntes Licht getaucht und stellten Szenen aus Moby Dick nach. Es gab sogar einen riesigen Eiswal, der gleichzeitig eine Rutsche war! Weil mein Herrchen Rutschen liebt, musste ich da sogar mit! Huiii!

karls erdbeerdorf der fantastische bud hunde eiswelt mobby dick

Im Gegensatz zur Eiswelt war es dann in der großen Verkaufshalle ziemlich warm. Erst dachte ich, toll, langweiliger Menschlingskram, doch dann entdeckten wir, dass es dort – neben Erdbeersenf, Erdbeersalami und Erdbeernudeln – auch Erdbeerhundekuchen von Keksdieb gab! HUNDEKUCHEEEEN!!! Wir sahen auch viele andere Hunde, darunter sogar ein paar dackelige Kollegen. Zum Abschluss drehten wir noch eine Runde im Hof. Dort konnten die Menschlinge ein seltsames Ballspiel mit Stöcken spielen und ich sah Ponys, Schafe und Hängebauchschweine.

karls erdbeerdorf roevershagen hunde erlaubt

Einen kurzen Schreckmoment hatte ich, der tapfer jedem Fisch und jedem Pferd gegenüberstand, dann doch: Am Ausgang wartete das Maskottchen (Ein „Erdbär“!) und ich dachte: „Boaaah, was für ein riesiges Plüschtier!“ Ich schnüffelte an der großen Plüschhand und überlegte gerade, ob ich mal reinbeißen sollte, um herauszufinden, ob es dann quietschte, als das Plüschtier zum Leben erwachte und mich streicheln wollte! Ich machte vor Schreck fast einen Backflip! Zuhause auf Omas Couch musste ich dann erstmal ein Nickerchen machen, um all diese Eindrücke zu verarbeiten.

Bud, der Seemann

ostsee dackel warnemuendeGenauso oft, wie ich vorher schon in Erlebnisparks gewesen bin, bin ich Fähre gefahren: Noch nie! Dementsprechend ungläubig war mein Blick, als ich feststellte, dass die Plattform, auf der wir standen, sich plötzlich in Bewegung setzte. Ganz geheuer war mir das nicht, aber ich war ja nicht so ein Angsthase wie Lucy, die sich den ganzen Tag von der Oma tragen ließ. Die Fähre brachte uns nach Warnemünde. Dort lagen einige wirklich, wirklich große Schiffe an und ich war dann ganz froh, wieder den Boden unter den Pfoten zu haben. Im schönen Sonnenschein hatten sich viele Zweibeiner nach draußen bewegt und wir trafen oft andere Hunde. Ich fand das super! Lucy nicht. Aber die war ja eh auf dem Arm. Wir spazierten noch ein Stück am Strand entlang, dann ging es zurück zu Omas Haus. Dazu mussten wir erneut Fähre fahren. Ich grub meine Pfoten ganz fest gegen mein Frauchen und war dann ziemlich glücklich, als ich wieder auf Festland laufen durfte. Ob ich seetauglich bin, weiß ich auch nicht so genau. Wir waren unglaublich müde und als die Zweibeiner später Essen gingen, haben Lucy und ich erstmal geschlafen.

 dackel am meer

Zurück nach Hause

Die Zeit war schnell vergangen und vor unserer Heimfahrt waren wir noch einmal am Strand. Dieses Mal war kein Sturm, sondern schönstes Herbstwetter. Lucy durfte leinenlos laufen und ich an der Flexi. Während des stürmischen Spaziergangs hatten wir keine Hundeseele getroffen, dieses Mal wimmelte es von Vierbeinern plus Anhang. Darunter auch ein Langhaardackelrüde, mit dem Lucy ausgelassen spielte. Zum Glück gab es auch für mich bei der Ferienwohnung einen Langhaardackel zum Spielen, nämlich Max, den ich schon das letzte Mal ins Herz geschlossen hatte.

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Das ist Max.

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Lucy rannte, so schnell sie wollte und erkundete die Wurzeln und Felsen ausgiebig. Irgendwann waren ihre Beinchen dann doch müde und sie warf sich theatralisch vor Omas Füße, damit sie getragen wurde. Allerdings erspähte sie dann doch immer wieder etwas, das sie beschnüffeln musste und wollte wieder herunter, nur um den sterbenden Schwan drei Schritte weiter erneut zu mimen. Auch schien der ganze Sand in ihren Ohren schwere Schäden verursacht zu haben, Frauchen konnte ihren Namen über den ganzen Strand brüllen und Lucy reagierte letztendlich auf ein halblautes „Frühstück?“. Auch lief Lucy, wenn sie abgerufen wurde, schnurstracks zu Oma, die Taschen voller Leckerlies hatte. Lucy hatte bereits am Vortag ihre spitze lange Schnauze in Omas Hosentaschen gebohrt, um ja den letzten Kekskrümel zu erwischen und auf wundersame Weise waren die Taschen nun wieder voll! Ich ging aber auch nicht leer aus, obwohl Lucy Oma mehr anbettelte als ich.  Als wir uns dann bei Max und seinem Herrchen (Danke für die Übernachtungsmöglichkeit!) Auf Wiedersehen sagten, fraßen Lucy und ich noch Max‘ Leckerlies weg. Damit ging es dann wieder den langen Weg nach Hause! Ich war hundemüde und schlief nicht nur bis wir am späten Abend ankamen, sondern dann auch die komplette Nacht wie ein Stein. Es war echt toll gewesen- danke, Omaaa! 🙂

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Wo sich Hund und Hase Gutenacht sagen

Der freundlichste Hund der Welt

Dackel haben einen starken Jagdtrieb, das weiß vermutlich jeder. Ob Vogel, Katze oder Eichhörnchen, Lucy beginnt sehr schrill und aufgeregt zu bellen, sobald ein anderes Tier auf ihrem Radar erscheint und würde nur zu gerne hinterher. Aber heute geht es gar nicht um Dackel! Heute verrate ich euch etwas über meine flauschige Freundin Sina, das Golden Retriever Mädchen, und ihren besten Freund. Sina kennt ihr ja bereits, sie ist ein unglaublich freundlicher Hund. Sie hat immer ein Lachen im Gesicht und steckt mit ihrer fröhlichen Art an. Als Golden Retriever ist ihr Jagdtrieb eher gering und bezieht sich eher auf Essbares, das man klauen könnte, als auf Tiere. Außerdem lieben die meisten Retriever Wasser und Apportieren oft sehr gut. Sina hat sogar schon lebendige Tiere in ihrem Maul getragen und das so behutsam, dass diese nicht einen Kratzer hatten, sondern nur etwas vollgesabbert waren. Leider finden die unfreiwillig transportierten Vögelchen und Mäuse das große glückliche Hundetier dann doch etwas unheimlich und haben keine Lust mit diesem zu spielen. Dann kam jedoch Pepe.

Ziemlich beste Freunde

Obwohl er wahrscheinlich denkt, er sei eine Art Hund, ist er eigentlich ein Kaninchen. Er musste von den Menschlingen mit der Flasche aufgezogen werden und verbrachte seine Jugend in einem Tierschutzverein aus Mecklenburg-Vorpommern, der jedes Jahr großartige Arbeit leistet. Meine Oma adoptierte Pepe und ein paar seiner Freunde dann und so lernten sich Sina, der freundlichste Hund der Welt und Pepe, das freundlichste Kaninchen der Welt, kennen.

Pepe war als Flaschenbaby sehr zutraulich und kannte Hunde schon aus Tierschutzzeiten. Er hoppelte ohne Furcht einfach zu Sina und sie hatte endlich ein Tier gefunden, das sich nicht vor ihr fürchtete. Meistens schlendern die beiden zusammen durch den Garten, Sina sammelt die kleinen runden Murmeln, die Pepe verliert und die ja Hundeleckerlies sein müssen, schnell auf, was meine Oma ziemlich eklig findet und manchmal liegen die beiden auch einfach nur zusammen herum. Oma sagt oft, die beiden seien ihre beiden Hunde.

Lucy und ich haben Pepe auch kennengelernt und waren fasziniert. Jedoch blieb Pepe während unseres Besuchs lieber in seinem Hasenauslauf, sicher ist sicher.

Der Dackel und die stürmische See

Wenn es langsam kälter wird, fliegen die Zugvögel in wärmere Gefilde. Das finde ich sehr schlau. Meine Menschlinge haben uns dagegen an einen Ort gebracht, wo es kälter, nasser und windiger ist. Das sagt doch viel über ihre Intelligenz im Vergleich zu Zugvögeln aus!

Dackel auf Reisen

Für uns war es fast schon Routine: Wir wurden viel zu früh aus dem warmen Bettchen entführt, gezwungen unseren Morgenpipizeitplan auf den Kopf zu stellen und dann saßen wir in der Box im Abenteuermobil. Im Kofferraum. Im Dunkeln. (Die hinteren Scheiben sind getönt, also konnten wir zumindest noch etwas schlafen.) Das erste Gesicht, das wir sahen, als sich die Kofferraumklappe wieder öffnete, war ein fröhliches Dackelgesicht.

Es war mein Kumpel Max! Den hatte ich beim letzten Besuch bei meiner Oma kennengelernt (mehr dazu hier) und nun war mir auch klar, wo wir uns befanden! Wir waren bei Oma an der Ostsee!

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Die Ferienwohnung war genau in Max‘ Revier, deswegen hatte ich gleich viel zu tun, sämtliche Duftmarken zu übermalen und erstmal ausgelassen zu spielen. Weil Max‘ Herrchen auch Hühner hat und ich ein stadtbekannter Hühnerschreck bin, ließen mich meine Eltern aber lieber nicht von der Leine. Bevor wir bei Oma vorbei schauten, versuchte Papa sein Angelglück in Wustrow. Dann brauchten die gefräßigen Menschlinge jedoch eine Mahlzeit (Von der wir nichts abbekamen! Gar nichts! Gemein!) und danach sahen wir dann unsere Oma wieder! 🙂 Natürlich haben wir uns sehr gefreut sie wiederzusehen und wurden durchgeknuddelt.

Ran an den Barsch!

Der nächste Tag wurde ein Angeltag in Damgarten. Zunächst deckte sich Papa in einem Angelgeschäft mit Ködern und Tipps ein, dann standen wir auch schon am Wasser. Uns wurde es an diesem windigen Tag schnell zu kalt und Mama ging mit uns spazieren. Rund um das Gewässer gab es viele interessante Wanderwege, die wir gleich erkundet haben. Als es dann aber nicht mehr aufhörte zu regnen, beschlossen wir zu Oma zu fahren. Vorher gingen unsere Eltern aber schon wieder etwas essen und wieder haben wir NICHTS abbekommen! Das ist echt voll die Tierquälerei. Sie rochen nach gebratenem Schinken und hausgemachtem Hamburger. Zum Glück gab es dann bei Oma ganz viele Kekse für uns und wir wärmten uns schnell wieder auf. Mama ist übrigens hingefahren. Wir haben uns hinten in der Box gegenseitig die Augen zugehalten.

 

Omas freier Tag

…begann damit, dass wir zum Frühstück einfielen wie ein dackeliger Heuschreckenschwarm. Leckerliiiis! Weil wir ja an der See waren, beschlossen wir, an den Strand zu fahren. Dort war es mega stürmisch, meine Ohren flatterten im Wind und durch das Tosen der Wellen konnte man kaum ein Kommando verstehen (wie schade!).

Sina machte der eiskalte Wind nichts aus, sie hat ja einen dicken Pelz. Lucy trug vorsichtshalber ihre Jacke, deren Kapuze wie Batmans Cape im Wind flatterte. Außer uns war kaum eine Menschen- oder Hundeseele am Strand, dafür aber viele Möwen. Wie gern hätte ich die ein bisschen gejagt! Es war ein toller Anblick, wie die riesigen Wellen gegen die Wellenbrecher krachten. Beim Gedanken, dass ich auf so etwas schon mal geklettert bin, wurde mir dann doch anders. Treibgut und Schaum waren angespült worden und rochen hochinteressant.

Danach waren wir im Megazoo, wo es viele Köstlichkeiten gab. Wir und Sina knusperten dann zuhause bei Oma getrocknete Schweineohren. Die Menschlinge entschieden dann auch abends essen zu gehen (ohne uns, gemein), wir blieben in unserer Box und machten erstmal ein Schläfchen. Die Zweibeiner ließen es sich in dieser Zeit in einem chinesischen Restaurant gut gehen. Doch dieses Mal bekamen wir einen Happen ab! Mama schmuggelte extra für uns aus dem Buffet ein gebratenes Stück Fleisch. Na also! Geht doch!

Den letzten Tag bevor es wieder heim ging, angelten wir nochmal, verabschiedeten uns von Oma und meinem Kumpel Max und dann ging es in unser trautes Heim. Ich freue mich schon auf das nächste Mal! 🙂

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Hafenmeister Bud und die alte Liebe

Budige Barsche

Am nächsten Morgen nach unserer Ankunft, wachte ich voller Tatendrang auf. Nach einem kurzen Morgengassi und einem gemütlichen Frühstück, ging es an den Hafen. Papa wollte die Gelegenheit zum Angeln nutzen, auch wenn es, Mitte September, noch etwas zu früh für die Angelsaison hier oben war. Wir machten es uns auf dem Steg so bequem, wie es ging, und sahen ihm dabei zu, wie er seine Angel auswarf. Ab und an kamen fremde Menschlinge, um aufs Wasser zu starren. Einige hatten auch Hunde dabei, mit einem konnten wir sogar etwas länger schnüffeln, weil dessen Herrchen sich mit Papa übers Angeln unterhielt. Gefangen hat er auch etwas:

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Wenn du meinem Papa schon aus der Hand springen musst, dann hüpf gefälligst in mein Maul!

Ich fand den Barsch sehr appetitlich, doch Papa setzte ihn wieder zurück. Seufz. Dieses Verhalten muss ich ihm dringend abgewöhnen! In meinem Bauch wäre noch viel Platz für das Fischlein gewesen! Aber naja. Es gab außerdem am Hafen viele Möwen zu sehen, denen ich neugierig nachschaute. Die vielen Boote am Steg waren nicht so mein Ding, dafür aber die vorbeifahrenden Fähren. Da will ich auch mal mitfahren! Damit ich besser sehen kann, hob Mama uns abwechselnd hoch. Ich schaute stolz über die Wellen und Lucy war einfach zufrieden, auf dem Arm zu sein.

First love

Nach dem Ausflug zum Hafen ruhte ich mich kurz aus, dann waren wir zum Grillen bei Oma eingeladen. Grillen ist etwas sehr Feines, denn dabei kommt Fleisch vor und das schmeckt mir gut. Voller Appetit dackelte ich, mit meinen Eltern im Schlepptau, zum Haus meiner Oma. Doch dort angekommen vergaß ich Grill und Fleisch, denn dort war auch Omas Hund, Sina

Wie sich aufmerksame Leser vielleicht erinnern, ist Sina der erste „fremde“ Hund gewesen, den ich getroffen habe. Ich hatte damals noch nie einen langhaarigen Hund gesehen und zog deswegen rotzfrech an ihrem plüschigen Schwanz. Ich war total scharf darauf, mit ihr zu spielen und hatte sie schon damals echt gern. Sina ist wahrscheinlich einer der freundlichsten Hunde der Welt und hat all meine Welpenbisse ertragen. Man kann also sagen, Sina war meine erste große Liebe. Sie hat sich sehr gefreut uns zu sehen, ich war erstmal ganz platt, dass sie wirklich vor mir stand und dann spielten wir wieder miteinander, genau wie früher. Nur, dass ich jetzt ein stattlicher Rüde geworden bin und kein kleiner Welpe.

Lucy lief neugierig herum, vorallem in Richtung Küche und Grill, wo es gut duftete. Sie durfte auch oft auf den Arm hoch und kuschelte mit Oma. In ihrem Garten gab es auch ein Hasengehege, samt Hasen. Der vorwitzige Hase Pepe stammt aus dem Tierschutzverein und ist mit Hunden aufgewachsen, also hatte er keine Angst vor mir oder Lucy. Wir wollten gern rein zu ihm, durften aber nicht und wurden ständig von unseren Eltern zurückgepfiffen. Menno. Wenigstens hatte ich Sina und durfte auch etwas vom Grill naschen. Lucy auch. Die darf dann nach dem Urlaub zwar abspecken, aber während unserer Ferien durfte sie es sich auch gut gehen lassen.

 

Sinas Verwandlung in einen Eisbären

Wie es so schön heißt: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Die Mama meiner Mama liebte ebenfalls schon immer Hunde.

Als meine Mama ein Kind war, lebte in ihrem Rudel ein Golden Retriever und nun, viele Jahre später, hat die Mama meiner Mama wieder einen Goldi.

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Sina war fünf Jahre alt und einer der freundlichsten Hunde, die es auf der Welt wohl geben mag. Wer diese freundlichen, blonden Hunde kennt, weiß nicht nur, dass sie besonders treudoof, verfressen und haarig sind, sondern auch, wie groß sie sind. Meiner Mama kamen sie nie riesig vor, bis Lucy, Balduin und ich zu Besuch bei Sina waren. Es war an der Zeit für uns, andere Hunde kennen zu lernen, damit wir, wenn wir groß sein würden, an unsere Mithunde gewöhnt wären. Sina war durch ihre sanfte Art damit das perfekte Testobjekt. Doch als wir dann neben ihr standen, verwandelte sich Sina in den Augen meiner Mama in einen riesigen, unheimlich großen, felligen Eisbären, dessen Bein fast so groß war wie die komplette Lucy!

 

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Mich beeindruckte der haarige Koloss eines Hundes nicht besonders, mich faszinierte eher das lange Fell, so dass ich gleich erstmal reinbiss. Bei dieser Gelegenheit untersuchten wir gleich auch den Rest von Sinas Garten. Und es gab viel für uns drei kleine Abenteurer zu entdecken: es gab Tannen, so hoch wie das Haus, in dem Sina und Oma leben, einen kleinen Teich, in den ich aber lieber noch nicht gesprungen bin und ein Hasengehege! Da haben wir natürlich am längsten geschnuppert und neugierig die fremden Tiere betrachtet. Lucy wäre gern gleich mit hinein geschlüpft, aber Mama hatte Angst, dass sie gegen den ausgewachsenen Widder den kürzeren gezogen hätte. Die Hasen sind dann lieber in der Mitte geblieben und haben ungerührt weiter mit ihren Nasen gewackelt, wir entschieden uns dann auch lieber für weiteres Spielen und Toben.