Wieso ich diese Nacht wohl bei der Katze schlafen muss oder Der Freudenstrudler

Oh weia, da habe ich wieder etwas ausgefressen… Lucy ist sauer! Mama ist sauer! Papa wird auch nicht begeistert sein. Allein Kyra lacht sich eins vom Kratzbaum. Was ich verbrochen habe? Naja, ich habe Lucy nass gemacht. Again. Allerdings blieb es nicht nur bei Lucy…

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Es war einmal, an einem lauen Sommerabend, vor einer halben Stunde, da lag ich gemütlich und versonnen mit mir und der Welt auf meinem Kissen. Lucy schlief neben mir, Frauchen tippte auf ihrem Computer herum, als es plötzlich klingelte! Obwohl wir Dackel nun nicht so bedrohlich aussehen, sind wir tolle Wachhunde und was uns an der bedrohlichen Optik fehlt, gleichen wir durch lautes Gebell wieder aus. Die Zweibeiner nervt das manchmal, aber sie wissen sich auch in Sicherheit, denn keiner kann sich unserer Tür unbemerkt nähern… schon gar nicht, wenn er klingelt.

Frauchen schnappte sich Lucy und sperrte sie kurzerhand ins Schlafzimmer, das Zimmer, das im Flur am nächsten an der Haustür ist. Ich flutschte zum Glück an ihr vorbei und war der Erste an der Tür, wie es sich für einen Rüden gehört. Die olle Zweibeinerin tat darauf etwas, dass mir immer wieder peinlich ist vor meinen Kumpels und ich bin mir sicher, Finn musste so etwas beschämendes noch nie erdulden. Ach, was solls- sie hat mich einfach unter den Arm geklemmt. So. Als sie die Tür dann endlich nach gefühlten Stunden öffnete, stand da gar kein Einbrecher, sondern die Mama vom Papa! Omaaa! Ich paddelte begeistert mit den Beinchen und wollte ihr zur Begrüßung einen dicken Schmatz geben, nur kam ich nicht ran.

Dann jedoch nahm das Schicksal buchstäblich seinen Lauf…

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Mama bemerkte zunächst nichts. Sie steckte mich schnell zu Lucy und machte die Tür hinter mir zu. Dann stellte sie wohl fest, dass ihr Shirt leicht an ihr festklebte. In der Zwischenzeit sprang ich immer noch aufgeregt herum, einerseits wegen unserem Besuch (Oma! Oma! Oma!) und andererseits vor Schreck darüber, dass ich mich in einen wild gewordenen Rasensprenkler verwandelt hatte. Was also tun? Natürlich, ich suchte mein Heil in der Flucht und sprang quer über das Bett und machte sogar über Lucy einen Hüpfer. Was ich bei meinem Fluchtplan übersehen hatte, war die Tatsache, dass jener Rasensprenkler mit mir verwachsen war und ich hinter mir eine nasse Spur gezogen hatte. Oma hatte sich mittlerweile wieder auf den Weg gemacht und ich hörte Mama fluchen. Oh shit, ich hatte gehofft, ihr wären die nassen Klamotten gar nicht aufgefallen. Als die Tür wieder aufging, huschte ich schnell heraus, bewegte mich mit schnellen Trippelschrittchen davon und verschwand in meiner Hundebox. Von dort aus beobachtete ich, wie Mama unter weiteren Flüchen das Bettzeug abzog und erstmal unter der Dusche verschwand. Uff, war die angepisst… und das im wahrsten Sinne des Wortes. Als sie zurückkehrte und mich mit hängenden Dobby-der-Hauself-Ohren in meiner Box sitzen sah, hatte sie mir schon fast wieder verziehen, doch dann vermasselte Lucy mir die Mitleidsnummer. Lucy schaute mich anklagend an und trottete um unser Frauchen herum. Dieser fiel sofort der ungewöhnliche Geruch auf und schaute zu Lucy herunter. Lucy schaute hinauf. Lucy war ebenfalls Opfer meines Freudenstrudlers geworden. Obwohl unser kurzes Fell relativ pflegeleicht ist und es, wenn wir schmutzig sind, oft reicht uns feucht abzuwischen, half hier nur noch ein Bad. Ehe Lucy „Bud, ich beiß dich!“ sagen konnte, stand sie bereits eingeweicht in Hundeshampoo in der Dusche. Das letzte Mal, als ich sie ins Wasser geschubst habe, hat sie mir gerade erst verziehen. Das Bett trocknet noch, die Waschmaschine läuft und ich drängel mich dann mal zu Kyra auf den Kratzbaum, da sie die einzige Dame hier ist, die nicht sauer auf mich ist.

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„Das wirst du mir büßen!“

Wellness-Wochenende ohne Eltern II

Dackelige Babysitter

Die ganze Woche schon hatten sich die Zweibeiner komisch benommen, was ein Indiz dafür war, dass etwas Interessantes bevorstand. Als dann unsere Leckerliebestände aufgestockt wurden, war ich mir dann sicher: Was auch immer es war, ich würde Kekse bekommen! Am Freitagmorgen dann war es soweit. Es klingelte an der Tür und Opa Niels und Oma Mella standen davor! Jedoch gingen kurz darauf Mama und Papa weg. Der Fall war ganz klar, wir hatten einen  zwei Babysitter.

Ein Tag mit Oma und Opa

Natürlich war es sehr aufregend, unsere Großeltern nun ganz für uns allein zu haben! Nur war ich echt noch ziemlich müde vom frühen Aufstehen und musste mit Lucy zusammen auf der Oma ein ausgiebiges Schläfchen machen. Unser Frühstück hatten wir schon von Mama (viel zu früh) am Morgen bekommen, aber da war ja noch die gefüllte Leckerliedose. Gassi sind wir auch gegangen mit Oma und Opa, wo mir dann, wie so oft in letzter Zeit, der verlockende Hündinnenduft in die Nase stieg. Dadurch vergaß ich glatt mein Häufchen zu machen! Aber es wäre sowieso nicht gegangen, denn es war graues nasses Wetter, da verkneife ich es mir so lange es irgendwie geht. Lucy dagegen hatte längst die Leckerchen erschnüffelt, die mit auf unseren Spaziergang genommen worden waren, und erinnerte sich gleich an die Regel aus unserer Welpenzeit: Wer fein macht, kriegt’n Keks. Gesagt getan, Lucy mühte sich bei jedem Spaziergang ab, weil sie auf eine Belohnung hoffte.

Lucys Schandtaten

Oma und Opa blieben sogar über Nacht bei uns. Ganz offensichtlich gehörten die beiden Zweibeiner jetzt mir! Wenn noch meine Eltern zurückkommen würden, hätte ich dann vier Menschlinge! Das würde natürlich viel Arbeit werden, gerade, wenn ich mit allen Vieren dann Gassi gehen müsste, aber ich war wie immer zuversichtlich. Bin ja ein Dackel. Lucys Feng Shui schien dagegen von der Veränderung verwirrt zu sein oder aber sie hatte beim letzten Gassi etwas Elementares vergessen, jedenfalls war sie sehr sehr ungezogen und machte eine der frischbezogenen Decken nass. Schon beim bloßen Anblick davon konnte ich Mama meckern hören. Zum Glück waren unsere Großeltern nicht böse auf uns. Lucy hatte schon vorher am Abend Mist gebaut und sich schnell ein paar Chips vom Tisch geschnappt, als Oma und Opa gerade außer Sichtweite waren. Ich schüttelte den Kopf, während ich schnell ein bisschen von ihrem Diebesgut verschlang, das war echt sehr ungezogen von Lucy, wirklich. ICH dagegen war die ganze Zeit total brav, aber ich bin ja auch nicht umsonst der fantastische Bud.

Wieder vereint

Samstag, gegen Mittag, tauchten die zwei Streuner (Mama und Papa) wieder auf. Sie hatten sich offensichtlich in Parfüm gewälzt und sahen erledigt aus, aber das haben sie davon, wenn sie einfach stiften gehen. Den Rückruf sollte ich wirklich mal mit den beiden üben! Weil man sich ja aber immer freuen soll, wenn der Menschling dann zurückgelaufen kommt, begrüßten wir unsere Eltern mit ausgelassenen Sprüngen und wedelten wie verrückt. Früh um Vier hatten unsere Großeltern entschieden, Gassi zu gehen. Buäh. Also, DAS würde ich ihnen wohl abtrainieren müssen. Dann ging auch noch Opa weg und wir hatten nur noch Oma Mella. Wahrscheinlich hatte es Opa zu lange gedauert, dass unsere Eltern weg waren und war losgezogen um sie zu holen. Er kam dann auch ein paar Stunden, nachdem unsere Eltern wiedergekommen waren, nach Hause. Froh, dass Mama und Papa zurück waren, konnten wir ein Schläfchen machen. Die beiden erzählten, dass sie auf einer Hochzeit gewesen waren.

~ An dieser Stelle: Liebe Dani, lieber Mirko, auch nochmal von Lucy und mir alles Gute zur Hochzeit! 🙂 ~

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Ich HOFFE, unsere beiden Menschlinge haben sich gut benommen, ohne einen Dackel an ihrer Seite, der auf sie aufpasst.

Natürlich erfuhren Mama und Papa dann auch von Lucys Verfehlungen, obwohl Oma Lucy hatte retten wollen, was die Decke anging. Ich glaube, Lucy muss, um das wieder gut zu machen, nächste Woche die Wäsche machen. Als Opa dann wieder da war, nahm er dann die Oma wieder mit. Schade, ich hätte bestimmt auch vier Menschlinge gut versorgen können, aber Pissnelke Lucy musste sie ja vergraulen. Trotzdem hatten wir viel Spaß und bedanken uns alle vier bei Opa Niels und Oma Mella für das tolle Babysitting! 🙂 

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Der Dackel und die stürmische See

Wenn es langsam kälter wird, fliegen die Zugvögel in wärmere Gefilde. Das finde ich sehr schlau. Meine Menschlinge haben uns dagegen an einen Ort gebracht, wo es kälter, nasser und windiger ist. Das sagt doch viel über ihre Intelligenz im Vergleich zu Zugvögeln aus!

Dackel auf Reisen

Für uns war es fast schon Routine: Wir wurden viel zu früh aus dem warmen Bettchen entführt, gezwungen unseren Morgenpipizeitplan auf den Kopf zu stellen und dann saßen wir in der Box im Abenteuermobil. Im Kofferraum. Im Dunkeln. (Die hinteren Scheiben sind getönt, also konnten wir zumindest noch etwas schlafen.) Das erste Gesicht, das wir sahen, als sich die Kofferraumklappe wieder öffnete, war ein fröhliches Dackelgesicht.

Es war mein Kumpel Max! Den hatte ich beim letzten Besuch bei meiner Oma kennengelernt (mehr dazu hier) und nun war mir auch klar, wo wir uns befanden! Wir waren bei Oma an der Ostsee!

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Die Ferienwohnung war genau in Max‘ Revier, deswegen hatte ich gleich viel zu tun, sämtliche Duftmarken zu übermalen und erstmal ausgelassen zu spielen. Weil Max‘ Herrchen auch Hühner hat und ich ein stadtbekannter Hühnerschreck bin, ließen mich meine Eltern aber lieber nicht von der Leine. Bevor wir bei Oma vorbei schauten, versuchte Papa sein Angelglück in Wustrow. Dann brauchten die gefräßigen Menschlinge jedoch eine Mahlzeit (Von der wir nichts abbekamen! Gar nichts! Gemein!) und danach sahen wir dann unsere Oma wieder! 🙂 Natürlich haben wir uns sehr gefreut sie wiederzusehen und wurden durchgeknuddelt.

Ran an den Barsch!

Der nächste Tag wurde ein Angeltag in Damgarten. Zunächst deckte sich Papa in einem Angelgeschäft mit Ködern und Tipps ein, dann standen wir auch schon am Wasser. Uns wurde es an diesem windigen Tag schnell zu kalt und Mama ging mit uns spazieren. Rund um das Gewässer gab es viele interessante Wanderwege, die wir gleich erkundet haben. Als es dann aber nicht mehr aufhörte zu regnen, beschlossen wir zu Oma zu fahren. Vorher gingen unsere Eltern aber schon wieder etwas essen und wieder haben wir NICHTS abbekommen! Das ist echt voll die Tierquälerei. Sie rochen nach gebratenem Schinken und hausgemachtem Hamburger. Zum Glück gab es dann bei Oma ganz viele Kekse für uns und wir wärmten uns schnell wieder auf. Mama ist übrigens hingefahren. Wir haben uns hinten in der Box gegenseitig die Augen zugehalten.

 

Omas freier Tag

…begann damit, dass wir zum Frühstück einfielen wie ein dackeliger Heuschreckenschwarm. Leckerliiiis! Weil wir ja an der See waren, beschlossen wir, an den Strand zu fahren. Dort war es mega stürmisch, meine Ohren flatterten im Wind und durch das Tosen der Wellen konnte man kaum ein Kommando verstehen (wie schade!).

Sina machte der eiskalte Wind nichts aus, sie hat ja einen dicken Pelz. Lucy trug vorsichtshalber ihre Jacke, deren Kapuze wie Batmans Cape im Wind flatterte. Außer uns war kaum eine Menschen- oder Hundeseele am Strand, dafür aber viele Möwen. Wie gern hätte ich die ein bisschen gejagt! Es war ein toller Anblick, wie die riesigen Wellen gegen die Wellenbrecher krachten. Beim Gedanken, dass ich auf so etwas schon mal geklettert bin, wurde mir dann doch anders. Treibgut und Schaum waren angespült worden und rochen hochinteressant.

Danach waren wir im Megazoo, wo es viele Köstlichkeiten gab. Wir und Sina knusperten dann zuhause bei Oma getrocknete Schweineohren. Die Menschlinge entschieden dann auch abends essen zu gehen (ohne uns, gemein), wir blieben in unserer Box und machten erstmal ein Schläfchen. Die Zweibeiner ließen es sich in dieser Zeit in einem chinesischen Restaurant gut gehen. Doch dieses Mal bekamen wir einen Happen ab! Mama schmuggelte extra für uns aus dem Buffet ein gebratenes Stück Fleisch. Na also! Geht doch!

Den letzten Tag bevor es wieder heim ging, angelten wir nochmal, verabschiedeten uns von Oma und meinem Kumpel Max und dann ging es in unser trautes Heim. Ich freue mich schon auf das nächste Mal! 🙂

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