Der Dackel und sein Hüftschwung

Die nächsten Tage lebe ich in Angst. Angst vor der Rache der Lucy. Bestimmt zwickt sie mich wieder in meine privatesten Bereiche! Aber lasst mich von vorn anfangen:

Es war Freitag, es war ein schöner sommerlicher Tag und er hatte gut begonnen. Mama hat uns für den MiDoggy Trick Challenge angemeldet, das heißt, sieben Tage lang meistern wir sieben Tricks. Gestern ging es mit Highfive los, was wir aber schon können und heute lernten wir, die Pfötchen auf ihren Arm zu legen. Genau das war unsere Morgenaufgabe und ich war ziemlich zufrieden. Ich hatte schnell verstanden, was ich tun sollte und ordentlich viele Hundekekse verspeist.

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Als dann unsere Eltern die Angeltasche holten, war mein Tag eigentlich schon perfekt. Am Flussufer war es erstaunlich zivilisiert, statt mannshohe Brennnesselgebüsche befanden sich hier ein Kinderspielplatz und eine Bootsanlegestelle und dementsprechend viele Menschen wuselten hier herum. Zwei davon kannte ich: Oma Mella und Opa Niels!

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Die Zweibeiner setzten sich an das Ufer, das in Form von Treppenstufen zum Wasser hin abfiel. Ich widmete mich erstmal äußert wichtigen Maulwurfslochgrabungsarbeiten. Nur, wenn die Zweibeiner etwas aßen, ein Entenpaar an uns vorbei paddelte oder die Wellen von den Fähren gegen das Ufer klatschten, schaute ich aus dem Erdreich auf. Lucy klebte dagegen die ganze Zeit an den Menschlingen und bettelte um einen guten Bissen.

Hundeblog dackel angeln

Es bissen auch viele Fische an, aber fressen durfte ich nicht einen einzigen. Alle wurden wieder freigelassen! Als ich gerade mit auf der Treppe saß und ich Lucy ganz unten am Wasser sitzen sah, überkam mich der Schalk.

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Ich sprang herunter zu ihr, holte aus und schubste sie mit einem perfekten Hulahulahüftschwung in den Fluss. Opa reagierte blitzschnell und zog Lucy an der Leine, die er gehalten hatte, wieder aus dem Wasser. Lucy war tropfnass und ihr Geschirr war vollgesogen wie ein Schwamm. Mama hatte in weiser Voraussicht ein Handtuch eingepackt und trocknete den klitschnassen Dackel ab. Lucy zitterte noch eine Weile, trocknete aber wieder, bevor es nach Hause ging. Allerdings bekam ich noch ziemlich vernichtende Blicke aus ihren Augen. Für die nächsten Tage ist also Einschleimen angesagt!

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Angeln vorm Sonnenaufgang

Der frühe Wurm fängt den Fisch!

Es war noch dunkel, als mein verrückter Menschling schon aufstand, sich anzog und das Frühstück auftischte. Ich lag noch warm und zufrieden unter der Bettdecke und gedachte auch nicht, etwas an diesem Zustand zu ändern. Lucy dagegen hatte das Napfgeklapper schon gehört und war diesem sofort auf den Grund gegangen. So kam es, dass sie schon mit vollen Backen kaute, als ich gerade erst in die Küche tapste. Frechheit. Bevor ich wusste, wie mir geschah, saß ich auch schon im Abenteuermobil. Dort schlief ich fast wieder ein, bis wir anhielten. Onkel Felix, Tante Heidi und Balduin warteten schon auf uns- an einem großen See! Die Sonne ging gerade erst auf und tauchte alles in weiches, rosafarbenes Licht.

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Wo bin ich? Das ist nicht mein Bett!

Die Zweibeiner errichteten schnell ihr Lager und stellten ihre Angeln auf, denn in der Dämmerung, so behaupteten sie, wären die Fische besonders aktiv. Lucy war jedenfalls alles andere als aktiv, nachdem sie Mamas Fotodurst für’s Erste gestillt hatte, schlief sie auf dem Menschlings-Schoß unter einer Decke noch ein Weilchen. Ich dagegen war nun vollkommen wach, die kühle, feuchte Morgenluft duftete nach Abenteuern und Enten, die ihre Kreise auf dem See zogen und unerreichbar fern in all ihrer Appetitlichkeit auf mich warteten als eine ferne Versuchung. Doch die Enten waren schnell vergessen. Balduin sprang um mich herum und wollte spielen, aber ich stellte fest, dass es unserer Umgebung ziemlich an Löchern mangelte. Und das musste ich, Bud, der Buddelingenieur, schnell ändern!

Auf den Tisch kommt heut ein Fisch

Unser erstes Frühstück war dann schon eine Weile her und durch die Anstrengungen des Mauselöcher Ausgrabens knurrte mein Magen. Es war höchste Zeit für die nächste Mahlzeit!

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Zum Glück für mich dauerte es wirklich nicht lange und die Angelruten wackelten. Ein Fisch! Ich leckte mir das Mäulchen. Normalerweise setzen Papa und Onkel Felix alle Fische wieder ins Wasser zurück, aber da wir heute den ganzen Tag hier bleiben würden, war ausgemacht, dass wir Hunde auch einen gesunden, frischen Snack bekommen sollten.

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Die Menschlinge selbst aßen keinen frischen Fisch, was mich sehr wundert. Sie jagen Essen, bewundern es und lassen es wieder frei! Ich denke, sie wissen gar nicht, dass sie es ganz falsch machen. Zum Glück hatten sie sich genug Essen mitgebracht. Logisch, dass wir immer dort warteten, wo gegessen wurde! Und jedes Mal, wenn Papa gerade essen wollte, biss ein Fisch an. Leider hat er aber das Sandwich nicht auf seinem Platz vergessen. Wir hätten uns gut darum gekümmert.

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Fischlein, Fischlein, hüpf schnell in mein Maul hinein!

Wenn ich nicht gerade buddelte und die Angler mit frischen Regenwürmern versorgte (was einer der vielen Vorteile von einem Dackel als Anglerhund ist), spielten wir miteinander. Während Lucy und ich uns eher für das Erdreich interessierten und uns allmählich in Schlammschweine verwandelten (wie Mama es nannte), konnte Balduin sich gar nicht sattsehen am Wasser. Er hätte wohl am liebsten die Köder wieder herausapportiert, musste sich aber damit begnügen, sehnsüchtig hinterher zu blicken, wenn die Angel ausgeworfen wurde. Besonders der Steg hatte es ihm angetan, denn von dort aus hatte er einen Logenplatz. Lucy und ich trauten uns nicht so richtig auf das Metallgitter, Balduin aber lief fröhlich darauf herum. So kam es, dass er von ganz Nahem beobachten konnte, wie mein Papa einen dicken Fisch an Land holte. Das war Kino, live!

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Onkel Felix und Papa haben viele Fische gefangen und auch Tante Heidi, die seit kurzem auch ihren Angelschein gemacht hat, ging nicht als Schneider nach Hause. So hatten die drei Angler eine schöne Ausbeute, auch wenn bis auf unseren Frühstücksfisch alle Fische wieder freigelassen wurden, und auch Mama war zufrieden mit den vielen Fotos, die sie von den Anglern und uns Dackeln geknipst hatte.

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Schlammschwein Bud

Schlamm ist bekanntermaßen gut für zarte Gesichtshaut und ich habe demnach die zarteste Haut weit und breit. Durch die gleichmäßige braune Farbe sah ich gleich ganz anders aus, weil meine typische Dackelzeichnung nun kaum mehr zu erkennen war! Mein Gesicht, meine Ohren und meine Pfötchen waren dick mit Matsch eingecremt. Papa beäugte meine Gesichtsmaske skeptisch, denn ich musste ja mit dem Abenteuermobil auch wieder nach Hause und Papa liebt sein Abenteuermobil. Doch bis wir am späten Nachmittag aufbrachen, war schon der meiste Teil des Schlamms getrocknet und abgebröckelt. Ich dachte, ich sei aus dem Schneider. Doch kaum daheim angekommen, wurde ich auch schon gebaden. Mit Shampoo!!! SO hatte ich mir das nicht vorgestellt. Wenigstens musste Lucy auch dran glauben. Normalerweise springen wir nach dem Baden wie zwei Flummis herum, aber wir waren sooo müde! Ich war froh, dass ich gleich in mein Bettchen krabbeln konnte und träumte von leckeren Fischen und Mauselöchern. Trotz dem überflüssigen Bad war es ein schöner Tag gewesen.

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Fish & Finns 

An diesem Wochenende gab es gleich zwei Dinge, auf die ich mich freuen konnte: Am Freitag hatten wir uns zum nachmittäglichen Angeln mit Onkel Felix verabredet und am Samstag übernachtete mein großer Kumpel Finn bei uns!

Die Angelsaison ist eröffnet!

Die Sonne scheint, die Vöglein zwitschern und das letzte Eis taut langsam auf. Für mich ist das ein großer Grund zur Freude, denn jetzt kann ich endlich wieder buddeln! Auch Papa freut sich, allerdings weniger über das Buddeln, sondern weil er mit Onkel Felix jetzt endlich wieder angeln kann. Im Winter hatten die beiden schon am Fluss geangelt, aber so wirklich angenehm war das nicht. Mama und Tante Heidi blieben dann lieber mit uns zuhause im Warmen.

Jetzt war ich wieder mit dabei und habe natürlich gleich Glück gebracht! Onkel Felix angelte zwei Karpfen und Papa drei Weißfische. Fressen durfte ich keinen einzigen Fisch, da sie wieder zurück ins Wasser durften, aber ich verpasste eh die meisten Gänge, weil ich ja buddelte. 

Kleine Dinge machen die meiste Freude, sieht man ja an uns Dackeln!

Pyjamaparty!

Samstagvormittag hielt ein Auto vor unserem Haus und es stiegen mein Freund Finn und sein Frauchen aus! Vor Aufregung vergaß ich glatt mein Geschäftchen und hüpfte begeistert herum. Finn kam mit zu uns nach oben und dann ging sein Frauchen weg. Finn gehörte somit mir, ganz allein! Na gut, Lucy und ich haben ihn uns geteilt.

Da wir vom Angelausflug aber noch müde waren, schliefen wir trotz Besuch viel. Finn blieb gelassen, nur schien er am Abend, als wir ins Bettchen gingen, doch etwas Heimweh zu haben. Doch am nächsten Morgen war er wieder gutgelaunt und dann kehrte seine Mama auch wieder zurück. Finns Welt war wieder in Ordnung und ich machte erstmal ein Nickerchen. Und abgesehen vom Gassi machten wir einen gemütlichen Sofa-Sonntag. Immerhin mussten wir den Schlaf von zwei Tagen aufholen!

P.S.: Heute ist ein besonderer Tag, Tante Heidi hat Geburtstag! Auch von Lucy und mir nochmal alles Gute! 🙂

Der beste Freund des Anglers

Die Menschlinge haben da so eine Redensart.

„Der Hund ist der beste Freund des Menschen!“

Mama sagt das manchmal, leicht sarkastisch, wenn die Katze kotzt und Lucy es dann schnell frisst. Aber natürlich stimmt es, welches Tier würde sich so liebevoll um eine solch unselbstständige Spezies kümmern wie den Menschen, der ja nicht einmal einen Ball selbst holen kann, den er vor ein paar Sekunden erst geworfen hat.

Warum der Dackel der beste Freund des Anglers ist

Dass wir oft mit zum Angeln gehen würden, stand schon fest, bevor unsere kleinen Welpenpfoten das Haus zum ersten Mal betraten, denn mein Papa und Onkel Felix sind Angler. Die Idealvorstellung war natürlich, dass wir brav neben den Anglern sitzen, was ganz so natürlich gerade in unserem ersten aufregenden Lebensabschnitt nicht klappte. Trotzdem gibt es einige Gründe, warum wir die perfekten Anglerhunde sind:

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  • Dackel hassen Wasser.

Was? Wie jetzt? Wie passt denn das zu einem Anglerhund? Ganz einfach: Dadurch, dass wir ungern nass werden, scheuchen wir die Fische nicht auf. Außerdem ist so die Gefahr geringer, dass wir über die Angelschnur schwimmen oder uns an einem Haken im Wasser verletzen. Es gibt zwar auch Ausnahmen wie Balduin, der Baden einfach super findet, aber es gibt viele Dackel, die Wasser nicht ganz so lieben.

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  • Dackel buddeln Köder aus.

Mama lässt mich ja jetzt nur noch zur Belohnung buddeln, aber dafür habe ich jetzt eine wichtige Mission: Regenwürmer ausgraben! Die kleinen, glibberigen Tierchen kann mein Papa prima als Angelköder gebrauchen und unsere Axolotl freuen sich natürlich auch über so ein Festmahl. Da ich wirklich gut im Buddeln bin, sorge ich so immer für genügend Fischfutter. Auch vor Ort kann ich die Köderlage aufbessern, indem ich auch beim Angeln grabe. Mama träumt davon, mir beizubringen, Regenwürmer zu erschnüffeln und gezielt aus zu graben. Soll mir recht sein. Ich mag Buddeln.

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  • Dackel sind platzsparend.

So eine Angelausrüstung unterzukriegen kann in manchem Auto schwierig sein. Je nachdem, ob man nun ansitzt oder gleich mit der Wathose im Fluss steht, braucht man neben der Rute auch noch Köder, Angelerlaubnis, Kescher, Zange, … Auch ein Eimer und Campingstühle sind manchmal nicht schlecht. Und wenn das Wetter wechselhaft ist, sollte man beim Ansitzen auch nicht unbedingt auf einen Outdoorschirm oder ein kleines Zelt verzichten. Und schon ist das Auto randvoll. Eine Bordeaux Dogge passt da nun nicht mehr rein, selbst ein Labrador oder Goldi hat da kaum mehr Platz. Ein Dackel dagegen ist mit maximal zehn Kilogramm nicht besonders groß.

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  • Die Wärmflasche

Beim Ansitzen passiert manchmal nicht viel. Der Angler sitzt in seinem Klappstuhl und starrt auf seine Angel und gerade jetzt, wo es langsam kälter wird, hat er zu tun, nicht alle Fische durch sein Zähneklappern zu vertreiben. Aber der treue Teckel ist gern zum Kuscheln bereit und taut klamme Hände selbstlos wieder auf. Schoßhund Lucy liebt diesen menschlichen Sitzplatz sehr.

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  • Akkustischer Bissanzeiger und Wachhund

Ein wachsamer Dackel mit kräftiger Stimme zögert auch nicht, Herrchens Angelsachen zu beschützen. Bisher vertrieb sie nur neugierige Zuschauer und aufdringliche Mitangler, lässt aber so auch keinen Eindringling unbemerkt an die Angelstelle, den der Angler selbst nicht bemerkt hätte. Außerdem wäre es natürlich auch möglich, ihr beizubringen, auf die Angel acht zu geben und durch Bellen einen Biss anzuzeigen. Bisher mangelte es an vielen Bissen nacheinander um das zu üben, der Plan ist allerdings da.

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Für uns ist Angeln auch toll, denn so verbringen wir den ganzen Tag draußen. Meistens spaziert Mama mit uns um den See oder am Fluss entlang und beschäftigt und am Ufer mit Tricks oder Spielchen, wir beobachten aber auch fasziniert, was der angelnde Menschling da tolles im Wasser macht. Frischen Fisch esse ich übrigens am liebsten!

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Hafenmeister Bud und die alte Liebe

Budige Barsche

Am nächsten Morgen nach unserer Ankunft, wachte ich voller Tatendrang auf. Nach einem kurzen Morgengassi und einem gemütlichen Frühstück, ging es an den Hafen. Papa wollte die Gelegenheit zum Angeln nutzen, auch wenn es, Mitte September, noch etwas zu früh für die Angelsaison hier oben war. Wir machten es uns auf dem Steg so bequem, wie es ging, und sahen ihm dabei zu, wie er seine Angel auswarf. Ab und an kamen fremde Menschlinge, um aufs Wasser zu starren. Einige hatten auch Hunde dabei, mit einem konnten wir sogar etwas länger schnüffeln, weil dessen Herrchen sich mit Papa übers Angeln unterhielt. Gefangen hat er auch etwas:

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Wenn du meinem Papa schon aus der Hand springen musst, dann hüpf gefälligst in mein Maul!

Ich fand den Barsch sehr appetitlich, doch Papa setzte ihn wieder zurück. Seufz. Dieses Verhalten muss ich ihm dringend abgewöhnen! In meinem Bauch wäre noch viel Platz für das Fischlein gewesen! Aber naja. Es gab außerdem am Hafen viele Möwen zu sehen, denen ich neugierig nachschaute. Die vielen Boote am Steg waren nicht so mein Ding, dafür aber die vorbeifahrenden Fähren. Da will ich auch mal mitfahren! Damit ich besser sehen kann, hob Mama uns abwechselnd hoch. Ich schaute stolz über die Wellen und Lucy war einfach zufrieden, auf dem Arm zu sein.

First love

Nach dem Ausflug zum Hafen ruhte ich mich kurz aus, dann waren wir zum Grillen bei Oma eingeladen. Grillen ist etwas sehr Feines, denn dabei kommt Fleisch vor und das schmeckt mir gut. Voller Appetit dackelte ich, mit meinen Eltern im Schlepptau, zum Haus meiner Oma. Doch dort angekommen vergaß ich Grill und Fleisch, denn dort war auch Omas Hund, Sina

Wie sich aufmerksame Leser vielleicht erinnern, ist Sina der erste „fremde“ Hund gewesen, den ich getroffen habe. Ich hatte damals noch nie einen langhaarigen Hund gesehen und zog deswegen rotzfrech an ihrem plüschigen Schwanz. Ich war total scharf darauf, mit ihr zu spielen und hatte sie schon damals echt gern. Sina ist wahrscheinlich einer der freundlichsten Hunde der Welt und hat all meine Welpenbisse ertragen. Man kann also sagen, Sina war meine erste große Liebe. Sie hat sich sehr gefreut uns zu sehen, ich war erstmal ganz platt, dass sie wirklich vor mir stand und dann spielten wir wieder miteinander, genau wie früher. Nur, dass ich jetzt ein stattlicher Rüde geworden bin und kein kleiner Welpe.

Lucy lief neugierig herum, vorallem in Richtung Küche und Grill, wo es gut duftete. Sie durfte auch oft auf den Arm hoch und kuschelte mit Oma. In ihrem Garten gab es auch ein Hasengehege, samt Hasen. Der vorwitzige Hase Pepe stammt aus dem Tierschutzverein und ist mit Hunden aufgewachsen, also hatte er keine Angst vor mir oder Lucy. Wir wollten gern rein zu ihm, durften aber nicht und wurden ständig von unseren Eltern zurückgepfiffen. Menno. Wenigstens hatte ich Sina und durfte auch etwas vom Grill naschen. Lucy auch. Die darf dann nach dem Urlaub zwar abspecken, aber während unserer Ferien durfte sie es sich auch gut gehen lassen.

 

Auf den Tisch kommt heut ein Fisch!

Nach Lucys Geburtstag hätte ich gut zur Erholung so ein, zwei Tage auf dem Sofa schlafen können, doch die Menschlinge hatten andere Pläne. Als ehemalige Jäger und Sammler haben sie eben ihre Bedürfnisse und damit sie ihren natürlichen Jagdtrieb mal ausleben können, gingen wir angeln. Onkel Felix war auch dabei, meine Tante Heidi und mein Bruderherz hatten keine Zeit. Naja, mehr Fisch für mich! Wir waren dieses Mal nicht an dem See in unserer Kleinstadt, sondern sind mit dem Abenteuermobil ein Stück gefahren. Dieser See ist größer und liegt hinter einer Naturstation. Menschenwelpen können dort wichtige Dinge über die Natur lernen und basteln, zumindest behauptet das Mama, die dort als Welpe wohl gewesen ist. (Trotzdem kann sie weder Eichhörnchen jagen noch Pflanzen auseinanderhalten, ein hoffnungsloser Fall.) Ich widmete mich gleich wieder wichtigen Studien über die Beschaffenheit von Mauselöchern.

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Die Menschlinge waren sehr beschäftigt damit, auf ihre Angelruten zu glotzen und im Sonnenschein zu sitzen. Dort wurde es ganz schön warm! Onkel Felix hatte zumindest einen großen Schirm dabei, unter dem ich mich dann und wann verzog, wenn ich vom Buddeln genug hatte. Lucy flitzte herum, schaute sich überall ein bisschen um und scharwenzelte um die Zweibeiner, immer in der Hoffnung auf einen guten Bissen.

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Und den gab es dann! Allerdings für mich! Papa erlöste einen unglücklich gehakten Barsch an Ort und Stelle und den kredenzte ich genüsslich. Eingefrorenen Fisch finde ich ja voll eklig, das hatte ich, glaube ich, schon mal erwähnt. Frisch gefangen und noch nach Seewasser duftend, schmeckt mir Fisch dagegen gut. So gut, dass ich jedes Mal, wenn Papa oder Felix einen Fisch wieder in die Freiheit entließen, jammerte. Das war mein Essen! Wieso lässt du es frei? Den wollte ich haaabeeeeen!

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Alles in allem war der Tag trotzdem toll. Wir waren alle zusammen draußen, ich durfte buddeln, Lucy durfte flitzen, ich aß zumindest einen Fisch und eine undefinierte Zahl an Keksen und roch viele aufregende Gerüche. Zuhause erwartete uns noch eine tolle Überraschung von unserer Tante Vivi, die Lucy ein Geburtstagsgeschenk geschickt hatte. Da waren tolle Spielsachen drin und Köstlichkeiten, von denen wir dann auch gleich eins naschen durften. So hatten wir nach einem tollen Tag noch einen genauso tollen Ausklang.

 

Der Dackel und der Sommer

Wahrscheinlich hat der Sommer neulich gehört, wie ich über ihn gelästert habe und jetzt hat er den Ofen so richtig angeheizt. Es sind um die dreißig Grad und mein Fell schmilzt, da bin ich mir ziemlich sicher. Wir leben ja in einer Dachgeschosswohnung…mehr muss ich eigentlich gar nicht sagen, oder? Allerdings halte ich die Hitze ganz gekonnt aus, schließlich bin ich ein Dackel mit gutem Personal!

Bud, der Angler

Verratet es bitte keinem, aber eigentlich habe ich gar keinen Angelschein! Den hat nur mein Papa, aber ich habe natürlich ganz brav geholfen. Ich habe die Ruten bewacht und in der Erde nach frischen Wurmködern gebuddelt. (Mein Papa hatte zwar schon welche dabei, aber man weiß ja nie.) Wir waren wieder an der Zschopau, weil Mama dort auf unserer Wanderung neulich viele Fische vom Ufer aus erspäht hatte. Dieses Ufer hatte eine ganz schöne Hanglage, was mir beim Buddeln sehr zugute kam: All die Erde rutschte einfach herunter und machte aus meinen Grabungsarbeiten ein Kinderspiel. Lucy hatte mehr Interesse an Papas Angelei. Sie schwirrte ständig den Hang hoch und wieder herunter und war sehr fasziniert von den großen Wellen, die ans Ufer schlugen, wenn ein Boot vorbeifuhr. Und das waren ganz schön viele!

Angel dackel

Wahrscheinlich hat unsere Anwesenheit Papa Anglerglück gebracht, denn er fing ganz viele Fische. Frisch mag ich Fische ganz gern, eingefroren esse ich sie nur noch püriert und auch nicht so begeistert. Zu meinem Unverständnis setzte Papa alle Fischlein wieder zurück in den Fluss und ich konnte keinen einzigen essen! (Jaaa, ich weiß ja, das Tiefkühlfach ist noch voller Fisch, aber … bäääh!) Mamas Bruder war auch dabei und wir gingen auch ein Stück im Wald spazieren. Nahe des Flusses war es unter dem Laubdach herrlich kühl. Leider hat Lucy dann irgendwas in die Brust gestochen und es schwoll gleich zu einem riesigen Pflatschen* an. Die Schwellung hatte die Form eines Donuts, also ringförmig, und war so groß wie ein 1€- Stück, also für Minihundmaße schon ziemlich groß. Lucy war den ganzen restlichen Abend ganz kningelig und kläffte genervt herum.

* Pflatschen: so nennt man in Sachsen eine große Schwellung, meistens im Zusammenhang mit Mückenstichen

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Hundeeis

Am nächsten Tag konnten wir, wegen Lucys noch nicht ganz verschorften Wunde, nicht baden gehen. Sooo wasserbegeistert sind Lucy und ich ja eh nicht, aber in diesen tropischen Temperaturen bequemt sich auch ein Dackel mal, seinem Schicksal ergeben, ins Wasser. Zumindest mit den Füßchen. Bis zu dem Bauch ins Wasser gehen, findet gerade Lucy echt eklig und bei ihrer Höhe ist jede Welle schon auf Bauchhöhe. Damit wir aber unter der Wärme nicht so sehr leiden, machte Mama heute ein köstliches Hundeeis. 

Man nehme:

  • eine Schüssel reifer Blaubeeren oder einem anderen hundeverträglichen Obst
  • Joghurt
  • einen essbaren Eisstiel, wie z.B. Kaustangen oder Knabberrollen
  • einen kleinen Becher, den man einfrieren kann
  • einen Menschling, der das Eis zubereitet

Der Menschling sollte das Obst unbedingt pürieren, da uns Hunden das Enzym fehlt, um pflanzliche Zellwände aufzuspalten. (Sonst kommen die Beerchen im Ganzen wieder heraus.) Danach vermischt man den Joghurt mit dem Obstbrei, bei Hunden, die Probleme mit Milchprodukten haben, sollte man laktosefreien Joghurt nehmen. Das Gemisch kommt in das Eisförmchen, oben rein kommt ein Kaui als Stiel. Nach zwei bis vier Stunden im Gefrierfach ist das Hundeeis fertig und kann direkt ins Hundemaul.

Uns schmeckte das Eis gut und lenkte sogar etwas von der Hitze ab.

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Sommer, See und Schnüffelei

Am Wochenende besuchte uns endlich wieder Balduin mit seinen Eltern. Es war lange her, dass wir uns gesehen hatten, für mich fühlte es sich bereits wie eine Ewigkeit an. Darum freute ich mich wie verrückt und wir spielten ausgelassen zusammen. Doch unser Glück wurde sogar noch größer: Die Papas schnappten sich ihre Angeln und die Mamas leinten uns an. Aaabenteuer!

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Die Reise führte uns zu dem See, an dem Onkel Felix und Papa am liebsten angelten. Wir schauten erst ein wenig zu, aber Balduin, der eine echte Wasserratte ist, konnte nicht ertragen, dass er nicht in der Nähe der Angelhaken schwimmen durfte. Weil er sich dann ziemlich aufregte, gingen wir ein Stück vom Wasser weg. Dort gab es eh etwas viel besseres als den See: Mauselöcher! Balduin ist zwar kein so großer Buddelenthusiast wie ich, grub aber dann doch fleißig mit und ließ sich etwas ablenken. Ich war rundum zufrieden. Balduin da! Buddeln! Action!

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Mama machte natürlich wieder die gaaanze Zeit Fotos, aber zum Glück nicht nur von mir, obwohl ich natürlich das schönste Motiv war. Die Männer waren unterdessen nicht faul, mein Papa hatte bald schon einen Fisch an der Angel! Der lustigste Fang „biss“ bei Onkel Felix an, ein großer Sockenfisch der Gattung Baumwolle.

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Als wir den See langsam umrundeten, stieg mir ein bekannter Geruch in die Nase: Finn! Der war vor kurzem auch an diesem See, genau auf diesem Baum, an dem ich auch sofort hochgeklettert bin. Aber so sehr ich auch versuchte, ihn durch extremes Schnüffeln durch die Nasenlöcher herzusaugen, außer seinem Geruch gab es keine Spur von Finn. Naja, zumindest hatte ich ja mein Bruderherz!

 

Seehunde

Was Labradore wollen 

Letzte Woche war unser großer Kumpel Finn mit uns auf einem Badeausflug! Es war lange her, dass wir unseren Freund getroffen hatten und dementsprechend aufgeregt waren wir. Mama hatte ihre Kamera mitgeschleppt um unser Wiedersehen festzuhalten. Am See war durch die Schulferien viel los, für normale Verhältnisse. Wir kamen auf dem Weg zu unserer Lieblingsbadestelle an einer Familie mit Kindern vorbei, die natürlich sofort lautstark ihre Entdeckung („Hundeee!“) bekanntgaben. Lucy beäugte kurz die zu klein geratenen Menschlinge, entschied sich aber gegen das Bellen. Es gab ja auch gerade wichtigeres: Finn! Der war  natürlich voll in seinem Element. Sein Frauchen hatte extra seinen Dummy mitgebracht, den Finn begeistert aus dem See holte. Der Angler nebenan war über unser Planschen nicht ganz so erfreut, aber wir waren nicht die einzigen Badegäste, die ihre Bahnen in grünem Tümpelwasser zogen. Ich war nur ganz kurz im Wasser und Lucy hat zumindest ein Pfötchen reingestippt, lieber wollte ich buddeln und Lucy hatte mehr Spaß daran, mit Finn zu toben und ihre Neugierdsnase in die Futtertasche von Finns Mama zu stecken. Mama musste natürlich auch noch unbedingt ihren neusten Trick vorführen, den ich ihr beigebracht habe: ich stelle meine Vorderpfoten auf ihre Füße und wir  laufen watscheln zusammen.

Wir spielten und tobten bis zum Nachmittag und hatten jede Menge Spaß. Wir waren nach dem Ausflug sehr geschafft und mussten erstmal ein ausgiebiges Schläfchen machen. Zum Glück hatten wir das gute Wetter genutzt, denn danach regnete es ständig und wir wurden das ein oder andere Mal klitschnass.

Von See zu See

Nun hatte unser Papa nach einer harten Arbeitswoche eine Ablenkung bitter nötig, deswegen standen wir früh auf und fuhren zu einem See, allerdings ein Anderer als der, an dem wir mit Finn gewesen waren. Ich konnte es gar nicht begreifen, warum ich mein warmes Bett sooo früh verlassen sollte und bin im Auto immer wieder eingenickt, doch als ich meinen Bruder Baldi sah, war ich sofort hellwach! Für den Geschmack der Zweibeiner etwas zu wach, so dass Mama uns genervt schnappte und erstmal eine Gassirunde mit uns ging, damit wir uns beruhigten. Doch meine Aufregung hatte nur ein wenig abgenommen. Unterwegs hatten wir einen Hasenbau und Rehspuren gesehen, die mich gleich in eine andere Richtung aufgeregt machten. Mein Gehüpfe ging solange weiter, bis Papa die Idee bekam, mich an den Schirmständer, der in die Erde gerammt wurde, zu binden. Dort schnüffelte ich in meinem Radius und zerrte zumindest nicht mehr an Mamas morschen Knochen.

Lucy war währenddessen voll in ihrem Element. Sie schwirrte wie eine Fliege um die Menschlinge, beäugte die Angelruten, steckte ihre Nase in Ködereimer, holte sich hier und da Krauler ab und genoss es, frei herum zu hoppeln.

Mein Bruder hatte Lust, Stöckchen zu holen. Er ist ein bisschen wie Finn, was das angeht. Kann nur zufriedenstellend buddeln, aber apportiert für sein Leben gern. Er saß ständig zu Füßen der Wurfmaschinen und hoffte darauf, dass diese mit ihm spielten. Doch leider begann es um die Mittagszeit, die uns früh Aufgestandenen bereits wie Nachmittag vorkam, zu regnen und es hörte immer nur kurz damit auf. Dank unserer großen Schirme hatten wir es einigermaßen trocken und kuschelig auf Mamas Schoß unter einer Decke, aber für die beiden Angler war das Einholen ihrer Ruten nun ziemlich nass.

Ich dachte eigentlich, noch nasser könnte ich nicht mehr werden, aber als wir abends heimkamen, badete uns Mama dann noch! Frechheit! Der Schlamm im Fell war ein Souvenir!

Angel-Abenteuer

 

Heute stand auf unserer To-do Liste eigentlich nur die Hundeschule, weil das Wetter aber so schön war, entschieden sich unsere Eltern dazu, mit uns angeln zu gehen. So packte Papa seine Angelausrüstung, Mama unsere Ausrüstung und los gings!

Der Fluss war seicht, jedoch hatte er eine starke Strömung. Wir wollten ihn durchqueren, aber Lucy und ich wären abgetrieben worden, zum Glück trug mich Papa dann rüber und Mama Lucy.

Am flachen Ufer zückte Papa dann die Angel und ich lief an der Schleppleine herum und schnüffelte am Gestrüpp. Lucy lief frei herum und hopste über die Steine am Ufer. In der sommerlichen Wärme war das Wasser eine nette Abkühlung. Als Papa dann weiter den Fluss entlang watete, folgten wir ihm schwimmend und hüpfend, je nach Wassertiefe.

Plötzlich hatte Papa einen Fisch an der Angel! Wir waren fasziniert! Immerhin hatte er gerade unser Abendessen erbeutet! Kurz darauf biss noch ein echt großer Fisch an. Es war total aufregend. Danach froren wir dann langsam, weshalb wir an Land gingen. Das Ufer war ein steiler Abhang, ich schaffte es so ziemlich allein hoch, Mama kam als nächste mit Papas Hilfe und krabbelte hinter mir her und dann kam noch Lucy nach. Papa blieb unten im Wasser und angelte weiter. Ich nutzte die Gelegenheit um mich umzusehen und wickelte dabei die Schleppleine um ein großes Brennnesselgestrüpp. Mama musste es dann herauszerren, aber zumindest konnte ich schnüffeln. Danach saßen wir in der Sonne und trockneten wieder. Da erhielt Mama dann die Nachricht, dass die Schule heute ausfiel und wir blieben noch ein bisschen. Als wir dann heimfuhren, wollte ich nur noch auf meine Couch! Es war ein schöner Ausflug und der Fisch wird mir heute Abend gut schmecken.