Wie ähnlich sind sich Hundegeschwister?

Wie ihr ja bestimmt wisst, werde ich manchmal ein Superschurke genannt. Ich bin frech, zerstöre ab und an mein Spielzeug, mache ganz gern mal Unfug, bin aber auch gleichzeitig sehr schmusebedürftig. Mein Bruder Balduin ist da ganz anders. Er macht weniger Unsinn, ist aber so voller Energie, dass es echt schwer ist, ihn müde zu kriegen. Durch diese Hibbeligkeit hat er zum Kuscheln wenig Ruhe, es gibt ja noch so viele Abenteuer!

Wie ähnlich sind sich Hundegeschwister?

Diese Frage konnten meine Zweibeiner gut beobachten, denn sie haben Vergleichsmöglichkeiten durch meine Brüder und Lucys Schwester.

Balduin und ich sind nicht nur vom Wesen her völlig verschieden, sondern sehen auch unterschiedlich aus. Balduin ist ein Schwarztiger, das heißt also, er hat hellere Flecken in seinem Fell. Er ist von der Statur her zierlich, während ich eher kompakt gebaut bin und einen breiteren Brustkorb habe. Unsere Mutter ist wie Balduin ein Schwarztiger, unser Vater sieht aus wie ich.

Balduin

Bud

Die Unterschiede in unserem Wesen schienen auf den ersten Blick nichts mit unserem unterschiedlichen Äußeren zu tun zu haben. Schließlich wurden Balduin und ich von unterschiedlichen Familien adoptiert und damit auch auf unterschiedliche Weisen erzogen. Individuelle Erlebnisse prägen den Charakter ebenfalls.

Mein Bruder Bodo trägt dasselbe Schwarz-Rot wie ich und sieht auch von der Körperform mehr aus wie ich als Balduin. Interessanterweise beschrieb ihn sein Herrchen so, wie man mich auch hätte beschreiben können.

Bodo (rechts) mit Freundin

Sind sich also Geschwister mit einem ähnlichen Aussehen auch vom Wesen her ähnlicher?

Zusammenhänge zwischen Aussehen und Charakter werden in der Hundewelt genauso gern abgestritten wie behauptet. Manche dieser Eigenschaften sind wirklich nicht besonders glaubhaft, so gelten schwarze Hunde in vielen Kulturen als bedrohlich. (Das Frauchen meines Dobermann-Kumpels Django hat dazu auch einen interessanten Artikel verfasst.) Ganz im Ernst! Schwarze Hunde sind überaus gutaussehend, vor allem die mit roten Abzeichen!

Aber vollkommen aus der Luft gegriffen scheint ein Zusammenhang zwischen äußerlichen und charakterlichen Merkmalen nicht. Gerade in der Zucht von Rassehunden sollen ja durch gezielte Verpaarung bestimmte Eigenschaften erhalten bleiben. Ihr wisst schon. Retriever lieben Wasser. Collies möchten hüten. Pudel sind schlau. Dackel sind awesome.

Zwillinge

Aber zurück zu den Geschwistern. Angel und Lucy sind ebenfalls Wurfgeschwister. Sie sehen sich sogar ziemlich ähnlich, beide haben eine zierliche hübsche Kopfform und sind rot gestromt, Angel mehr, Lucy weniger. Bis auf einen Welpen waren alle A-Babys wie ihre Mutter rotgestromt, der Eine ist rot wie der Vater. Lucy und Angel klingen sogar ähnlich, sowohl beim Bellen als auch beim Grummeln. Außerdem haben sie ähnliche Vorlieben und Gewohnheiten. Sie reiben  gern ihre Köpfchen auf weichen Teppichen oder Decken. Sie sind Trampeltiere, die ohne Rücksicht auf Verluste über Menschenkörper spazieren. Sie lieben es, die Gesichter der Menschlinge abzulecken. Beide haben ein spezielles Bellen, wenn sie Aufmerksamkeit bekommen möchten und auch eine ähnliche Mimik. Interessant ist aber auch, dass sie sogar einen ähnlichen Spitznamen haben: Angels Mama nennt Angel manchmal Wutz und Lucy wird gelegentlich Wutzi gerufen, unabhängig von einander. Da Angel und Lucy so viele Gemeinsamkeiten haben und sich auf Fotos zum Verwechseln ähnlich sehen, nennen ihre Frauchen sie oft „die Zwillinge“.

Ratespiel: Wer ist wer?

Unterschiede gibt es zwischen Lucy und Angel aber auch. Während Angel es toll findet, auch von völlig Fremden Aufmerksamkeit zu bekommen, findet Lucy fremde Menschen zunächst immer etwas unheimlich. Angel ist genau wie Lucy keine Wasserratte, schwimmt jedoch hin und wieder gemeinsam mit ihrer Rauhaarkollegin Billabong. Lucy hasst Wasser aus tiefster Seele und damit sie freiwillig baden geht, muss es wirklich ein sehr sehr warmer Tag sein. So mit Lava.

* schwimm schwimm, ich bin ein Dackelphin*

„Shit! Das ist ja nass!“

Fazit: 

In einigen Dingen ist die Verwandschaft unabstreitbar. Die Verhaltensweisen von Hundegeschwistern sind sich oft sehr ähnlich, auch wenn diese an vollkommen anderen Orten und auf völlig andere Weise aufgewachsen sind. Unsere Zweibeiner finden es sehr faszinierend, sich mit den Zweibeinern unserer Geschwister auszutauschen und solche kleinen Gemeinsamkeiten zu entdecken. „Macht das deine auch?“ gehört so zu den beliebten Fragen an Angels Frauchen. Bei Balduin und mir überwiegen die Unterschiede, aber wir Hunde haben schließlich auch das Recht auf eine individuelle Persönlichkeit. Und wie ihr wisst, finden meine Eltern gerade meinen Superschurkencharakter richtig toll und Lucy mit ihren Prinzessinnenallüren zuckersüß, weshalb es überhaupt diesen Blog gibt. 😉

Habt ihr noch Kontakt zu Wurfgeschwistern oder haben die Züchter unter euch selbst schon solche Beobachtungen angestellt?

“Sommer, Sonne, Sonnenschein – so verschaffst Du Deinem Hund am besten Abkühlung” 

Ich will ja nicht sagen, dass es in unserer Dachgeschosswohnung warm ist, aber Frodo und Sam haben eben geklingelt und wollten hier einen Ring abgeben. Okay, okay, eigentlich war es nur die Post, aber warm ist es trotzdem. MiDoggy hat zur Blogparade

“Sommer, Sonne, Sonnenschein – so verschaffst Du Deinem Hund am besten Abkühlung” 
aufgerufen und gefragt, was unsere Zweibeiner denn gedenken zu tun, um uns Hunde auf eine angenehme Betriebstemperatur herunter zu kühlen. Deswegen verrate ich euch heute unser Cool-Buddy-Programm!

der fantastische bud

1. Dachwohnungs- Struggle

Warme Luft steigt nach oben, das ist ganz physikalisch und logisch. Unter uns ist eine Gaststätte. Über uns ist das Dach, auf das die Sonne draufknallt. Und wir sitzen in der Mitte dieses heißen Sandwiches und garen langsam vor uns hin. Damit es trotzdem einigermaßen kühl bleibt, lüften die Menschlinge morgens und abends ordentlich durch, wenn die Luft kühler ist. Tagsüber werden die Fenster dann geschlossen und mit Decken verhängt. (Wer keine Rollläden hat, entwickelt mit steigenden Temperaturen eine gewisse Kreativität.) Für uns Hunde ist das ganz nett, aber noch nicht besonders spannend. Der nächste Punkt wird da schon besser!

2. Selbstgemachtes Hundeeis

Hundeeis klingt immer so speziell, dabei ist es gar kein großer Aufwand. Wir essen am liebsten einfaches Bananeneis, das man auch gut variieren kann.

Man braucht dazu:

  • Eine Banane
  • Joghurt
  • Beliebige andere Früchte wie Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, …
  • Eine Eiswürfelform

Aus dem gesunden Zeugs und dem Joghurt macht man einen schönen homogenen Brei. Die anderen Früchte sollte man ebenfalls pürieren, denn Hunde können in ihrer Verdauung keine pflanzlichen Zellwände aufspalten. Heißt auf deutsch, so wie es reingeht, … Ihr wisst schon, was ich meine.

Den Brei kann man einfach mit unter den anderen Brei mischen, aber wenn der Schönheitssinn mit dem Frauchen durchgeht, kommt der Brei2 auf Brei1 und bildet eine hübsche zweite Schicht. (MIR  ist das natürlich Wurst. Hauptsache essbar. Zweifarbiges Eis, einfarbiges Eis, buntes Eis, Katzenkotze, alles dasselbe.)

Egal in welcher Form, das Breiige muss ins Eckige. Für kleine Hunde wie Dackel reicht eine übliche Eiswürfelform. Kälteresistente Cakepopformen sind ein bisschen größer und eignen sich für Hunde, die größer sind als wir. Zur Not tun es aber auch leere Joghurtbecher. Als Eisstiel kann man dann auch Knabberstangen in das Eis stecken. Ist das Eis gefroren, kann es (endlich!) serviert werden. Lucy schleckt ihren Eiswürfel immer ganz langsam und voller Genuss. Staubsauger Bud frisst das Eis einfach auf. Nicht alle Hunde vertragen Hundeeis, aber wir hatten damit noch nie Probleme.

3. Warum sich Melonen lohnen

Flüssigkeitsaufnahme ist besonders in den sommerlichen Temperaturen sehr wichtig, für uns, für die Zweibeiner, für die Katze und die Axolotl… nun, die sitzen ja eh immer im Wasser. Da wir gebarft werden, nehmen wir schon viel Flüssigkeit durch das rohe Fleisch auf. Allerdings bedeutet das, dass wir nicht viel Wasser zusätzlich trinken. Wasser im Napf! Pffft! Stinkendes Seewasser wäre ja wenigstens noch ein bisschen schmackhaft, aber Leitungswasser ist nicht so der Bringer. Melone dagegen schmeckt und enthält viel Flüssigkeit. Lucy steht total auf Melone, am liebsten den innersten Teil, der am süßesten schmeckt.

Aufgepasst! Es dauert nicht lange, bis die ganze Flüssigkeit wieder heraus in die Freiheit will! Gerade bei kleinen Hunden mit einer mikroskopisch kleinen Blase dauert es ungefähr eine halbe Stunde und dann muss man mal für kleine Minidackel. Ich will ja nicht spoilern, was sonst passiert, aber ein Wischmob spielt dabei eine große Rolle.

4. Planschen gehen

Frauchen hatte sich immer gewünscht, dass ihr Hund jeden Mist mit ihr macht und auch mit ihr schwimmen geht. Tja. Enttäuschungen gehören zum Leben. Ich habe mir auch immer gewünscht, der größte Hund in der Stadt zu sein. Wasser ist, wie ihr wisst, nicht unser Element. Nass werden mögen wir absolut nicht. Jedoch gehen wir an heißen Tagen oft an Bäche und Flüsse hier in der Gegend und manchmal machen wir auch dem Frauchen die Freude und baden mal kurz unsere Pfötchen. Damit wir wirklich mal bis zum Bauch reingehen (das ist bei uns nicht wesentlich mehr ins Wasser hinein), muss es schon richtig, richtig warm sein. So mit Lava und so. Apropos Lava…

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5. The ground is Lava!

Manchmal wird der Boden so heiß, dass Hunde sich die Pfoten verbrennen. Deshalb ist es wichtig, nicht über glutheißen Asphalt zu laufen. Gassi gehen sollte man früh und abends, statt um die Mittagszeit und dafür dann eben ein bisschen länger. Auch sind Parks und Wälder angenehmer als eine Runde durch die Häuserschluchten der Stadt. Gibt es Grünstreifen neben dem Fußweg, bevorzugen wir diesen. Im Zweifelsfall kann man als Herrchen/ Frauchen auch den Boden mit der Handfläche berühren.

Für den Hund ist die Asphalttemperatur…:

  • akzeptabel, wenn es an der Handfläche nicht unangenehm warm ist
  • inakzeptabel, wenn es weh tut
  • ganz ganz inakzeptabel, wenn die Hand kleben bleibt oder danach Fäden zieht

 


 

Das war so ziemlich alles, was wir zur Abkühlung tun. Eigentlich nichts besonderes, aber dennoch wirkungsvoll. Übrigens, Lucy und ich legen uns, egal wie warm es ist, trotzdem mitten in die Sonne. Denn Sommer, Sonne und Sonnenschein müssen ausgenutzt werden! 😉

20 Dinge, die nur Minihundbesitzer kennen

Minihund struggles

„Also, so ein kleiner Hund, das wäre für uns ja nichts.“ Diesen Satz hat unser Frauchen ja schon oft gehört, wenn die Leute Lucy betrachten, die irgendwo, ganz unten bei den Füßen, kaum die Knöchel überragt. „Da würde ich ständig drauf treten. Die ist ja kleiner als ne Katze. Also, ganz im Ernst, für mich ist das gar kein richtiger Hund. Der passt ja sogar in eine Handtasche!“ Während Mama sich darauf konzentriert, niemandem den Kopf abzureißen, schiele ich hinüber zu Lucy. Mir kommt sie ja gar nicht so klein vor, aber ich bin ja auch nicht gerade eine Dogge. Ich passe allerdings in keine Handtasche, beziehungsweise, meine knapp zehn Kilogramm zu schleppen, ist nicht allzu verlockend.  Natürlich ist Lucy trotzdem ein richtiger Hund. Sie bellt, sie knurrt und wenn Frauchen jemand zu nah kommt, würde sie ihn genauso auffressen, wie es unser großer Labradorkumpel Finn für sein Frauchen machen würde.

Lucy und ich sind beide Dackel, aber weil ich, als Standarddackel, doppelt so groß bin wie Lucy, sind wir trotzdem sehr unterschiedlich. Während ich bei Wind und Wetter Gassi gehen könnte (Könnte! Nicht „wöllte“!), braucht Lucy schon zeitig eine Regenjacke, ansonsten gibt es Durchfall und Blasenentzündung. Ist es dagegen wie jetzt richtig heiß draußen, trotte ich noch hechelnd neben dem Zweibeiner her, während Lucy schon darum bettelt, getragen zu werden. Außerdem wachsen bei Lucy die Krallen irre schnell und bei mir viel langsamer, weshalb Mama dann mal die Expertin, Tante Vivi, die ja Hundecoiffeuse ist, um Rat gefragt hat. Die meinte dann, tja, das ist bei den Kleinstrassen eben so. So viele Unterschiede innerhalb einer Rasse?

Wir haben zwanzig typische Minihundprobleme zusammengefasst. Habt ihr auch einen Minihund?

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20 Dinge, die nur Minihundbesitzer kennen:

1. Die Leckerliebelohnung beim Training wird gefühlte zehntausend Mal zerschnitten, weil der Minihund sonst im Nu eine Minikugel ist. Übliche Hundekekse sind für den Mini viel zu groß.

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2. Es ist schwer, einen geeigneten Spielgefährten zu finden. So ziemlich jeder Hund ist größer als der Mini und es besteht die Gefahr, dass er beim wilden Spielen zertreten wird. Und irgendwie ist der Mini von allen befreundeten Hunden eh der Kleinste!

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3. Die Futterportion passt auf einen Esslöffel.

4. Das Häufchen passt ebenfalls auf einen Esslöffel.

5. Man hat immer etwas Angst, dass sich Gäste auf den Minihund setzen. Und das liegt höchstwahrscheinlich daran, dass der Minihund jeden Zentimeter seines winzigen Körpers auf maximale Länge ausrollt.

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6. Im Bett hat man auch die Befürchtung, den Minihund platt wie eine Briefmarke zu walzen.

7. Der Minihund macht sich grundsätzlich im Bett dreimal so breit, wie er eigentlich ist.

8. Befreundete Hundebesitzer mit großen Hunden können gar nicht verstehen, wieso man so sehr auf den Minihund aufpassen muss und kennen die meisten Minihundprobleme gar nicht. Ihr vierbeiniges Schlachtschiff ist schließlich robust. Und im hohen Gras ist ihr Hund ja auch noch nie verloren gegangen.

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9. Ist ein großer Raubvogel über uns, bleibt der Mini an der Leine. Immerhin ist der Hund nicht wesentlich größer als ein Hase!

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10. Der lauteste Hund in der Straße? Natürlich der Mini, ganz nach dem Motto „Klein, aber laut“! Aber irgendwie scheint sie keiner wirklich ernst zu nehmen! Würde ein großer Hund bellen, würde es zumindest die meisten Leute davon abhalten, ihn trotzdem streicheln zu wollen. Beim Minihund? Fehlanzeige.

11. Stößt man beim Gassi auf eine Katze, ist man weniger besorgt, dass der Mini dieser etwas tun könnte, sondern, dass die Katze dem Mini etwas tut.

12. Krallen scheinen viel schneller zu wachsen als bei den großen Kollegen, aller zwei Wochen sitzt man mit der Krallenschere da.

13. Die Zähnchen kann man auch jeden Tag putzen, um Mundgeruch und Zahnbelag zu entgehen, während für den Labrador nebenan aller drei Wochen mal ein Knochen zur Zahnreinigung reichen.
14. Der Lieblingssitzplatz des Minihundes ist auf dem Schoß. Im Ernst. Es ist ihr Platz. Ob du willst, oder nicht, wenn du durch diese Tür kommst, ist dein Schoß nicht mehr dein Eigentum, sondern Lucys.

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15. Passanten finden es witzig, „Guck mal, die hat eine Ratte an der Leine!“, „Ist das ein Frettchen?“ oder „Das ist ja gar kein richtiger Hund!“ zu sagen, wenn sie den Mini erspähen.

16. Der Mini weiß nicht, dass er klein ist und zögert nicht, seinen Zweibeiner zu verteidigen und zu beweisen, dass auch Minihundzähne weh tun können.

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17. Selbst kleinste Mengen an giftiger Substanzen können dem Minihund gefährlich werden, deswegen achtet der Minihundbesitzer mit Argusaugen darauf, dass diese nicht mit dem Minihund in Berührung kommen.

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18. Minihunde frieren schnell und zittern bei Eis und Schnee. Ein Pullover oder ein Jäckchen gehören so zum Winter dazu.

 

19. Wenn ein großer Hund gut hört oder Tricks kann, wird das als etwas ganz normales abgetan, trainiert man aber mit einem Minihund, wird man von erstaunten Spaziergängern gefragt, wieso man denn mit einem kleinen Hund so etwas macht. Minihunde müssen ja nicht trainiert werden. Sind ja keine richtigen Hunde.

20. Nicht nur, dass der Minihund ungefragt von Passanten angefasst oder gestreichelt wird, er wird sogar aufden Arm genommen. (Jap. Ist uns schon zwei Mal passiert.)

Der Corgi und der heilige Zergel

Es ist Sommer! Während es am Donnerstag, zu Himmelfahrt, noch ziemlich eklig war und wir neidisch die Schönwetterfotos unserer Tante Vivi aus der Schweiz beäugten, wurde es Ende der Woche dann doch noch warm und sonnig!

Freitag bekamen wir Gassibesuch von Nami, dem Corgimädchen. Auf unserer Lieblingswiese machten wir Halt um zu spielen. Dieses Mal hatte ich auch nicht nur das Buddeln im Kopf und jagte sie, ganz Kavallier, über die Wiese.

Nami interessierte sich vor allem für ihren Lieblingszergel und wenn ich diesem zu nah kam, wurde sie grantig. Typisch Weiber! Spielzeug kann mich draußen ja nun nicht so beeindrucken. Mauselöcher schon. Trotzdem fand Nami, dass ich zu ihrem Spieltau mehr Abstand halten sollte.

Wir dackelten und corgelten dann noch eine Runde durch den Wald. Am Fluss machten wir eine erneute Pause um zu planschen. 

Wasserratte Nami war entzückt vom flachen Ufer und wagte sich gleich mutig in die Fluten. Lucy und ich badeten nur ein bisschen die Pfötchen. Den Rückweg über trockneten wir dann wieder und hechelten alle ganz schön, auch die Zweibeiner. Es wurde zunehmend wärmer! 

Wieder zurück machte sich Nami dann mit ihrer Familie wieder auf den Weg und wir bekamen ein schönes kühles Hundeeis. Den restlichen Tag verschlief ich und träumte von flauschigen kleinen Corgimädchen. 

„Mein Hund heißt Nein“- Strandlektüre

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„Bud! Nein! Spuck das sofort aus! Neeeiiiin, nicht auffressen! Buuud!“

…So oder so ähnlich begannen in meiner Welpenzeit viele Gespräche zwischen mir und meinem Menschling. Möbel anknabbern – „Nein, pfui!“ Fremde Häufchen beschnüffeln-„Iiih, nein!“ Unterhosen fressen – „Neiiin, nicht schon wieder, Bud, das war die Schönste!“ Menschlings-Mimimi. Wenn es nicht schwarz auf weiß in meinen Papieren stünde, hätte man glauben können, mein Name sei gar nicht Bud vom Haselbach, sondern „Neinpfui vom Spuckdasaus“. Mittlerweile sind meine Zweibeiner und ich ein tolles Team geworden und die vielen Schandtaten aus Welpentagen sind heute witzige Anekdoten, die Frauchen gern zum Besten gibt, wenn sie sich mit anderen Hundehaltern unterhält. Und was passiert, wenn sich achtzehn Hundehalter mit all ihren Anekdoten zusammen tun? Genau. Ein Buch. Über Hunde. Ein Hundebuch.

Mein Hund heißt Nein Jasmin Sachse Dackel Buch

Hundegeschichten für einen guten Zweck

Letztes Jahr im Dezember erschien „Iss’n Rüde und weitere Geschichten“, ein Buchprojekt aus 25 Kurzgeschichten rund um das Hundeleben. Dieses Mal sind es ganze 44 Kurzgeschichten für den guten Zweck, die sich erneut um die Abenteuer und Erlebnisse von Hunden drehen.

Weil das Buch dieses Mal fast doppelt so dick ist, wird der Erlös dieses Mal an gleich zwei Organisationen gespendet!

 

sos dog evSOS-DOG e.V unterstützen, gemeinsam mit dem Roten Kreuz, vor allem in der kalten Jahreszeit, aber natürlich auch im restlichen Jahr, Obdachlose und ihre Hunde. Außerdem setzt sich dieser Verein für den Erhalt von Freilaufflächen in Hamburg und für Listenhunde ein.

 

ig gegen rasselistenListenhunde sind das Hauptinteresse des Vereins IG gegen Rasselisten e.V, die aufgrund ihrer Rasse für Verfehlungen verantwortlich gemacht werden, die eigentlich ihre Halter zu verantworten haben. Die Folge? Es müssen natürlich gleich alle Hunde dieser Rasse in einen Topf geworfen werden und sanktioniert werden. Gegen Rasselisten tun genau das, wofür ihr Name steht.

Über „Mein Hund heißt Nein“

Auf dem Cover blickt man in zwei treuherzige Hundegesichter, die natürlich niiiemals etwas anstellen würden, darüber prangt der Titel „Mein Hund heißt Nein“. Die vierundvierzig Kurzgeschichten handeln von unterschiedlichsten Themen aus dem Leben eines Hundehalters. Wie man auf den Hund kommt, ist so einzigartig, wie jede Kennenlernengeschichte ist, ob beim Züchter in einen kleinen Welpen verliebt oder einen Tierschutzhund adoptiert. Auch Geschichten aus dem Alltag, Begegnungen mit anderen Hunden, gemeinsame Ausflüge und viele andere Momente, in denen uns unsere Vierbeiner zum Lächeln oder auch mal zum Verzweifeln bringen, sind in „Mein Hund heißt Nein“ zu finden. Unter den Autoren vertreten ist auch Maximilian Pisacane, den viele ja schon durch seinen Hundeblog „Gassireport“ und seine Kolumnen im Hundemagazin „WUFF“ kennen.  Und, natürlich haben auch wir mitgemacht. Von mir sind gleich vier Geschichten enthalten! Das macht dieses Hundebuch zu 9 % budig!

Erwerben könnt ihr „Mein Hund heißt Nein“ auf Amazon oder direkt beim Verlag. Der Kostenpunkt liegt bei 11,95€, der komplette Erlös kommt den Organisationen SOS-Dog e.V und IG gegen Rasselisten e.V zugute.

Also worauf wartet ihr noch? 

Mein Hund heißt Nein Jasmin Sachse

Vielen Dank natürlich erneut an alle Mitautoren, durch die dieses Buch erst möglich wurde, und vor allem an Burkhard Thom.

 

 

 

Oh, du schlimmer Hund!

Vor kurzem haben wir zu unserer ersten eigenen Blogparade aufgerufen! (Jetzt ist der Zeitpunkt für die Fanfaren und das Konfetti!) Unser Thema lautete „Oh, du schlimmer Hund“ und ähnliche Ausrufe hört man zuweilen im Hause Bud und Lucy vom Haselbach. „Boah, Buuuuuuuuuuuud!“ gellt es dann durchs ganze Haus und ich husche mit einem kleinen Grinsen im Gesicht schnell in meine Auszeitbox, während Mama dann den Besen holt und leise vor sich hin schimpft. In meinem Zahnwechsel war dies oft der Fall, denn ich wollte meine neuen Beisserchen ordentlich ausprobieren und wir alle wissen, dass man dazu am besten Mamas beste Unterhosen aus der Wäschetonne mopst und dann sorgfältig in kleine Stückchen in der Größe von Briefmarken zerkaut. Mittlerweile teile ich mir meine Schurkenstreiche sorgsam ein und plane sie auch besser. Ich meine, Unterhosen fressen kann ja jeder, aber nur ein Bud schafft es, eine komplette Hundebox zu zerstören!

trickkiste

Damit mir nicht die Ideen ausgehen, habt ihr mir geholfen und ich möchte mich sehr für alle tollen Anregungen bedanken! 🙂 Es ist für unsere Zweibeiner nicht immer einfach, frei heraus unsere Missetaten zu beichten, schließlich sind wir ja ihre kleinen und großen Goldstücke, doch einige waren mutig und haben die glorreichsten Schandtaten ihrer Lieblinge verraten! Ich freue mich sehr und werde mich von euren schändlichen Taten bestimmt inspirieren lassen!

Liebe Grüße, euer Bud.

P.S.: Anbei meine neue To Do Liste. Viel zu tun für einen kleinen Hund, aber ich heiß‘ ja nicht umsonst „der fantastische Bud“.


Buds To-Do-Liste:

-Kleine Kinder erschrecken

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Eigentlich wollte Finn niemanden erschrecken, dazu ist er viel zu lieb und knuddelig. Jedoch haben ihn die Menschlinge ein bisschen missverstanden. Hier seine Originalgeschichte aus den Kommentaren:

Wie du ja sicher weißt, bin ich -typisch Labbi- seeeeeeeehr kontaktfreudig. Am Anfang (als ich noch ein junger Hund war) habe ich noch nicht so toll auf Mama gehört. Eines Tages waren da ein paar Kinder mit ihren Eltern im Park unterwegs. Die musste ich einfach begrüßen und zwar à la Labbi, was so viel bedeutet wie „Renn hin so schnell du kannst und wirbel die Gruppe mit deiner übersprudelnden guten Laune so richtig auf!“ Kann gar nich verstehen, wieso die Eltern und Kinder so schrien,
Mama war auch sauer. Die haben alle keinen Humor und sind irgendwie grummelig. Liebe Grüße. Dein Freudenflummi Finn

Typisch Menschlinge, wissen wieder gar nicht unsere hündische Freude und Glückseligkeit zu schätzen, von ihrem Mangel an Humor ganz zu schweigen. Mama lacht ja auch nie über die tollen Unterhosenmosaiks. Danke an Finn und sein Frauchen Stefanie! 🙂


-Kühlschränke aufräumen und Kabel fressen

Oskar und Mira von Leinenengel hatten auch lauter gute Ideen, natürlich nur, um ihrem Zweibeiner das Leben zu erleichtern. Oskar half beim Kühlschrank sortieren und sorgte sich darum, ob seine Menschlinge denn auch genug frische Luft haben und Mira wollte nur auf den Energieverbrauch hinweisen, indem sie störende Kabel entfernte. Jack hat nix angestellt- feiner Junge-, aber schließlich ist er ja auch ein (Leinen-)Engel! Danke an Nicole, Oskar, Mira und Jack! 🙂


-Frauchens liebstes Grünzeug zerstören

In Shiva Wuschelmädchen bin ich gleich schon ein bisschen verliebt, sie teilt nämlich ein paar meiner Hobbys! (Hosenkauen, Wälzen, Sachen umsortieren… hach. Traumfrau! <3) Eine neue Anregung war auch für mich dabei: Pflanzen zerstören! Frauchens liebster Drachenbaum ist aber natürlich von gaaanz allein kaputt gegangen! Bisher habe ich die grünen Dinger in Frieden gelassen, ich mag Gemüse ja nicht so sehr. Bisher. Hr hr hr! Die Schandtaten der süßen wuscheligen Shiva findet ihr hier. Vielen Dank dafür! 🙂


Schuhe und Unterwäsche zerstören

Essen stehlen

Löcher buddeln

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Cäsar, der Kurzhaar Border Collie, und ich könnten uns bestimmt stundenlang austauschen, denn auch seine Liste ist lang und deckt sich sogar ein bisschen mit meiner! Schnürsenkelkauen habe ich leider nie zur Meisterschaft gebracht, weil sämtliche Schuhe vor mir versteckt wurden, besonders die der Gäste. Auch im Unterwäschefressen haben Cäsar und ich ein gemeinsames Hobby! Als Essensdieb hat Cäsar auch Erfahrung, was vor allem Lucy begeistert. Bei uns waren es statt Sachertorte und Roulade schon mal Papas Cheeseburger und diverser Biomüll. (Lecker war’s ja.) Das Löcherbuddeln fanden Cäsars Zweibeiner auch nicht gerade toll, deswegen hat er dieses Hobby aufgegeben. Aber ich bin mir sicher, einem so kreativen Hund fällt bestimmt etwas Neues ein! 😉 Vielen Dank, lieber Cäsar, für deinen ausführlichen Bericht! Du bist ein cooler Typ! Wir tun eben unser bestes um unsere Frauchen zu beschäftigen, wie man überall hört, ist die Auslastung immer sehr wichtig. 😀


-die besten Argumente für danach

Hundetrainerin Karin Immler hat sich ebenfalls Gedanken um „schlimme Hunde“ gemacht (und mir ein paar gute Argumente geliefert, wenn ich meine Mama nach dem nächsten gefressenen Kleidungsstück besänftigen muss 😉 . ) Wie man sich als braver Hund benimmt, will nämlich auch erstmal gelernt sein und manchmal ist gutes oder schlechtes Verhalten auch abhängig von der Perspektive.


Und an alle Hundehalter da draußen, die Schandtaten ertragen müssen: Ihr seid nicht allein. Jeder Hund macht mal Unsinn. Manchmal kann man als Hundehalter darüber lachen, manchmal treibt es einen zur Verzweiflung. Auf den meisten Blogs liegt das Hauptaugenmerk nun mal auf den guten Sachen und nicht auf die Misserfolge oder den Ärger, den die lieben Vierbeiner verursachen. Lasst euch nicht runterziehen! Und auch bei uns gibt es jede Menge Baustellen. (Lucy ist ein Kleptomane. Ich heule, wenn ich allein gelassen werde. Und meine Mama ist Rheumatikerin.)

Aber Baustellen werden irgendwann mal prächtige Gebäude (vielleicht sogar eines Tages der Berliner Flughafen 😉 )!  Buddy schreibt (also nicht ICH, sondern mein etwas größerer, aber ebenso cooler Namensvetter Labrador Buddy!) hat sich um diesen Aspekt Gedanken gemacht. Wir hoffen, ihr beiden lasst euch nicht entmutigen!


dackel gierig frisst pizza

-Der Pizzahund
Sunny war etwa ein dreiviertel Jahr alt und bereits mitten in der Rüpelphase. (Da sie mein erster Hund ist, nenne ich sie auch gern liebevoll meinen Pancake, da der erste Pfannkuchen meistens nix wird XD)
Ich hatte damals ’ne Phase, in der ich total vernarrt war in die TK-Pizzen mit besonders dickem Boden. Gesagt, getan, ich schmiss also so ein Teil in den Ofen, um es mir genüsslich zu Gemüte zu führen. Nachdem ich etwa die Hälfte der Pizza verdrückt hatte, fiel mir irgendetwas ein, dass ich meine Mutter, die im Nebenzimmer saß, fragen wollte. Also aufgestanden und zu Mutti rübergewuselt, die Pizza hatte ich wohlweislich in der Mitte des Tisches stehen gelassen, in der Annahme, dass Sunny noch viel zu klein wäre, um, auf welche Weise auch immer, an die Pizza zu gelangen…
Fehlannahme meinerseits!
Nach ca. 2 Minuten verlasse ich das Wohnzimmer, im Türrahmen meines Zimmers steht Sunny, ein Pizzastück ragt aus ihrem Schnütchen.
Sie sieht mich, die Augen werden groß, sie legt die Ohren an und zieht den Schwanz ein, spuckt mir das Pizzastück vor die Füße, dreht auf den Hacken um und verkrümelt sich schnurstracks ins Körbchen.
So gern ich auch schimpfen wollte, ich konnt’s einfach nicht. Zu witzig war ihr entsetzter Gesichtsausdruck, so nach dem Motto „Ach du Schande, jetzt hat sie mich doch glatt erwischt!“ (Jutta Jürgens)

Diese witzige Geschichte habe ich leider viel zu spät in den Kommentaren auf Facebook entdeckt und möchte sie euch natürlich nicht vorenthalten! Pizza stehlen finde ich auch sehr toll (und Lucy erst!). Vielen Dank an Jutta und Sunny! 🙂


Habt ihr weitere tolle Ideen oder Gedanken zum Thema „Oh, du schlimmer Hund“?

Dann scheut euch nicht, sie mir mitzuteilen!

Ob als Kommentar oder als Link, ich freue mich über jede Anregung zu neuem Unfug!

Und natürlich werden alle weiteren Einsendungen noch in diesem Beitrag eingefügt! 😉

Verfolgungsjagd mit einer Oma

Folgende Begebenheit trug sich vor ein paar Stunden zu. Papa wollte ein Paket verschicken, aber da er Mamas Grippebazillen abbekommen hat, sind wir für ihn zur Post gegangen. Lucy und ich waren schon oft mit auf der Post und finden es eher durchschnittlich interessant, warten ist ja nicht gerade die Lieblingsbeschäftigung eines ungeduldigen jungen Dackels. Also wappneten wir uns für unsere Mission und los ging es in das Zentrum unserer Kleinstadt! Der Hinweg verlief eher unspektakulär und auch die Abgabe unseres Pakets ging ziemlich schnell, da gerade kaum Betrieb gewesen war, immerhin war es kurz vor der Mittagspause der Postfiliale, weshalb wir uns auch etwas beeilt hatten.

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Nun aber konnten wir entspannt zurück nach Hause schlendern und Mama dachte sich, sie könnte nebenbei ein bisschen Pokemon Go spielen. (Dieses Spiel hatte im Sommer bereits zu ausgedehnten Spaziergängen auf unbekannten Wegen geführt. Da es auf unserer normalen Gassistrecke keine Taschenmonster gibt und Mama sich dann eh lieber mit uns beschäftigt, nutzt sie gern die Gelegenheit, wenn sie schon mal in der Stadt ist.) Also schaute sie kurz auf ihr Handy, schaute wieder hoch und sah sie kommen: Die Rentnerin. Begleitet von einem flauschigen Etwas an der klassischen Flexileine tippelte die alte Lady genau auf uns zu. Sie kam aus der Richtung, in die wir eigentlich laufen mussten, wenn wir heim wollten. Mamas Hunderadar analysierte: feminimes Halsband, könnte eine Hündin sein. Nun hatte mich bereits der Duft der fremden Hundedame getroffen und ich begann gleich lauthals zu gurren und an der Leine zu ziehen, denn der süße Dunst der Liebe hatte mein Rüdenhirn vollkommen umwölkt. Das läufige kleine Flauschebällchen hatte nun auch mich wahrgenommen, ich meine, MICH! Rüde! Jung! Attraktiv! Sie begann ebenfalls Liebeslieder vorzutragen und legte sich in die Flexileine, die ein ganzes Stück ausrollte, bevor der unbarmherzige Daumen der alten Dame meine potentielle neue Ehefrau zum abrupten Anhalten zwang. Mama hatte sich mittlerweile von Pokemon zu Rückzugsort suchen umentschieden und führte uns in die entgegengesetzte Richtung, fort von unserer eigentlich geplanten Route und auch von meiner wundervollen Perle. Ich gurrte ein wenig leiser und versuchte mich umzudrehen und ihr zuzuzwinkern, aber Mama holte mich immer wieder zurück auf Kurs und eröffnete mir, was mit meinen Eierchen passieren würde, wenn ich mich aufführte wie ein Romeo. (Und das verstörte wahrscheinlich den ein oder anderen Passanten, der in unserer Hörweite herumlief.)

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Wir liefen hinter der Post entlang, zurück in unsere heimatliche Richtung. Auf diesem Weg läuft man gemütlich einen gemauerten Weg direkt am Kanal entlang. Im Sommer keine gute Idee, aber jetzt noch erträglich im Geruch. Und da war sie wieder. Die Oma mit der flauschigen heißen Hundedame war ebenfalls hinter der Post entlang gelaufen, nur auf der anderen Seite und zwar erneut direkt auf uns zu! Ich begann sofort wieder zu zirpen und unruhig herumzutanzen. Doch Mama war nicht einverstanden mit meinen Hochzeitsplänen und flüchtete mit uns über eine Brücke über dem Kanal, so dass nun zwischen der Oma, der läufigen Hündin und uns der Kanal lag. Wir liefen also an dem anderen Hunde-Mensch-Paar vorbei und schickten uns an, wieder auf die normale Strecke zu lenken, als wir entdeckten, dass die alte Frau plötzlich die Richtung gewechselt hatte und nun hinter uns herlief! Ich freute mich, Mama eher nicht, denn ich begann gleich wieder, meine Liebesschwüre zu brüllen. Die läufige Hündin versuchte, gegen die Flexileine anzukämpfen, der Daumen schien aber wieder auf den Stoppknopf zu drücken. Mama reichte es nun allerdings endgültig und bevor ich wusste, was geschah, bugsierte sie mich eine Seitenstraße entlang.

Wir liefen einen ziemlichen Umweg nach Hause, aber hatten unsere Verfolger nun abgehängt. Ich fand es schade, die kleine Flauschige fand ich echt spannend. Warum sie und ihr Frauchen ausgerechnet immer wieder hinter uns herlaufen mussten, wussten wir nicht, Fakt ist jedoch, dass nicht nur die Rüden die Damen in ihrer Läufigkeit bedrängen können, sondern offenbar auch umgekehrt!

Zwei Dackel und ein (Hunde-) Baby

Die meisten meiner Hundefreunde sind größer als Lucy und ich. Außerdem ist auch der Großteil älter als wir. Doch heute trafen wir auf ein Baby! Natürlich hatten wir schon mal den ein oder anderen Welpen gesehen und wissen natürlich, wie das mit den Babys funktioniert. (Hat uns Mama genau erklärt. Ich kann mich allerdings gar nicht daran erinnern, dass mich ein Storch in einem Tuch getragen hat. Aber ich hab‘ ihm bestimmt ein paar Federn ausgerupft.) Wir haben schon mal einen schlaksigen jungen Labrador gesehen und sind auch einmal einem Cane Corso-Welpen begegnet. Dieser war erst ein paar Wochen alt und überragte uns Dackel schon weit! Ich fand den großen Kleinen sehr spannend und hätte nur zu gern gespielt, aber Lucy hat es verbockt, weil sie wieder, ganz der Macho, ein bisschen herum quaken musste. Der gigantische Welpe bekam daraufhin Angst und machte ein Pfützchen, Mama war sauer auf Lucy und wir mussten weitergehen. Ein paar Wochen später trafen wir den kleinen Kerl wieder, nur, dass er da schon kein kleiner Kerl mehr war, sondern ein stolzes sabberndes Schlachtschiff auf vier Pfoten, der zwar perfekt hörte, aber immer noch nicht mit mir spielen wollte. Zumindest hatte er keine Angst mehr vor Terrorgurke Lucy. Heute jedoch kam das Baby extra zu uns, um mit mir zu spielen!

Mit Ringelschwanz und Flauscheohr

Das Hundekind heißt Luke, hat plüschige Stehohren und wirklich unglaublich weiches flauschiges Babyfell. Er wurde von unserer Tante Lisi adoptiert, die uns schon mal gebabysittet hat und die wir total toll finden. Der kleine Racker ist noch ganz klein, soll aber auch noch wachsen und sogar größer werden als ich!

Jetzt allerdings ist er noch deutlichst kleiner und ich wusste erstmal gar nicht, was ich tun sollte. Spielen! Klar! Aber wie? Er war ja so klein und ich so groß, wie ungewohnt! Also biss ich erstmal vor ihm in der Luft herum, um meine tollen Erwachsenenzähne vorzuführen. Luke war erst ganz schüchtern und blieb auf dem sicheren Schoß seiner Mama, doch er taute schnell auf und patschte mit seiner Pfote auf mir herum, sogar voll in mein Gesicht! Er fand uns offenbar ziemlich faszinierend, weil wir so anders aussehen als er. Lucys wedelndes dünnes Schwänzchen und meine langen Schlappohren musste er eingehend studieren und ich beschnüffelte erstmal seine katzenartigen Öhrchen. (So flauschig!) Wir spielten immer ausgelassener miteinander und auch Lucy, die erstmal etwas geschmollt hatte, weil sie nicht selbst das kleine süße Baby war, hatte ab und an Lust auf ein Tänzchen. Sie fand ihn auch interessant, war sich aber noch nicht so ganz sicher, was sie von einem kleinen Welpen halten sollte. Ich dagegen war schon total verliebt in den kleinen Kerl.

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Sagt „Hallo“ zu Luke!

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„So, Luke, und so geht Küsschen geben! Du guckst mir in die Augen – ungefähr so-, spitzt die Lippen und dann…!“

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„Hilfe, die Tante mit der Kamera macht ständig Fotos von mir!“ (Gewöhn‘ dich dran, kleiner Kerl.)

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„Und wenn wir fertig sind mit dem Spielen, können wir dann nochmal Spielen?“

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„Wenn ich erwachsen bin, werde ich sooo groß , viel größer als du!“ „Übertreib’s nicht, Kleiner.“

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„Du siehst voll komisch aus, Onkel Bud.“ „Don’t. Touch. This.“

…Ich freue mich schon auf den nächsten Spieltag, mal sehen, wann mich der kleine Luke in der Größe eingeholt hat!

Weihnachtsgeschenk gesucht? „Iss’n Rüde und andere Geschichten“

Der Bud im Buch

Ja, ihr habt richtig gelesen: Es existiert tatsächlich ein Buch, in dem zwei Kurzgeschichten abgedruckt sind, die sich um meine glorreichen Abenteuer drehen! „Iss’n Rüde und andere Geschichten“ ist eine Kurzgeschichtensammlung, deren Autoren gleichzeitig auch Hundebesitzer und -liebhaber sind.

Auf diesem Bild hier seht ihr übrigens sämtliche Autorenhunde, die natürlich auch einen bedeutenden Teil zum Buch beigetragen haben und in den Kurzgeschichten vorkommen. (Wie zum Beispiel ein gewisser gut aussehender Dackelrüde im Wintermantel!)

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Best of Iss’n Rüde! … und andere Geschichten

Der ein oder andere Leser von Hundeblogs kennt „Iss’n Rüde“ vielleicht schon, Herzstück dieser Hundewebsite sind vor allem die vielen Geschichten aus dem Hundeleben. Die besten Hundegeschichten und einige Neue wurden zusammengefasst und zu einem Buch verarbeitet.

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Fünfundzwanzig Geschichten drehen sich um das beste im Leben eines Herrchens oder Frauchens: uns Hunde. Die erste Begegnung, witzige Macken, ein tollkühner Dackel, der einer gefährlichen Badewanne entkommt, hundiger Alltag und traurige Abschiede, aber auch Neuanfänge auf Welpenpfoten werden aus Menschlings- und Hundesicht erzählt. Die Geschichten sind ehrlich und sprechen unbeschönigte Erlebnisse an, wie sie im Leben eines Hundebesitzers passieren, handeln nicht nur von der rosa Wattewölkchenwelt der Hundehaltung, von den Höhen und Tiefen, die ein Mensch so mit uns Hunden erlebt. So testete Sammy die Survivalkünste seines Frauchens, ein Pinscher namens Bienchen arbeitet nebenberuflich als Hütehund, Daisy-Dee macht Frauchen einen Job klar, Frau Wau hilft mit ihren Gassiregeln für einen reibungslosen Spaziergang (reibungslos für uns Hunde natürlich) und meine Mama erzählt, wie Papa und sie eigentlich auf den Dackel gekommen sind.

Und das beste daran?

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Der Erlös kommt Tasso e.V. zugute, einer Organisation, die viele Hundebesitzer kennen und deren Dienste nutzen. Lucy und ich sind auch über Tasso registriert und tragen unsere Tasso-Marke immer mit uns herum. (Meine habe ich nur leicht angenagt. Schmeckt super!)

Wer also vor Weihnachten noch etwas Gutes tun möchte und nebenbei ein cooles Weihnachtsgeschenk für einen Hundefreund sucht (oder selbst schmökern möchte), findet unser Buch hier auf Amazon oder direkt im Buchladen, für 11,95 € als Taschenbuch und für 6,99 € als kindle..

P.S.: Für nächstes Jahr ist schon ein Band 2 geplant, mit weiteren hundigen Geschichten!

Helikopterfrauchen im Landeanflug

Lucy und ich wissen natürlich mittlerweile, dass wir adoptiert sind. Zwar sind die Menschlinge „Mama“ und „Papa“, aber ich weiß natürlich, dass meine leibliche Mutter Cloud von den Dombergspatzen und mein Vater Joker von der Steinmühle heißen. Als Hund lebt man nun mal nicht ewig bei seinen Hundeeltern und bekommt Menschlingseltern, die einen früher, die anderen später. Die Menschlinge dachten bei uns damals noch, sie holen sich etwas niedliches ins Haus, mit dem man Gassi gehen kann, doch spätestens als wir das erste Mal in ihren Armen schliefen, war er da: der Elternmodus. Jedoch kann ein Menschling schnell vom Elternmodus in den Helikoptermodus abdriften und zum Helikopterfrauchen/ -herrchen werden. miDoggy rief zu diesem Thema zur Blogparade auf und ich freue mich natürlich, meinen Schinkenknochen dazuzugeben! (Senf mag ich nicht, wie der aufmerksame Leser weiß.)

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Hundeeltern sind auch nur Eltern

Wahrscheinlich sind die Menschlinge einfach so programmiert um ihre eigene Brut zu schützen und können gar nicht dafür, dass sie sind, wie sie sind. Ist es klein, tapsig und hilflos? Beschütz es! Und gerade das beschützen nimmt eines unserer Elternteile seeehr ernst. Wer? Na, das zu erraten ist wohl nicht schwer.

Ein gutes Beispiel war die letzte Woche, in der Lucy Blasenentzündung hatte. Lucy ging es nicht so gut und sie war unleidlich und  Mama war sofort im Alarmmodus, man könnte sagen, das Helikopterfrauchen war am Abheben. Lucy wurde dick eingemummelt, bekam mit warmen Wasser verdünntes Essen und Medizin und ihr wurde immer wieder versichert, dass sie ganz, ganz tapfer sei, wenn sie draußen ihre dreieinhalb Pfützchen rausquetschte. Weil ich aber auch mal bisschen Action will und aber gleichzeitig Lucy nicht alleine zuhause bleiben sollte, wurde Lucy dann in einer Hundetragetasche mitgeschleppt, eingepackt in Decken und unter ihrem Po ein Heizkissen. Außerdem wurden Uni- und Arbeitstag der Menschlinge so geplant, dass wir nicht alleine waren, damit Lucy nicht so lange anhalten musste. Nichthundehalter schütteln über so viel Tüddelei den Kopf. Man muss einen Hund doch nicht so verwöhnen! Muss nicht. Aber man kann.

Das Maß aller Dinge

Mit dem Betüddeln ist es wie mit allen Dingen: es kommt immer darauf an, in welchem Maße. Bei uns ist es so, dass Mama schnell zum Helikopterfrauchen wird, wenn es uns nicht so gut geht. Das Baby is krank! ALARM! Für Mama gibt es nichts schlimmeres, als wenn wir krank sind. Wenn Lucy zur Begrüßung nicht zur Tür kommt. Wenn ich nicht wie gewohnt fröhlich herumhüpfe, sondern wie ein Häuflein Elend im Bettchen sitze. Dann wird sofort die Dackelexpertin unseres Vertrauens um Rat gefragt, Fotos von Kot und Kotze verschickt (die Expertin stört das nicht, wir sind echt froh, sie zu haben), das Pupu im Beutel auf seine Konsistenz befühlt, wenn etwas verschluckt wurde und dem Dackel frische morosche Möhrensuppe zubereitet und stündlich Globuli in Backentaschen geschoben. Der Lohn für diese Mühe ist dann, dass wir wieder gesund und munter herumtollen und dann ist Mamas Welt wieder in Ordnung, der Helikopter kann zurück ins Hangar.

Auch wenn es langsam kalt wird, beginnen sich ganz langsam die Rotorblätter zu drehen. Denn Lucy (halbnackt am Bauch seit ihrer Kastration) friert. Sie bibbert und zittert und friert, sobald die Temperaturen ins Einstellige abfallen. Deswegen besitzt sie eine bescheidene Auswahl an Kleidung.  Ein Hund hat Fell! Ja. Sehr gut beobachtet. Aber Kurzhaardackel haben nun mal an den kritischen Stellen nicht viel Fell und wer friert kriegt’n Pulli. So einfach.

Ein weiterer Punkt auf der Helikopterliste ist, wenn jemand etwas falsches über uns sagt oder uns ärgert. Dann ist der Helikopter nicht wie bei den oben genannten Punkten ein Rettungshubschrauber, sondern ein mit Raketen bewaffneter Kampfhubschrauber! Zum Glück für die Menschheit ist Mama eher von zurückhaltender Natur und wird selten laut, aber wenn sie einen schlechten Tag erwischt und jemand dann denkt, er müsse uns Dackel ärgern, kann sogar sie böse werden. Gestern zum Beispiel begegneten wir einem Paar mit Kleinkind. Lucy wurde abgerufen, angeleint und wir liefen extra einen kleinen Bogen, damit die drei  zweieinhalb Menschen unangekläfft passieren konnten. Was tat der UNHEIMLICH LUSTIGE Vater? Er bellte. Und animierte sein Kind zum Mitbellen. Lucy fand das nicht besonders komisch und Mama, die einen besagten schlechten Tag aufgrund gewisser gesundheitlicher Beschwerden hatte, rief dann dem netten Herrn als Antwort ein ziemlich undamenhaftes Wort zu, dass auch eigentlich nicht für Kinderohren geeignet war. Macht man natürlich nicht, ist sehr unfein und wird nie wieder vorkommen. Vielleicht.

Außerdem werden bei uns Hundegeburtstage gefeiert. Einige finden das vielleicht albern, weil der Hund weiß ja gar nicht, was das für ein Tag ist!, aber wir sind nun mal Familienmitglieder und als solche wird unser Ehrentag bedacht. Wir bekommen ein besonders leckeres Fresschen und ein kleines Präsent und meistens wird sich bemüht, mit uns auch etwas tolles zu machen. Mama singt uns auch ein Ständchen, aber darauf könnte ich zur Not auch verzichten. Auch an Weihnachten ist unter dem Tannenbaum ein Päckchen, auf dem „Buddy“ und „Lucy“ steht. Der Helikopter dreht seine Runden über uns und zieht einen „Ich liebe meine Hunde!“-Schriftzug hinter sich her.

Und ja, natürlich sind wir auch im Urlaub mit dabei. Unsere Eltern haben uns nämlich absichtlich adoptiert und wussten, dass sie von nun an zwei Hunde in ihr Leben einplanen mussten. Das Geheule von manchen Menschlingen Aber dann könnt ihr ja gar nicht weit weg in den Urlaub fliegen! rührt daher, dass sie andere Vorstellungen von einem schönen Urlaub haben. Der eine muss eben unbedingt ferne Städte besichtigen, dem anderen macht es mehr Spaß mit seinen Hunden auf einen Angelausflug zu gehen. Ihr müsst euer Leben ja nach dem Hund ausrichten! Nein. Sie wollten ein Leben mit „dem Hund“ und leben mit ihm zusammen. Und wir Hunde richten uns ja auch immer nach den Menschlingen, früh um sieben Gassi zu gehen wäre nämlich nicht unbedingt meine Idee gewesen.

Wenn der Helikopter in der Luft ist

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Natürlich ist der Grad zwischen „Ich kümmere mich fürsorglich um mein vierbeiniges felliges Hundekind, auf dass es ihm an nichts mangle“ und „Mein Pupsibärchen kann nicht durch diese dreckige Pfütze laufen, da wird es nur krank von all den Keimen!“ schmal. Sehr schmal. Ab wann ist man denn ein übersorgtes Helikopterfrauchen?  Man kennt es ja eher von Eltern mit kleinen Kindern, die ihrem Nachwuchs sofort die Finger desinfizieren, wenn es eine Kastanie vom Boden aufgehoben hat. Das Äquivalent in der Hundewelt ist dann das klassische Frauchen, dessen Hündchen sich bloß niemals im Dreck wälzen darf und das panisch vor einem entgegenkommenden größeren Hund flieht.

Trotz aller Liebe und Fürsorge darf der Menschling eines nicht vergessen: Wir Hunde sind kleine oder auch weniger kleine Raubtiere und wollen ab und an einfach nur Hund sein. Und dazu gehört auch sich ab und zu in stinkendem Matsch zu wälzen, durch Schlammpfützen zu preschen und mit unseren Hundefreunden wild zu toben.

Wir wären gerne überall  dabei bei unseren Menschlingen, aber manchmal ist es wirklich besser, wenn wir sie alleine gehen lassen und nicht mit auf den Weihnachtsmarkt inmitten gruseliger Menschenmassen, Lärm und Geruchsüberreizung geschleppt zu werden und nicht alleine vorm Bäcker angebunden zu werden und den ganzen Verrückten da draußen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein, die uns klauen oder mit komischen Sachen füttern oder auch nur anfassen.

Ich mag Menschlinge und habe sogar ein paar ganz bestimmte Lieblingsexemplare, wie zum Beispiel meinen Koch, aber manche Hunde (Lucy) haben Angst und deswegen muss man nicht von jedem Menschling gestreichelt werden. Panisch wegrennen, sobald man einen anderen Menschling mit oder ohne Hund sieht, bestärkt den ängstlichen Hund nur noch in seiner Furcht und muss nicht sein. Nicht jeder andere Hund ist böse, aber nicht jeder mag es, wenn Artgenossen auf ihn zustürmen, deswegen reicht es einfach, angeleint und ruhig aneinander vorbei zu gehen. Außer, wir sind Kumpels, wie Finn und ich, dann heißt es PARTY PEOPLE!

Wir tragen notgedrungen Kleidung im Winter, aber es muss nicht sein, dass wir auch im Sommer ein Kleidchen anhaben und wir brauchen auch keine kleinen Schutzstiefelchen bei Dreckwetter. Auch braucht ein Golden Retriever nicht unbedingt einen Wintermantel, wenn er gesund ist und nicht friert. Klar, sollte die Klamottage nicht zu doof aussehen, aber mir ist es ehrlich gesagt egal, ob ich nun ein rotes oder ein grünes Mäntelchen trage, hauptsache es ist warm, wasserdicht und hat idealerweise Reflektorstreifen dran.

Wir lernen gern und lieben Ausflüge mit unseren Menschlingen, aber wir brauchen keinen 24/7 Stundenplan, sondern finden auch einen Couchtag mal richtig super. Wir finden Hundesport faszinierend, aber das heißt nicht, dass wir jede Variante ausprobieren müssen. Wenn es regnet und eklig ist, haben wir auch manchmal keinen Bock auf lange Spaziergänge und spielen lieber drinnen eine Runde „In welcher Klopapierrolle ist der Keks versteckt?“.

Wir sind gern mit unseren Zweibeinern zusammen, aber wir überleben auch mal ein paar Stunden ohne sie. (Und dann kann ich endlich mal wieder so richtig schön Mamas Lieblingsunterhosen zerkauen und mal nachgucken, was eigentlich alles so in den obersten Schubladen ist.)

Als Hund ist man auf die Liebe seines Menschens angewiesen, aber helikoptert doch bitte in einem Maße, in dem wir noch Hund sein dürfen und wir uns beide wohlfühlen.

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