Der Herbst: Menschen- vs. Dackelansichten

Den Herbst finde ich echt super. Da ich als Septemberbaby ja im Herbst geboren wurde, waren bunte Blätter meine ersten Jagdobjekte! Für uns kleine Dackel waren diese allerdings damals auch im Größenverhältnis echt riesig… Auch Mama steht total auf den Herbst, auch wenn sie kein Herbstbaby war. Allerdings haben wir ziemlich verschiedene Ansichten von den tollen Seiten des Herbsts. Deswegen habe ich ihr, großzügig wie ein Dackel sein kann, erlaubt, mal ihren Senf dazuzugeben, weil sie ja sonst immer nur meine Ansichten niederschreibt, selbstverständlich habe ich aber hier und da korrigiert. Is‘ ja mein Blog.

Endlich beginnt wieder die kuschligste Zeit des Jahres. Der Sommer ist, leider recht schnell, vorbeigezogen, doch bevor die Eisfinger des Winters nach uns greifen (Ernsthaft? Was sollen diese schwülstigen Metaphern?), können wir uns noch etwas an goldenem Licht und bunten Wäldern erfreuen. Zwar braucht man nun für Spaziergänge wieder eine Jacke, doch ist der kühler werdende Wind nach der Glut angenehm und stundenlangen Wanderungen steht nichts mehr im Wege. (…falls dem Dackel danach ist!)

dackel-im-wald

Was ich am Herbst besonders liebe?  

  • Nun, zunächst finde ich die farbenfrohen Blätter wunderschön und liebe den Geruch des Herbstlaubs. (Tzzz, Menschen. Der Geruch ist doch das A und O, bei allen Dingen! Blätter, Bäume, Kackhaufen, …)
  • Gemeinsam mit meinen Dackeln draußen herumzulaufen ist prinzipiell immer super (WAS HEISST HIER PRINZIPIELL?!), aber jetzt können wir wieder gemeinsam Pilze suchen! (Mit „Pilze suchen“ meint sie, wir stolpern solange durchs Dickicht, bis wir uns hoffnungslos verlaufen haben und gelangen nur dank dem Google Navi nach Hause. Zwischendurch finden wir dann insgesamt drei Pilze, auf die ich versuche, schneller zu markieren als Mama es bemerkt.)
  • Die Sonne verschwindet nun schon ziemlich schnell und hin und wieder gibt es auch graue Regentage. (Ja. Und die sind scheiße. Deswegen wage es ja nicht, mich von dem Sofa zu kriegen.) Doch dann kann man gemütlich mit seinem Minihund (Damit meint sie Lucy! Ich bin nicht Mini!) auf der Couch unter einer Decke kuscheln, ein Buch lesen und heißen Kakao trinken. (Die Wirklichkeit ist nicht ganz so rosarot wie Mamas Idealvorstellung. In Echt trample ich nämlich erstmal über ihren Bauch, bevor ich mich so hinlege, dass ich die Hälfte der Decke mit mir reiße. Hauptsache, ich bin zugedeckt. Dann setzt sich Lucy ständig auf das aufgeschlagene Buch und starrt Mama an, in der Hoffnung, sie bekäme Aufmerksamkeit. Ach ja, und im Kakao hängt mindestens einmal ein Dackelschwanz oder -ohr.)
  • Weil man Decken und Sofas ja nicht die ganze Zeit mit sich herumtragen kann, gibt es da noch Kuschelsocken, Fleecejacken und diverse Pullover, geklaut aus dem Kleiderschrank des Mannes. Und damit ist es immerhin fast so kuschlig wie unter einer Decke! (Kuschelsocken fresse ich am liebsten, nebst Unterhosen.)
  • Zur Herbstsaison gehört Kürbissuppe -Punkt! Die riesige orangefarbene Beere eignet sich nicht nur hervorragend um seiner Kreativität im Fratzenschnitzen freien Lauf zu lassen (…damit Lucy wieder etwas zum Ankläffen hat), sondern schmeckt auch toll. Und wer seinen Hund barft, kann ihm auch etwas davon in den Napf geben. (Wie bitte?! Da gehört Fleisch rein! Im Idealfall Pansen! Gemüse, pfui Teufel!)
  • Gruselgeschichten gehören vor allem zu Halloween, doch die dunklen Abende machen auch vorher schon eine schöne Schauerstimmung. Also nichts wie Poe aus dem Bücherregal hervorgeholt! (Bücher finde ich lahm. Kraul mir lieber den Bauch! Oder lies wenigstens ein Buch, in dem ein Dackel die Hauptrolle hat!)
  • Wenn das Gassi bei Regenwetter keinen Spaß macht und Lucy keinen Schritt mehr als notwendig laufen mag, muss man als Frauchen schon mal in die Trickkiste greifen. (Greif doch lieber ins Glas mit den Hundekeksen!)  Neue Spielideen oder ein paar neue Tricks beibringen kann das kleine Dackelhirn auf Trab halten (Bitte?! Ich hör‘ wohl nicht recht!) und Langeweile vertreiben.
  • Es gibt viele tolle Anregungen im Internet für neue Tricks (Genau deswegen fordere ich eine Menschlingssicherung am Computer! Sowas bringt sie nur auf blöde Ideen und ich muss es dann ausbaden!) , selbstgemachtes Spielzeug oder Rezepte für eigene Hundekuchen (…Gut, okay, für solche Zwecke kann sie ihr Internet meinetwegen benutzen. Aber die Dog Dancing Seiten werde ich ihr sperren!), damit auch dem Zweibeiner nicht langweilig wird. 
  • Das warme Licht des Herbsts liebe ich auch beim Fotografieren (Und wir müssen wieder stundenlanges Geknipse ertragen, weil wir ihr Lieblingsmotiv sind.)und die tiefstehende Sonne malt herrliche Licht- und Schattenspiele. (Was sie nicht erwähnt hat: Matsch, Regen und Schlamm, durch die wir laufen müssen, wenn die Sonne mal nicht zum Vorschein kommt… wie in 80 % der Zeit!)
  • Anfang September zählt vielleicht noch nicht unbedingt zum Herbst, jetzt, wo der Sommer immer so spät kommt, aber in diesem Übergang zum Herbst haben meine beiden kleinen Matschnasen (Ey, Mamaaa! Nenn uns doch nicht so! Das können meine Freunde sehen! Ist doch voll peinlich!) Geburtstag und das ist für mich auch ein Grund, mich auf den Herbst zu freuen. (Wie kann ihr das denn ganz am Ende erst einfallen? Das ist doch der wichtigste Grund!)

Was ICH am Herbst liebe?

  • Buddeln.
  • Buddeln.
  • Blätter fressen.
  • Buddeln.

Es war mir eine Freude, dies näher auszuführen.

wald

 

 

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Ein schauriges Heulen zu Halloween!

Ich hoffe, niemand von euch ist von bösen Unholden geholt worden, ich persönlich habe den Großteil der Halloweennacht verschlafen. Mein Bruder war zu Besuch und wir haben uns schnell müde gespielt, dass wir dann froh über unser weiches Bett waren.

Da es jedoch Brauch ist, sich gruselige Geschichten zu erzählen, werde ich euch das Fürchten lehren!

halloween_dackel

Der Dackel, der auszog um das Fürchten zu lernen

Es war einmal ein junger Dackelrüde, der war schon immer der tapferste aus seinem ganzen Wurf. Seine Mutter war oft genervt, weil er im Gegensatz zu den anderen Welpen, die ängstlich in der Reichweite ihrer Mutti blieben, weit voraus in die Welt hinein lief und sie erkunden wollte. Er fürchtete sich vor nichts und als ihn seine Geschwister fragten, ob er denn nie Angst habe, dachte er lange nach und kam zum Schluss, dass er gar keine Angst kannte.  Also ging er zu seiner Mutter und fragte sie: „Wovor fürchtest du dich?“ Sie überlegte, dann sagte sie: „Oh, mein Liebes, wenn es ein was gibt, wovor man sich fürchten sollte, dann sind es Katzen! Diese listigen Dinger hauen dir mit ihren Krallen auf die Nase!“ Der kleine Hund bedankte sich und ging nun zum Anführer seines Rudels und fragte: „Wovor fürchtest du dich?“ Die große Anführerin musste lange überlegen, dann fiel ihr etwas ein: „Fremde Menschen sind wirklich unheimlich! Man weiß nie, was sie im Schilde führen und sollte sie immer anbellen, genau das habe ich auch all meinen Kindern beigebracht!“ Der tapfere Dackel ging zum größten Hund in seinem Rudel und fragte ihn: „Großer Hund, fürchtest du dich vor etwas?“ Der große Hund nickte weise und sprach: „Tierärzte. Vor Tierärzten und ihren Spritzen sollte man sich hüten!“ Der kleine Hund bedankte sich und zog sich zurück um nachzudenken. Eines Tages wurde er von einer Familie adoptiert und in seinem neuen Zuhause traf er einen merkwürdigen Hund. Der schlief auf einem Körbchen, das auf Sisalstämmen aufgehängt war und sah ganz seltsam aus: er hatte spitze Ohren, hatte lange dünne Krallen und machte seltsame Geräusche, wenn er zufrieden war. Der kleine tapfere Hund freundete sich schnell mit dem seltsamen Hund an. „Du bist ein seltsamer Hund.“, sagte er zu dem seltsamen Hund. „Bist du bescheuert? Ich bin eine Katze!“, sagte der seltsame Hund. Doch der tapfere kleine Hund wusste ja, dass das nicht sein konnte, weil Katzen einen auf die Nase kratzten. Die Tage vergingen, da kamen fremde Menschen zu Besuch, doch der kleine Hund fürchtete sich nicht, denn er mochte alle Menschen! Er war voll Kummer, denn er wusste immer noch nicht, was Furcht ist. An einem anderen Tag besuchte er einen Tierarzt, aber der Tierarzt war freundlich und streichelte ihn. Er mochte den Tierarzt, doch er wollte doch gern wissen , was nun Furcht ist. Da kam seine Adoptivmama mit dem Staubsauger und da….hatte er auch keine Angst. Ein Bud hat vor nichts Angst!

Der Dackel in der schläfrigen Schlucht

Es war einmal ein Dackel, der ging oft Gassi in einem kleinen beschaulichen Dorf, in dem viele Legenden erzählt wurden. Eine der vielen Sagen drehte sich um einen kopflosen Hund, der seinen Kopf am Halsband in seinem Maul trug und in der Halloweennacht sein Unwesen im Wald vor dem Dorf triebe. Diese Geschichte wurde ihm in genau dieser Nacht erzählt, als er in einer Kneipe den Abend bei einem Schinkenknochen ausklingen ließ. Dem Dackel war das egal, er war furchtlos. Er hatte außerdem gerade ein Auge auf die Dorfschönheit geworfen, eine Kaninchendackeldame aus gutem Hause. Um sie buhlte bereits ein anderer Rüde, ein großer Labrador, der ihm auch die besagte Legende vorgetragen hatte.  Es wurde spät und der Dackel hatte Lust, nachhaus in sein Bett zurückzukehren. Auf dem Weg dahin musste er den finsteren Wald durchqueren, als ihm die Geschichte wieder in den Sinn kam. Er schnaubte verächtlich, denn er war kein Weichei. Als er gerade die Mitte des Waldes erreicht hatte, bemerkte er einen anderen Hund, der einen brennenden Kürbiskopf im Maul trug und schnell näher kam. Doch das war dem Dackel egal, wieso sollte er denn auch Angst vor Gemüse haben? Er lief schwanzwedelnd und fröhlich nachhause, wo bereits seine kleine Kaninchendackeldame auf ihn wartete.

Der Dackel und der Rabe

Einst, um eine Mittnacht graulich, da mit den Zähnchen bearbeitete ich genüsslich  
Voller Appetit über manchem alten Schinkenknochen,
da der Appetit schon kam gekrochen, scholl
auf einmal leis ein Pochen,
gleichwie wenn ein Fingerknochen pochte, von der Türe her.
"'s ist die dämliche Katze wohl", murrt' ich, "was da pocht so dämmlich zu mir her -
 das allein - nichts weiter mehr."
Ah, ich kann's genau bestimmen:
 im Dezember war's, dem grimmen,
und der Kohlen matt Verglimmen schuf
ein Geisterlicht so leer.
Brünstig wünscht' ich mir die Morgenstund;
 - dann gabs Frühstück in den Dackelschlund,
auf das mein Bäuchlein selig wär,
auf das mein Bäuchlein selig wär.
Augenblicklich musst ich sabbern,
und so sprach ich unbefangen:
"Gleich, du Flohschleuder von Katze, 
 nimm runter endlich deine Tatze, 
just ein Nickerchen ich machte, und dein
Klopfen klang so sachte,
dass ich kaum davon erwachte, sachte von
der Türe her -
doch nun tretet ein!" - und damit riß weit auf die Tür ich - leer!
Dunkel dort - nichts weiter mehr.


Tief ins Dunkel schnüffelte ich lange, zweifelnd, wieder seltsam bange,
Träume träumend, wie kein Dackelhirn
sie träumte je vorher;
doch die Stille gab kein Zeichen; nur ein
 Wort ließ hin sie streichen
durch die Nacht, das mich erbleichen ließ:
das Wort "Frühstück?" so schwer -
selber sprach ich's, und ein Echo murmelte's zurück so schwer: nur "Frühstück!" - nichts weiter mehr.
Da ich nun zurück mich wandte und mein Magen vor Leere brannte,
hört' ich abermals ein Pochen, etwas lauter denn vorher.
"Ah, gewiß", so sprach ich bitter, "liegt's an
meinem Fenstergitter;
Schaden tat ihm das Anknabbern jüngst - ja,
so ich's mir erklär', -
schweig denn still, mein Herze, lass mich
nachsehn, dass ich's mir erklär!: -
 's ist der Wind - nichts weiter mehr!"


Auf warf ich das Fenstergatter, als herein
mit viel Geflatter
schritt ein appetitlich riechender Rabe wie aus Sagenzeiten her;
Grüßen lag ihm nicht im Sinne; keinen Blick lang hielt er inne;
mit hochherrschaftlicher Miene flog empor zur Türe 
er setzt' sich auf die Teckel-Büste überm Türgesims dort -
er  flog und saß - nichts weiter mehr.
Doch dies ebenholzne Wesen ließ mein
Verwundern rasch genesen,
ließ mich lächelnd ob der Miene, die es
 macht' so ernst und hehr;
"Ward dir auch keine Rute zur Gabe",
 sprach ich, "so doch stolz Gehabe,
grauslich grimmer alter Rabe, Wanderer
aus nächtger Sphär' -
sag, welch hohen Namen gab man dir in
Plutos nächtger Sphär'?"
Sprach der Rabe "Nimmermehr."

Doch der droben einsam ragte und dies
eine Wort nur sagte,
gleich als schütte seine Seele aus in diesem
 Worte er,
keine Silbe sonst entriss sich seinem düstren Innern, bis ich
seufzte: "Mancher Knochen verließ mich
 früher schon ohne den Verzehr -
morgen wird er mich verlassen, wie mein Knochen  - ohn' Wiederkehr."
Doch da sprach er, "Nimmermehr!"
Einen Augenblick erblassend ob der Antwort, die so passend,
sagt' ich, "Fraglos ist dies alles, was das
 Viecht gelernt bisher:
's war bei einem Herrn in Pflege, den so tief
    des Schicksals Schläge
trafen, daß all seine Wege schloss dies eine
  Wort so schwer -
dass all seiner Hoffnung Lieder als Refrain
beschloss so schwer
dies "Nimmer - nimmermehr."


Doch an welches Happi ich auch dachte, dieses
 Tier mich hungrig machte,
immer noch, und also rollt' ich stracks mir
 einen Sessel her
und ließ die Gedanken fliehen, reihte wilde Theorien,
Phantasie an Phantasien: wie's wohl zu
 fressen wär' -
wie dies fette, schmackhafte Wesen zu fangen und zu fressen wär'
wenn es krächzte "Nimmermehr."
Und der Rabe rührt' sich nimmer, sitzt
zu weit oben, sitzt noch immer
auf der bleichen Teckel-Büste überm Tür-
 sims wie vorher;
und in seinen Augenhöhlen eines Dämons
Träume schwelen,
und das Licht wirft seinen scheelen Schatten 
auf den Estrich schwer;
und es hebt sich aus dem Schatten auf dem
 Estrich dumpf und schwer
meine Mahlzeit - nimmermehr.


Da wurde es mir plötzlich klar,
was des Rabens Grund wohl war,
dass er dort in der Ecke blieb
und was ihn überhaupt zu mir trieb.
"Freund",sprach ich voller Tatendrang
"War es deines Magens Zwang?
Verlorst auch Du dein Abendmahl,
bereitet dir der Hunger Qual?"
Der Rabe und ich zogen hinaus in die Nacht
und haben dort zusammen Happi gemacht.
Die Geschichte ist aus, dort läuft eine Maus
-oh nein, Lucy hat sie gefressen!

-Buddy Allan Poe

grusel dackel

In diesem Sinne, ein angenehmes Gruseln!
Euer Buddy.

Was der Bud so macht

Hallo liebe Dackelfreunde,

…bestimmt habt ihr euch schon gefragt, was der fantastische Bud denn so tut, jetzt, wo der Sommer unauffällig verschwunden ist und die Tage langsam kürzer werden.

Nun, ich war jetzt öfters im Wald spazieren, Mama sucht Pilze (die riechen nicht so interessant wie Wildtierfährten) und wir schnüffeln fröhlich herum. Heute war auch Papa mit dabei. Er hat ein untrügliches Pilzgespür und hat fast alle gefunden, die anschließend im Rucksack gelandet sind.
Lucy mit Pilz.png

Ansonsten machten wir nicht besonders viel. Mama brachte Lucy und mir Highfive bei und trainierte mit Lucy nun immer auf einer Wiese das Abrufen. Es klappte auch ganz gut, nur einmal entwischte sie um eine Katze zu jagen. Bei mir ist es da schwieriger, ich habe nämlich einen besseren Jagdinstinkt und hätte vermutlich diese Katze gekriegt!

Mit mir übte Mama lieber das Laufen und stehen, denn im Oktober würde bald wieder eine Ausstellung sein.

Lucy war auch wieder scheinschwanger und bekam wieder ein ziemliches Gesäuge und war ziemlich zickig drauf. Und wer darf es ausbaden? Natürlich der Rüde!