Die Reise zum Mittelpunkt der Kuh

Ist der Bud geschmolzen?!

… Berechtigte Frage. Aber nein. Ich bin nur sowas von k.o.! Aber um euch das zu erklären, muss ich ganz von vorn anfangen: Nämlich bei Finns Maul.

Mein Kumpel Finn, der olle Hipster, isst nämlich kein Gluten. Aber er hat gute Gründe dafür, denn er ist dagegen allergisch und bekommt dann immer Ohrenentzündung. Jedenfalls hat er dieses Mal auch mit seinem Blättermagen Probleme gehabt und Finns Mama hat uns diesen heute vermacht. (Danke, Finns-Mama! ❤ )

Finn lebt in der Stadt, in der unsere Zweibeiner zusammen studieren, für uns Kurzbeiner eine ziemliche Weltreise! Die halbe Stunde bis zu unserem Bahnhof war ja eigentlich kein Ding, sind wir damals beim Praktikum ja fast jeden Tag gelaufen.

Aber vom Bahnhof Nr. 2 dann bis zu Finn war es laut Google eine Dreiviertelstunde! Im Sommer! In der Wärme! Durch die Großstadt!!! (Anmerkung der Redaktion: Okay, okay. Es ist eigentlich eine eher kleine Großstadt, aber für unsere Verhältnisse riesig. Ich weiß nicht, wie Balduin das in Leipzig gemacht hat. Soviel wie man da markieren müsste, kann man in drei Leben nicht trinken. Wie machen das Großstadthunde? Habt ihr mehrere Blasen??) Meine Mama war dann jedenfalls ziemlich nervös und hat Lucy dann einfach in den Rucksack gestopft und diesen verkehrt herum aufgesetzt. (Vorm Bauch, nicht auf dem Kopf stehend, du Depp.) Lucy fand es cool nicht laufen zu müssen und schaute als Kängurubaby aus dem Rucksack. Mama hatte nun eine Hand für das Google-Navi frei  (Jap. Wir haben Finns Zuhause nur dank des Navis gefunden. Wir sind Landeier.) und musste auch nur mich im Auge behalten. Durch die ganzen Fahrradfahrer, Kinderwägen und Fußgänger war das auch nur mit einem Hund ziemlich anstrengend. Für mich ebenso, ich witterte so viele Gerüche, dass meine Nase quasi doppelt so groß war wie zuvor! Viele Passanten, vorwiegend Omis, waren hell begeistert von Känguru-Lucy, aber wir wurden auch zweimal ganz schön angekläfft von knallharten Stadthunden. (Kann ich gut verstehen. Wenn ich so viel markieren müsste und so ein riesiges Revier zu kontrollieren hätte, wäre ich auch gereizt. Allein nach dem Morgenpipi hätte ich Burnout.) 

But I would walk 500 miles aaand I would walk 500 more, just to be the dog that walks a thousand miles to eat all the tasty Blättermagen

Fünfundvierzig Minuten später standen wir dann vor Finns Haus. Lucy war die Einzige von uns, die noch ausgeruht war, aber wir begleiteten Finn samt Frauchen dann noch auf einen Spaziergang zum Fluss. Finn war natürlich schnell im Wasser, ich dagegen nur kurz. Buddeln war viel verlockender! Lucy hockte mit den Zweibeinerinnen auf einem Felsen am Wasser und hörte den erzlangweiligen Zweibeinergesprächen zu und ließ sich huldvoll von Finns Mama knuddeln. Irgendwann ging es dann zurück.

„Oh no, die holen das Handy raus! Los! Wir gucken jetzt alle demonstrativ weg! Plan?“ „Okeydokey!“ … „Verdammt, Fiiiinn!“ „Sorry. Konnte nicht anders. Bin ein guter Junge.“

Nachdem Finn unsere Protestaktion mit dem Foto ruiniert hatte, ging es dann zurück zu Finn nach Hause. Dort brachte uns Finns Frauchen dann noch das Fleisch. Ich war total begeistert! Da denkt man, jemand kann eigentlich gar nicht cooler werden und dann bringt er einem Fresschen! Mega! Allerdings ging es dann auch für uns Richtung Heimat und, nun ja, ihr habt es ja gesehen. Kaum von der Leine schmolz ich einfach auf dem kühlen Boden und schlief an Ort und Stelle ein. 

Ein Drachen an der Leine

Mädchen können ganz schöne Zicken sein und es ist nicht immer einfach, mit ihnen befreundet zu sein. Eben noch war alles gut und schon beißt sie einem volle Bude ins Ohr. (Und das Ohr ist noch die gnädigere Wahl.) Lucy ist nicht nur manchmal eine echte Zicke, sondern auch eine kleine, auf Krawall gebürstete Terrorgurke. Das passiert meistens, wenn wir Gassi gehen und ihre kleinen Äuglein ihren Erzfeind* erspähen.

(*Anmerkung der Redaktion: Wir wissen nicht genau, wie der Erzfeind heißt oder welcher Rasse er angehört, aber er ist klein, hat schwarzes Rauhaarfell und sobald er uns auch nur von weitem entdeckt, fängt er schon an zu brüllen. Weil Lucy und ich -im Gegensatz zu einer gewissen Zweibeinerin- aber total schlagfertig sind, lassen wir das nicht auf uns sitzen und bellen zurück. Ja, auch ich, der sonst kein Kläffer ist. Dackelstolz und so.) 

dackel-bellt-viel

Aber auch andere Hunde, die eigentlich vollkommen in Ordnung sind, kläfft Lucy begeistert an. „Ey! Du! Genau du! Deine Mudder! Lucy is in the hood! Ha!“ *seufz* Für mich ist es schwierig, meine Freundschaften mit anderen Hunden zu pflegen, weil ich immer diese kleine Brüllnudel im Schlepptau habe. Meistens darf ich dann meine Bros begrüßen und Lucy wird am ausgestreckten Arm gebändigt, wenn sie mal wieder einen ihrer Macho-Tage hat. Die Besitzer kennen uns schon als „Der Süße und die Laute“. Weil Lucy sonst immer vor allem Angst hat, weiß man aber nie genau, ob sie nun aus „Alter-ich-hau-dir-aufs-…“ oder aus Furcht kläfft. (Wechselt ja auch immer mal.)

Burg kriebstein blogparade wandern vor der wohnungstuer 11

Falsche Stelle, aber selber Fluss: Die Zschopau

Heute hatten wir eine ziemlich coole Hundebegegnung. Es war so warm, dass ich mir sicher bin, dass mein Fell leicht angefangen hat zu schmelzen und so führte uns die Nachmittagsrunde in den Wald, Richtung Fluss. Unter dem dichten Laub war es angenehm kühl, jedoch lockte dies natürlich auch andere Menschlinge an. Unsere bevorzugte Badestelle war also vorerst belegt. Määäh. Ein Angler stakste im Wasser herum und wir hörten das Bellen eines anderen Hundes. Wir erspähten ihn zwar nicht, aber dafür sein Frauchen, mit Kamera in der Hand. Lustig, so sehen wir sonst für andere aus. Fehlt nur noch der übercoole zweite Hund dazu. Wir beschlossen, erstmal etwas am Fluss entlang zu laufen und ein geeignetes Ufer für uns zu finden, jedoch gab es weit und breit keines, das so flach verlief. Und mit unseren kurzen Beinchen trauen wir uns eben nicht, steile Ufer hinab zu kraxeln. Bei ein paar Felsbrocken machten wir ein paar Tricks, um den Zweibeiner bei Laune zu halten und so kam es, dass Lucy offline war. Und dann trafen wir Daria. Sie war ein Rauhaardackel, allerdings ein Zwergdackel, also Lucy-Format. Ich war im siebten Himmel. Ein Dackelmädchen! Klasse! Mama hatte Lucy schnell unter den Arm geklemmt und erwartete das übliche „Mäff! Mäffmäffmäff!“, aber das blieb aus. Stattdessen paddelte Lucy mit den Beinchen herum, während ich schon mal Daria abcheckte. Die Besitzer, ein Zweibeinerpärchen, schienen erfreut darüber, auf Dackelkollegen zu treffen. (Teckel sind ja selten, behauptet man oft.) Lucy durfte dann auch auf den Boden und dackelte zielsicher zu Daria. Ob es jetzt Ärger geben würde? Im Gegenteil. Lucy schien begeistert zu sein und wollte ihr sogar nachlaufen, als sie sich mit ihren Eltern auf den Weg machte. Mama war zutiefst beeindruckt und wir setzten unsere Wanderung fort… Naja, zumindest war das der Plan. Der schmale Weg endete an einem Schild, an dem irgendwas in Richtung „bla bla Privat bla bla“ stand und zwang uns zum Umkehren. ICH hätte es natürlich riskiert, im Zweifelsfalle guck ich einfach süß, aber naja, ihr kennt das ja. Lucy war nun wieder vertäut an ihrer Leine, weil wir die Brut- und Setzzeit ja nicht überstrapazieren wollen, und unterwegs trafen wir erneut auf Daria, die jedoch immer noch frei herum lief. Eben noch war bei Lucy Dr. Jekyll am Steuer, im nächsten Moment wurde sie zum Mr. Hyde und kläffte wie die übliche Bestie an der Leine. So, so, Lucy. Was wir daraus lernen? Ganz offenbar ist die kleine Madame leinenlos nicht ganz so selbstsicher und traut sich die Nummer mit dem Kläffen nur an der sicheren Schnur.  Ist ja leicht, auf dicke Hose zu machen, wenn man genau weiß, dass der Zweibeiner einen im Notfall einfach in die Tasche packt. Einfache Lösung: Lucy ab jetzt immer offline lassen. Ha. Geht nur leider nicht in der Stadt. Aber vielleicht finden sich ja Möglichkeiten zum Üben auf der Wiese, vorausgesetzt, wir finden mal einen freundlichen Hund in Lucy-Größe. Unsere Badestelle war dann übrigens frei und ich bin sogar geschwommen. Glaubt ihr nicht? Video folgt!

 

“Sommer, Sonne, Sonnenschein – so verschaffst Du Deinem Hund am besten Abkühlung” 

Ich will ja nicht sagen, dass es in unserer Dachgeschosswohnung warm ist, aber Frodo und Sam haben eben geklingelt und wollten hier einen Ring abgeben. Okay, okay, eigentlich war es nur die Post, aber warm ist es trotzdem. MiDoggy hat zur Blogparade

“Sommer, Sonne, Sonnenschein – so verschaffst Du Deinem Hund am besten Abkühlung” 
aufgerufen und gefragt, was unsere Zweibeiner denn gedenken zu tun, um uns Hunde auf eine angenehme Betriebstemperatur herunter zu kühlen. Deswegen verrate ich euch heute unser Cool-Buddy-Programm!

der fantastische bud

1. Dachwohnungs- Struggle

Warme Luft steigt nach oben, das ist ganz physikalisch und logisch. Unter uns ist eine Gaststätte. Über uns ist das Dach, auf das die Sonne draufknallt. Und wir sitzen in der Mitte dieses heißen Sandwiches und garen langsam vor uns hin. Damit es trotzdem einigermaßen kühl bleibt, lüften die Menschlinge morgens und abends ordentlich durch, wenn die Luft kühler ist. Tagsüber werden die Fenster dann geschlossen und mit Decken verhängt. (Wer keine Rollläden hat, entwickelt mit steigenden Temperaturen eine gewisse Kreativität.) Für uns Hunde ist das ganz nett, aber noch nicht besonders spannend. Der nächste Punkt wird da schon besser!

2. Selbstgemachtes Hundeeis

Hundeeis klingt immer so speziell, dabei ist es gar kein großer Aufwand. Wir essen am liebsten einfaches Bananeneis, das man auch gut variieren kann.

Man braucht dazu:

  • Eine Banane
  • Joghurt
  • Beliebige andere Früchte wie Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, …
  • Eine Eiswürfelform

Aus dem gesunden Zeugs und dem Joghurt macht man einen schönen homogenen Brei. Die anderen Früchte sollte man ebenfalls pürieren, denn Hunde können in ihrer Verdauung keine pflanzlichen Zellwände aufspalten. Heißt auf deutsch, so wie es reingeht, … Ihr wisst schon, was ich meine.

Den Brei kann man einfach mit unter den anderen Brei mischen, aber wenn der Schönheitssinn mit dem Frauchen durchgeht, kommt der Brei2 auf Brei1 und bildet eine hübsche zweite Schicht. (MIR  ist das natürlich Wurst. Hauptsache essbar. Zweifarbiges Eis, einfarbiges Eis, buntes Eis, Katzenkotze, alles dasselbe.)

Egal in welcher Form, das Breiige muss ins Eckige. Für kleine Hunde wie Dackel reicht eine übliche Eiswürfelform. Kälteresistente Cakepopformen sind ein bisschen größer und eignen sich für Hunde, die größer sind als wir. Zur Not tun es aber auch leere Joghurtbecher. Als Eisstiel kann man dann auch Knabberstangen in das Eis stecken. Ist das Eis gefroren, kann es (endlich!) serviert werden. Lucy schleckt ihren Eiswürfel immer ganz langsam und voller Genuss. Staubsauger Bud frisst das Eis einfach auf. Nicht alle Hunde vertragen Hundeeis, aber wir hatten damit noch nie Probleme.

3. Warum sich Melonen lohnen

Flüssigkeitsaufnahme ist besonders in den sommerlichen Temperaturen sehr wichtig, für uns, für die Zweibeiner, für die Katze und die Axolotl… nun, die sitzen ja eh immer im Wasser. Da wir gebarft werden, nehmen wir schon viel Flüssigkeit durch das rohe Fleisch auf. Allerdings bedeutet das, dass wir nicht viel Wasser zusätzlich trinken. Wasser im Napf! Pffft! Stinkendes Seewasser wäre ja wenigstens noch ein bisschen schmackhaft, aber Leitungswasser ist nicht so der Bringer. Melone dagegen schmeckt und enthält viel Flüssigkeit. Lucy steht total auf Melone, am liebsten den innersten Teil, der am süßesten schmeckt.

Aufgepasst! Es dauert nicht lange, bis die ganze Flüssigkeit wieder heraus in die Freiheit will! Gerade bei kleinen Hunden mit einer mikroskopisch kleinen Blase dauert es ungefähr eine halbe Stunde und dann muss man mal für kleine Minidackel. Ich will ja nicht spoilern, was sonst passiert, aber ein Wischmob spielt dabei eine große Rolle.

4. Planschen gehen

Frauchen hatte sich immer gewünscht, dass ihr Hund jeden Mist mit ihr macht und auch mit ihr schwimmen geht. Tja. Enttäuschungen gehören zum Leben. Ich habe mir auch immer gewünscht, der größte Hund in der Stadt zu sein. Wasser ist, wie ihr wisst, nicht unser Element. Nass werden mögen wir absolut nicht. Jedoch gehen wir an heißen Tagen oft an Bäche und Flüsse hier in der Gegend und manchmal machen wir auch dem Frauchen die Freude und baden mal kurz unsere Pfötchen. Damit wir wirklich mal bis zum Bauch reingehen (das ist bei uns nicht wesentlich mehr ins Wasser hinein), muss es schon richtig, richtig warm sein. So mit Lava und so. Apropos Lava…

der fantastische bud dackel wasser.jpg

5. The ground is Lava!

Manchmal wird der Boden so heiß, dass Hunde sich die Pfoten verbrennen. Deshalb ist es wichtig, nicht über glutheißen Asphalt zu laufen. Gassi gehen sollte man früh und abends, statt um die Mittagszeit und dafür dann eben ein bisschen länger. Auch sind Parks und Wälder angenehmer als eine Runde durch die Häuserschluchten der Stadt. Gibt es Grünstreifen neben dem Fußweg, bevorzugen wir diesen. Im Zweifelsfall kann man als Herrchen/ Frauchen auch den Boden mit der Handfläche berühren.

Für den Hund ist die Asphalttemperatur…:

  • akzeptabel, wenn es an der Handfläche nicht unangenehm warm ist
  • inakzeptabel, wenn es weh tut
  • ganz ganz inakzeptabel, wenn die Hand kleben bleibt oder danach Fäden zieht

 


 

Das war so ziemlich alles, was wir zur Abkühlung tun. Eigentlich nichts besonderes, aber dennoch wirkungsvoll. Übrigens, Lucy und ich legen uns, egal wie warm es ist, trotzdem mitten in die Sonne. Denn Sommer, Sonne und Sonnenschein müssen ausgenutzt werden! 😉

Der Corgi und der heilige Zergel

Es ist Sommer! Während es am Donnerstag, zu Himmelfahrt, noch ziemlich eklig war und wir neidisch die Schönwetterfotos unserer Tante Vivi aus der Schweiz beäugten, wurde es Ende der Woche dann doch noch warm und sonnig!

Freitag bekamen wir Gassibesuch von Nami, dem Corgimädchen. Auf unserer Lieblingswiese machten wir Halt um zu spielen. Dieses Mal hatte ich auch nicht nur das Buddeln im Kopf und jagte sie, ganz Kavallier, über die Wiese.

Nami interessierte sich vor allem für ihren Lieblingszergel und wenn ich diesem zu nah kam, wurde sie grantig. Typisch Weiber! Spielzeug kann mich draußen ja nun nicht so beeindrucken. Mauselöcher schon. Trotzdem fand Nami, dass ich zu ihrem Spieltau mehr Abstand halten sollte.

Wir dackelten und corgelten dann noch eine Runde durch den Wald. Am Fluss machten wir eine erneute Pause um zu planschen. 

Wasserratte Nami war entzückt vom flachen Ufer und wagte sich gleich mutig in die Fluten. Lucy und ich badeten nur ein bisschen die Pfötchen. Den Rückweg über trockneten wir dann wieder und hechelten alle ganz schön, auch die Zweibeiner. Es wurde zunehmend wärmer! 

Wieder zurück machte sich Nami dann mit ihrer Familie wieder auf den Weg und wir bekamen ein schönes kühles Hundeeis. Den restlichen Tag verschlief ich und träumte von flauschigen kleinen Corgimädchen. 

Ein dackeliger Rückblick

 Mein letzter Bericht ist ja schon eine ganze Weile her und das ist allein die Schuld meiner faulen Sekretärin. Nun, eigentlich hat diese gerade kaum Zeit durch ihre Klausuren und verbringt jede übrige Minute damit, uns zu betüdeln, deswegen will ich gar nicht meckern, doch trotzdem freue ich mich schon darauf, wenn sie den letzten Test hinter sich hat und wieder Zeit für die wirklich wichtigen Dinge hat… wie zum Beispiel Lucy und mich! Was aber haben wir denn so erlebt in den letzten, bloglosen Wochen?

Kein Hundewetter

20160423_1603151Der Sommer schien auf die Uhr gesehen zu haben und seine Verspätung bemerkt zu haben und diese durch extreme Hitze wieder gut machen zu wollen. Es war so unendlich heiß in unserer Wohnung unter dem Dach, dass Lucy und ich an den kühlen Fliesen klebten und uns das ein oder andere Häppchen Eis servieren ließen. Zum Gassi hatten wir gar keinen richtigen Bock, so dass Mama  am Morgen und am Abend mit uns lief und am Nachmittag nur kurz mit uns auf die Wiese ging. Trotzdem hechelten wir nach ein paar Metern, denn der Asphalt war für tiefergelegte Hunde wie uns immer noch recht aufgeheizt. Allerdings war es nicht so, dass es so heiß blieb. Als ob jemand an einem An-Aus-Schalter herumspielte, war es mal einen Tag brütend heiß, wie es sich für einen Sommer gehört, nur um am nächsten Tag kühl und regnerisch zu sein, dass der November blass vor Neid geworden wäre. Ich glaube, ich muss nicht sagen, wie unzufrieden Lucy war?

Tiefseemonster- Livekino

img-20131011-wa0002Die Einzigen, die es in unserer Wohnung bei 17°C konstant kühl hatten, waren unsere Mitbewohner im Aquarium. Eigentlich haben wir mit den Seegurken nicht viel zu tun. Wir wissen, sie leben da im Wasser und latschen mal von A nach B, aber wirklich interessant sind die langsamen Tierchen für uns Dackel nun nicht. Allerdings hat Mama bei den beiden Axos das Wasser gewechselt und dazu mussten die beiden „umgetopft“ werden und so beobachteten wir halb neugierig, halb argwöhnisch, was da zappelndes in der Riesentupperdose steckte. Allerdings durften die beiden Axolotl dann nach zwei Tagen, in denen ihr Aquariumwasser ausgetauscht und durchgefiltert worden war, wieder zurück in ihr Zuhause und sind aus Dackelsicht wieder unsichtbar und für uns so uninteressant wie zuvor. Jedoch gingen wir mit einem anderen Haustier auf Tuchfühlung…

Partnerlook

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Mama hatte Geburtstag und ist nun aus Hundesicht ein Greis. Und eigentlich schon lange tot. Aber weil sie zum Glück ein Menschling ist, lebt sie noch und ist noch so fit wie ein Turnschuh… ein Turnschuh, den ich in meiner Zahnwechselphase erwischt habe. Ähem! Ja, also unsere Mama ist ein weiteres Jahr gealtert und dank unseres Onkels, ihrem Bruder, hat Lucy nun ein cooles neues Halsband, das dasselbe Muster hat wie eines von Mamas Kleidern! Mama hat sich sehr gefreut und findet den Partnerlook zu Lucy total toll. Lucy erträgt es mit Würde.

Die Allüren einer alten Dame

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Kyra hatte ebenfalls Geburtstag und wurde zehn Jahre alt. Für eine Katze ist das langsam der Eintritt ins Rentenalter und Kyra entwickelte schon vor ihrem Geburtstag seltsame neue Verhaltensweisen. So wurde ich, als gutaussehender junger Rüde, schnell Zielscheibe ihres Verlangens und wusste gar nicht, was ich davon halten sollte. Nun hat sie eine neue Idee: Versteckspielen. Mal war sie hinter dem Schreibtisch verborgen, mal im Kleiderschrank und am liebsten versteckt sie sich nun unterm Fernseherschrank. Allerdings findet sie es gar nicht toll, wenn wir sie dann entdecken und ihr Versteck verraten. Vielleicht liegt das auch daran, dass wir ein bisschen zu stürmisch für ihren Geschmack sind.

Ansonsten…

… haben wir das Übliche gemacht. Wir haben gebuddelt, waren im Fluss planschen, waren im Wald spazieren und haben den ein oder anderen Trick geübt. Ich hoffe, meine Sekretärin schafft es in nächster Zeit wieder, produktiver zu sein und meine Heldentaten aufzuzeichnen. Bis dahin kau ich noch etwas an meinem Geweih und entspanne mich. Hab ich ja auch dringend nötig.

Bis bald, euer Bud!

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Budige Sommerzeit

Der Sommer vergeht und neigt sich immer mehr dem Herbst zu und ich habe viel zu tun, ihn genügend auszuschöpfen.

Wir waren so zum Beispiel am See und haben dort geplanscht, Mama schwamm mit mir und ich wollte buddeln.

Dann folgten einige Familienfeste, die super aufregend waren, weil da immer einige meiner Lieblingsmenschen herumlaufen, so auch die Eltern von Bruno, die immer spannend nach Labrador duften und die ich deswegen besonders gründlich beschnuppern muss.

Hundemesse

Am Wochenende war ich dann mit meiner Familie wieder auf Achse, es ging nach Leipzig, wo mein Bruderherz wohnt! Als erste Amtshandlung habe ich natürlich überall auf seiner Pipiwiese markiert, dann ging es mit ihm und unseren Eltern zur Hundemesse! Da drinnen wimmelte es von Menschen und Hunden und ich fühlte mich so klein in der großen Halle! Zum Glück hatte ich mir mein Guten-Morgen-Häufchen extra aufgespart um dort ein mächtiges Zeichen zu setzen, wodurch ich mich gleich wieder besser fühlte, aber Mama und Papa regten sich auf und machten es schnell weg. Dabei war ich gar nicht der einzige mit dieser Idee, wozu also der Aufstand?

Zu schnüffeln und zu sehen gab es allerhand. Es gab irre viele Stände mit erlesenen Köstlichkeiten, Spielsachen, Hundemode, Leinen und Geschirre, kurz: alles mögliche, was man sich an Hundezubehör denken kann. Außerdem gab es viele Vorführungen, zum Beispiel dog dancing, Agility, ein Schwimmbecken draußen für Wasserratten und und und. Mein Bruder musste auch mit seiner DTK-Gruppe auf eine Bühne, auf der Hunderassen vorgestellt worden sind. Wir saßen lauschend im Publikum und ich knabberte nebenbei eine Hasenpfote. Viel besser als Popcorn! Es fand auch eine Ausstellung statt, auf der wir unseren Züchter fanden! Es war toll ihn zu treffen, er hat uns gestreichelt und uns Leckerlis gegeben, die wir drei natürlich schnell gefuttert haben. Wir trafen auch eine Bekannte von anderen Ausstellungen wieder. Ich mag sie, sie sagt immer ich soll mehr essen, weil ich so dünn bin. Dabei esse ich schon ziemlich viel.

Von der Messe brachten wir viele leckere Sachen mit heim, ich freu mich schon aufs Schlemmen!

AusbeuteBalduin und sein Papa kamen mit uns und wir spielten noch schön, während die Männer angelten. Mama musste mit drei Dackeln Gassi gehen, aber das war nicht schlimm, wir sind schließlich brav.

Sie blieben auch über Nacht, so dass wir noch gemütlich zu dritt frühstücken konnten und noch einen weiteren Spieltag hatten. Das war super!
Heute waren wir dann noch zum Grillen eingeladen und bekamen natürlich hier und da einen guten Bissen, vor allem ich, der ja zunehmen soll. Danke, liebe Dackelbekannte, danke! 🙂

das ist MamaUnser Platz war natürlich auf dem couchähnlichsten Sitzobjekt bei unserer Mama. Könnt ihr mich sehen? Ich bin im Höhlenmodus!
Unser Onkel kam uns auch einmal besuchen. Er ist Mamas Bruder und ein paar Jahre älter als sie und wir wollten baden gehen. Am See war so viel los, dass Papa gar nicht angeln konnte, was bedeutete, dass er mit mir spielen konnte! Ich entdeckte Schilfrohre, die ein tolles Hundespielzeug abgeben und Papa schleuderte sie bis in den See! Da ich schon vorher kurz planschen war, störte mich das Wasser nicht und ich holte es immer wieder zurück. Mama jubelte mir begeistert zu und ich bin mir sehr sicher, dass ich der gute Junge bin. Lucy beäugte das Wasser skeptisch und blieb lieber an Land, ich schwamm solange, bis mir ganz kalt war. Ich wurde trocken gerubbelt und kuschelte mich an meinen warmen Papa. Mama und ihr Bruder waren nun selbst ins Wasser gestiegen.

Dackel_schwimmt Mama fand es ziemlich kalt und wollte erst gar nicht weiter reingehen, aber ihr Bruder wollte sie dann reinschubsen. Sie schrie laut:“Buddy, Fass! Fass!“ und ich wusste genau, was zu tun war! Mit einem Satz war ich wieder im Wasser und schwamm zu ihr. Sie wollte ja mit mir planschen und hatte mich gerufen. Mama lachte und brachte mich dann wieder ins trockene, wo ich erneut getrocknet und gewärmt wurde. Als Mama sich dann selbst abtrocknete, war sie voller Hundehaare, die standen ihr gut. Sie hatte nicht erwartet, dass ich so beherzt baden gehen würde, deswegen hatte sie nur das eine Handtuch mitgenommen. Tja, hätte sie mal lieber auf den alten Douglas Adams gehört und ein Handtuch für sich selbst eingepackt. Mache ich als Schwimmer nicht eine tolle Figur? Mama sagt, es gäbe nichts ästhetischeres als einen schwimmenden Hund. Außer vielleicht einem essenden Hund.

Ein Sommertag mit meinem Bruder

Hey Leute!
Na, wie war euer Wochenende? Also, mir war in erster Linie zu warm, immerhin hatte die Temperatur die dreißig Grad Marke geknackt. Deswegen machte Mama für uns viel Eis, das wir dann schon zum Frühstück essen durften. Auf die Hitze hätte ich verzichten können, aber das Eis war super! Am Samstag gab es für uns dann noch eine viel bessere Überraschung als Eiscreme: Mein allerbester Freund Balduin!

Dackel trioUnsere Papas fuhren zum Angeln und wir blieben mit unseren Mamas daheim in der kühlen Wohnung. Wir tobten und jagten uns, bis uns die Zungen heraushingen. Diese kühlten wir dann erneut mit Eis.  Am späten Nachmittag machten wir dann noch einen Waldausflug und planschten im Bach. Zuhause mussten wir dann geduscht werden, aber sich im Schlamm zu suhlen, war selbst das Bad wert gewesen. Abends kehrten unsere Papas dann zurück, genauso erschöpft wie wir.  Der nächste Tag lief ähnlich ab: die Männer zogen aus, um Fische zu fangen und wir blieben bei den Mamas. Mir war bewusst, dass es eine wichtige Aufgabe war, der Mann im Haus zu sein, aber ich habe dann doch wieder mehr das Spielen im Kopf gehabt.  Jetzt ist es Abend und ich bin sooo müde vom vielen Spielen, dass ich gleich schnurstracks ins Bett gegangen bin und noch etwas mit meiner Lucy kuschle.

Wollt ihr mal wissen, worauf ein Dackel so richtig abfährt?

P.S.: Mein Geweih teile ich nur mit Lucy und meinem Bruder!