Vom Welpen zum Riesen in sieben Monaten

Was für ein Tag! Heute hatte ich stehohrigen-ringelschwänzigen Besuch! 

Luke , nicht der Jedi, sondern der Shiba Inu-Welpe, ist heute bei mir zu Besuch gewesen. Allerdings, ein Welpe ist er jetzt nicht mehr. Ich hatte ihn viel kleiner in Erinnerung, als ich ihn im Januar kennengelernt hatte. Zuletzt war er einen Kopf kleiner gewesen als ich und nun überragte mich der Kleine sogar. Uff. Oder war ich vielleicht über Nacht geschrumpft? Nein, unmöglich, immerhin kam ich auf zwei Beinen immer noch locker an den Tisch.

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Versammlung der schlimmsten Superschurken

Dies hat natürlich den Vorteil, dass ich nun nicht mehr so vorsichtig sein muss beim Spielen. Nachteil: Luke ist es auch nicht und er ist ein zehn Kilo Energiebündel, das mich mehrmals überrannt hat. Das war selbst MIR, Bud, dem Unbezwingbaren, zu viel. Wir jagten uns rundenweise um den Tisch und sprangen wild übereinander hinweg, dass den Zweibeinern fast schwindelig wurde beim Zusehen. Luke ist mir ziemlich ähnlich, er ist genauso ein Rebell wie ich! Zwei Superschurken, die gemeinsam die Weltherrschaft an sich reißen- hr hr hr!

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Lucy und das Piercing

Lucy war damals ein wenig unsicher gewesen, wie sie den Winzling mit dem flauschigen Babyfell jetzt finden sollte. Immerhin fanden ihn alle so süß! Das gefiel ihr gar nicht, denn sie steht viel lieber selbst im Mittelpunkt. Nun war er zu einem hübschen großen Rüden herangewachsen und auf einmal fand sie ihn viel sympathischer. Pfffh. Is klar Lucy. Aber wenn ICH einmal ner anderen Hündin hinterher schnüffle, dann…!  Lucy war jedoch noch viel verliebter als in Luke in unsere Tante Lisi. Diese ist durch und durch ein Hundemensch und wir waren schon von ihr begeistert, als wir Welpen waren. Besonders fasziniert war Lucy von ihrem Nasenpiercing und versuchte, dieses irgendwie abzulecken. Ich glaube, heute Nacht, wenn Frauchen pennt, kommt Lucy mit dem Tacker und macht unserem Menschling auch so eins.

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Strg C + Strg V

Mit dabei war auch Tante Lisis Welpe, ein Menschenwelpe noch kleiner als mein Kumpel Erik! Ihr könnt euch vorstellen, wie verblüfft ich geguckt hab. Gemacht hat die kleine Miniaturausgabe von Tante Lisi allerdings nicht viel und hat sich nicht mal an Lucys Kläffen gestört. Lucy war (natürlich) erstmal etwas ängstlich, aber der Minion blieb cool und Lucy dann auch. ICH war hellbegeistert und ging immer mal in das Minimenschlingskörbchen gucken, war aber dann zu beschäftigt mit Luke.

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Hoffentlich sehen wir uns bald wieder und bis dahin bastel ich mir ein paar Stelzen! 🙂 Bis dahin muss ich jetzt erstmal ein Schläfchen machen und träume von der Zeit, als das kleine schwarze Fusselgesicht noch zehn Zentimeter tiefer lag als meins.

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Zwei Dackel und ein (Hunde-) Baby

Die meisten meiner Hundefreunde sind größer als Lucy und ich. Außerdem ist auch der Großteil älter als wir. Doch heute trafen wir auf ein Baby! Natürlich hatten wir schon mal den ein oder anderen Welpen gesehen und wissen natürlich, wie das mit den Babys funktioniert. (Hat uns Mama genau erklärt. Ich kann mich allerdings gar nicht daran erinnern, dass mich ein Storch in einem Tuch getragen hat. Aber ich hab‘ ihm bestimmt ein paar Federn ausgerupft.) Wir haben schon mal einen schlaksigen jungen Labrador gesehen und sind auch einmal einem Cane Corso-Welpen begegnet. Dieser war erst ein paar Wochen alt und überragte uns Dackel schon weit! Ich fand den großen Kleinen sehr spannend und hätte nur zu gern gespielt, aber Lucy hat es verbockt, weil sie wieder, ganz der Macho, ein bisschen herum quaken musste. Der gigantische Welpe bekam daraufhin Angst und machte ein Pfützchen, Mama war sauer auf Lucy und wir mussten weitergehen. Ein paar Wochen später trafen wir den kleinen Kerl wieder, nur, dass er da schon kein kleiner Kerl mehr war, sondern ein stolzes sabberndes Schlachtschiff auf vier Pfoten, der zwar perfekt hörte, aber immer noch nicht mit mir spielen wollte. Zumindest hatte er keine Angst mehr vor Terrorgurke Lucy. Heute jedoch kam das Baby extra zu uns, um mit mir zu spielen!

Mit Ringelschwanz und Flauscheohr

Das Hundekind heißt Luke, hat plüschige Stehohren und wirklich unglaublich weiches flauschiges Babyfell. Er wurde von unserer Tante Lisi adoptiert, die uns schon mal gebabysittet hat und die wir total toll finden. Der kleine Racker ist noch ganz klein, soll aber auch noch wachsen und sogar größer werden als ich!

Jetzt allerdings ist er noch deutlichst kleiner und ich wusste erstmal gar nicht, was ich tun sollte. Spielen! Klar! Aber wie? Er war ja so klein und ich so groß, wie ungewohnt! Also biss ich erstmal vor ihm in der Luft herum, um meine tollen Erwachsenenzähne vorzuführen. Luke war erst ganz schüchtern und blieb auf dem sicheren Schoß seiner Mama, doch er taute schnell auf und patschte mit seiner Pfote auf mir herum, sogar voll in mein Gesicht! Er fand uns offenbar ziemlich faszinierend, weil wir so anders aussehen als er. Lucys wedelndes dünnes Schwänzchen und meine langen Schlappohren musste er eingehend studieren und ich beschnüffelte erstmal seine katzenartigen Öhrchen. (So flauschig!) Wir spielten immer ausgelassener miteinander und auch Lucy, die erstmal etwas geschmollt hatte, weil sie nicht selbst das kleine süße Baby war, hatte ab und an Lust auf ein Tänzchen. Sie fand ihn auch interessant, war sich aber noch nicht so ganz sicher, was sie von einem kleinen Welpen halten sollte. Ich dagegen war schon total verliebt in den kleinen Kerl.

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Sagt „Hallo“ zu Luke!

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„So, Luke, und so geht Küsschen geben! Du guckst mir in die Augen – ungefähr so-, spitzt die Lippen und dann…!“

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„Hilfe, die Tante mit der Kamera macht ständig Fotos von mir!“ (Gewöhn‘ dich dran, kleiner Kerl.)

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„Und wenn wir fertig sind mit dem Spielen, können wir dann nochmal Spielen?“

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„Wenn ich erwachsen bin, werde ich sooo groß , viel größer als du!“ „Übertreib’s nicht, Kleiner.“

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„Du siehst voll komisch aus, Onkel Bud.“ „Don’t. Touch. This.“

…Ich freue mich schon auf den nächsten Spieltag, mal sehen, wann mich der kleine Luke in der Größe eingeholt hat!

Wellnesswochenende ohne Eltern

Von den vielen verrückten Dingen, die Zweibeiner so zu tun pflegen, sind ihre Bräuche eines der merkwürdigsten. An einem Tag im Jahr legen sie zum Beispiel Eier in ihren Garten und tun dann so, als wäre es total überraschend, diese genau dort, wo sie die selbst abgelegt haben, wieder zu finden. Ein anderes Mal holen sie einen Baum ins Haus und markieren nicht einmal daran. (Wofür holt man ihn dann rein?!) Ganz zu schweigen von ihrer Tradition, in einer Nacht komische kleine bunte Explosionen am Himmel zu beobachten und darauf mit Sekt anzustoßen. Einen neuen Brauch haben unsere Menschlinge am Wochenende gefeiert, denn da haben die Eltern meines Bruders geheiratet. Meine Eltern waren auch eingeladen und waren den ganzen Tag bis zum nächsten Morgen einfach weg. Und wir?

Hotel Tante Lisi

Mama und Papa brachten uns früh vor der Hochzeit zu unserem Babysitter, den wir noch gut kannten: Es war unsere Tante Lisi! Die Freude sie zu sehen, war riesig. Wir hüpften aufgeregt herum und Lucy begrüßte sie lautstark und dann waren unsere Eltern plötzlich weg. Nur unsere große Reisetasche war dageblieben …und wir.

Tante Lisi machte mit uns erstmal einen tollen Spaziergang und spielte den ganzen Tag ausgiebig mit uns. In der Tasche hatten wir einige unserer wichtigsten Spielzeuge, unser Essen, unser Bettchen, Kekse und ein Kaui, so dass wir sehr beschäftigt waren. Nach all den Spielen und einem großen Spaziergang am Fluss waren wir dann schon ziemlich zufrieden und wir ließen uns auch ausgiebigst kraulen und kuscheln. Die Nacht ohne unsere Menschlinge war schon seltsam. Doch dann war es irgendwann wieder Morgen und eh wir uns versahen, waren Mama und Papa schon wieder da um uns zu holen! Die Zeit bei unserer Tante war schnell vergangen. Noch während der Autofahrt wurden unsere Lider schwerer und schwerer und wir tapsten dann zielsicher ins Bett. Wir wollten nicht mal mit unserer Katze spielen, die im Flur herumstolzierte. So müde waren wir! Mama und Papa waren begeistert, wie gut Tante Lisi für uns gesorgt hat.

Danke nochmal, Tante Lisi! Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder!