Der Bud auf dem 1. Chemnitzer Hundeweihnachtsmarkt

 

Heute war ein geschichtsträchtiger Tag! In einer kleinen Stadt (Chemnitz) fand zum allerersten Mal überhaupt … ein Hundeweihnachtsmarkt statt! * Konfetti *

Lucy und ich waren bisher erst ein einziges Mal mit auf einem kleinen Weihnachtsmarkt, der durch Dauerregen letztes Jahr beinahe ausgestorben war. Für uns war das natürlich super, mehr Bratwurst für mich und weniger Menschen, die auf mich hätten treten können! Der Hundeweihnachtsmarkt war jedoch extra auf uns Vierbeiner ausgerichtet und so gab es statt einer Armee aus Räuchermännchen Hundespielsachen, Leinen und Hundeleckerchen! Wenn ihr mich fragt, ist das eine echte Verbesserung.

Unser erster Hundeweihnachtsmarkt

Auf die Veranstaltung hatte uns Finns Frauchen aufmerksam gemacht und so gingen wir zusammen mit ihr und Finn zum Hundeweihnachtsmarkt, der in der Schönherrfabrik stattfand. Um zwölf gingen die Pforten zum Hundekuchenreich auf, wir trafen uns aber erst halb vier dort mit Finn + Zweibeiner. Wie auf jeder Veranstaltung mit Hunden wurden am Eingang die Impfpässe kontrolliert. Das hatte immerhin extra groß und breit auf dem Flyer der Veranstaltung gestanden, dennoch hatten es wohl einige Besucher verpeilt. Wir hatten unsere Impfausweise dabei, die im Dezember 2017 ihr Ablaufdatum hatten, aber Frauchen hat gestern mitten in der Nacht die Veranstalterin genervt  wir gingen ganz lässig damit hin, weil wir wussten, dass der Impfintervall noch gültig war. Der Eintritt für Zweibeiner kostete 2 €, Menschenwelpen bis 6 Jahren und Hunde unabhängig ihres Alters kamen kostenlos rein.

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Sooo viiiiel Flauschigkeit, iiiin deeer Weihnachtszeeeit!

Besonders groß war der Hundeweihnachtsmarkt nicht, aber es gab einige interessante Buden und vor allem Hunde über Hunde. Die vorherrschende Rasse war der Mops, dicht gefolgt von Chihuahuas und Französischen Bulldoggen. Wir entdeckten aber auch einen Bloodhound, Windhunde in verschiedenen Größen, Rottweiler, einen Colli, der passenderweise zu seinem langen Fell Merlin hieß, Dobermänner, Namis äääh Corgis und sogar einen anderen Dackel! Lucy wurde in ihrer Hundetasche getragen (Erstens zum Schutz des Minihundes vor der Umwelt: Es war kalt und Lucy friert schnell, abgesehen davon wäre vielleicht jemand draufgetreten. Zweitens zum Schutz der Umwelt vor dem Minihund: Lucy hätte jeden angekläfft und in sicherer Höhe gab sie nur ab und an ein „Mäff!“ als Kommentar ab.)  Ich dagegen trug meinen schönsten Mantel, der nur von meinem Geschirr optisch etwas verschandelt wurde. Aber man befürchtete, ich würde zu sehr an meinem zarten Schwanenhals ziehen, wenn ich ein Halsband getragen hätte. Das Wichtigste war nur, dass ich die meiste Zeit selbst laufen durfte und so konnte ich viele neue Hundebekanntschaften schließen, was genau mein Ding war. Natürlich gab es auch hin und wieder wildes Gekläffe und einmal schienen zwei Rüden kurz davor zu sein, sich aufeinander zu stürzen – zum Glück hieß keiner der beiden Bud oder Finn. Die Organisation war super, es gab trotz des eher knapp bemessenen Raums im Hof genug Stellen, an denen man sich zurückziehen konnte, wenn man schnell noch ein Halti über die Labradorschnauze ziehen wollte oder kurz durchatmen musste. Platz für Aussteller war im Zentrum des Hofes vorgesehen, so dass man bequem seine Kreise ziehen konnte und sich dennoch nicht auf die Füße oder Pfoten trat. Kein Vergleich zu Menschenweihnachtsmärkten, wo man als nicht besonders kräftiger Menschling *hüstel * schnell mit dem Gedränge davongespült wird und pausenlos umgerannt wird, eine Brezel ins Auge gerammt bekommt oder ständig angestoßen wird.

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Aussteller und Vorführungen

Bernsteinkettchen gegen Zecken von Küstengold, Loops und Halstücher von Bastelheld, bedruckte Kissen von MeinHaustierkissen, Leinengarderoben von Hundsstück… Es war ein bisschen, als sei sämtliche Werbung auf Facebook zum Leben erwacht und hätte sich an einem Ort versammelt. Die Auswahl an Spielzeugen war überschaubar, größtenteils handgefertigte Zergel und Schnüffelteppiche und Geweihstücken zum Nagen. Im hinteren Bereich, taktisch gut positioniert neben dem Glühweinstand, gab es jede Menge Glitzerkram für die Frauchen unter den Besuchern und wir sahen sogar passende geknüpfte Armbänder passend zum Halsband. (Lol. Bei uns würde dann das Armband auch Lucy als Halsband passen.)

Aber wir erspähten auch Aussteller, die man aus dem Reallife kannte – beziehungsweise, die Finns Frauchen kannte: Futter1A, wo Finns täglich Pansenbrot herkommt, und Fit mit Hund. Letztere führten einige ihrer Hund-Mensch-Fitness-Tricks auf und als Finns Frauchen erzählte, dass sie dies auch bei Wind und Wetter jede Woche taten, war ich plötzlich sehr froh, dass mein Frauchen so absolut super mega unsportlich ist.

 

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Der interessanteste Stand, so befand Lucy, war natürlich der, an dem die Tierkeksmanufaktur ihre Leckereien ausgestellt hatte. Dort gab es alles mögliche an Keksen und getrockneten Kauartikeln, unter anderem Pansenbrezeln! (Es gab sogar Kekse für Katzen! Zumindest stand „Katze“ an der Tüte und ich hoffe, das war nicht die Geschmacksrichtung!) Da Lucy in ihrer Hundetasche noch Luft hatte, wurde diese dann kurzerhand zum Lootbag umfunktioniert und mit Tierkeksen gefüllt. Lucy gefällt das!

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Lucy und ihre Schätze. „Meins, alles meins!“

Überbewertete Zweibeinerbedürfnisse

Auch für die Zweibeiner gab es klassische Weihnachtsmarktsnacks wie Bratwurst und Glühwein, aber wir verzichteten lieber, denn vor dem Versorgungsstand campten bereits die Hälfte aller Besucher  standen einige Menschlinge und deren Hunde und trotz Mantel schlotterte ich schon ziemlich, langes Anstehen war also nicht im Sinne des Dackels. (Außerdem sollten die gefräßigen Menschlinge mal schön ihr Geld in Hundekekse umwandeln, statt nur mit ihrem Magen zu denken!)

Besonders lange haben wir zwar nicht durchgehalten, es war echt kalt. Aber trotzdem war es echt toll gewesen und wenn nächstes Jahr der ZWEITE Hundeweihnachtsmarkt in der Geschichte von Chemnitz stattfinden sollte, sind wir gern wieder dabei – Stimmts, Finn? 😀

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„Okay, Bro, versau es dieses Mal nicht! Auf drei gucken wir alle demonstrativ weg! Eins… Zwei… Drei…“ „Was? Sorry, Bud, ich hab dir gerade nicht zugehört, ich hab dieser scharfen Golden Retriever Hündin hinterher geguckt.“

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4 Gedanken zu “Der Bud auf dem 1. Chemnitzer Hundeweihnachtsmarkt

  1. Wurzelkobold schreibt:

    Ach wie schön 🙂 Hauptsache, die Menschen haben euch soviele Kekse und Leckerli mitgebracht, dass es bis morgen reicht! Dann ist noch Luft nach oben für Weihnachten! Oooh, ihr habt einen Corgi gesehen? Habt ihr ein Beweisbild? Namis Schwester Elena wohnt nämlich in Chemnitz 😀 Corgitastische Grüße von Nami und Anhang

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