Flutsch, aber zum Glück nicht weg

In alten Legenden sind die Blutsauger meistens ziemlich cool. Lange Umhänge, Fangzähne oder wenigstens mit dressierter Spinne. In Echt nerven die kleinen, ekligen Biester einfach nur, die in Wiesen und Wäldern auf ein paar köstliche Tropfen Dackelblut lauern. Schaffen sie es dann sich festzusaugen, enden sie meistens, von einer Zeckenzange herausgedreht und zermatscht, im Klo. Gegen Zecken gibt es in der wunderbaren Welt des Hundezubehörs allerhand Artikel, chemische Spot-ons, Sprays, Bernsteinketten, Tonhalsbänder, … Wir selbst verwenden einfach nur Kokosfett, teils als Futterzugabe (macht auch saubere Zähne) und zur äußerlichen Anwendung auf das Fell. 

Als wir uns entschlossen, den Wald unsicher zu machen, wurden Lucy und ich deshalb großzügig mit Kokosfett eingerieben. Vor allem die beliebten Zeckenplätzchen wie Achseln, Hals und Öhrchen glänzten bald wie Lucys Augen vor dem Würstchenstand. Damit ich auch etwas vom Waldspaziergang habe, lief ich an der Schleppleine und, damit mein zarter Hals nicht unter meinen Sprüngen leiden sollte, natürlich auch am Geschirr. So kam es, dass ich ausgelassen herumhüpfte und in diversen Sträuchern schnüffelte, Mama aber die Schleppleine um die Hand gewickelt hatte. Beim letzten Gebüsch musste ich nochmal zurück und drehte mich um. Mama und Lucy waren weitergelaufen und die Leine spannte sich. Und plötzlich stand ich nackt im Wald! Das Geschirr war über mein flutschiges Fell gerutscht und baumelte nun ohne mich an der Schleppleine. Upps. Mama und ich waren beide erschrocken. Ich beschloss aber, einfach weiter an dem Gebüsch zu schnüffeln. Mein Zweibeiner nutzte die Gelegenheit und zog mir das Geschirr einfach wieder an, nur etwas enger als zuvor. Zum Glück war uns kein Waldbewohner begegnet, sonst wäre ich vielleicht stiften gegangen. Für mich war es keine große Sache gewesen, aber mein Frauchen hatte ganz schön Herzklopfen bekommen. Beim Kokosfett bleiben wir aber trotzdem, denn wir hatten keine einzige Zecke.

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Der Corgi und der heilige Zergel

Es ist Sommer! Während es am Donnerstag, zu Himmelfahrt, noch ziemlich eklig war und wir neidisch die Schönwetterfotos unserer Tante Vivi aus der Schweiz beäugten, wurde es Ende der Woche dann doch noch warm und sonnig!

Freitag bekamen wir Gassibesuch von Nami, dem Corgimädchen. Auf unserer Lieblingswiese machten wir Halt um zu spielen. Dieses Mal hatte ich auch nicht nur das Buddeln im Kopf und jagte sie, ganz Kavallier, über die Wiese.

Nami interessierte sich vor allem für ihren Lieblingszergel und wenn ich diesem zu nah kam, wurde sie grantig. Typisch Weiber! Spielzeug kann mich draußen ja nun nicht so beeindrucken. Mauselöcher schon. Trotzdem fand Nami, dass ich zu ihrem Spieltau mehr Abstand halten sollte.

Wir dackelten und corgelten dann noch eine Runde durch den Wald. Am Fluss machten wir eine erneute Pause um zu planschen. 

Wasserratte Nami war entzückt vom flachen Ufer und wagte sich gleich mutig in die Fluten. Lucy und ich badeten nur ein bisschen die Pfötchen. Den Rückweg über trockneten wir dann wieder und hechelten alle ganz schön, auch die Zweibeiner. Es wurde zunehmend wärmer! 

Wieder zurück machte sich Nami dann mit ihrer Familie wieder auf den Weg und wir bekamen ein schönes kühles Hundeeis. Den restlichen Tag verschlief ich und träumte von flauschigen kleinen Corgimädchen. 

Damenbesuch!

Der Tag fing nicht sehr vielversprechend an. Es nieselte leicht und Lucy und ich waren uns einig: Hundewetter sieht anders aus, vor allem aus Dackelsicht! Also beschlossen wir, den Tag vorsichtshalber auf der Couch zu verschlafen. Doch dann verkündete Mama uns, ganz nebenbei, dass wir jetzt ein Rendezvous haben würden!

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Würstchen unter sich

Unser Date war kein Dackel, aber hatte fast genauso kurze Beinchen wie wir, dafür aber flauschiges Plüschfell und ein fröhliches Grinsen im Gesicht: Nami, der Corgi! Unsere Mamas kennen sich schon seeehr lange, leben aber mittlerweile weit voneinander weg, doch Namis Eltern waren gerade mit ihr hier in Sachsen und so stand fest, dass wir Hunde miteinander spielen sollten!

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Kaum aus der Haustür heraus, begann Lucy schon zu kläffen, denn unsere Verabredung war schon da! Sie kriegte sich kaum mehr ein, fremde Menschlinge und ein fremder Hund, ganz im Ernst, ich dachte, sie platzt noch. Irgendwann war es dann wieder gut, aber hin und wieder musste sich Lucy dennoch Gehör verschaffen. (Weiber!) Ich war dagegen wieder einmal der brave Junge. Guuut, ich wollte vielleicht nicht ganz so Bei Fuß laufen, aber ich war auch echt fasziniert von der unbekannten Hündin mit den großen Öhrchen!

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Wiese, Wald und Würstchenpower!

Unser Ziel war unsere Lieblingswiese und der angrenzende Wald. Pflichtbewusst stürzte ich mich auf meine letzte Grabungsarbeit, die Mama gemeinerweise beim letzten Mal wieder zugeschaufelt hatte, und verbreiterte diese auch gleich noch. Immerhin wollte ich ja Nami beeindrucken! Lucy unterstützte mich halbherzig, war mir aber keine besonders große Hilfe und stand mir eher im Weg herum.

Die beiden Mädels flitzten dann auf der Wiese herum, Lucy traute sich aber so richtig nicht heran. Vielleicht ist sie es einfach nicht gewohnt, mit anderen Mädchen zu spielen, weil wir in unserem Freundeskreis sonst nur Rüden haben… oder sie ist einfach ne kleine Zicke. Nami machte das nichts aus, sie hatte allein beim Herumrennen schon viel Spaß.

Nach einer Weile musste ich wieder mit ansehen, wie mein fieser Menschling mein Buddelloch zuschüttete (könnte ja einer reinfallen), aber es ging dann in den Wald hinein. Dort befand sich ein kleiner Bachlauf, der sich durch den Wald schlängelte und Nami gut gefiel. Sie planschte fröhlich darin herum und freute sich. Balduin wäre bestimmt sofort verliebt gewesen. Wir setzten unsere Runde durch den Wald dann fort, wir schnüffelten und die Menschlinge unterhielten sich über wichtige Dinge (uns). Wieder Zuhause angekommen, mussten Nami und ihre Familie auch schon wieder los. Ich fand sie total cool und muss sie unbedingt eines Tages in die Künste des Buddelns einweihen!

Eine Prinzessin hat Geburtstag!

…Also, genau genommen hat heute ein ganzer Haufen Prinzen und Prinzessinnen Geburtstag, denn der A-Wurf wird heute zwei Jahre alt! (An dieser Stelle: Huhuu, Angel! Alles Guuute!)

Happy birthday tooo yooouu!

Mama ist keine besonders gute Sängerin und weil sie gerade etwas erkältet und heiser ist, klingt ihre Stimme gerade wie die von Marge Simpson (sagt Papa). Trotzdem quietschte sie das klassische Geburtstagsständchen und Lucy ließ es über sich ergehen, immerhin wurde die auditive Folter  das nette Liedchen ja von ihrer Torte begleitet.

Ja, es gab eine „Torte„. Sie bestand aus einem Pansenkern, der in eine runde Form modelliert wurde. Überzogen wurde das Fleisch von Kartoffelbrei und oben drauf, als „Zuckerguss“, kam ein Klacks Quark. Die „Kerzen“ bestanden aus zwei Kaustangen aus gedrehter Rinderhaut. Weil man die Knabberstangen aber nicht anzünden kann, hat Mama zwei rötliche Trockenfleischleckerlis oben drauf gepappt, als Kleber hat sie noch ein bisschen Quark genommen. Die ringförmige Verzierung wurde aus kleinen Leckerlis gebildet. Lucy hat es natürlich geschmeckt, sie hat die Torte schnell aufgestaubsaugert. Für mich gab es übrigens ein ähnliches Mahl, ebenfalls mit Kaustangen und Extraleckerlis. Also, ich finde Geburtstage toll!

Ein aufregender Tag

Weil Lucy ja aber schnell dick wird, bei sooo vielen Leckerchen, mussten die ganzen Kalorien wieder abgelaufen werden und dazu wollten wir eine Geburtstagswaldwanderung machen. Doch vor der Haustür trafen wir gleich auf Nico, unseren neuen Nachbarn. Mama findet den ja mega süß, weil er immer sein Spielzeug herumträgt, aber wehe, ich versuch’s ihm zu mopsen. Nach einem kurzen Freudentänzchen mussten wir aber alle unserer Wege gehen, wir in den Wald und Nico zur Arbeit.

nico

Mama hatte die glorreiche Idee, mal eine neue Route im Wald auszuprobieren. Mit anderen Worten: Wir irrten dann eine ganze Weile kreuz und quer durch den Wald, auf der Suche nach einem Wanderpfad. Schön war es trotzdem, ich hatte so viel zu schnüffeln, dass ich kaum vorwärts kam. Den Weg haben wir dann aber noch gefunden und waren kurz im Fluss, um unsere Pfötchen abzukühlen.

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Zuhause ruhten wir uns erstmal aus, bis Papa nach Hause kam. Dann gab es für Lucy Geschenke! Frechheit! Und ich?! Naja, zumindest war ein getrocknetes Schweineohr für mich drin und in zehn Tagen habe ich dann auch Geburtstag und bekomme meine eigenen Geschenke. Püh.

Mein Highlight des Tages war dann Gassi mit Papa. Wir vier gingen hinunter zur Wiese und Lucy konnte frei durch die Gegend düsen, und ich dieses Mal auch! Papa hat aufgepasst, dass ich nicht weglief, was aber recht leicht war, ich wollte ja eh nur buddeln. Trotzdem war es total toll! Jetzt sind wir voll k.o. und freuen uns schon auf morgen, denn da geht es wieder zum Angeln. Hoffentlich kriege ich dieses Mal einen leckeren Fisch zum Schnabulieren. 🙂

Pawfect day

 Hätte man meine Mama vor drei Jahren gefragt, wie ihr perfekter Tag aussähe, hätte ihre Antwort vermutlich etwas mit einem gewissen Online Rollenspiel und ganz viel Pizza zu tun gehabt. Nun, seit ihr Leben durch uns bereichert wurde, sieht ihre Vorstellung von einem perfekten Tag anders aus. Zwar immer noch voller Pizza, aber dafür ohne Computer, sondern mit Wald und Dackeln.

Meine Vorstellung eines perfekten Tages erlebte ich gestern in der Realität:

Der perfekte Morgen

Leeecker!
Leeecker!

Am Morgen schliefen wir alle zusammen aus, weil Wochenende. Ich liebe es, wenn meine Eltern beide mit mir noch lange kuscheln bevor wir aufstehen und auch Lucy fordert regelrecht ein, dass Mama ihren Bauch krault oder Bubu* macht.

(*Bubu= Anpusten ihres Bauchnabels. Aus unerfindlichen Gründen findet Lucy das total toll und freut sich wie verrückt dabei.)

Nachdem wir noch ein bisschen geschmust haben, sagte Mama schöne Dinge zu mir. („Rausgehen? Gassi? Frühstück? Willst du essen?“) Begeistert sprangen wir aus dem Bett und begrüßten erstmal Kyra, dann gab es das ersehnte Frühstück. Dann folgte ein Morgenspaziergang, ich hob zufriedenstellend oft mein Bein und war guter Dinge. Doch es wurde noch besser! Balduin und seine Eltern waren wieder da und die Freude war groß! Unsere Papas verschwanden dann mit den langen dünnen Stöckchen, mit denen man nicht spielen darf, zum Angeln und Mama und Tante Heidi machten sich einen Smoothie aus Banane und Erdbeeren, von dem wir auch naschen durften. Das war lecker! Ich liebe Smoothies!

Der perfekte Nachmittag

Nachdem wir gespielt hatten und uns davon gerade wieder ein bisschen erholt hatten, packten die Mamas ihre Ausrüstung. Für meine hieß das vorallem Schleppleine, Kekse und Abenteuerrucksack, für Tante Heidi bedeutete es in erster Linie Kamera. Denn Tante Heidi und Mama sind jetzt unter die Hobbyfotografen gegangen. Die Bilder hat übrigens alle Tante Heidi gemacht. (Hallo, Tante Heidi, wenn du das liest! Fühle dich angeleckt!)

Wir tollten über die Wiese, ich war an meiner Schleppleine riss fast alle um, danach durften wir uns kurz am Bach abkühlen. Danach ging es weiter durch den Wald. Hier war es angenehm kühl und es gab viel zu schnuppern. Baldi fand immer wieder ein Stöckchen, das er holen konnte, was eines seiner Lieblingshobbys ist und wir alle hatten riesig Spaß. Wir sahen sogar eine große Gruppe Rehe durch den Wald laufen! Ich war zu weit weg um wirklich viel zu sehen, nur Baldi, der sich null für die Jagd interessiert, war ganz vorne, war aber eher aufs Stöckchen fixiert. Als wir aber an den Bäumen vorbeiliefen, durch die die anmutigen Waldbewohner verschwunden waren, hatte ich lange zu schnüffeln. Außerdem sahen wir direkt auf dem Weg eine Blindschleiche! Mama ließ mich nicht an ihr schnuppern, weil sie mir unterstellte, ich würde sie mir schnappen (würde ich doch nie tun!), aber auch deren Spur roch sehr interessant, wie die Rehspuren. Die Wanderung führte zum Fluss. Dort war das Wasser tief genug zum Baden für uns. Balduin schwamm schon, als wir gerade erst die erste Pfote ins Wasser setzen, denn Schwimmen ist sein Lieblingshobby Nummer Zwei. Ich leistete ihm beim Baden Gesellschaft und auch Lucy wagte sich ins Wasser und wir drei kühlten uns schön ab. Danach ging es dann heimwärts, wir waren alle sehr müde und machten gleich auf der bequemen Couch ein Nickerchen. Unsere Mamas schauten sich die vielen Fotos an, die Tante Heidi gemacht hatte und guckten danach einen Film. Ich schlief zufrieden neben meiner Freundin und meinem Bruder.

Der perfekte Abend

Irgendwann waren unsere Papas wieder da! Und sie hatten uns einen leckeren Fisch mitgebracht! Zuerst machten sich die Menschen über ihr Abendessen her, das Mama in der Zwischenzeit gemacht hatte und von Lucy tatkräftig dabei unterstützt wurde, danach bekamen wir dann unser Essen. Lucy bekam die Hinterflosse, Balduin ein Mittelteil und ich den Teil mit dem Kopf. Es schmeckte super! Die Menschlinge saßen noch eine Weile da, kraulten uns, redeten, aßen Cracker, gaben uns ein paar kleine Stücke davon ab (schmeckte köstlich, eine gute Beilage zum Fisch!) und irgendwann war ich hundemüde. Unsere Tante und unser Onkel wahrscheinlich auch, denn sie fuhren dann mit Baldi heim und wir gingen dann auch ins Bett. Ich krabbelte unter die Decke und kuschelte mich zufrieden an meine Mama, die mich kraulte, bis mir die Augen zufielen. Lucy lag bei Papa und schnarchte bereits. Ich freue mich schon auf das nächste mal.

Iiih , die knutschen!
Iiih , die knutschen!

Auf Schnupperkurs

In unserer Straße leben viele Hunde.

Es gibt da einen kleinen Wuschligen, der immer lauthals seinen Grundbesitz bekundet, einen großen Schäferhund mit tiefer Stimme, einen alten Mann, der immer mit seinem alten Beagle spazieren geht und die nie mit uns spielen mag, ein paar Labrador Retriever, die ich alle total toll finde, ein paar Bolonkas, von denen oft ein ganzes Rudel Gassi geht und die alle laut kläffen, einen Mops namens Tyler und sogar eine Dackelhündin mit langem Fell namens Twitty.

Twittys Besitzer lernten wir kennen, als Mama und Papa gerade Gassi gingen. Er fuhr mit dem Auto vorbei, wurde immer langsamer, hielt dann an und sprang aus dem Wagen. Er kam auf uns zu und fragte zwischen ein paar Ach Gott, nee, ach Gott, ach Gott’s, ob er denn mal streicheln dürften. Mama war ein bisschen erschrocken, aber zum Glück war Papa dabei, der uns alle beschützen kann und der nahm es mit Humor. Der Mann erklärte dann, dass er selbst ein Dackelbesitzer ist und Dackel über alles liebt. Verständlich, nicht wahr? Immer, wenn wir ihn in Zukunft trafen, streichelte er uns und freute sich. Ich werde gern gestreichelt. Wir haben auch schon Kinder getroffen, die auch ganz artig gefragt haben, ob sie uns streicheln dürften. Weil wir uns brav benommen haben, wurden wir gelobt. Ich finde Kinder super! Ich finde eigentlich alles super. Meine Mama sagt, das ist so, weil ich ein Superheld bin.

Wir haben auch einen Ausflug zum Wald gemacht.

Die ganze Strecke war für uns noch zu lang, darum sind wir einen Teil des Weges getragen worden. Im Wald selbst durften wir dann laufen und schnüffeln, das war super!

Es roch nach Laub und ich bin davon überzeugt, auch ein Eichhörnchen gerochen zu haben, aber dann mussten wir auch wieder heim. Ich habe mich zuhause dann gleich auf meinen Papa gekuschelt und ein Nickerchen gemacht.