Das Imperium schlägt zurück!

Karma ist so eine Sache. Wie man in den Wald hineinbellt, schallt es heraus, heißt es so schön. Als Superschurke ist das Karma natürlich schnell im Eimer, aber ich setze dann natürlich auf meine Niedlichkeit und komme meistens heil heraus. Meistens. Dieses Mal jedoch war ich es, der baden ging und nicht Lucy. Wie ihr wisst, habe ich Lucy vor ein paar Wochen in einen Fluss geschubst und vor ein paar Tagen habe ich dafür gesorgt, dass sie gebaden werden musste. Ich wusste ja, dass ich noch mein Fett abbekommen würde dafür, denn das Superschurkenmaß war voll. Ich wusste nur nicht, wann.

Am Samstag hatte Herrchens Uroma Geburtstag und wir waren mit dabei. Da schönstes Sommerwetter war, fand die Feier draußen statt. Im Schatten der Bäume war es angenehm kühl. Lucy genoss die Aufmerksamkeit der älteren Zweibeinerinnen  („Is der süüüß!“), Mama hatte ihr zur Feier des Tages eines der schönsten Halsbänder verpasst und Lucy durfte Erdbeeren naschen. Ich hatte keinen Bock darauf, brav neben den Menschlingen zu hocken, aber ich fand eine gute Stelle zum Buddeln. Zur Erheiterung der Gäste nahm das Loch bald solche Ausmaße an, dass die Oma nun bequem eine neue Pflanze hätte einsetzen können. Alles in allem war der Tag super. Wir wurden von allen Seiten gestreichelt, waren den ganzen Tag mit unseren Zweibeinern unter freiem Himmel, bekamen gute Bissen zugesteckt und konnten beide unseren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen. Allerdings wurde es dann langsam Zeit aufzubrechen. Papa warf nur einen Blick auf meine Pfoten und befand, so könne ich aber nicht ins Auto. Mein Gesicht, einschließlich der Schlappohren, waren erdverkrustet. Die Zähne waren verklebt vom lehmigen Boden. Meine Pfoten waren Klumpen. ICH fand mich super attraktiv und herrschaftlich herausgeputzt. Mama fand, ich sei ein „Dreck-sch-Bud-s“. (Haaaaha. Ich lach mir direkt die Ohren ab.) Und dann schlug das Karma zu!

Bis dato wusste ich noch nicht, was ein Wasserschlauch ist. Das Wasser, das ich kannte, war entweder aus natürlichen Quellen  (Seen, Bäche, Pfützen oder Flüsse zum Lucy Reinschubsen) oder kam drinnen in Näpfen oder aus Wasserhähnen vor. Wenn ich damit gereinigt werden sollte, war das Wasser stets angenehm warm temperiert und ich bekam natürlich eine Shampoomassage und danach einen Keks. Niemals wäre mir in den Sinn gekommen, dass man einen Dackel auf andere Art und Weise waschen könnte. Aber man kann. Papa hielt mich kurz an der Leine in der einen Hand, in der Anderen hielt er den Gartenschlauch. Das Wasser war NICHT warm. Es war kalt! Eiskalt! Und es traf mich genau ins Gesicht, um mir die Erde abzuspülen. Es gab auch keine Shampoomassage, dafür prasselte das Wasser auf mich ein. Entsetzt sprang ich weg, aber es hörte einfach nicht auf! Erst als ich sauber war und mein Fell tropfte, als sei ich eine fette kleine Regenwolke, hörte die Tortur auf. Mama rubbelte mich dann mit einem Handtuch trocken, aber die Schmach ging nicht so einfach von mir ab wie das Wasser. Lucy fand es jedenfalls klasse, sie hatte alles mitangesehen und war froh, nicht selbst Opfer des Gartenschlauchs zu werden. Zuhause krabbelte ich direkt ins Bett und schlief ein. Vielleicht sollte ich doch demnächst ein bisschen besser auf mein Karma achten und ein braver Hund sein. 

…Aber das wäre ja viel zu langweilig. 😉

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“Sommer, Sonne, Sonnenschein – so verschaffst Du Deinem Hund am besten Abkühlung” 

Ich will ja nicht sagen, dass es in unserer Dachgeschosswohnung warm ist, aber Frodo und Sam haben eben geklingelt und wollten hier einen Ring abgeben. Okay, okay, eigentlich war es nur die Post, aber warm ist es trotzdem. MiDoggy hat zur Blogparade

“Sommer, Sonne, Sonnenschein – so verschaffst Du Deinem Hund am besten Abkühlung” 
aufgerufen und gefragt, was unsere Zweibeiner denn gedenken zu tun, um uns Hunde auf eine angenehme Betriebstemperatur herunter zu kühlen. Deswegen verrate ich euch heute unser Cool-Buddy-Programm!

der fantastische bud

1. Dachwohnungs- Struggle

Warme Luft steigt nach oben, das ist ganz physikalisch und logisch. Unter uns ist eine Gaststätte. Über uns ist das Dach, auf das die Sonne draufknallt. Und wir sitzen in der Mitte dieses heißen Sandwiches und garen langsam vor uns hin. Damit es trotzdem einigermaßen kühl bleibt, lüften die Menschlinge morgens und abends ordentlich durch, wenn die Luft kühler ist. Tagsüber werden die Fenster dann geschlossen und mit Decken verhängt. (Wer keine Rollläden hat, entwickelt mit steigenden Temperaturen eine gewisse Kreativität.) Für uns Hunde ist das ganz nett, aber noch nicht besonders spannend. Der nächste Punkt wird da schon besser!

2. Selbstgemachtes Hundeeis

Hundeeis klingt immer so speziell, dabei ist es gar kein großer Aufwand. Wir essen am liebsten einfaches Bananeneis, das man auch gut variieren kann.

Man braucht dazu:

  • Eine Banane
  • Joghurt
  • Beliebige andere Früchte wie Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, …
  • Eine Eiswürfelform

Aus dem gesunden Zeugs und dem Joghurt macht man einen schönen homogenen Brei. Die anderen Früchte sollte man ebenfalls pürieren, denn Hunde können in ihrer Verdauung keine pflanzlichen Zellwände aufspalten. Heißt auf deutsch, so wie es reingeht, … Ihr wisst schon, was ich meine.

Den Brei kann man einfach mit unter den anderen Brei mischen, aber wenn der Schönheitssinn mit dem Frauchen durchgeht, kommt der Brei2 auf Brei1 und bildet eine hübsche zweite Schicht. (MIR  ist das natürlich Wurst. Hauptsache essbar. Zweifarbiges Eis, einfarbiges Eis, buntes Eis, Katzenkotze, alles dasselbe.)

Egal in welcher Form, das Breiige muss ins Eckige. Für kleine Hunde wie Dackel reicht eine übliche Eiswürfelform. Kälteresistente Cakepopformen sind ein bisschen größer und eignen sich für Hunde, die größer sind als wir. Zur Not tun es aber auch leere Joghurtbecher. Als Eisstiel kann man dann auch Knabberstangen in das Eis stecken. Ist das Eis gefroren, kann es (endlich!) serviert werden. Lucy schleckt ihren Eiswürfel immer ganz langsam und voller Genuss. Staubsauger Bud frisst das Eis einfach auf. Nicht alle Hunde vertragen Hundeeis, aber wir hatten damit noch nie Probleme.

3. Warum sich Melonen lohnen

Flüssigkeitsaufnahme ist besonders in den sommerlichen Temperaturen sehr wichtig, für uns, für die Zweibeiner, für die Katze und die Axolotl… nun, die sitzen ja eh immer im Wasser. Da wir gebarft werden, nehmen wir schon viel Flüssigkeit durch das rohe Fleisch auf. Allerdings bedeutet das, dass wir nicht viel Wasser zusätzlich trinken. Wasser im Napf! Pffft! Stinkendes Seewasser wäre ja wenigstens noch ein bisschen schmackhaft, aber Leitungswasser ist nicht so der Bringer. Melone dagegen schmeckt und enthält viel Flüssigkeit. Lucy steht total auf Melone, am liebsten den innersten Teil, der am süßesten schmeckt.

Aufgepasst! Es dauert nicht lange, bis die ganze Flüssigkeit wieder heraus in die Freiheit will! Gerade bei kleinen Hunden mit einer mikroskopisch kleinen Blase dauert es ungefähr eine halbe Stunde und dann muss man mal für kleine Minidackel. Ich will ja nicht spoilern, was sonst passiert, aber ein Wischmob spielt dabei eine große Rolle.

4. Planschen gehen

Frauchen hatte sich immer gewünscht, dass ihr Hund jeden Mist mit ihr macht und auch mit ihr schwimmen geht. Tja. Enttäuschungen gehören zum Leben. Ich habe mir auch immer gewünscht, der größte Hund in der Stadt zu sein. Wasser ist, wie ihr wisst, nicht unser Element. Nass werden mögen wir absolut nicht. Jedoch gehen wir an heißen Tagen oft an Bäche und Flüsse hier in der Gegend und manchmal machen wir auch dem Frauchen die Freude und baden mal kurz unsere Pfötchen. Damit wir wirklich mal bis zum Bauch reingehen (das ist bei uns nicht wesentlich mehr ins Wasser hinein), muss es schon richtig, richtig warm sein. So mit Lava und so. Apropos Lava…

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5. The ground is Lava!

Manchmal wird der Boden so heiß, dass Hunde sich die Pfoten verbrennen. Deshalb ist es wichtig, nicht über glutheißen Asphalt zu laufen. Gassi gehen sollte man früh und abends, statt um die Mittagszeit und dafür dann eben ein bisschen länger. Auch sind Parks und Wälder angenehmer als eine Runde durch die Häuserschluchten der Stadt. Gibt es Grünstreifen neben dem Fußweg, bevorzugen wir diesen. Im Zweifelsfall kann man als Herrchen/ Frauchen auch den Boden mit der Handfläche berühren.

Für den Hund ist die Asphalttemperatur…:

  • akzeptabel, wenn es an der Handfläche nicht unangenehm warm ist
  • inakzeptabel, wenn es weh tut
  • ganz ganz inakzeptabel, wenn die Hand kleben bleibt oder danach Fäden zieht

 


 

Das war so ziemlich alles, was wir zur Abkühlung tun. Eigentlich nichts besonderes, aber dennoch wirkungsvoll. Übrigens, Lucy und ich legen uns, egal wie warm es ist, trotzdem mitten in die Sonne. Denn Sommer, Sonne und Sonnenschein müssen ausgenutzt werden! 😉

Der Dackel und sein Hüftschwung

Die nächsten Tage lebe ich in Angst. Angst vor der Rache der Lucy. Bestimmt zwickt sie mich wieder in meine privatesten Bereiche! Aber lasst mich von vorn anfangen:

Es war Freitag, es war ein schöner sommerlicher Tag und er hatte gut begonnen. Mama hat uns für den MiDoggy Trick Challenge angemeldet, das heißt, sieben Tage lang meistern wir sieben Tricks. Gestern ging es mit Highfive los, was wir aber schon können und heute lernten wir, die Pfötchen auf ihren Arm zu legen. Genau das war unsere Morgenaufgabe und ich war ziemlich zufrieden. Ich hatte schnell verstanden, was ich tun sollte und ordentlich viele Hundekekse verspeist.

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Als dann unsere Eltern die Angeltasche holten, war mein Tag eigentlich schon perfekt. Am Flussufer war es erstaunlich zivilisiert, statt mannshohe Brennnesselgebüsche befanden sich hier ein Kinderspielplatz und eine Bootsanlegestelle und dementsprechend viele Menschen wuselten hier herum. Zwei davon kannte ich: Oma Mella und Opa Niels!

Hundeblog dackel buddelt

Hundeblog dackel angeln hund männchen machender fantastische bud Hundeblog dackel angeln

Die Zweibeiner setzten sich an das Ufer, das in Form von Treppenstufen zum Wasser hin abfiel. Ich widmete mich erstmal äußert wichtigen Maulwurfslochgrabungsarbeiten. Nur, wenn die Zweibeiner etwas aßen, ein Entenpaar an uns vorbei paddelte oder die Wellen von den Fähren gegen das Ufer klatschten, schaute ich aus dem Erdreich auf. Lucy klebte dagegen die ganze Zeit an den Menschlingen und bettelte um einen guten Bissen.

Hundeblog dackel angeln

Es bissen auch viele Fische an, aber fressen durfte ich nicht einen einzigen. Alle wurden wieder freigelassen! Als ich gerade mit auf der Treppe saß und ich Lucy ganz unten am Wasser sitzen sah, überkam mich der Schalk.

Hundeblog dackel angeln bud

Ich sprang herunter zu ihr, holte aus und schubste sie mit einem perfekten Hulahulahüftschwung in den Fluss. Opa reagierte blitzschnell und zog Lucy an der Leine, die er gehalten hatte, wieder aus dem Wasser. Lucy war tropfnass und ihr Geschirr war vollgesogen wie ein Schwamm. Mama hatte in weiser Voraussicht ein Handtuch eingepackt und trocknete den klitschnassen Dackel ab. Lucy zitterte noch eine Weile, trocknete aber wieder, bevor es nach Hause ging. Allerdings bekam ich noch ziemlich vernichtende Blicke aus ihren Augen. Für die nächsten Tage ist also Einschleimen angesagt!

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Angeln vorm Sonnenaufgang

Der frühe Wurm fängt den Fisch!

Es war noch dunkel, als mein verrückter Menschling schon aufstand, sich anzog und das Frühstück auftischte. Ich lag noch warm und zufrieden unter der Bettdecke und gedachte auch nicht, etwas an diesem Zustand zu ändern. Lucy dagegen hatte das Napfgeklapper schon gehört und war diesem sofort auf den Grund gegangen. So kam es, dass sie schon mit vollen Backen kaute, als ich gerade erst in die Küche tapste. Frechheit. Bevor ich wusste, wie mir geschah, saß ich auch schon im Abenteuermobil. Dort schlief ich fast wieder ein, bis wir anhielten. Onkel Felix, Tante Heidi und Balduin warteten schon auf uns- an einem großen See! Die Sonne ging gerade erst auf und tauchte alles in weiches, rosafarbenes Licht.

Angeln mit dackel hundAngeln mit dackel hund hundeblog

Hundeblog

Wo bin ich? Das ist nicht mein Bett!

Die Zweibeiner errichteten schnell ihr Lager und stellten ihre Angeln auf, denn in der Dämmerung, so behaupteten sie, wären die Fische besonders aktiv. Lucy war jedenfalls alles andere als aktiv, nachdem sie Mamas Fotodurst für’s Erste gestillt hatte, schlief sie auf dem Menschlings-Schoß unter einer Decke noch ein Weilchen. Ich dagegen war nun vollkommen wach, die kühle, feuchte Morgenluft duftete nach Abenteuern und Enten, die ihre Kreise auf dem See zogen und unerreichbar fern in all ihrer Appetitlichkeit auf mich warteten als eine ferne Versuchung. Doch die Enten waren schnell vergessen. Balduin sprang um mich herum und wollte spielen, aber ich stellte fest, dass es unserer Umgebung ziemlich an Löchern mangelte. Und das musste ich, Bud, der Buddelingenieur, schnell ändern!

Auf den Tisch kommt heut ein Fisch

Unser erstes Frühstück war dann schon eine Weile her und durch die Anstrengungen des Mauselöcher Ausgrabens knurrte mein Magen. Es war höchste Zeit für die nächste Mahlzeit!

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Zum Glück für mich dauerte es wirklich nicht lange und die Angelruten wackelten. Ein Fisch! Ich leckte mir das Mäulchen. Normalerweise setzen Papa und Onkel Felix alle Fische wieder ins Wasser zurück, aber da wir heute den ganzen Tag hier bleiben würden, war ausgemacht, dass wir Hunde auch einen gesunden, frischen Snack bekommen sollten.

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Die Menschlinge selbst aßen keinen frischen Fisch, was mich sehr wundert. Sie jagen Essen, bewundern es und lassen es wieder frei! Ich denke, sie wissen gar nicht, dass sie es ganz falsch machen. Zum Glück hatten sie sich genug Essen mitgebracht. Logisch, dass wir immer dort warteten, wo gegessen wurde! Und jedes Mal, wenn Papa gerade essen wollte, biss ein Fisch an. Leider hat er aber das Sandwich nicht auf seinem Platz vergessen. Wir hätten uns gut darum gekümmert.

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Fischlein, Fischlein, hüpf schnell in mein Maul hinein!

Wenn ich nicht gerade buddelte und die Angler mit frischen Regenwürmern versorgte (was einer der vielen Vorteile von einem Dackel als Anglerhund ist), spielten wir miteinander. Während Lucy und ich uns eher für das Erdreich interessierten und uns allmählich in Schlammschweine verwandelten (wie Mama es nannte), konnte Balduin sich gar nicht sattsehen am Wasser. Er hätte wohl am liebsten die Köder wieder herausapportiert, musste sich aber damit begnügen, sehnsüchtig hinterher zu blicken, wenn die Angel ausgeworfen wurde. Besonders der Steg hatte es ihm angetan, denn von dort aus hatte er einen Logenplatz. Lucy und ich trauten uns nicht so richtig auf das Metallgitter, Balduin aber lief fröhlich darauf herum. So kam es, dass er von ganz Nahem beobachten konnte, wie mein Papa einen dicken Fisch an Land holte. Das war Kino, live!

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Onkel Felix und Papa haben viele Fische gefangen und auch Tante Heidi, die seit kurzem auch ihren Angelschein gemacht hat, ging nicht als Schneider nach Hause. So hatten die drei Angler eine schöne Ausbeute, auch wenn bis auf unseren Frühstücksfisch alle Fische wieder freigelassen wurden, und auch Mama war zufrieden mit den vielen Fotos, die sie von den Anglern und uns Dackeln geknipst hatte.

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Schlammschwein Bud

Schlamm ist bekanntermaßen gut für zarte Gesichtshaut und ich habe demnach die zarteste Haut weit und breit. Durch die gleichmäßige braune Farbe sah ich gleich ganz anders aus, weil meine typische Dackelzeichnung nun kaum mehr zu erkennen war! Mein Gesicht, meine Ohren und meine Pfötchen waren dick mit Matsch eingecremt. Papa beäugte meine Gesichtsmaske skeptisch, denn ich musste ja mit dem Abenteuermobil auch wieder nach Hause und Papa liebt sein Abenteuermobil. Doch bis wir am späten Nachmittag aufbrachen, war schon der meiste Teil des Schlamms getrocknet und abgebröckelt. Ich dachte, ich sei aus dem Schneider. Doch kaum daheim angekommen, wurde ich auch schon gebaden. Mit Shampoo!!! SO hatte ich mir das nicht vorgestellt. Wenigstens musste Lucy auch dran glauben. Normalerweise springen wir nach dem Baden wie zwei Flummis herum, aber wir waren sooo müde! Ich war froh, dass ich gleich in mein Bettchen krabbeln konnte und träumte von leckeren Fischen und Mauselöchern. Trotz dem überflüssigen Bad war es ein schöner Tag gewesen.

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Auf den Tisch kommt heut ein Fisch!

Nach Lucys Geburtstag hätte ich gut zur Erholung so ein, zwei Tage auf dem Sofa schlafen können, doch die Menschlinge hatten andere Pläne. Als ehemalige Jäger und Sammler haben sie eben ihre Bedürfnisse und damit sie ihren natürlichen Jagdtrieb mal ausleben können, gingen wir angeln. Onkel Felix war auch dabei, meine Tante Heidi und mein Bruderherz hatten keine Zeit. Naja, mehr Fisch für mich! Wir waren dieses Mal nicht an dem See in unserer Kleinstadt, sondern sind mit dem Abenteuermobil ein Stück gefahren. Dieser See ist größer und liegt hinter einer Naturstation. Menschenwelpen können dort wichtige Dinge über die Natur lernen und basteln, zumindest behauptet das Mama, die dort als Welpe wohl gewesen ist. (Trotzdem kann sie weder Eichhörnchen jagen noch Pflanzen auseinanderhalten, ein hoffnungsloser Fall.) Ich widmete mich gleich wieder wichtigen Studien über die Beschaffenheit von Mauselöchern.

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Die Menschlinge waren sehr beschäftigt damit, auf ihre Angelruten zu glotzen und im Sonnenschein zu sitzen. Dort wurde es ganz schön warm! Onkel Felix hatte zumindest einen großen Schirm dabei, unter dem ich mich dann und wann verzog, wenn ich vom Buddeln genug hatte. Lucy flitzte herum, schaute sich überall ein bisschen um und scharwenzelte um die Zweibeiner, immer in der Hoffnung auf einen guten Bissen.

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Und den gab es dann! Allerdings für mich! Papa erlöste einen unglücklich gehakten Barsch an Ort und Stelle und den kredenzte ich genüsslich. Eingefrorenen Fisch finde ich ja voll eklig, das hatte ich, glaube ich, schon mal erwähnt. Frisch gefangen und noch nach Seewasser duftend, schmeckt mir Fisch dagegen gut. So gut, dass ich jedes Mal, wenn Papa oder Felix einen Fisch wieder in die Freiheit entließen, jammerte. Das war mein Essen! Wieso lässt du es frei? Den wollte ich haaabeeeeen!

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Alles in allem war der Tag trotzdem toll. Wir waren alle zusammen draußen, ich durfte buddeln, Lucy durfte flitzen, ich aß zumindest einen Fisch und eine undefinierte Zahl an Keksen und roch viele aufregende Gerüche. Zuhause erwartete uns noch eine tolle Überraschung von unserer Tante Vivi, die Lucy ein Geburtstagsgeschenk geschickt hatte. Da waren tolle Spielsachen drin und Köstlichkeiten, von denen wir dann auch gleich eins naschen durften. So hatten wir nach einem tollen Tag noch einen genauso tollen Ausklang.

 

Der Dackel und der Sommer

Wahrscheinlich hat der Sommer neulich gehört, wie ich über ihn gelästert habe und jetzt hat er den Ofen so richtig angeheizt. Es sind um die dreißig Grad und mein Fell schmilzt, da bin ich mir ziemlich sicher. Wir leben ja in einer Dachgeschosswohnung…mehr muss ich eigentlich gar nicht sagen, oder? Allerdings halte ich die Hitze ganz gekonnt aus, schließlich bin ich ein Dackel mit gutem Personal!

Bud, der Angler

Verratet es bitte keinem, aber eigentlich habe ich gar keinen Angelschein! Den hat nur mein Papa, aber ich habe natürlich ganz brav geholfen. Ich habe die Ruten bewacht und in der Erde nach frischen Wurmködern gebuddelt. (Mein Papa hatte zwar schon welche dabei, aber man weiß ja nie.) Wir waren wieder an der Zschopau, weil Mama dort auf unserer Wanderung neulich viele Fische vom Ufer aus erspäht hatte. Dieses Ufer hatte eine ganz schöne Hanglage, was mir beim Buddeln sehr zugute kam: All die Erde rutschte einfach herunter und machte aus meinen Grabungsarbeiten ein Kinderspiel. Lucy hatte mehr Interesse an Papas Angelei. Sie schwirrte ständig den Hang hoch und wieder herunter und war sehr fasziniert von den großen Wellen, die ans Ufer schlugen, wenn ein Boot vorbeifuhr. Und das waren ganz schön viele!

Angel dackel

Wahrscheinlich hat unsere Anwesenheit Papa Anglerglück gebracht, denn er fing ganz viele Fische. Frisch mag ich Fische ganz gern, eingefroren esse ich sie nur noch püriert und auch nicht so begeistert. Zu meinem Unverständnis setzte Papa alle Fischlein wieder zurück in den Fluss und ich konnte keinen einzigen essen! (Jaaa, ich weiß ja, das Tiefkühlfach ist noch voller Fisch, aber … bäääh!) Mamas Bruder war auch dabei und wir gingen auch ein Stück im Wald spazieren. Nahe des Flusses war es unter dem Laubdach herrlich kühl. Leider hat Lucy dann irgendwas in die Brust gestochen und es schwoll gleich zu einem riesigen Pflatschen* an. Die Schwellung hatte die Form eines Donuts, also ringförmig, und war so groß wie ein 1€- Stück, also für Minihundmaße schon ziemlich groß. Lucy war den ganzen restlichen Abend ganz kningelig und kläffte genervt herum.

* Pflatschen: so nennt man in Sachsen eine große Schwellung, meistens im Zusammenhang mit Mückenstichen

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Hundeeis

Am nächsten Tag konnten wir, wegen Lucys noch nicht ganz verschorften Wunde, nicht baden gehen. Sooo wasserbegeistert sind Lucy und ich ja eh nicht, aber in diesen tropischen Temperaturen bequemt sich auch ein Dackel mal, seinem Schicksal ergeben, ins Wasser. Zumindest mit den Füßchen. Bis zu dem Bauch ins Wasser gehen, findet gerade Lucy echt eklig und bei ihrer Höhe ist jede Welle schon auf Bauchhöhe. Damit wir aber unter der Wärme nicht so sehr leiden, machte Mama heute ein köstliches Hundeeis. 

Man nehme:

  • eine Schüssel reifer Blaubeeren oder einem anderen hundeverträglichen Obst
  • Joghurt
  • einen essbaren Eisstiel, wie z.B. Kaustangen oder Knabberrollen
  • einen kleinen Becher, den man einfrieren kann
  • einen Menschling, der das Eis zubereitet

Der Menschling sollte das Obst unbedingt pürieren, da uns Hunden das Enzym fehlt, um pflanzliche Zellwände aufzuspalten. (Sonst kommen die Beerchen im Ganzen wieder heraus.) Danach vermischt man den Joghurt mit dem Obstbrei, bei Hunden, die Probleme mit Milchprodukten haben, sollte man laktosefreien Joghurt nehmen. Das Gemisch kommt in das Eisförmchen, oben rein kommt ein Kaui als Stiel. Nach zwei bis vier Stunden im Gefrierfach ist das Hundeeis fertig und kann direkt ins Hundemaul.

Uns schmeckte das Eis gut und lenkte sogar etwas von der Hitze ab.

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Sommer, See und Schnüffelei

Am Wochenende besuchte uns endlich wieder Balduin mit seinen Eltern. Es war lange her, dass wir uns gesehen hatten, für mich fühlte es sich bereits wie eine Ewigkeit an. Darum freute ich mich wie verrückt und wir spielten ausgelassen zusammen. Doch unser Glück wurde sogar noch größer: Die Papas schnappten sich ihre Angeln und die Mamas leinten uns an. Aaabenteuer!

Bruder

Die Reise führte uns zu dem See, an dem Onkel Felix und Papa am liebsten angelten. Wir schauten erst ein wenig zu, aber Balduin, der eine echte Wasserratte ist, konnte nicht ertragen, dass er nicht in der Nähe der Angelhaken schwimmen durfte. Weil er sich dann ziemlich aufregte, gingen wir ein Stück vom Wasser weg. Dort gab es eh etwas viel besseres als den See: Mauselöcher! Balduin ist zwar kein so großer Buddelenthusiast wie ich, grub aber dann doch fleißig mit und ließ sich etwas ablenken. Ich war rundum zufrieden. Balduin da! Buddeln! Action!

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Mama machte natürlich wieder die gaaanze Zeit Fotos, aber zum Glück nicht nur von mir, obwohl ich natürlich das schönste Motiv war. Die Männer waren unterdessen nicht faul, mein Papa hatte bald schon einen Fisch an der Angel! Der lustigste Fang „biss“ bei Onkel Felix an, ein großer Sockenfisch der Gattung Baumwolle.

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Als wir den See langsam umrundeten, stieg mir ein bekannter Geruch in die Nase: Finn! Der war vor kurzem auch an diesem See, genau auf diesem Baum, an dem ich auch sofort hochgeklettert bin. Aber so sehr ich auch versuchte, ihn durch extremes Schnüffeln durch die Nasenlöcher herzusaugen, außer seinem Geruch gab es keine Spur von Finn. Naja, zumindest hatte ich ja mein Bruderherz!

 

Ein dackeliger Rückblick

 Mein letzter Bericht ist ja schon eine ganze Weile her und das ist allein die Schuld meiner faulen Sekretärin. Nun, eigentlich hat diese gerade kaum Zeit durch ihre Klausuren und verbringt jede übrige Minute damit, uns zu betüdeln, deswegen will ich gar nicht meckern, doch trotzdem freue ich mich schon darauf, wenn sie den letzten Test hinter sich hat und wieder Zeit für die wirklich wichtigen Dinge hat… wie zum Beispiel Lucy und mich! Was aber haben wir denn so erlebt in den letzten, bloglosen Wochen?

Kein Hundewetter

20160423_1603151Der Sommer schien auf die Uhr gesehen zu haben und seine Verspätung bemerkt zu haben und diese durch extreme Hitze wieder gut machen zu wollen. Es war so unendlich heiß in unserer Wohnung unter dem Dach, dass Lucy und ich an den kühlen Fliesen klebten und uns das ein oder andere Häppchen Eis servieren ließen. Zum Gassi hatten wir gar keinen richtigen Bock, so dass Mama  am Morgen und am Abend mit uns lief und am Nachmittag nur kurz mit uns auf die Wiese ging. Trotzdem hechelten wir nach ein paar Metern, denn der Asphalt war für tiefergelegte Hunde wie uns immer noch recht aufgeheizt. Allerdings war es nicht so, dass es so heiß blieb. Als ob jemand an einem An-Aus-Schalter herumspielte, war es mal einen Tag brütend heiß, wie es sich für einen Sommer gehört, nur um am nächsten Tag kühl und regnerisch zu sein, dass der November blass vor Neid geworden wäre. Ich glaube, ich muss nicht sagen, wie unzufrieden Lucy war?

Tiefseemonster- Livekino

img-20131011-wa0002Die Einzigen, die es in unserer Wohnung bei 17°C konstant kühl hatten, waren unsere Mitbewohner im Aquarium. Eigentlich haben wir mit den Seegurken nicht viel zu tun. Wir wissen, sie leben da im Wasser und latschen mal von A nach B, aber wirklich interessant sind die langsamen Tierchen für uns Dackel nun nicht. Allerdings hat Mama bei den beiden Axos das Wasser gewechselt und dazu mussten die beiden „umgetopft“ werden und so beobachteten wir halb neugierig, halb argwöhnisch, was da zappelndes in der Riesentupperdose steckte. Allerdings durften die beiden Axolotl dann nach zwei Tagen, in denen ihr Aquariumwasser ausgetauscht und durchgefiltert worden war, wieder zurück in ihr Zuhause und sind aus Dackelsicht wieder unsichtbar und für uns so uninteressant wie zuvor. Jedoch gingen wir mit einem anderen Haustier auf Tuchfühlung…

Partnerlook

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Mama hatte Geburtstag und ist nun aus Hundesicht ein Greis. Und eigentlich schon lange tot. Aber weil sie zum Glück ein Menschling ist, lebt sie noch und ist noch so fit wie ein Turnschuh… ein Turnschuh, den ich in meiner Zahnwechselphase erwischt habe. Ähem! Ja, also unsere Mama ist ein weiteres Jahr gealtert und dank unseres Onkels, ihrem Bruder, hat Lucy nun ein cooles neues Halsband, das dasselbe Muster hat wie eines von Mamas Kleidern! Mama hat sich sehr gefreut und findet den Partnerlook zu Lucy total toll. Lucy erträgt es mit Würde.

Die Allüren einer alten Dame

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Kyra hatte ebenfalls Geburtstag und wurde zehn Jahre alt. Für eine Katze ist das langsam der Eintritt ins Rentenalter und Kyra entwickelte schon vor ihrem Geburtstag seltsame neue Verhaltensweisen. So wurde ich, als gutaussehender junger Rüde, schnell Zielscheibe ihres Verlangens und wusste gar nicht, was ich davon halten sollte. Nun hat sie eine neue Idee: Versteckspielen. Mal war sie hinter dem Schreibtisch verborgen, mal im Kleiderschrank und am liebsten versteckt sie sich nun unterm Fernseherschrank. Allerdings findet sie es gar nicht toll, wenn wir sie dann entdecken und ihr Versteck verraten. Vielleicht liegt das auch daran, dass wir ein bisschen zu stürmisch für ihren Geschmack sind.

Ansonsten…

… haben wir das Übliche gemacht. Wir haben gebuddelt, waren im Fluss planschen, waren im Wald spazieren und haben den ein oder anderen Trick geübt. Ich hoffe, meine Sekretärin schafft es in nächster Zeit wieder, produktiver zu sein und meine Heldentaten aufzuzeichnen. Bis dahin kau ich noch etwas an meinem Geweih und entspanne mich. Hab ich ja auch dringend nötig.

Bis bald, euer Bud!

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Seehunde

Was Labradore wollen 

Letzte Woche war unser großer Kumpel Finn mit uns auf einem Badeausflug! Es war lange her, dass wir unseren Freund getroffen hatten und dementsprechend aufgeregt waren wir. Mama hatte ihre Kamera mitgeschleppt um unser Wiedersehen festzuhalten. Am See war durch die Schulferien viel los, für normale Verhältnisse. Wir kamen auf dem Weg zu unserer Lieblingsbadestelle an einer Familie mit Kindern vorbei, die natürlich sofort lautstark ihre Entdeckung („Hundeee!“) bekanntgaben. Lucy beäugte kurz die zu klein geratenen Menschlinge, entschied sich aber gegen das Bellen. Es gab ja auch gerade wichtigeres: Finn! Der war  natürlich voll in seinem Element. Sein Frauchen hatte extra seinen Dummy mitgebracht, den Finn begeistert aus dem See holte. Der Angler nebenan war über unser Planschen nicht ganz so erfreut, aber wir waren nicht die einzigen Badegäste, die ihre Bahnen in grünem Tümpelwasser zogen. Ich war nur ganz kurz im Wasser und Lucy hat zumindest ein Pfötchen reingestippt, lieber wollte ich buddeln und Lucy hatte mehr Spaß daran, mit Finn zu toben und ihre Neugierdsnase in die Futtertasche von Finns Mama zu stecken. Mama musste natürlich auch noch unbedingt ihren neusten Trick vorführen, den ich ihr beigebracht habe: ich stelle meine Vorderpfoten auf ihre Füße und wir  laufen watscheln zusammen.

Wir spielten und tobten bis zum Nachmittag und hatten jede Menge Spaß. Wir waren nach dem Ausflug sehr geschafft und mussten erstmal ein ausgiebiges Schläfchen machen. Zum Glück hatten wir das gute Wetter genutzt, denn danach regnete es ständig und wir wurden das ein oder andere Mal klitschnass.

Von See zu See

Nun hatte unser Papa nach einer harten Arbeitswoche eine Ablenkung bitter nötig, deswegen standen wir früh auf und fuhren zu einem See, allerdings ein Anderer als der, an dem wir mit Finn gewesen waren. Ich konnte es gar nicht begreifen, warum ich mein warmes Bett sooo früh verlassen sollte und bin im Auto immer wieder eingenickt, doch als ich meinen Bruder Baldi sah, war ich sofort hellwach! Für den Geschmack der Zweibeiner etwas zu wach, so dass Mama uns genervt schnappte und erstmal eine Gassirunde mit uns ging, damit wir uns beruhigten. Doch meine Aufregung hatte nur ein wenig abgenommen. Unterwegs hatten wir einen Hasenbau und Rehspuren gesehen, die mich gleich in eine andere Richtung aufgeregt machten. Mein Gehüpfe ging solange weiter, bis Papa die Idee bekam, mich an den Schirmständer, der in die Erde gerammt wurde, zu binden. Dort schnüffelte ich in meinem Radius und zerrte zumindest nicht mehr an Mamas morschen Knochen.

Lucy war währenddessen voll in ihrem Element. Sie schwirrte wie eine Fliege um die Menschlinge, beäugte die Angelruten, steckte ihre Nase in Ködereimer, holte sich hier und da Krauler ab und genoss es, frei herum zu hoppeln.

Mein Bruder hatte Lust, Stöckchen zu holen. Er ist ein bisschen wie Finn, was das angeht. Kann nur zufriedenstellend buddeln, aber apportiert für sein Leben gern. Er saß ständig zu Füßen der Wurfmaschinen und hoffte darauf, dass diese mit ihm spielten. Doch leider begann es um die Mittagszeit, die uns früh Aufgestandenen bereits wie Nachmittag vorkam, zu regnen und es hörte immer nur kurz damit auf. Dank unserer großen Schirme hatten wir es einigermaßen trocken und kuschelig auf Mamas Schoß unter einer Decke, aber für die beiden Angler war das Einholen ihrer Ruten nun ziemlich nass.

Ich dachte eigentlich, noch nasser könnte ich nicht mehr werden, aber als wir abends heimkamen, badete uns Mama dann noch! Frechheit! Der Schlamm im Fell war ein Souvenir!

Badespaß mit Finn

Heute war ein toller Tag! Dabei fing er für uns Hunde damit an, dass schon früh die Temperatur unaufhaltsam anstieg und wir schon auf unserem Morgenspaziergang die Zungen heraushingen. Eigentlich hätte ich den restlichen Tag mit Melone essen und an einem kühlen Fleck zu schlafen verbracht, doch dann schnappte sich Frauchen plötzlich die Leinen und es ging nochmal raus.

Ihr ahnt nicht, wer draußen bereits auf mich wartete! Mein Kumpel Finn!!!

Ich freute mich wie verrückt und wollte gleich jetzt und hier mit ihm spielen, aber Lucy musste ja wieder bellen und so etwas unhöfliches kann Finn natürlich nicht leiden. Mama holte fix noch unsere Sachen, dann fuhren wir im Abenteuermobil von Finns Frauchen auch schon los.

dackel liebt labrador

Die Reise brachte uns zu dem See, an dem Papa manchmal angelte, aber dieses Mal waren wir nicht mit der Absicht hier, Fische zu fangen, sondern um zu planschen! Wir gingen am See entlang, wir drei vorneweg und Finn samt Frauchen hinterher, bis Mama eine gute Stelle fand. Ich fand die Stelle auch super- für ein Häufchen! Mama sammelte es aber leider ein, bevor Finn es gesehen hatte, dabei hätte er mir mit Sicherheit zugestimmt, dass es wirklich gelungen war.

Lucy hatte heute Gönnerlaune und hörte auf Mama, wenn sie nach ihr rief, darum durfte sie dann frei herumlaufen. Ich wäre auch gern frei gelaufen, dann hätte ich Mäuse gejagt! Aber Finn musste auch zeitweise an die Schleppleine, darum war es okay.

Als Labrador kennt Finn ja nichts schöneres als Apportieren. Wenn sein Frauchen seinen Dummy wirft, ist er völlig hin und weg, so wie ich bei Schinkenknochen. Es ging sogar soweit, dass sein Frauchen den Dummy mitten in den See warf und er ihn im Wasser holte. In dieser Hitze war ein Bad durchaus akzeptabel. Mama nahm Lucy und mich auch mit ins Wasser. Ich wollte lieber wieder raus und am Ufer auf Abenteuersuche gehen, aber ich sollte mich ja abkühlen. Lucy nutzte wieder ihre Größe aus und kletterte einfach auf Mama beim Schwimmen und rettete sich so aus dem Wasser. Immer mal wieder gingen wir planschen, ansonsten spielten wir mit Finn, führten Tricks vor (also eher Lucy und Finn als ich, mir war nicht nach brav sein, wenn es so viel interessante Dinge zu erschnüffeln gab). Finn kann sogar Highfive und Peng! Ich vermute, Mama wird das auch mit uns probieren, so entzückt wie sie war. Toll, Finn!

dackel badeausflug

Beim Apportieren aus dem Wasser habe ich ihm dann sogar seinen Dummy gemopst  und rausgebracht, das hat meine Mama auch sehr begeistert und auch Papa, dem sie das natürlich gleich schreiben musste.  Finn mag seinen Dummy sehr, deswegen musste ich ihn untersuchen. Ich erinnere mich, auch mal einen kleinen Welpendummy gehabt zu haben, ihn mir aber geholt und zerrissen zu haben. Finns Dummy ist viel größer und passt mir nicht mal ganz ins Maul, aber Finn ist ja selbst ein Riese!

müder dackel Dann gab es noch Melone. Wir sind normalerweise ziemlich scharf auf Melone, aber wir waren so aufgeregt, weil wir mit unserem super coolen Kumpel hier waren, dass wir nicht mal Hunger hatten. Irgendwann mussten wir aber wieder gehen. Auf dem Rückweg habe ich es dann doch noch geschafft, schnell eine Maus zu verschlingen. Ha! Bud 1: Mama 0

Dann waren wir wieder zuhause und ich trank erstmal ausgiebig, ich hatte ja bloß einen ganzen See voll Wasser zu Verfügung gehabt, das reicht ja nicht. Lucy trank auch ein bisschen, dann krachte sie sich gleich ausgestreckt aufs Sofa. Ich schaute noch ein bisschen aus dem Fenster, dann war ich auch müde und legte mich dazu. Es war heute anstrengend gewesen so viel zu spielen, aber es hat mir Spaß gemacht. Hoffentlich sehe ich Finn bald wieder!