Der kleine Dackel und das Meer

Ein Tag am Strand

Es gibt für Hunde wahrscheinlich nichts schöneres, als den Hundestrand.

  • Menschling dabei – check!
  • Mit anderen Hunden spielen- check!
  •  Im Sand buddeln – check!
  • Über den Strand flitzen – check!
  • Quallen fressen – check!
  • Eiswagen mit lecker Eis- check!
  • Im Meer planschen gehen- check!

jump.jpg

Bevor es an den Strand ging, hatten wir nochmal Oma im Laden besucht und ordentlich Leckerlis abgegriffen, wie es einem Dackel gefällt, danach waren wir am Hundestrand. Wir hatten viel Spaß, ich buddelte und badete meine Füßchen, Lucy flitzte und kläffte aufgeregt herum. Doch dann kam Lucy auf eine echt blöde Idee…

Dackel mit Bauchweh

Dass Lucy echt verfressen ist, is‘ ja nun nix neues, wenn man im Lexikon das Wort „gefräßig“ sucht, klebt dort bestimmt ein Bild von Lucy. Seit ihrer Kastration ist sie wirklich eine kleine Fressmaschine geworden und wenn Mama nicht aufpasst, klaut sie sogar Essen aus dem Müll! (Ich würde natürlich niemals Essen stehlen.) Dieses Mal kam ihr in den Sinn, Sand zu fressen. Puren Sand. Mama hat es dann relativ schnell erspäht und gleich wieder gemeckert, aber Lucy rannte einfach noch ein Stück und frass unterwegs soviel es ging. Klar, dass es dann erstmal eine Auszeit auf dem Strandtuch gab! (Ich bin übrigens auch niemals schadenfroh!)

strand lucy.jpg

Doch Lucy blieb dort dann freiwillig: Sie hatte Bauchweh von dem Sand. Entweder lief sie hektisch von Papa zu Mama und von Mama zu Papa, oder schmiegte sich wehleidig an einen der beiden an. So blieb sie eine ganze Weile unruhig und Mama war natürlich wieder totaaal besorgt. Zum Glück war die Rettung dann nah: Oma erschien mit einem Beutel, der nach Backfisch duftete! Lucy ging es dann schnell wieder besser und bettelte um den Fisch. Sie bekam nur eine winzige Ecke und auch nur, weil Mama hoffte, dass das Öl eine Verstopfung vermeiden würde, ich, der gute Junge, bekam einen guten Bissen ab. Backfisch ist klasse!

Der Strand für den Bud

fight.jpg

Nach 18 Uhr verzogen sich die Leute langsam vom Strand und wir waren allein. Jetzt konnte ich ungestört hin und her rasen, der ganze Hundestrand lag verlassen und war mein! Wir planschten und alberten herum und ich schwamm auch tollkühn in den riesigen Wellen.

buddy jump.jpg

Lucy mag Wasser gar nicht und begnügte sich mit dem Strand, wobei Mamas Adlerblick auf ihr klebte. Sand frass sie aber keinen mehr, dafür machte sie am Morgen danach drei kleine Sandburgen, so dass Mama statt Kotbeuteln eher ein paar Sandförmchen gebraucht hätte!

bud und das meer.jpg

 

Budiger Urlaub

Ratet mal, wer in den Urlaub gefahren ist: natürlich ich, mit meiner Freundin und meinen Menschlingen! Früh morgens ging die Reise los, ich konnte gar nicht verstehen, wieso ich so früh raus musste! Und dann die lange Autofahrt, bei der ich in der Box bleiben musste!

Selfi

Die Ankunft (Tag Eins)

Nach der langen  Fahrt fanden wir uns dann in einem Ferienhaus wieder, ganz unten im Erdgeschoss mit einer Tür in einen kleinen Garten. Als erstes markierte ich dort mein Revier an einem Gebüsch. Ordnung muss sein! Mama kramte und packte das ganze Zeug, was sie am Vortag eingepackt hatte, wieder aus. Menschen…!

Dann ging es spazieren. Draußen roch es komisch, nach Salz und anderem ungewohnten Zeug. Dann standen wir plötzlich mit allen vier Pfoten im Sand. Vor uns rauschte ganz viel Wasser. Mir fiel die Kinnlade herunter. Es stimmte also doch, dieser See war gigantisch, ich konnte kein Ende sehen! Allerdings schmeckte das Wasser nicht, und als ich fröhlich reinhüpfte, riss mich gleich eine Welle um.

Am Abend waren wir nochmal am Strand, als fast keiner mehr dort war. Lucy lief frei und ich an der Schleppleine. Die Versuchung, all die Möwen zu jagen, war einfach zu groß! Ein besonders dreistes Exemplar stahl uns eine Tüte Leckerlis! Lucy war erschüttert. Papa entdeckte dann ein paar Meter weiter weg die diebische Möwe und rannte ihr nach und es gelang ihm, sie zu vertreiben, in dem er einen Ball in ihre Richtung warf. Die Leckerlis waren weniger, aber gerettet!

Dackel am Strand

Tag Zwei

Was könnte Hund wohl am Meer besseres machen, als den ganzen Tag am Hundestrand liegen?

Also, liegen war natürlich nicht unsere Hauptbeschäftigung, wir buddelten die meiste Zeit, spielten mit anderen Hunden und gingen ab und zu baden, weil Mama es so wollte. Lucy lief wieder offline herum und freundete sich gleich mit einem großen grauen Mischling an, der Baldo hieß und mir auch gleich sympathisch war (als ich weinte, weil Mama ins Meer gegangen ist und ich nicht hinterher konnte, kam er und wollte mich trösten, voll nett!) und zwei Zwergpudelrüden, von denen einer schwarz (Obsi) und einer weiß (Redgi) war.

 

Tag Drei

Heute ist ein ganz besonderer Tag, denn heute ist Lucy ein Jahr alt geworden! Das heißt, der komplette A-Wurf hatte Geburtstag, an dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch an alle!

StranddackelFrüh liefen wir gleich eine schöne Runde Gassi, dann gabs Geburtstagsfrühstück mit Happi und extra Leckerli, serviert mit einem  Ständchen. (Glaubt mir, das konnte man nur in Erwartung aufs Essen ertragen!) Als wir aufgegessen hatten, bekam Lucy ein Geschenk. Ich war eifersüchtig, wieso bekam ich kein Geschenk? Mama sagte, in zehn Tagen (an meinem Geburtstag) bekomme ich auch etwas schönes, aber ich wollte es jetzt! Zum Glück ging es dann gleich wieder raus und wir begleiteten Papa zum Angeln. Danach gingen wir nochmal an den Hundestrand und Lucy fand gleich ihre Freunde vom Vortag wieder: Baldo und die beiden Pudel. Ich fand sie auch nett und spielte mit ihnen, nur die dumme Flexileine störte. Papa sah das auch schnell ein und ließ mich frei. Meine Stunde hatte geschlagen! Wir rannten alle wild umher und hatten viel Spaß! Ich versuchte einer französischen Bulldogge ihr Spielzeug zu klauen und an fremde Strandkörbe zu markieren, wurde aber von anderen Hunde aus ihrem Revier verscheucht.

Plötzlich sah ich dann einen Raben! Ich verfolgte ihn aus dem Hundeabschnitt des Strandes hinaus und jagte ihn bis auf den Wellenbrecher, wo er sich zu ein paar Möwen setzte. Dann flogen sie alle einer nach dem anderen davon und ich stand alleine auf den hölzernen Stämmen, links und rechts von mir die Wellen. Hinter mir kletterte Papa um mich zu retten und Lucy und Mama waren auch aus Sorge um mich hinterher gelaufen und warteten am Ende des Wellenbrechers. Ich drehte mich dann einfach um und lief zurück. Mama war erleichtert, dass ich weder reingefallen, noch von wütenden Vögeln attackiert worden bin, trotzdem ging es dann heim und ich musste an der rosa Prinzessinnenleine von Lucy heimlaufen. Zurück in der Ferienwohnung schlief ich dann erstmal eine Runde. Heute Abend wollen wir noch grillen, das bedeutet jede Menge guter Bissen für uns! Außerdem wurde uns noch ein Rehohr versprochen, dieses mal bekommt auch jeder von uns eins.

Tag Vier

Heute war unser letzter voller Tag vor der Abreise, und wir entschieden uns, diesen nochmal am Strand zu verbringen. Lucy durfte gleich ab dem Hundestrandschild frei laufen und fand auch gleich ihre Pudelfreunde wieder, in deren Nähe wir dann blieben. Sie spielten schön mit uns und unsere Eltern unterhielten sich mit den Besitzern der beiden Jungs. Genau genommen gehörte nur der Schwarze zu ihnen, der ältere weiße Pudel gehörte zu ihrer Tochter und durfte mit in den Urlaub. Die beiden waren ein tolles Team, genau wie Baldi und ich. Weil Mama feststellte, dass die Kombination aus nasser Schleppleine und Sand nicht besonders gut für die Hände war, ließ sie mich dann auch frei. Super! Ich rannte gleich am Strand entlang und spielte mit anderen Hunden. Eine hübsche braune Labradorhündin namens Arwen, ein hungriger Irish Setter, unser Freund Baldo vom Vortag und eine französische Bulldogge waren dieses Mal meine Spielkameraden.

Bud_rennt

Ich hätte noch ewig weitergespielt, doch dann begann es plötzlich zu schütten und wir flitzten im strömenden Regen zurück in unser Domizil.  Mama trocknete uns gleich als erstes ab und  danach machten wir ein schönes Schläfchen.

Morgen geht es dann wieder nachhause, wo ich dann erstmal viel zu tun habe, immerhin muss ich die Markierungen von einer Woche wieder auffrischen!